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	<title>Peroxinitrit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T01:37:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peroxinitrit&amp;diff=2082440&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyirkon: Die letzte Textänderung von MJRS2 wurde verworfen und die Version 249582597 von Anagkai wiederhergestellt. Urheberrechtlich geschütztes Bild eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-18T09:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/MJRS2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/MJRS2&quot;&gt;MJRS2&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/249582597&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/249582597&quot;&gt;249582597&lt;/a&gt; von Anagkai wiederhergestellt. Urheberrechtlich geschütztes Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Peroxynitrite-ion-2D.png|mini|Struktur des Peroxinitrit-Anions]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Metabolic_pathways_peroxinitrite_DE.svg|miniatur|hochkant=1.8|Entstehung von Peroxinitrit und dessen potenziellen Reaktionsmöglichkeiten im menschlichen [[Stoffwechsel]]. Peroxinitrit (ONOO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) bzw. [[Peroxosalpetersäure]] (NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;OOH) können direkt mit verschiedenen [[Biomolekül]]en reagieren (&amp;#039;&amp;#039;(a)&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;(b)&amp;#039;&amp;#039;). Die Reaktion von Peroxinitrit mit [[Kohlenstoffdioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) läuft besonders schnell ab und führt zur Entstehung von [[Radikale (Chemie)|radikalischem]] [[Stickstoffdioxid]] (&amp;lt;sup&amp;gt;·&amp;lt;/sup&amp;gt;NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Carbonat-Radikalanionen (CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap;&amp;quot;&amp;gt;•−&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;) &amp;#039;&amp;#039;(c)&amp;#039;&amp;#039;, die  ihrerseits wiederum [[Proteine]] und [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] schädigen können &amp;#039;&amp;#039;(d)&amp;#039;&amp;#039;. Peroxisalpetersäure, die leicht [[Zellmembran|Zellmembranen]] passiert &amp;#039;&amp;#039;(e)&amp;#039;&amp;#039;, kann in [[Hydrophobie|hydrophober]] Umgebung in [[Hydroxyl-Radikal|Hydroxyl-]] (&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;OH) und Stickstoffdioxid-Radikale zerfallen &amp;#039;&amp;#039;(f)&amp;#039;&amp;#039; und dadurch [[Lipide]] und Proteine schädigen &amp;#039;&amp;#039;(g)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Szabó C, Ischiropoulos H, Radi R |title=Peroxynitrite: biochemistry, pathophysiology and development of therapeutics |journal=Nat Rev Drug Discov |language=en |issue=8 |volume=6 |pages=662–680 |year=2007 |month=August |doi=10.1038/nrd2222 |pmid=17667957 |url=http://www.enzim.hu/~lbarna/articles/17667957.pdf |archiveurl=https://web.archive.org/web/20110721080347/http://www.enzim.hu/~lbarna/articles/17667957.pdf |archivedate=2011-07-21 |offline=yes |format=PDF |accessdate=2010-10-18 |archivebot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peroxinitrit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Anion (ONOO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) gehört zu den [[Reaktive Stickstoffspezies|reaktiven Stickstoff]]- bzw. [[Reaktive Sauerstoffspezies|Sauerstoffverbindungen]] (RNOS; engl. &amp;#039;&amp;#039;reactive nitrogen oxide species&amp;#039;&amp;#039; bzw. ROS; engl. &amp;#039;&amp;#039;reactive oxygen species&amp;#039;&amp;#039;). In einem Organismus können diese Verbindungen mit anderen Verbindungen (Proteinen, DNA) reagieren und Schaden verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peroxinitrit-Anionen entstehen bei der [[Rekombination (Chemie)|Rekombination]] von [[Stickstoffmonoxid]]- und [[Superoxid]]-[[Radikale (Chemie)|Radikalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Superoxide und Stickstoffmonoxid (&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;NO) entstehen im [[Stoffwechsel]] kontinuierlich bei vielen verschiedenen Prozessen, beispielsweise der NO-Bildung aus Nitrit, durch die [[NO-Synthase]] (NOS), im Rahmen der Immunabwehr, bei der Autooxidation von [[Biomolekül|biologischen Molekülen]] oder bei Reaktionen der [[Xanthinoxidase]] (XO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder Superoxid noch NO sind &amp;#039;&amp;#039;[[in vivo]]&amp;#039;&amp;#039; toxisch, solange beide nicht in