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	<title>Perlenbachtal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T15:44:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Perlenbachtal&amp;diff=373912&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArthurMcGill: /* Perlenbach */</title>
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		<updated>2025-03-11T08:17:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Perlenbach&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Perlenbachtal, Belgien (2).jpg|mini|Oberer Perlenbach, im belgischen Truppenübungsplatz Elsenborn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bieleifelsen, Perlenbachtal (3).jpg|mini|Oberes Perlenbachtal – Bieleifelsen (Belgien)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perlenbachtal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perlbachtal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) wird das in [[Belgien]] und [[Deutschland]] in der [[Eifel]] gelegene Tal des [[Rur]]-Zuflusses [[Perlenbach (Rur)|Perlenbach]] bezeichnet, in dem –&amp;amp;nbsp;an der [[Grenze zwischen Belgien und Deutschland|Grenze beider Staaten]]&amp;amp;nbsp;– zwei kulturgeschichtlich herausgehobene deutsche [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] mit insgesamt 398&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] Fläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Perlenbach ==&lt;br /&gt;
Der Perlenbach, in [[Ostbelgien]] &amp;#039;&amp;#039;Schwalmbach&amp;#039;&amp;#039; genannt, entsteht aus mehreren Quellbächen und Zuflüssen, die überwiegend im Gebiet des belgischen [[Truppenübungsplatz Elsenborn|Truppenübungsplatzes Elsenborn]] bei [[Rocherath]] ([[Provinz Lüttich]]) entspringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EzgPlan&amp;quot; /&amp;gt; Dort noch Schwalmbach genannt, setzt er sich aus den Rinnsalen Schwalmbach, Krockesbach, Kranbach, Drosbach, Lienbach, Büllingerbach (oder Fuhrstbach), dem Wolfsbach und dem Heisterbach zusammen. Ab dem Zusammenfluss mit dem Vokkesbach am Felsen Bielei kurz vor der deutsch-belgischen Grenze heißt er Perlenbach. Er fließt nordwärts, wird in der [[Perlenbachtalsperre]] gestaut und mündet in Deutschland, westlich von [[Monschau]] ([[Nordrhein-Westfalen]]) in der [[Städteregion Aachen]] in die [[Rur]]. Sein Wasser dient hauptsächlich der Trinkwassergewinnung über den Stausee und dem angeschlossenen Wasserwerk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WvzwP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgebiete ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Narzissenwiese im Perlenbachtal.jpg|mini|Narzissenteppich im Perlenbachtal, April 2019]]&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Perlenbachtal&amp;#039;&amp;#039; liegen zwei [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] (NSG; mit [[Common Database on Designated Areas|CDDA]]-Nummer, Ausweisungsjahr und Fläche in [[Hektar]]):{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
* Oberes NSG: [[Naturschutzgebiet Perlenbach-Fuhrtsbachtal|Perlenbach-Fuhrtsbachtal-Talsystem]] (Nr.&amp;amp;nbsp;82312; 1976; 339&amp;amp;nbsp;ha)&lt;br /&gt;
* Unteres NSG: [[Unteres Perlenbachtal mit den Felsbildungen der Teufelsley, Engelsley, Bromelsley und Pferdeley]] (Nr.&amp;amp;nbsp;319245; 1997; 59&amp;amp;nbsp;ha)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichtliches ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Perlenauer Mühle, Monschau-Perlenau.jpg|mini|Perlenauer Mühle im NSG Unteres Perlenbachtal]]&lt;br /&gt;
Den Namen verdankt das Tal der [[Flussperlmuschel]], die früher hier mit flussbettdeckenden Kolonien heimisch war. Heute gilt sie auch hier als nahezu ausgestorben. Nur wenige uralte Exemplare sind an einer versteckten Stelle erhalten, die wegen der Gefahr fahrlässiger Zerstörung nur den Wissenschaftlern bekannt gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels eines Perlen-[[Regalien|Regals]] durften von 1668 bis 1880 die Perlmuscheln ausschließlich vom Fürsten des [[Herzogtum Jülich|Herzogtums Jülich]], durch den von ihm bestellten Perlfischer Benedikt Ossenbruch wirtschaftlich genutzt werden. Zwecks hinreichender Abschreckung gegen heimliche „Wildfischerei“ wurde 1746 eigens ein [[Galgen]] auf dem noch heute vorfindlichen „Galgendamm“ errichtet. Ob „Perlenräuber“ dort tatsächlich zu Tode gebracht wurden, ist nicht bekannt. Nach der Besetzung des Landes durch [[Napoléon Bonaparte|napoleonische]] Truppen wurde das Perlregal aufgehoben und die Muscheln Gier und [[Raubbau (Natur)|Raubbau]] mehr und mehr ausgeliefert. Aus dem Jahr 1880 bezeugen historische Quellen, dass ein [[Monschau]]er Fabrikant karrenweise Perlmuscheln abtransportieren