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	<title>Pension Clausewitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T18:28:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pension_Clausewitz&amp;diff=1791645&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: Kleinkram</title>
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		<updated>2024-06-08T22:49:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem ehemaligen Bordell. Zum gleichnamigen Film siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Pension Clausewitz (Film)]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[West-Berlin]]er  [[Bordell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Das ab 1947 bestehende Bordell mit dem zur Tarnung dienenden Namen &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; befand sich im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] im dritten Stock des Hauses [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Charlottenburg #Clausewitzstraße*|Clausewitzstraße]] 4, einer Seitenstraße des [[Kurfürstendamm]]s. Zu Beginn der 1960er Jahre musste die Gründerin nach einer zweiten Verurteilung wegen gewerbsmäßiger [[Kuppelei]] das Unternehmen aufgeben; die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039;, damals teuerstes Bordell West-Berlins, wurde von [[Hans Helmcke]] übernommen. Bereits im November 1964 musste auch er sich vor Gericht verantworten, nachdem die [[Staatsanwaltschaft]] gegen ihn den Vorwurf der Kuppelei erhoben hatte. Das Verfahren wurde gegen Zahlung eines [[Bußgeld]]es von 3000&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|Mark]] (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|3000|1964|r=-3}}&amp;amp;nbsp;Euro) eingestellt, die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; von Helmcke unverändert weiterbetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spionageverdacht ==&lt;br /&gt;
Helmcke und sein Bordell wurden von Staatsanwaltschaft und [[Sittenpolizei]] auch weiterhin im Auge behalten. Kurz vor Weihnachten 1964 fand eine Kontrolle der &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; und von Helmckes Wohnung statt, bei der die Polizei Helmckes Notizbuch sicherstellte. Bei der Untersuchung entdeckte man unter den eingetragenen [[Telefonnummer]]n drei aus [[Ost-Berlin]]. Es stellte sich heraus, dass sie zu Anschlüssen gehörten, die vom [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheitsdienst]] (Stasi) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1965 wurde Helmcke wegen des „Verdachts auf [[Landesverrat|landesverräterische]] Beziehungen“ verhaftet und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Schnell tauchten Gerüchte auf, dass die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; eine Spionageeinrichtung der Stasi gewesen sei. Die in der Presse ausführlich behandelten Vermutungen steigerten sich immer weiter; so hieß es bald, dass in Helmckes Bordell führende [[Politiker]] nicht nur aus West-Berlin, sondern auch [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordnete]] und [[Bundesminister (Deutschland) |Minister]], hochrangige Wirtschaftsvertreter und andere bedeutende [[Prominenter|Prominente]] zu Gast gewesen und von den [[Prostitution|Prostituierten]] gezielt im Auftrag der Stasi ausgefragt worden seien. Ferner wurde behauptet, dass es eine [[Abhöranlage]] gegeben habe und belastende Fotos zwecks späterer [[Erpressung]] durch den DDR-Nachrichtendienst angefertigt worden seien. Eine Reihe bekannter Politiker, unter ihnen der Berliner Senator [[Heinrich Albertz]] und Bundesminister [[Erich Mende]], wurde namentlich verdächtigt, zu den im Bordell Ausspionierten zu gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Mittelpunkt umfangreicher Berichterstattung, in der ein großer [[Spionage]]- und Sittenskandal vermutet wurde. Es stellte sich jedoch schon bald heraus, dass ein solcher Skandal nicht existierte. Weder war die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; von wichtigen Politikern oder Geheimnisträgern frequentiert worden, noch hatte die Stasi dort Spionageaktivitäten entfaltet. Es existierten keinerlei [[Blamage|kompromittierende]] Fotos von Personen des öffentlichen Lebens, und die Abhöranlage stellte sich als [[Anrufbeantworter]] heraus. Tatsächlich existierten ausschließlich die drei Telefonnummern in Helmckes Notizbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es Helmcke nicht gelang, entlastende Erklärungen für den Besitz der Stasi-Telefonnummern zu geben, wurde er wegen „landesverräterischer Beziehungen“ verurteilt. Da seine Strafe mit der dreimonatigen [[Untersuchungshaft]] abgegolten war, wurde er auf freien Fuß gesetzt. Er gab die &amp;#039;&amp;#039;Pension Clausewitz&amp;#039;&amp;#039; auf, zog sich allerdings nicht aus der Bordellbranche zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Rezeption ==&lt;br /&gt;
Angelehnt an die Geschehnisse drehte der [[Regisseur]] [[Ralph Habib]]  nach einem Drehbuch von [[Franz Baake]] 1967 den Film &amp;#039;&amp;#039;[[Pension Clausewitz (Film)|Pension Clausewitz]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Wolfgang Kieling]] und [[Maria Brockerhoff]] in den Hauptrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.filmportal.de/film/pension-clausewitz_11036de717f94bae85c316c0cfc9d547 Eintrag im Filmportal]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=46169393|Titel=Bettgeflüster|Jahr=1965|Nr=7}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=46169567 |Titel=Gerüchte im Safe|Jahr=1965|Nr=9}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=43078777|Titel=Nichts weiter an|Jahr=1971|Nr=40}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1965/06/die-sensation-die-keine-war &amp;#039;&amp;#039;Die Sensation, die keine war&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 6/1965&lt;br /&gt;
* Ulf Mailänder, Ulrich Zander: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Westberlin-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.501084|EW=13.309115|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bordell (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:West-Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Affäre in der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Charlottenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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