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	<title>Pepouza - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:30:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kentschuetz: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2024-09-15T11:33:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:La nouvelle Jérusalem.jpg|miniatur|250px|Das Neue Jerusalem auf einer [[Tapisserie]] aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pepouza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Πέπουζα}}, auch &amp;#039;&amp;#039;Pepuza&amp;#039;&amp;#039;) war eine Stadt in [[Phrygien]] ([[Kleinasien]]), südlich des heutigen [[Uşak]] im Westen der [[Türkei]], die im [[2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] von der christlichen prophetischen Bewegung der [[Montanismus|Montanisten]] zum „[[Neues Jerusalem|Neuen Jerusalem]]“ erklärt wurde. In Pepouza sollte nach den Erwartungen der Montanisten, gemäß einer Vision aus dem [[Neues Testament|neutestamentlichen]] Buch der [[Offenbarung des Johannes]], Kapitel 21 und 22 am Ende der [[Apokalypse]] eine neue Stadt, ein neues [[Jerusalem]] auf der Erde entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ruinen der Stadt Pepouza befinden sich auf dem Gebiet des Dorfes Karayakuplu, 16&amp;amp;nbsp;km von Karahallı, Provinz [[Uşak (Provinz)|Uşak]] entfernt; im Tal des Flusses Banaz, westlich der Cilandras-Brücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In Pepouza gründete in der Mitte des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n. Chr. [[Montanus (Prophet)|Montanus]] die [[Montanismus|montanistische Bewegung]]. Er erhob den Anspruch, der [[Eschatologie|eschatologische]] [[Paraklet]] zu sein. [[Epiphanius von Salamis|Epiphanius]], Bischof von Salamis, berichtete in seinem &amp;#039;&amp;#039;Panárion&amp;#039;&amp;#039;, dass Pepouza nach dem Tod der Gründerpropheten [[Montanus (Prophet)|Montanus]], [[Montanismus|Priscilla]] und [[Montanismus|Maximilla]] zur Wallfahrtsstätte für Montanisten wurde, die „dort in die geheimen Riten eingeführt“ wurden. In Pepouza gab es Herbergen für Pilger, Kirchen und ein Kloster, es war der Hauptsitz einer im ganzen [[Römisches Reich|römischen Reich]] verbreiteten Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tms.edu/tmsj/tmsj14i.pdf David Farnell: &amp;#039;&amp;#039;The Montanist Crisis&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 211&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 550 wurde Pepouza auf Befehl des römischen Kaisers [[Justinian&amp;amp;nbsp;I.]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem 19. Jahrhundert bemühten sich die Gelehrten um die Identifizierung Pepouzas. Zwischen 1883 und 1931 versuchte der britische [[Epigraphik]]er [[William Mitchell Ramsay|William Ramsay]] die Spuren der Stadt der Montanisten zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2000 entdeckte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des amerikanischen Montanismusexperten William Tabbernee aus [[Tulsa]] und des Frühchristentumshistorikers [[Peter Lampe]] von der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] in der Gemarkung des türkischen Dorfes Karayakuplu eine bislang unbekannte römische Stadtsiedlung, die aufgrund von vielfältigen Indizien die bisher in der Forschungsgeschichte aussichtsreichste Kandidatin für eine Identifikation mit Pepouza ist. Die Indizien sind z.&amp;amp;nbsp;B. Quellen wie dem mit geographischen Hinweisen angereicherten Reiseitinerar &amp;#039;&amp;#039;Synekdemos&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;Hierokles&amp;#039;&amp;#039; oder Konzilsakten, die ein byzantinisches Kloster in Pepouza belegen, zu entnehmen. Zu der neu entdeckten Stadtsiedlung gehört ein Felsenkloster, das seinesgleichen im Umkreis von 100 km sucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.degruyter.com/view/j/zach.2005.8.issue-3/zach.2005.8.3.498/zach.2005.8.3.498.xml Artikel von 2005] (PDF) [[DOI:10.1515/zach.2005.8.3.498]]. Siehe oben die beiden Literaturangaben Lampe 2005 und Tabbernee/Lampe 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungsarchäologische [[Survey (Archäologie)|Surveys]] unter der Leitung Lampes erbrachten seit 2001 Belege für eine kontinuierliche intensive Besiedlung seit [[Hellenismus|hellenistischer Zeit]]. Keramikscherben, Münzen, Architekturfragmente, eine [[Nekropole]] sowie Reste der damaligen Infrastruktur, zweier römischer Straßen und einer Brücke, sowie zwei [[Marmor]]brüche wurden als Belege für die Existenz einer Stadt mit ehemals mehreren tausend Einwohnern gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2002/23/200223_p-lampe.xml Urs Willmann: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Ekstase.