ließ, aber dabei nur sehr wenig Ausbeute an schwarzen Flussperlen erräuberte. Eine Gaststätte „Am Gericht“ zeugt weiterhin vor Ort von der Historie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nährstoffarmen Wiesen des Bachtals wurden jahrhundertelang zur Heugewinnung genutzt, wobei man die jährlichen Nährstoffverluste der Böden infolge der Heuproduktion durch Bewässerungsdüngung kompensierte ([[Wiesenbewässerung]]). Zu diesem Zweck hatte man kleine Gräben angelegt, sogenannte Flüxgräben, die das Bachwasser mit seinen mineralischen und organischen Schwebstoffen auf die Mähwiesen leiteten, die meistens in den unteren Hangbereichen lagen. Durch das Bewässerungswasser mit seinen Schwebstoffen konnte man die im Boden verfügbare Nährstoffmenge steigern. Außerdem nahm die Bodentemperatur geringfügig zu, was die Schneeschmelze im Frühjahr beschleunigte und so die Vegetationsperiode lokal etwas verlängerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Bodo M. Möseler, Bruno P. Kremer: &amp;#039;&amp;#039;Das Perlenbachtal im Monschauer Heckenland.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Landschaften.&amp;#039;&amp;#039; Heft 56). Hrsg. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln 2006, ISBN 3-86526-002-0, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese uralte Wirtschaftsform wurde praktiziert, bis die moderne, intensivierte Landwirtschaft die entlegenen Felder als unwirtschaftlich aufgab. Stattdessen wurden überwiegend schnellwachsende Fichten gepflanzt, um trotzdem noch einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Erst das Aktivwerden von Heimat- und Naturschützern im Rahmen des deutsch-belgischen [[Naturpark Hohes Venn-Eifel|Naturparks Hohes Venn-Eifel]] brachte eine Wende. Die [[Nordrhein-Westfalen-Stiftung]] kaufte große Flächenareale für den Naturschutz auf. In subventionierten Pflegeprogrammen nahmen Landwirte die traditionelle Mahd zur Erhaltung dieser Wiesen[[biotop]]e wieder auf, auf denen jetzt jedes Jahr im Frühling Millionen von wilden Narzissen blühen, was für einige Wochen Scharen von Touristen anzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stauanlage Perlenbach ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Perlenbachtalsperre (003).JPG|mini|Perlenbachtalsperre]]&lt;br /&gt;
Im Übergangsbereich vom oberen zum unteren Naturschutzgebiet mündet der Perlenbach in die Perlenbachtalsperre. Deren Staudamm wurde von 1953 bis 1956 als Felsendamm mit einer Asphaltaußenhaut errichtet. Der Stausee hat ein maximales Fassungsvermögen von 0,8&amp;amp;nbsp;Millionen&amp;amp;nbsp;m³. Er dient der Sicherung der [[Wasserversorgung]] des [[Aachen]]-[[Düren]]er Raums.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Fasel |Titel=Eifel-Talsperre: Trinkwasser und andere Schätze |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2022-06-23 |Online=https://www.welt.de/regionales/nrw/article239526335/Eifel-Talsperre-Trinkwasser-und-andere-Schaetze.html |Abruf=2022-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bodo M. Möseler und Bruno P. Kremer: &amp;#039;&amp;#039;Das Perlenbachtal im Monschauer Heckenland&amp;#039;&amp;#039; ([[Rheinische Landschaften]], Heft 56). 1. Auflage. 2006, ISBN 3-86526-002-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Emil Pauls]] |Titel=Perlenfischerei im Perlenbach bei [[Monschau|Montjoie]] |Sammelwerk=Der Eremit am hohen Venn |Band=4. Jahrgang |Nummer=2 |Ort=Monschau |Datum=1928-11 |Seiten=23–28 |Online=[https://www.ub.uni-koeln.de/cdm/pageflip/collection/RHPER92/id/3735/type/compoundobject/show/3569/cpdtype/monograph/pftype/image#page/22/mode/1up Digitale Sammlungen der Universität zu Köln] |Abruf=2015-08-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Perlenbach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EzgPlan&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wasserwerk-perlenbach.de/cache/dl-Einzugsgebiet-des-Wasserwerks-Perlenbach-Schemazei-b0325a316b7e6ce31fe4b95d3258a9ed-384.pdf |wayback=20160305113317 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wasserwerk Perlenbach – Übersichtsplan Einzugsgebiet&amp;#039;&amp;#039;}}, auf wasserwerk-perlenbach.de (PDF; 123&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WvzwP&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wasserwerk-perlenbach.de/ Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach], auf wasserwerk-perlenbach.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Monschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Städteregion Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Büllingen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;ArthurMcGill</name></author>
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