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	<title>Pentelischer Marmor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T23:37:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pentelischer_Marmor&amp;diff=1371878&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathias.Hoffmann am 21. Dezember 2025 um 11:02 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-21T11:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Funerary stele of Thrasea and Euandria 02.jpg|mini|[[Grabrelief des Thraseas und der Euandria]] in der [[Antikensammlung Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pentelischer Marmor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Πεντελικὴ μάρμαρος|Pentelikē marmaros}}, {{laS|marmor pentelicum}}, deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Pentelikon-Marmor&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Bau- und Dekorationsgestein aus [[Griechenland]] und seit der Antike von erheblicher historischer Bedeutung. Das Gestein ist eine von mehreren wichtigen [[Attika (Landschaft)|attischen]] [[Marmor]]arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Seinen Namen erhielt der Marmor von dem heute [[Pendeli]] genannten Bergmassiv Pentelikon, auf dem seine antiken Steinbrüche angelegt wurden. Das Kloster Pendeli, an der Stelle des antiken Demos Pentele, übertrug den ursprünglichen Namen. Die nachantike, alte Bezeichnung des Gebirges lautet Brilessos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Πανοραμική Νέας Πεντέλης.jpg|mini|Das [[Pendeli|Pentelikon-Massiv]] mit den antiken Steinbrüchen, Blick von Nea Penteli]]&lt;br /&gt;
Der Abbau des pentelischen Marmors erfolgte an den Flanken des Pentelikon-Massivs am nordöstlichen Stadtrand von [[Athen]]. Die antiken Abbaustellen sind in großer Höhe an der Südwestseite des Berges zu finden und die meisten neuzeitlichen [[Steinbruch|Steinbrüche]] liegen an seiner westlichen Flanke, östlich des Athener Stadtteiles [[Kifisia]]/Kephissia. Von Athen bzw. der [[Akropolis (Athen)|Akropolis]] sind die Steinbrüche bei klarem Wetter gut erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den antiken Steinbrüchen führt ein alter Weg, auf dem die gewonnenen Blöcke durch Rutschen herabtransportiert wurden. Dieser alte Weg ist bis auf etwa 700&amp;amp;nbsp;[[m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M.]] zu verfolgen. Der höchste antike Steinbruch liegt bei etwa 1.020&amp;amp;nbsp;Meter über dem Meeresspiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung, Eigenschaften, Mineralogie ==&lt;br /&gt;
In der antiken Abbauzone (etwa 25&amp;amp;nbsp;Steinbrüche) durchziehen feine [[Chloritgruppe|Chlorit]]-Lagen den Marmor und markieren auf diese Weise die Schieferung im Gestein. Diese Kontaktzonen sind für die spätere Verwitterung besonders anfällig und stellen an zahlreichen antiken Bauten ein spezifisches Problem für die Erhaltung dar. Aus diesem Grund werden stark verwitterte Bauteile mit neuen Stücken ergänzt oder ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den neuzeitlichen Steinbrüchen kommt ein weißer und hellgrauer feinkörniger Marmor. In der Lagerstätte ist eine Schieferung erkennbar, die sich durch graue streifenförmige Einlagerungen auszeichnet. Die typische Korngröße liegt zwischen 0,5 und 1&amp;amp;nbsp;Millimeter, selten bis 2&amp;amp;nbsp;Millimeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Karl Richard Lepsius|Richard Lepsius]] sind im Marmor neben [[Calcit]] weitere [[Mineral]]ien anzutreffen. Darunter fällt das bereits erwähnte Chlorit, ferner als [[Akzessorien|akzessorisch]]e Bestandteile die Minerale [[Pyrit]] und [[Quarz]]. Die Farbe des Marmors aus seinen reinsten Bänken ist weiß. Die genannten mineralischen Einlagerungen erzeugen graue und leicht grünliche Töne. Aus den neuzeitlichen Abbaustellen gewinnt man einen eher hellen Marmor mit leichten grauen bis graugrünlichen Wolkungen. Durch atmosphärische Einwirkungen erhält der Marmor nach längerer Zeit eine goldockerfarbene Patina, die aus der Umwandlung des geringen Pyritgehaltes in Mineralien des [[Limonit]]komplexes und [[Hämatit]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heute im Abbau stehende &amp;#039;&amp;#039;Pentelikon-Marmor&amp;#039;&amp;#039; ist ein calcitischer feinkörniger Marmor. Seine Zusammensetzung ist von folgenden Mittelwerten gekennzeichnet (in Masse-Prozenten):&lt;br /&gt;
