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	<title>Perchta - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:24:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Perchta&amp;diff=344361&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TillF: /* Siehe auch */ Befana, Cailleach</title>
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		<updated>2025-09-09T14:18:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Befana, Cailleach&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur gleichnamigen Gestalt aus dem alpenländischen Brauchtum siehe [[Percht]]. Zur Band siehe [[Perchta (Band)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frau Perchta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frau Percht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sagengestalt, die sich in verschiedener Weise in der [[Kontinentalgermanische Mythologie|kontinentalgermanischen]] und [[slawische Mythologie|slawischen Mythologie]] findet. Sie ist vermutlich unter [[Assimilation (Linguistik)|Assimilation]] [[keltische Mythologie|keltischen]] [[Substrat (Linguistik)|Substrats]] aus der nordischen Göttin [[Frigg]] hervorgegangen. Ihr entspricht in Mitteldeutschland die Sagengestalt [[Frau Holle]]. Der Name ist möglicherweise von {{gohS|goh=peraht|de=hell, glänzend}} abgeleitet und bedeutet demnach „die Glänzende“. Andere Vermutungen gehen dahin, dass der Name Perchta oder Percht keltischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
Die Sagengestalt der Frau Percht kommt vor allem im [[Oberdeutschland|ostoberdeutschen Sprachgebiet]] sowie in geringerem Maße in [[Slowenien]] und [[Tschechien]] vor. Im Gebiet der [[Niederdeutschland|nieder-]] und [[Mitteldeutschland|mitteldeutschen Dialekte]] ist sie unbekannt. Dort dominieren Frau Holle, sowie&amp;amp;nbsp;– weiter nördlich&amp;amp;nbsp;– andere Figuren wie [[Frau Fricke]] oder [[Frau Gode]] oder Wode. Zwischen dem Percht- und Holle-Gebiet gibt es nur wenige Überschneidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit Namensvarianten, Ausweichformen und präexistenten Substitutionsgestalten füllen Sagen und sonstige Hinweise über Perchta den gesamten oberdeutschen Sprachraum aus. Namensvarianten und Ausweichformen sind z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Bercht, Berchta, Pertica, Per(ch)tiga, Stampfe, Paxto-Stampfo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sperchta&amp;#039;&amp;#039;. Diese Namen sind aber nur kleinräumig und in Gemengelage mit dem eigentlichen Namen Perchta anzutreffen. Gelegentlich sind auch Sagenmotive aus dem im Zusammenhang mit der Perchta stehenden Mittwinterbrauchtum auf christliche [[Heiliger|Heilige]] übertragen worden. So ist z.&amp;amp;nbsp;B. im Raum [[Passau]] die Perchta nicht anzutreffen, dafür hat aber in den Sagen die [[Lucia von Syrakus|heilige Lucia]] viele ihrer Attribute angenommen. Dies kann damit erklärt werden, dass im 14. und 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der 13.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;– der Festtag der Heiligen&amp;amp;nbsp;– aufgrund der Anwendung des [[Julianischer Kalender|julianischen Kalenders]] der kürzeste Tag des Jahres war. Die heilige Lucia ist also in Bezug auf Perchta eine {{&amp;quot;|präexistente Substitutionsgestalt}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 94 ff. und 106 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der früheste sichere Schriftbeleg über Perchta stammt aus dem 13., ein wahrscheinlicher Beleg aus dem 12. und ein erwägenswerter aus dem 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprachgeographische Untersuchungen belegen die Wahrscheinlichkeit, dass der Name Perchta mindestens bis zur [[Zweite Lautverschiebung|zweiten Lautverschiebung]] zurückreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 212 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Italienische Sprache|italienische]] [[Befana]] stellt eine Parallelgestalt zur Perchta und [[Frau Holle]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen ==&lt;br /&gt;
