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	<title>Percival Treite - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T19:04:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Percival_Treite&amp;diff=628376&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-21T18:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Percival „Percy“ Treite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1911]] in [[Berlin]]; † [[8. April]] [[1947]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher Arzt ([[Gynäkologe]]) und [[SS-Obersturmführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Percival Treites Vater war Finanzsekretär und britischer Staatsbürger. Sein Sohn bestand an der Kantschule in [[Berlin-Karlshorst]] Ostern 1931 das Abitur mit der Note „gut“. Er studierte danach in Berlin Medizin und einige Semester Chemie, das Staatsexamen bestand er 1936 mit der Note „gut“. Nach seinem Examen arbeitete er als Praktikant vom 1. Januar bis 30. Juni 1937 an der 2. Medizinischen Klinik der [[Charité]] unter [[Gustav von Bergmann]] und vom 1. Juli bis 31. Dezember 1937 an der Universitäts-Frauenklinik Berlin unter [[Walter Stoeckel]]. Die [[Approbationsordnung|Bestallung]] als Arzt erfolgte am 1. Januar 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er zunächst bis 30. September 1938 als Volontärarzt und später als wissenschaftlicher Assistent einerseits bei Stoeckel, andererseits am Pathologischen Institut der Universität unter [[Robert Meyer (Mediziner)|Robert Meyer]] tätig, insbesondere im Bereich der gynäkologischen [[Pathologie]]. Im Dezember 1938 wurde er über „Chemisch-analytische Untersuchungen an der [[Uterus]]muskulatur“ [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und setzte seine Forschungstätigkeit fort. Seit 1940 erfolgte die Weiterbildung im Gynäkologischen, Geburtshilflichen und Strahlentherapeutischen Bereich der Klinik. 1943 erlangte er die [[Habilitation]] und am 19. Mai 1943 die Ernennung zum [[Dozent]]en für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Berliner Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer Beurteilung Prof. Stoeckels am 18. Dezember 1943 anlässlich der Habilitation an den Rektor der Universität Berlin: &amp;#039;&amp;#039;„Er [d.i.Treite] ist an meiner Klinik noch in der Ausbildung begriffen, deren klinischer Teil noch nicht beendet ist. Man darf aber jetzt schon behaupten, dass er ein wissenschaftlich ungewöhnlich begabter und in seltenem Maße schöpferisch veranlagter Mensch ist. Seine bisherigen Leistungen auf pathologisch-anatomischem Gebiet haben ihm bereits die größte Anerkennung nicht nur bei seinen Fachgenossen, sondern auch bei den Pathologen verschafft, und es hat den Anschein, als ob er sich eine ebenso autoritative Stellung erarbeiten wird, wie sein Lehrer Robert Meyer, dessen fraglos bester und befähigster Schüler er ist. Für ein Ordinariat kommt er vorläufig natürlich nicht in Betracht, und es wird abzuwarten sein, ob er auch in klinischer Hinsicht sich als genügend qualifiziert erweist.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] war er seit Oktober 1933 (nach anderer Quelle März 1934) (SS-Nummer 220.796), der [[NSDAP]] trat er 1937 bei (Mitgliedsnummer 5.386.859). Die Einberufung zur [[Waffen-SS]] erfolgte am 1. April 1943, zunächst nach [[Stettin]]. Seine Versuche, zurück in das Zivilleben zu kommen, scheiterten. Er besuchte in [[Graz]] den Kurs für „Mediziner im Feld“, danach war er im SS-Lazarett in [[Prag]] tätig. Ende August bzw. Anfang September 1943 wurde er in das [[KZ Oranienburg]] versetzt, wo er als KZ-Arzt eingeteilt wurde. Die nach seinen Angaben anfänglich gegebene Zusage, nach sechs Monaten an die Front versetzt zu werden, wurde zurückgezogen (vgl. [[Gerhard Schiedlausky]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst war von seinen Vorgesetzten eine Abordnung in das [[KZ Auschwitz]] oder [[KZ Mauthausen]] erwogen worden. Als jedoch bekannt wurde, dass Treite Gynäkologe war, erfolgte die Versetzung in das Frauen-[[KZ Ravensbrück]] im September 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort war er nach eigener Aussage [[Richard Trommer]] unterstellt und als zweiter [[Sanitätswesen (KZ)#Lagerarzt|Lagerarzt]] bis April 1945 an Selektionen (willkürliche Auswahl von Menschen zur Ermordung) und [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|Menschenversuchen]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Zwangssterilisierung]]en beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine Tätigkeit in Ravensbrück gab es unterschiedliche Zeugenaussagen. Einige berichteten, dass er sehr höflich gewesen sei, die Frauen aber nach ihrem Alter und ihrer „Marschfähigkeit“ selektiert habe. Viele bezeichneten ihn als den hauptverantwortlichen Arzt. Er habe zusammen mit [[Richard Trommer]] Sterilisierungsversuche an „Zigeunerinnen“ durchgeführt. Treite verneinte wahrheitsgemäß, mit den Versuchen der Ärzte aus [[Heilanstalten Hohenlychen|Hohenlychen]] zu tun gehabt zu haben. Er traf zu seiner Zeit nur noch einige der Versuchsopfer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seiner Entlastung sagte eine ehemalige Häftlingsfrau aus, dass er vielen Engländerinnen und Amerikanerinnen das Leben gerettet habe, indem er sie als Französinnen ausgegeben und in die Transporte des [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Internationalen Roten Kreuzes]] geschmuggelt habe. Vor Gericht ging u.&amp;amp;nbsp;a. eine Petition von acht Niederländerinnen ein, die von einer erheblichen Verbesserung der medizinischen Versorgung in Ravensbrück berichteten, seit Treite seinen Dienst dort versah. Diese positiven Aussagen wurden in einer anderen Petition, die von mehreren ehemaligen Häftlingsfrauen in Polen unterzeichnet wurde, bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Februar 1947 wurde er für seine Verbrechen im Rahmen des ersten von sieben [[Ravensbrück-Prozesse]]n von einem britischen Militärgericht in [[Hamburg]] zum Tode verurteilt. Der geplanten Vollstreckung der Strafe in Hameln kam er am 8. April 1947 durch [[Suizid]] mit Gift zuvor. Um 12:50 Uhr wurde er im Hamburger [[Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel|Zuchthaus Fuhlsbüttel]] sterbend aufgefunden, um 13:35 Uhr der Tod festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jacqueline Turek, Jens Westemeier, Hendrik Uhlendahl und Mathias Schmidt, „But, unfortunately for him, he got into a concentration camp.“ Der Ravensbrücker Lagerarzt Percival Treite (1911–1947), in: Jalid Sehouli, Matthias David (Hrsg.), Schuld, Tradition, Verantwortung. Die universitäre Frauenheilkunde in Berlin während des Nationalsozialismus, Berlin 2021, S. 39–53.&lt;br /&gt;
* Silke Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002 (Dissertation HU Berlin), {{URN|nbn:de:kobv:83-opus-4303}}, {{doi|10.14279/depositonce-528}}&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Materialsammlung MS/10 Archiv Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39344215.html „Elf Todesurteile“ in: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 6/1947]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1055464352|VIAF=309692829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Treite, Percival}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person in den Curiohaus-Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Treite, Percival&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Treite, Percy&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KZ-Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. April 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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