CaO&amp;amp;nbsp;54,80; MgO&amp;amp;nbsp;1,55; SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;1,10; Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;0,14; Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;0,20; K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;amp;nbsp;0,09; Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;amp;nbsp;0,04; MnO&amp;amp;nbsp;0,02 und Karbonatrest&amp;amp;nbsp;43,05. Das bedeutet, dass zu 98&amp;amp;nbsp;Prozent Calcit vertreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmorlagerstätte ist von [[Phyllit]]en und Kalkschiefern (Kalksteine mit starkem Richtungsgefüge) begleitet. In den Übergangszonen sind deshalb im Marmor deutliche grüne bandförmige Einlagerungen enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits in vorchristlicher Zeit gewann man auf dem Pentelikon-Berg beträchtliche Mengen von Marmor. In der Zeit des [[Perikles]] (5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) nahm der Marmorabbau in dieser Region zu. Vom griechischen Schriftsteller und Geographen [[Pausanias]] ist im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine Nennung des pentelischen Marmors überliefert. Der pentelische Marmorabbau hielt in der Zeit des [[Römisches Reich|Römischen Reichs]] an. Lepsius schätzte die abgebaute Menge auf etwa 400.000&amp;amp;nbsp;Kubikmeter. Die Abbaufronten sind bis zu 30&amp;amp;nbsp;Meter hoch und stehen teilweise im rechten Winkel zueinander. Das belegt die hochprofessionelle Technik der antiken Marmorgewinnung und ermöglichte bei fortschreitendem Abbau immer wieder rechtwinklige Rohblöcke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierungszeit von [[Andreas Papandreou]], um das Jahr 1994, lagen die Brüche still, da ein Abbauverbot erlassen worden war. Heute verzichten die Steinbruchsbetreiber weitgehend auf den Einsatz von Sprengstoff und bedienen sich zum schonenden Abbau der [[Helikoidalsäge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Gestaltung ==&lt;br /&gt;
Nachfolgend werden einige ausgewählte repräsentative Anwendungsbeispiele für den &amp;#039;&amp;#039;Pentelikon-Marmor&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt. Typische antike Anwendungen sind [[Skulptur]]en und [[Architekturteil]]e. In der Neuzeit findet er für alle erdenklichen Fälle der Innen- und Außengestaltung Verwendung. Für den Export nimmt der &amp;#039;&amp;#039;Pentelikon-Marmor&amp;#039;&amp;#039; neben einigen anderen weißen Marmoren Griechenlands eine exponierte nationale Rolle ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antikes Athen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Parthenon]]-Tempel auf der Akropolis, Säulen&lt;br /&gt;
* [[Propyläen (Athen)|Propyläen]]&lt;br /&gt;
* [[Erechtheion]] auf der Akropolis&lt;br /&gt;
* [[Olympieion (Athen)|Olympieion]]&lt;br /&gt;
* [[Tempel des Hephaistos]]&lt;br /&gt;
* [[Panathinaikon-Stadion|Panathenäisches Stadion]] (140&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Herodes Atticus]] mit pentelischem Marmor erneuert)&lt;br /&gt;
* [[Philopapposmonument]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modernes Athen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Akademie von Athen|Akademie-Gebäude]] (1856, [[Theophil von Hansen]])&lt;br /&gt;
* [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen|Hauptgebäude der Universität]] (1841, Theophil von Hansen)&lt;br /&gt;
* Universitätsbibliothek (1841, Theophil von Hansen)&lt;br /&gt;
* [[Archäologisches Nationalmuseum (Athen)|National-Museum]] (1874, [[Ludwig Lange (Architekt)|Ludwig Lange]], [[Ernst Ziller]])&lt;br /&gt;
