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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Perlstab</id>
	<title>Perlstab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T01:51:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Perlstab&amp;diff=612404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2023-12-30T16:42:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perlstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Wortzusammensetzung aus [[Perle]] und [[Stab (Ornamentik)|Stab]]) ist eine schmale Zierleiste, die aus einer Reihe von kleinen halbkugelförmigen Gliedern besteht, die wie die Perlen einer Schnur aufgereiht sind. Der manchmal auch als „Perlrand“ bezeichnete Begriff findet in verschiedenen Bereichen der Ornamentik Verwendung (Gold- und Silberschmiedekunst, Münzwesen, Architektur, Glaskunst, Möbel- und Besteckkunst etc.). Perlstäbe waren bereits im klassischen Altertum als &amp;#039;&amp;#039;Astragal&amp;#039;&amp;#039; bekannt und wurden in verschiedenen Kulturbereichen immer wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Perlstäbe dienen zumeist als dekorative Einfassungen oder Rahmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Astragal (PSF).png|mini|Astragal (unten) aus Perlen im Wechsel mit zwei Scheiben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ionic chapital of the Temple of Artemis Leukophryene at Magnesia on the Maeander, Pergamon Museum.jpg|mini|Astragal an einem ionischen Kapitell]]&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Wie alle [[Stab (Ornamentik)|Stabformen]] können Perlstäbe geradlinig, rechtwinklig, gekrümmt und rund verlaufen; im letzteren Fall werden sie meist [[Perlkreis]]e genannt. Mit Ausnahme der antiken Astragale bestehen Perlstäbe aus einer – potentiell unendlichen – Reihe von gleichförmig aneinandergereihten Halbperlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wurde versucht, das Herstellungsverfahren zu verbessern, d. h. zu beschleunigen; in solchen Fällen entstehen unechte Perlstäbe. Bei diesen sind die Elemente ebenfalls nebeneinander angeordnet, verschmelzen aber an den Rändern miteinander; derartige Stäbe konnten gedrechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antiker Astragal ==&lt;br /&gt;
Der Astragal der antiken griechischen Architektur ist aus je einer Perle im Wechsel mit zwei dünnen Scheiben zusammengesetzt. Der Name leitet sich von griechisch ἀστράγαλος &amp;#039;&amp;#039;(astrágalos)&amp;#039;&amp;#039; für den Fußwurzelknochen ab, der eine ähnliche Form hat (vgl. [[Astragaloi]]). Der römische Architekturtheoretiker und -schriftsteller [[Vitruv]] verwendet den Begriff im Bezug auf Zierleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|II,2|1793|1795|Ἀστράγαλος|[[August Mau]]|RE:Ἀστράγαλος}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Ionische Ordnung|ionischen]] [[Kapitell]] trennt der Astragal das Kapitell vom Säulenschaft. In seltenen Fällen wird auch der einfache Rundstab als Astragal bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Linteau St Genis.jpg|mini|Perlstab-Rahmung der [[Mandorla]] und der [[Heiligenschein]]e (11. Jh.)]]&lt;br /&gt;
Hölzerne, steinerne und metallene Perlstäbe waren ursprünglich nur mit großem handwerklichen Aufwand herzustellen, denn sie konnten nicht oder nur teilweise [[Gießen (Metall)|gegossen]] oder [[Drechseln|gedrechselt]] werden, sondern mussten im Wesentlichen von Hand geschnitzt, gehauen, gehämmert, [[punziert]] und [[gestanzt]] werden; abschließend wurden sie noch geschliffen und poliert. Um Unregelmäßigkeiten (z.&amp;amp;nbsp;B. Überschneidungen) zu vermeiden waren exakte Messungen und Vorzeichnungen vonnöten. Seit der [[Renaissance]] und im [[Barock]] gab es auch vorgefertigte Stäbe aus [[Stuck]]. Im Industriezeitalter ist man zur Massenproduktion mit maschinell vorgefertigten Stäben übergegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzwesen ==&lt;br /&gt;
Perlkreise an den Rändern von Münzen dienten ursprünglich dazu, den Rand exakt zu definieren, so dass durch das Abfeilen des Randes keine Wertminderung der Münze erfolgen konnte. Heute sind sie eher als Schmuckmotiv zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmuck ==&lt;br /&gt;
Auch im Schmuckbereich kommen kleine Perlstäbe vor; sie werden dort jedoch häufiger als &amp;#039;&amp;#039;Millegriffes&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und wurden mit speziellen Werkzeugen (Millegriffes-Eisen und Millegriffes-Rädchen) hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bernhard-conradt.de/glossar/millegriffes-fassung/ |titel=Millegriffes-Fassung |werk=Conradt Manufaktur |sprache=de-DE |abruf=2023-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kling-behner.de/fasser-lexikon/millegriffes-fassung_millegriffes-raedchen_millegriffes-eisen_millgriff_milgrif/ |titel=Millgriff - Milgrif - Das Millegriffes-Rädchen und die Millegriffes-Fassung. |abruf=2023-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Schiffs- und Metallbau entstehen perlstabähnliche Formen durch [[Niet]]en, in der Polstermöbelherstellung durch [[Polsternagel|Polsternägel]]; eine künstlerische oder gestalterische Absicht ist damit jedoch meist nicht verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lyoner Bleimedaillon.jpg|„Perlkreis“-Umrandung eines antiken Medaillons&lt;br /&gt;
SungaMasculine.jpg|„Perlstab“-Rahmung einer Reliefstatue der [[Shunga-Dynastie|Shunga-Zeit]], Indien&lt;br /&gt;
Sculpture of Alasa Kanya at Vaital Deul - Feb 2008.jpg|„Perlstab“-Rahmungen an einem indischen Tempel&lt;br /&gt;
India, gran moghol jahangir, 1605-1628.JPG|„Perlkreis“-Einfassung einer Goldmünze des Großmoguln [[Jahangir]]&lt;br /&gt;
Rottbach (Maisach) St. Michael Chor 807.jpg|„Perlstab“-Rahmungen in einem barocken Gewölbe&lt;br /&gt;
Köln, St. Maria im Kapitol, Holztür (3).jpg|Unechte „Perlstäbe“ aus übereinanderliegenden Elementen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Perlschnur]]&lt;br /&gt;
* [[Diamantstab]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Astragal&amp;#039;&amp;#039;, in: Wörterbuch der Architektur, 17. Aufl. Reclam, Stuttgart, 2015, S. 12. [https://www.reclam.de/data/media/978-3-15-018701-2.pdf Online]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Astragal&amp;#039;&amp;#039;, in: Lexikon der Kunst, Bd. 1, Leipzig 2004, S. 312.&lt;br /&gt;
* Burkhard Wesenberg: &amp;#039;&amp;#039;Kymation und Astragal&amp;#039;&amp;#039;, in: Marburger Winckelmann-Programm 1971/1972, S. 1–13, bes. Anm. 15. [urn:nbn:de:bvb:355-epub-95048 Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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