Perchta bestraft Faulheit und Verstöße gegen das Festspeisegebot. Die Bestrafung kann von einfachen [[Albtraum|Albträumen]] bis hin zum Aufschlitzen des Bauches reichen. Der Bauch des Opfers wird dann gerne noch mit Steinen gefüllt, um es in einem [[Brunnen als Motiv|Brunnen]] zu versenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem kann Perchtas Atem töten oder blenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt belohnt sie Fleiß und Hilfsbereitschaft. Neben vollen Spulen, goldenen Fäden und Flachsbündeln für Spinnerinnen verschenkt sie auch Münzen, die Mägde in Eimern (vorwiegend am Brunnen) finden. Sie soll aber auch für das Wachstum des Getreides zuständig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 247 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brunnen oder Teiche sind auch die Orte, an denen Perchta die noch nicht geborenen Seelen hütet.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Sagen&amp;#039;&amp;#039; 4,4; &amp;#039;&amp;#039;Mythen&amp;#039;&amp;#039; 1, 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinne gilt sie auch als Führerin der Schar der ungeborenen und der ungetauft verstorbenen Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Kremer, S. 231 f.; Timm, S. 239.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Zusammenhang soll sie am Abend vor dem [[Erscheinung des Herrn|Dreikönigstag]] erscheinen: eine alte Frau, armselig bekleidet, auf einen Stock gestützt und einen [[Leiterwagen]] ziehend. Sie wird von einer Schar Kinder begleitet, die ungeboren oder [[Kindertaufe|ungetauft]] gestorben sind und daher noch keinen Namen tragen. Wer diesem Zug begegnet, dem letzten Kind die Hand auflegt und ihm einen Namen gibt, wird reich belohnt. Bei Bauernhöfen werden für den Zug Speisen aufgestellt, von denen auch die Hofbewohner kosten, aber den Löffel in der Schüssel stecken lassen. Wenn ein Löffel am nächsten Morgen umgedreht war, musste der Besitzer im folgenden Jahr mit seinem Tod rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Am Dreikönigabend kommt die Frau Perchtl!&amp;#039;&amp;#039; In: Weststeirische Rundschau, Nr.&amp;amp;nbsp;51/52, Jahrgang 2022, 23. Dezember 2022, 95.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, Deutschlandsberg 2022, S.&amp;amp;nbsp;23. Unter Hinweis auf: &amp;#039;&amp;#039;Frau Perchtl und die Wilde Jagd.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Stelzl &amp;#039;&amp;#039;Sagen aus der Steiermark&amp;#039;&amp;#039;. Styria-Verlag Wien, Graz, Klagenfurt 2012. ISBN 978-3-7012-0109-9. S. 98–109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Butzebercht&amp;#039;&amp;#039; wird Perchta auch als alte Frau dargestellt, die einen verkrüppelten (vom Spinnen zu groß geratenen oder auch enten- oder gänseförmigen) Fuß hat, wie die alten Frauen in dem Märchen &amp;#039;&amp;#039;[[Die drei Spinnerinnen]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perchta tritt vor allem in den [[Rauhnacht|Rauhnächten]], also der Zeit zwischen der Winter[[sonnenwende]] und dem 6.&amp;amp;nbsp;Januar auf. Ihr Tag ist vornehmlich der 6.&amp;amp;nbsp;Januar ([[Epiphanias]] bzw. [[Dreikönigstag]] oder alemannisches [[Hochneujahr]]). Perchta soll in dieser Zeit durch die Lüfte fahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Mythen&amp;#039;&amp;#039; 1, 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namensähnlichkeit zwischen Frau Perchta und [[Knecht Ruprecht]] lässt eine Verbindung zwischen den beiden Figuren annehmen. Dafür spricht auch ihr belohnendes bzw. bestrafendes Verhalten sowie dass beide bevorzugt in den Wintermonaten auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Perchtenmaske.jpg|miniatur|hochkant|Perchtenmaske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beschreibungen der Perchta werden die Attribute Eisen und Nase stark betont. Auch das Beil, mit dem sie in den Körper ihrer Opfer hackt, ist aus Eisen. Sie rasselt in vielen Erzählungen zudem mit einer eisernen Kette. Diese auffällige Betonung des Eisens könnte auf ein vorgermanisches Substrat hinweisen. So war das keltische [[Noricum]] der größte Eisenlieferant des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]]. Dort wurde die Göttin [[Noreia (Göttin)|Noreia]] sehr verehrt. Sie galt u.