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	<title>Pem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pem&amp;diff=1206368&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HuthBerlin: Kleine Ergänzung zu Mitgründerinnen des Kabaretts Die Unmöglichen</title>
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		<updated>2026-04-11T22:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleine Ergänzung zu Mitgründerinnen des Kabaretts Die Unmöglichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Journalisten und Schriftsteller Pem; zu weiteren Bedeutungen siehe [[PEM]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[18. Januar]] [[1901]] in [[Beeskow]]; † [[24. April]] [[1972]] in [[London]]; bürgerlich &amp;#039;&amp;#039;Paul Marcus&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Deutschland|deutsch]]-[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|britischer]] [[Journalist]] und [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pem war der Sohn des Kaufmanns Wilhelm Marcus und der Hausfrau Sophie Marcus, geb. Hess. Beide Elternteile waren [[Assimilation (Soziologie)|assimilierte]] [[Juden]]. Seine Kindheit und Schulzeit verlebte Pem zunächst in Beeskow; etwa 1911 zog die Familie in die Stadt [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] bei [[Berlin]] um, wo sie sich im [[Bayerisches Viertel|Bayerischen Viertel]] niederließ. Nach dem Besuch des [[Realgymnasium]]s in Schöneberg absolvierte Pem ab 1919 eine Banklehre und arbeitete anschließend mehrere Jahre lang als [[Bankbeamter]]. 1922 trat der Atheist aus dem [[Judentum]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wandte sich Pem dem [[Journalismus]] zu. Anfangs zeichnete er seine Beiträge mit dem bürgerlichen Namen Paul Marcus; später bildete er aus dessen Anfangsbuchstaben sein [[Pseudonym]] Pem, bisweilen auch PEM geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Pem bzw. PEM steht lautmalerisch für P und M. Jedoch glaubten Dritte häufig, das E stünde für einen zweiten Vornamen und fügten deshalb bei der Auflösung des Pseudonyms einen frei erfundenen, mit diesem Buchstaben beginnenden Vornamen hinzu, beispielsweise Erich oder Ernst. Diese unkorrekten Darstellungen haben sich im Laufe der Jahre durch [[Gewöhnung|Repetition]] verfestigt und fanden sogar Eingang in wissenschaftliche Abhandlungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als freier Journalist mit den Themenschwerpunkten [[Film]], [[Theater]], [[Kabarett]] und [[Literatur]] schrieb Pem unter anderem für den &amp;#039;&amp;#039;[[Der Junggeselle (Zeitschrift)|Junggesellen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Börsen-Courier]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Berliner Herold&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Film-Kurier]]&amp;#039;&amp;#039; und schließlich ab 1929 für das &amp;#039;&amp;#039;[[Das 12 Uhr Blatt|12&amp;amp;nbsp;Uhr Blatt]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 gründete der Feuilletonist gemeinsam mit der Autorin [[Dinah Nelken]] und ihrem Bruder, dem Grafiker Rolf Gero Schneider in Berlin das politisch-literarische Kabarett &amp;#039;&amp;#039;Die Unmöglichen&amp;#039;&amp;#039;, bei dem Pem auch selbst auf der Bühne stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem [[Reichstagsbrand]] floh Pem im März 1933 über [[Prag]] nach [[Wien]], wo er als Journalist für [[österreich]]ische Zeitungen und für die [[Deutschsprachige Exilpresse (1933–1945)|deutschsprachige Exilpresse]] schrieb. In Wien gründete er im Mai 1936 seine Exil-Chronik &amp;#039;&amp;#039;Pem&amp;#039;s Privat-Berichte&amp;#039;&amp;#039; (P.P.B.). Der wöchentliche Nachrichtenbrief informierte vor allem über den weiteren Karriereverlauf der aus [[NS-Staat|NS-Deutschland]] geflohenen Schauspieler, Kabarettisten, Autoren und Regisseure und erreichte zeitweilig eine Auflage von 200 Exemplaren. Zu den in zahlreichen Ländern verstreut lebenden Abonnenten zählten [[Fritz Lang]], [[Billy Wilder]], [[Otto Preminger]], [[Peter Lorre]], [[Kurt Gerron]], [[Erika Mann]], [[Mischa Spoliansky]], [[Hans Habe]] und [[Ruth Feiner]]. Bis zum Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erschienen 173 &amp;#039;&amp;#039;P.P.B.&amp;#039;&amp;#039;-Ausgaben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im September 1936 verließ Pem Wien und reiste über [[Genf]] und [[Paris]] nach London. In der britischen Hauptstadt, seiner zweiten Exilstation, hielt er sich weiterhin mit der Herausgabe von &amp;#039;&amp;#039;P.P.B.&amp;#039;&amp;#039; und seiner Arbeit für die Exilpresse über Wasser. 