* [[Megaro Mousikis]] (1991, Emanouil Vourkelas)&lt;br /&gt;
* [[Akropolismuseum]] (2007, [[Bernard Tschumi]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Parthenon XL.jpg|Giebel, Fries und Architrav am [[Parthenon]]tempel auf der Akropolis&lt;br /&gt;
Athen Erechtheion BW 2017-10-09 13-58-34.jpg|Das [[Erechtheion]]&lt;br /&gt;
Temple Of Olympian Zeus - Olympieion (retouched).jpg|Das [[Olympieion (Athen)|Olympieion]]&lt;br /&gt;
Attica 06-13 Athens 28 Academy of Athens.jpg|[[Akademie von Athen]]&lt;br /&gt;
Philopappos monument.jpg|[[Philopapposmonument|Grabmal des Gaius Iulius Antiochus Epiphanes Philopappus]] in Athen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modernes übriges Europa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Piuskirche (Meggen)|Piuskirche Meggen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meggen pius innen2.JPG|mini|Piuskirche Meggen]]&lt;br /&gt;
== Sorten und konkurrierende Marmore ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Marmorsorten von der griechischen Halbinsel Attika und anderen mediterranen Abbaustellen können als konkurrierend angesehen werden. Besonders der hymettische Marmor, südöstlich von Athen gewonnen, tritt als unmittelbar alternatives Bau- und Dekorationsgestein auf, weil mit ihm durch seine graue Färbung ein bewusster Kontrast in den Architekturanwendungen erzielt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war auch in der Antike nicht ungewöhnlich, an Bauten für verschiedene Architekturteile unterschiedliche Marmorsorten einzusetzen. Dafür scheute man auch keine Transportdistanzen, besonders wenn der Seeweg sie günstig überbrücken konnte. Bedeutende griechische Marmore, die ähnliche Verwendung fanden, sind der [[Thassos-Marmor]] und der [[Parischer Marmor|parische Marmor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fragment vom Grabmal der Nikarete (SK 740)|Fragment vom Grabmal der Nikarete]]&lt;br /&gt;
* [[Kaiserzeitliche Sarkophage]]&lt;br /&gt;
* [[Richard-Wagner-Denkmal (Berlin)|Richard-Wagner-Denkmal]]&lt;br /&gt;
* [[Schatzhaus der Athener]]&lt;br /&gt;
* [[Gortys (Arkadien)]]&lt;br /&gt;
* [[Grabrelief des Thraseas und der Euandria]]&lt;br /&gt;
* [[Grabstele der Hegeso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Colotouros: &amp;#039;&amp;#039;Marmor &amp;amp; Technologie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2. Athen (o.&amp;amp;nbsp;J.)&lt;br /&gt;
* A. Dworakowska: &amp;#039;&amp;#039;Quarries in Ancient Greece&amp;#039;&amp;#039;. in: Bibliotheca Antiqua 16, Polish Acad. Sciences, Warsaw 1975&lt;br /&gt;
* Norman Herz: &amp;#039;&amp;#039;Stable isotope applications to problems of classical Greek and Roman marbles: provenance, authenticity and assembly of artifacts&amp;#039;&amp;#039;. in: Entretiens d’archéologie et d’histoire, Les marbres blancs de Pyrénées. Saint-Bertrand-de-Comminges 1995  ISBN 2-9502446-7-X&lt;br /&gt;
* J. G. Krünitz: &amp;#039;&amp;#039;Oeconomische Encyclopädie oder allgemeines System der Land-, Haus- und Staats-Wirthschaft&amp;#039;&amp;#039;. Band 84. Berlin 1801&lt;br /&gt;
* G. Richard Lepsius: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Marmorstudien&amp;#039;&amp;#039;. 1890&lt;br /&gt;
* R. Perrier: &amp;#039;&amp;#039;Marbres de l&amp;#039;Attique, des Cyclades et de Crète&amp;#039;&amp;#039;. in: Le Mausolée, Nr. 698, 700, 1994&lt;br /&gt;
* Ludwig Friedrich Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Lehrbuch der gesammten Baukunst; Erster Band: Lehre von den natürlichen Baustoffen, Erste Abtheilung. Von den natürlichen Baustoffen&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart (Carl Hoffmann), Wien (Carl Gerold’sche Buchhandlung) 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marmorsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Attika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorpher Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathias.Hoffmann</name></author>
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