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	<title>Peritonsillarabszess - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = J36&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Peritonsillarabszess&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peritonsillarabszess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man eine [[Abszess]]bildung in dem die [[Tonsilla palatina|Gaumenmandel]] umgebenden lockeren Bindegewebe. Der Peritonsillarabszess ist die häufigste Komplikation [[Entzündung|entzündlicher]] Mandelerkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Verlauf ==&lt;br /&gt;
In der Vorgeschichte von Peritonsillarabszessen finden sich häufig mehrere frühere [[Tonsillitis|Anginen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Peritonsillarabszess tritt überwiegend direkt im Gefolge einer akuten Mandelentzündung (Angina) auf, er kann sich jedoch auch ohne vorausgehende akute Symptomatik aus einer chronischen [[Tonsillitis]] entwickeln. Während bei einer Angina der Entzündungsprozess auf die Mandeln beschränkt bleibt, dringt beim Peritonsillarabszess die Entzündung durch die Kapsel der Mandel in das umgebende lockere Bindegewebe und führt dort zu einer Eiteransammlung. Überwiegend nehmen die Abszesse vom oberen Mandelabschnitt ihren Ausgang, weshalb sie sich meistens oberhalb der Mandel ausbreiten. Neben den in der Regel ursächlichen [[Streptokokken]] finden sich im Eiter regelmäßig auch [[Anaerobie|anaerobe]] Keime, die für den üblen Geruch des Eiters verantwortlich sind. Unbehandelt bricht der Peritonsillarabszess nach fünf bis zehn Tagen durch den vorderen Gaumenbogen vor der Mandel oder den weichen Gaumen oberhalb der Mandel durch, und es entleert sich reichlich stinkender Eiter, worauf es im unkomplizierten Fall zur Abheilung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Peritonsillarabszess kann aber auch Ausgangspunkt schwerer Komplikationen sein wie Abszesse der Halslymphknoten, Ausbreitung der Entzündung entlang der Gefäßscheide des Halses mit Entwicklung einer [[Thrombophlebitis]] und der Gefahr einer [[Sepsis]] sowie das [[Lemierre-Syndrom]]. Besonders gefürchtet ist eine Ausbreitung der Entzündung in den [[Spatium peripharyngeum]], weil dieser ohne Grenze mit dem [[Mediastinum]] in Verbindung steht und sich die Entzündung auf diesem Wege leicht in den Brustraum ausbreiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome und Diagnose ==&lt;br /&gt;
Geht, wie meistens, eine Angina voraus, kommt es nach anfänglicher Besserung zu einem Wiederanstieg des Fiebers und zu außerordentlich heftigen Halsschmerzen auf der Seite des sich entwickelnden Abszesses. Besonders das Schlucken wird fast unmöglich und führt zu starken, in die Ohrgegend ausstrahlenden Schmerzen, sodass häufig die Nahrungsaufnahme verweigert wird. Meistens tritt auch eine entzündliche [[Kieferklemme]] auf, sodass der Mund nur noch wenig geöffnet werden kann. Typisch sind auch ein übler [[Mundgeruch]] und eine „kloßige“ Sprache. Die regionären Lymphknoten im Kieferwinkel sind geschwollen und schmerzhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung ist wegen der Kieferklemme erschwert, man sieht eine gerötete starke Vorwölbung des vorderen Gaumenbogens und des Gaumensegels. Das [[Uvula|Zäpfchen]] ist typischerweise geschwollen und von der Mittellinie nach der Gegenseite verdrängt. Die Mandel selber ist häufig vom geschwollenen Gaumenbogen verdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnose ergibt sich aus der typischen Symptomatik und dem typischen Lokalbefund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Bei einem Peritonsillarabszess sollte eine Einzelfallentscheidung anhand des Erstauftretens, eines Rezidivs und der allgemeinen Symptomatik getroffen werden. Eine [[Inzision]]sdrainage oder Nadelpunktion stellt beim unkomplizierten Erstereignis nach Herzon eine komplikationsarme Therapievariante dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herzon&amp;quot; /&amp;gt; Johnson fand 2003 bei seiner evidenzbasierten