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 23/2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem fand sich unweit eines bei Karayakuplu gelegenen Dorfes (Şükranje) eine Inschrift, auf der der römische Kaiser [[Septimius Severus]] den Bewohnern der Ortschaft [[Tymion]], die sich als Bauern über unrechtmäßige Abgaben und Bedrückungen durch durchreisende Magistrate und kaiserliche Sklaven beklagten, mitteilte, dass er sie durch seinen Prokurator unterstützen werde. Tymion war neben dem Zentralort Pepouza einer der Hauptorte des Montanismus und lag den antiken Quellen zufolge in der Nähe von Pepouza. Die Stele mit dem günstigen kaiserlichen Reskript wurde im frühen 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Ortsnähe an der Straße aufgestellt, um künftige Bedrücker abzuschrecken. Für eine nachträgliche Verschleppung der Inschrift an den Fundort liegen keine Anhaltspunkte vor. Auf diese Weise ließ sich das Dorfgebiet von Şükranje, das deutliche Spuren einer römischen Besiedlung zeigt, als Siedlungsfläche des antiken Tymion wahrscheinlich machen. Şükranje liegt nur etwa 10&amp;amp;nbsp;km entfernt von dem als Pepouza ausgemachten Stadtgebiet bei Karayakuplu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Historikern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alexander Weiß (Historiker)|Alexander Weiß]], Tommaso Gnoli, Sylvain Destephen, [[Adolf Martin Ritter]], Cecil M. Robeck, [[Timothy D. Barnes|Timothey D. Barnes]], Mario Mazza)&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Weiß, Rezension zu: &amp;#039;&amp;#039;Vera-Elisabeth Hirschmann: Horrenda Secta. Untersuchungen zum frühchristlichen Montanismus und seinen Verbindungen zur paganen Religion Phrygiens. Stuttgart 2005.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;H-Soz-Kult&amp;#039;&amp;#039; 22.02.2006 (online): https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-7581?title=v-e-hirschmann-horrenda-secta&amp;amp;recno=1&amp;amp;q=horrenda&amp;amp;sort=newestPublished&amp;amp;fq=&amp;amp;total=1; Tommaso Gnoli, Rezension von: &amp;#039;&amp;#039;William Tabbernee, Peter Lampe: Pepouza and Tymion. The Discovery and Archaeological Exploration of a Lost Ancient City and an Imperial Estate. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2008.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bryn Mawr Classical Review&amp;#039;&amp;#039; 2009, 1–5; Sylvain Destephen, Rezension von: Paul McKechnie: &amp;#039;&amp;#039;Christianizing Asia Minor. Conversion, Communities, and Social Change in the Pre-Constantinian Era. Cambridge University Press, Cambridge 2019.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue de l’Histoire des Religions&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, 2022. S. 139; Adolf Martin Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Zwanzig Jahre Alte Kirche in Forschung und Darstellung. V. Brennpunkte der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. Band 75.1, 2010. S. 57 f.; Cecil M. Robeck, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Montanism and Present Day ‘Prophets’. In: Pneuma&amp;#039;&amp;#039;. Band 32, 2010, S. 413–429, hier S. 421–422; Timothey D. Barnes: &amp;#039;&amp;#039;William Tabbernee and Montanism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cristianesimo nella storia&amp;#039;&amp;#039;. Band 31, 2010, S. 945–956, hier S. 945 f; Mario Mazza: I coloni si lamentano: sottomissione e resistenza in alcune iscrizioni del III secolo dC. In: &amp;#039;&amp;#039;Studia Historica, Historia Antigua&amp;#039;&amp;#039; 25 (2007) 451–467, hier 458 (“inoppugnabili”).&amp;lt;/ref&amp;gt; bekräftigte zuletzt der Althistoriker und Epigraphiker [[Stephen Mitchell]], dass Lampe und Tabbernee “für sich beanspruchen können, die montanistischen Zentren Pepuza und Tymion lokalisiert zu haben”, nach denen seit dem 19. Jh. vergeblich gesucht worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Mitchell (&amp;#039;&amp;#039;The Christians of Phrygia from Rome to the Turkish Conquest&amp;#039;&amp;#039;, Leiden 2023, S. XV, vgl. S. 419–422, Anm. 364): Lampe und Tabbernee &amp;quot;can also claim credit for identifying the location of the Montanist centres Pepuza and Tymion&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Lampe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die montanistischen Tymion und Pepouza im Lichte der neuen Tymioninschrift&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Antikes Christentum&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, 2005, S.&amp;amp;nbsp;498–512.&lt;br /&gt;
* William Tabbernee, Peter Lampe: &amp;#039;&amp;#039;Pepouza and Tymion: The Discovery and Archeological Exploration of a Lost Ancient City and an Imperial Estate.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019455-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca04-03/s32etnd.html Vera Hirschmann, Peter Lampe: &amp;#039;&amp;#039;Die Entdeckung zweier verlorener Städte&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Ruperto Carola&amp;#039;&amp;#039;. 3/2004&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fruehes-christentum-zwischen-ekstase-und-askese-a-700728.html Peter Lampe: „Zwischen Ekstase und Askese“.] In: &amp;#039;&amp;#039;SpiegelOnline&amp;#039;&amp;#039; 3. Juli 2010&lt;br /&gt;
* [http://theologie.uni-hd.de/wts/lampe/dritt.htm William Tabbernee, Peter Lampe: &amp;#039;&amp;#039;Pepouza and Tymion: The Discovery and Archaeological Exploration of a Lost Ancient City and an Imperial Estate&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-heidelberg.de/presse/unispiegel/us5_2001/pepouza.html Homepage des unispiegel Oliver Fink: &amp;#039;&amp;#039;Wo frühe Christen die Herabkunft des „himmlischen Jerusalem“ erwarteten.&amp;#039;&amp;#039;] Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Unispiegel&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=5u4vyK0SA8g Video-Clip]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=38/24/29/N|EW=29/27/41/E|type=city|region=TR-64}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Uşak)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike phrygische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kentschuetz</name></author>
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