unphysiologisch hohen Konzentrationen oder gemeinsam auftreten. Superoxidradikale werden mittels [[Superoxiddismutase]]n (SOD) bzw. [[Peroxidasen]] sehr rasch entschärft (O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;•−&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;→&amp;amp;nbsp;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;→&amp;amp;nbsp;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;,&amp;amp;nbsp;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O). NO hingegen reagiert überwiegend mit oxygeniertem [[Hämoglobin]] zu Nitraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser und noch anderer Schutzmechanismen (beispielsweise [[Glutathion]], [[Ascorbinsäure]], [[Tocopherol]]) soll die Entstehung noch toxischerer Substanzen verhindert werden. Sollte dies Ausbleiben, können Peroxinitrit-Ionen und [[Hydroxylradikal]]e (&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;OH) entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hydroxylradikale reagieren aufgrund ihrer hoher Reaktivität sehr rasch mit der nächstgelegenen Verbindung. Peroxinitrite hingegen besitzen eine längere [[Halbwertszeit]] und können so selektiver mit Verbindungen reagieren. Sie werden beispielsweise von Makrophagen zur Abwehr von Keimen eingesetzt. Sie sind hochpotente Zellgifte und entstehen durch diffusionskontrollierte Reaktion zwischen NO- und Superoxid-Radikalen (O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;•−&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;NO&amp;amp;nbsp;→&amp;amp;nbsp;ONOO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;). Peroxinitrite entstehen also rasch, wenn NO und Superoxide simultan in größeren Mengen entstehen bzw. nicht ausreichend abgebaut werden können. So kann die Bildung von Peroxinitrit-Ionen unter stark proinflammatorischen Bedingungen um das Einmillionenfache ansteigen. Da Superoxidradikale im Vergleich zum NO-Radikal deutlich schlechter diffundieren und eine geringe Halbwertszeit besitzen, ist die Peroxinitritentstehung primär mit der Entstehung von Superoxidradikalen assoziiert. Peroxinitrit-Ionen selbst können mit einer (physiologischen) Halbwertszeit von rund 10&amp;amp;nbsp;ms ihre schädigende Wirkung innerhalb von ein bis zwei Zelldurchmessern entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peroxinitrite bzw. die daraus entstehenden Radikale können Schäden an [[Enzym]]en, dem Erbgut ([[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]), den [[Mitochondrien]] und [[Biomembran|Membranen]] verursachen; [[Signalkaskade]]n können verändert beziehungsweise gestört werden; die Formation von [[Lewy-Körperchen]] wird begünstigt und letztendlich kann die [[Apoptose]] eingeleitet oder [[Nekrose]] verursacht werden. Gefäß- und kardiovaskuläre Erkrankungen, [[Zirkulationsschock]], Erkrankungen des [[Immunsystem]]s, Schmerz, Neurodegeneration, Alterung und anderes sind mit der Peroxinitritentstehung assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So reagieren Peroxynitrit-Ionen mit stets vorhandenem [[Kohlenstoffdioxid]] zum kurzlebigen Nitrosoperoxycarbonat-Ion, das in zwei hochreaktive Radikale zerfällt, die für die DNA-Schäden von Peroxinitriten verantwortlich sind:&lt;br /&gt;
:ONOO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; + CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; → ONOOCOO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; → NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt; + CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;•−&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der zahlreichen endo- und exogenen Peroxinitrit-„Fänger“ bzw. -„Neutralisierer“ interagieren nur mit den sekundär entstehenden Radikalen (beispielsweise mit &amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;OH, &amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;•−&amp;lt;/sup&amp;gt;) und besitzen so eine nur eingeschränkte oder geringe Wirksamkeit. Metalloporphyrine hingegen (beispielsweise oxygeniertes [[Hämoglobin]]) reagieren direkt und rasch mit Peroxinitrit. Fe(III)-[[porphyrine]] inaktivieren Peroxinitrit-Ionen, indem sie sie zu [[Nitrat]]-Ionen [[Isomerie|isomerisieren]]. Entsprechende Verbindungen werden für die klinische Anwendung entwickelt und scheinen für erwähnte Krankheitsbilder vielversprechende Therapieoptionen zu bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salpetrige-Säure-Verbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyirkon</name></author>
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