1939 erschien sein erstes Buch, &amp;#039;&amp;#039;Strangers Everywhere&amp;#039;&amp;#039;, eine Sammlung von Emigrantenporträts, darunter die Schauspieler [[Leo Reuss]], [[Lilli Palmer]] und [[Paul Graetz (Kabarettist)|Paul Graetz]], die Schriftsteller [[Ödön von Horváth]] und [[Curt Riess]], der Dichter [[Max Herrmann-Neiße]] und der Maler [[Fred Uhlmann]]. Im selben Jahr arbeitete Pem für ein paar Monate als London-Korrespondent für die US-Filmzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[The Hollywood Reporter|Hollywood Reporter]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs trat Pem 1940 freiwillig in die [[British Army|britische Armee]] ein, um sich im [[Pionier (Militär)|Pionier-Corps]] auf Seiten der [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] am Kampf gegen NS-Deutschland zu beteiligen. Nach rund zwei Jahren wurde er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst entlassen. Er setzte seine Arbeit für die Exilpresse fort und war außerdem in einer Anzeigenagentur tätig. In dieser Phase ging Pems 1939 geschlossene Ehe mit der nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] geflohenen Österreicherin Sidonie Singer in die Brüche. Die Scheidung erfolgte 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Pem in London, nahm 1947 die [[britische Staatsbürgerschaft]] an und heiratete 1950 die gebürtige [[Köln]]erin Hildegard Heymansohn.&amp;lt;ref&amp;gt;Willimowski: &amp;#039;&amp;#039;„Emigrant sein ist ja …“&amp;#039;&amp;#039;, S. 7 u. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese Heirat war Pem mit der deutsch-britischen Tänzerin [[Lotte Berk]], geb. Heymansohn, verschwägert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis zu seinem Tod gab er &amp;#039;&amp;#039;Pem&amp;#039;s Personal Bulletins&amp;#039;&amp;#039; (P.P.B.) heraus, eine Fortsetzung seiner sechs Jahre zuvor eingestellten Exil-Chronik, jetzt in englischer Sprache. Ferner belieferte er als Korrespondent eine Reihe deutschsprachiger Zeitungen, darunter &amp;#039;&amp;#039;[[Weltpresse]]&amp;#039;&amp;#039; in Wien, &amp;#039;&amp;#039;[[Aufbau (jüdische Zeitung)|Aufbau]]&amp;#039;&amp;#039; in [[New York City|New York]], &amp;#039;&amp;#039;AJR Information&amp;#039;&amp;#039; in London, &amp;#039;&amp;#039;[[Filmblätter]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin und &amp;#039;&amp;#039;[[Mannheimer Morgen]]&amp;#039;&amp;#039;. Pem besuchte häufig [[West-Berlin]] und die [[Bundesrepublik Deutschland]], wo er Vorträge hielt und wo 1952 sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Heimweh nach dem Kurfürstendamm&amp;#039;&amp;#039; erschien, eine [[Reminiszenz]] an die [[Goldene Zwanziger|Goldenen Zwanziger Jahre]] in Berlin. Der Bestseller wurde 1962, 1986 und 2013 neu aufgelegt (2013 mit einem geänderten Titel). 1955 kam Pems drittes und letztes Buch, &amp;#039;&amp;#039;Und der Himmel hängt voller Geigen&amp;#039;&amp;#039;, auf den Markt, die Geschichte der [[Operette]] in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pem starb am 24. April 1972 im Alter von 71&amp;amp;nbsp;Jahren an [[Herzinsuffizienz#Laiensprache und Doppeldeutungen|Herzversagen]] in London. Er hinterließ seine zweite Ehefrau Hildegard. Beide Ehen waren kinderlos geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strangers Everywhere&amp;#039;&amp;#039;, London 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimweh nach dem Kurfürstendamm. Aus Berlins glanzvollsten Tagen und Nächten&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1952.&lt;br /&gt;
** Neuauflage: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen zwei Kriegen. Aus Berlins glanzvollsten Tagen und Nächten&amp;#039;&amp;#039;, mit einem Nachwort von [[Inka Bach (Schriftstellerin)|Inka Bach]], [[Transit Buchverlag]], Berlin 2013, ISBN 9783887472900. [https://books.google.de/books?id=VSR4DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT Auszüge] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Und der Himmel hängt voller Geigen. Glanz und Zauber der Operette&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Willimowski: &amp;#039;&amp;#039;„Emigrant sein ist ja kein Beruf“. Das Leben des Journalisten Pem&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2007, ISBN 978-3-86573-236-1.&lt;br /&gt;
* Rolf Aurich und [[Wolfgang Jacobsen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pem. Der Kritiker und Feuilletonist Paul Marcus.&amp;#039;&amp;#039; (Band 10 der Buchreihe Film &amp;amp; Schrift). München 2009, ISBN 978-3-86916-028-3.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Marcus, Paul E.&amp;#039;&amp;#039; In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 484.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|106957805}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/2188071-2 &amp;#039;&amp;#039;Pem&amp;#039;s Privat-Berichte (P.P.B.)&amp;#039;&amp;#039; als Digitalisat] im [[Deutsches Zeitungsportal|Deutschen Zeitungsportal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106957805|LCCN=no/2008/993|VIAF=34959038}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pem&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Marcus, Paul (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-britischer Journalist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Beeskow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HuthBerlin</name></author>
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