&amp;amp;nbsp;a. auch als Göttin des [[Bergbau]]s. Fast durchgängig wird ferner betont, dass Perchta eine große Nase habe. Das Motiv Nase kann als Vogelschnabel gedeutet werden und weist vermutlich auf eine alte Vogelgöttin hin, die in zahlreichen Varianten in Südosteuropa verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Germanistin [[Erika Timm]] vermutet, dass diejenigen [[Germanen]]gruppen, die nach Süddeutschland zogen, dorthin ein weibliches [[Numen]] mitbrachten, das dem entsprechenden mitteldeutschen&amp;amp;nbsp;– also der später so genannten Frau Holle&amp;amp;nbsp;– noch sehr ähnlich war. Bald hätten sie es aber mit Elementen aus dem Brauchtum der Alteinwohner dieser Gebiete ausgestattet. Dies kann die gemeinsamen Elemente von Frau Holle und Perchta erklären, aber auch die jeweiligen Besonderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Perchtenlauf|Perchtenläufe]] scheinen dagegen viel jünger zu sein als die Sagen über das Numen. Sie sind erstmals im Jahr 1582 schriftlich bezeugt. Auch in der von Erika Timm ausgewerteten Anti-Aberglaubensliteratur aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, die selbst geringfügige Speiseopfer an die Percht als [[Todsünde]] verdammte, werden die Perchtenläufe nicht erwähnt. Allerdings sind vergleichbare Umzüge in zahlreichen Gebieten Europas bekannt, so z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Graubünden|Graubündner]] Stopfer und die aus dem bayerisch-österreichischen Gebiet stammenden Klöpfler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies könnte darauf hindeuten, dass früher existierende Bräuche im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nun damit begründet wurden, man wolle die Percht jagen, was noch einigermaßen toleriert wurde, da sich der Brauch gegen den „Dämon“ richtete. Es handelte sich aber wahrscheinlich nicht um ein eigentliches Perchta-Brauchtum. Erst im Zeitalter der [[Gegenreformation]] war diese Toleranz vorbei, und die Perchtenläufe wurden von der [[Katholische Kirche|katholischen Kirche]] und der weltlichen Obrigkeit rigoros unterdrückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Timm, S. 305 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alpmutter]]&lt;br /&gt;
* [[Befana]]&lt;br /&gt;
* [[Berchtoldstag]]&lt;br /&gt;
* [[Cailleach]]&lt;br /&gt;
* [[Krampus]]&lt;br /&gt;
* [[Percht]]&lt;br /&gt;
* [[Specht (Brauchtum)]]&lt;br /&gt;
* [[Winterbrentlerin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Jacob Grimm]]|Titel=Deutsche Mythologie |Verlag=Olms-Weidmann|Ort=Hildesheim |Jahr=2003|ISBN=3-487-09817-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Peter Kremer|Titel=Wo das Grauen lauert. Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur. |Verlag=PeKaDe-Verlag|Ort=Düren |Jahr=2003|ISBN=978-3929928013}}&lt;br /&gt;
* [[Marianne Rumpf]]: &amp;#039;&amp;#039;Perchten. Populäre Glaubensgestalten zwischen Mythos und Katechese&amp;#039;&amp;#039; (= Quellen und Forschungen zur europäischen Ethnologie, Bd. 12). Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1991, ISBN 3-88479-589-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Erika Timm]] |Titel=Frau Holle, Frau Percht und verwandte Gestalten. 160 Jahre nach Jacob Grimm aus germanistischer Sicht betrachtet|Verlag=Hirzel|Ort=Stuttgart|Jahr=2003|ISBN=3-7776-1230-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Nikita Tolstoj|Titel=Slavjanskie drevnosti: Ėtnolingvističeskij slovarʹ|Verlag=Institut slavjanovedenija [[Russische Akademie der Wissenschaften|RAN]], Meždunarodnye otnošenija|Band=Band 4|Seiten=18–20|Ort=Moskau|Jahr=2009|ISBN=978-5-7133-1312-8|Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;Slawische Altertümer: Ethnolinguistisches Wörterbuch;&amp;#039;&amp;#039; russisch}}&lt;br /&gt;
* Paolo Zammatteo: &amp;#039;&amp;#039;Il bosco sacro di Luserna&amp;#039;&amp;#039; In: [http://web.archive.org/web/20160304093840/http://www.vxp.it/documents/rivista/023.pdf Vox Populi via archive.org] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB), September 2009 (Aufsatz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Berchta-Sagen in Tirol|Ignaz Vinzenz Zingerle: Berchta-Sagen in Tirol}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118790285|VIAF=69725663}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TillF</name></author>
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