Literaturauswertung keine Überlegenheit einer der beiden Methoden Inzision oder [[Tonsillektomie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnson&amp;quot; /&amp;gt; Stuck (2005) empfiehlt aufgrund einer Metaanalyse von Studien bei unkompliziertem Bild zunächst eine Inzision, ansonsten eine sofortige Tonsillektomie, bei beiden Verfahren eine Antibiotikagabe über mind. 1 Woche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Windfuhr2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfehlung der im August 2015 veröffentlichten AWMF-Leitlinie lautet (Zitat): &amp;#039;&amp;#039;Zur Therapie des Peritonsillarabszesses haben sich Nadelpunktion, Inzisionsdrainage und Abszesstonsillektomie (Tonsillektomie à chaud) als wirksam erwiesen. Bei der Auswahl des Therapieverfahrens soll die Kooperationsfähigkeit des Patienten berücksichtigt werden. Die simultane Antibiotikatherapie soll durchgeführt werden. Die Abszesstonsillektomie ist zu bevorzugen, wenn Komplikationen durch den Peritonsillarabszess eingetreten sind oder wenn alternative Therapieverfahren erfolglos waren. Die simultane Tonsillektomie auf der Gegenseite sollte nur bei der oben aufgeführten Empfehlung zur Tonsillektomie oder Hinweisen auf einen bilateralen Peritonsillarabszess erfolgen. Der Nadelpunktion/Inzisionsdrainage ist der Vorzug zu geben, wenn Komorbiditäten, erhöhtes OP-Risiko oder Gerinnungsstörungen vorliegen. Eine Intervall-Tonsillektomie (ITE) sollte nicht erfolgen, da es keine Studien gibt, die einen Vorteil durch die ITE zeigen. Außerdem sind Peritonsillarabszess-Rezidive nach Nadelpunktion und/oder Inzisionsdrainage selten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;D&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Lüscher: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Nasen- und Halsheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Wien 1956.&lt;br /&gt;
* W. Becker, H. H. Naumann, C. R. Pfaltz: &amp;#039;&amp;#039;Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Stuttgart 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnson&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=R. F. Johnson, M. G. Stewart, C. C. Wright&lt;br /&gt;
 |Titel=An evidence-based review of the treatment of peritonsillar abscess&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=[[Otolaryngology – Head and Neck Surgery]]&lt;br /&gt;
 |Band=128&lt;br /&gt;
 |Nummer=3&lt;br /&gt;
 |Datum=2003&lt;br /&gt;
 |Seiten=332–343&lt;br /&gt;
 |PMID=12646835}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herzon&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=F. S. Herzon&lt;br /&gt;
 |Titel=Peritonsillar abscess: incidence, current management practices, and a proposal for treatment guidelines.&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Laryngoscope&lt;br /&gt;
 |Band=105&lt;br /&gt;
 |Nummer=8 Pt 3 Suppl 74&lt;br /&gt;
 |Datum=1995&lt;br /&gt;
 |Seiten=1–17&lt;br /&gt;
 |PMID=7630308}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Windfuhr2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Boris A. Stuck, Jochen P. Windfuhr, Harald Genzwürker, Horst Schroten, Tobias Tenenbaum, Karl Götte&lt;br /&gt;
 |Titel=Die Tonsillektomie im Kindesalter&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=[[Deutsches Ärzteblatt]]&lt;br /&gt;
 |Band=105&lt;br /&gt;
 |Nummer=49&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |Seiten=852–860&lt;br /&gt;
 |Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/62624/Die-Tonsillektomie-im-Kindesalter?src=search aerzteblatt.de]&lt;br /&gt;
 |Abruf=2013-09-29&lt;br /&gt;
 |PMID=19561812}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;D&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-024.html Leitlinie „Entzündliche Erkrankungen der Gaumenmandeln/Tonsillitis, Therapie“.] [[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften|AWMF]] (als PDF abrufbar)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;1Jet95</name></author>
	</entry>
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