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	<title>Peitsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peitsche&amp;diff=79954&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T11:24:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein Schlaggerät. Zu dem ebenfalls als Peitsche bezeichneten Musikinstrument siehe [[Peitsche (Musikinstrument)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Hieb- und Stichwaffen&lt;br /&gt;
|Bild =[[Datei:Bat (jezdziectwo).jpg|200px|&amp;#039;&amp;#039;Peitsche&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt allgemeine Angaben --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Waffenart = Peitsche&lt;br /&gt;
|Bezeichnungen = Katze, Knute, Geißel, Bullenpeitsche&lt;br /&gt;
|Verwendung = Werkzeug, Kulturwaffe, Kommunikationsmittel, Spielzeug, Straf- und Erziehungsmittel&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = v. Chr.&lt;br /&gt;
|Einsatzzeit =  bis aktuell&lt;br /&gt;
|Ursprungsregion/Urheber =&lt;br /&gt;
|Verbreitung = Weltweit&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt Maße und Material --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Gesamtlänge = Stock bis 3&amp;amp;nbsp;m, Schlag bis 4,5&amp;amp;nbsp;m, Gesamtlänge bis 7,5&amp;amp;nbsp;m&lt;br /&gt;
|Klingenlänge =&lt;br /&gt;
|Klingenbreite =&lt;br /&gt;
|Klingenstärke =&lt;br /&gt;
|Gewicht =&lt;br /&gt;
|Griffstück = Holz, Aluminium, Kunststoff, Fiberglas&lt;br /&gt;
|Besonderheiten = verschiedene Formen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peitsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist je nach Typ ein Gerät zum Schlagen, eine [[Schlagwaffe]], ein Sportgerät, ein Kommunikationsmittel, ein [[Perkussionsinstrument]] oder ein Spielzeug, das aus einem schmalen [[Leder]]riemen oder Strick an einem mehr oder weniger langen Stiel besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Griff einer Peitsche heißt Peitschenstiel, Stock oder [[Knauf]]. Der Strick oder Riemen wird Peitschenschnur oder Schlag genannt. Der Faden am äußersten Ende der Schnur heißt Treibschnur, Schmitze, Schnäpper oder Knallschnur. In der Schweiz ist auch die Bezeichnung Zwick üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Peitsche wird unter anderem zum Berühren (Touchieren) mit Stock oder Schlag verwendet. Es kann sowohl mit dem Schlag als auch mit dem Stock geschlagen werden. Auch ist es möglich, die Peitsche zu werfen. Außerdem findet sie Anwendung zum Erzeugen von Geräuschen – wie Zischen oder [[Knall]]en – oder von optischen Signalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Peitschentypen dienten lange Zeit als [[Folter]]- oder [[Strafe|Bestrafungsinstrument]] (siehe [[Staupenschlag]]), daher rührt ihre Verwendung im [[Peitsche (BDSM)|BDSM]]-Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig dienen Peitschen als Kommunikationsmittel für die [[Dressur]] und Ausbildung von Tieren, beispielsweise [[Pferdeausbildung|Pferden]] und [[Zirkus]]tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kunstfertige Handhabung von Peitschen wird als [[Sport]] betrieben, ist Bestandteil des [[Brauchtum]]s und ein Teilbereich der [[Artistik]]. Peitschen dienen auch als Spielzeug, beispielsweise beim [[Peitschenkreisel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peitschenmacher war früher im Handwerk ein dreijähriger Lehrberuf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwaeb&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-04 |url=http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/gammertingen/rund-um-gammertingen_artikel,-Warum-Peitschen-knallen-und-mehr-sind-als-Folterwerkzeuge-_arid,5248484.html |text=Warum Peitschen knallen und mehr sind als Folterwerkzeuge}}, schwaebische.de vom 4. Mai 2012, abgerufen am 15. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinematik des Peitschenschlages ==&lt;br /&gt;
Das Ende einer Peitsche kann, bei korrektem Schlag, auf [[Überschallgeschwindigkeit]] beschleunigt werden, was den „Peitschenknall“ hervorruft. Der Knall resultiert aus der Bildung einer Schlaufe, welche sich mit steigender Geschwindigkeit auf das Peitschenende zubewegt und dabei, beim Öffnen am Ende der Schnur, die Schallgeschwindigkeit überschreitet. Genauer wurde das theoretisch durch die Mathematiker Goriely und McMillen in den 2000er Jahren untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Goriely, McMillen&lt;br /&gt;
 |Titel=Whip Waves&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Physica D: Nonlinear Phenomena&lt;br /&gt;
 |Nummer=184&lt;br /&gt;
 |Datum=2003-10-01&lt;br /&gt;
 |Seiten=192-225&lt;br /&gt;
 |DOI=10.1016/S0167-2789(03)00221-5&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Peitschenknall aus [[Stoßwelle]]n ([[Machscher Kegel]]) und der Überschallgeschwindigkeit der Peitsche resultiert, vermutete schon [[Otto Lummer]] 1905&amp;lt;ref&amp;gt;O. Lummer, Über die Theorie des Knalls, Schlesische Gesellschaft für vaterländische Kultur 83 (1905) 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, und wurde 1927 durch den Franzosen Z. Carrière nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carrière, Le claquement du fouet, J. Phys. Radium Ser. VI 8 (1927) 365–384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Z. Carrière, Exploration par le fouet des deux faces du mur du son, Cahiers de Physique 63 (1955) 1–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit digitaler Hochgeschwindigkeitsfotografie stellten Peter Krehl, Stephan Engemanner und Dieter Schwenkel 1998&amp;lt;ref&amp;gt;P. Krehl, S. Engemann, D. Schwenkel, The puzzle of whip cracking—uncovered by a correlation of whip-tip kinematics with shock wave emission, Shock Waves 8 (1998) 1–9.&amp;lt;/ref&amp;gt; fest, dass die Schnur an ihrem Ende zum Zeitpunkt des Peitschenknalls etwa doppelte Schallgeschwindigkeit erreicht und eine Endbeschleunigung in der Größenordnung der 50.000-fachen Erdbeschleunigung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.geo.de/GEO/import_nicht_zugeordnet/893.html |wayback=20090621014725 |text=Webseite geo-Magazin: &amp;#039;&amp;#039;Wie die Peitsche knallt, Untersuchungen der Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik der Fraunhofer-Gesellschaft und der University of Arizona&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Mechanikprofessor [[István Szabó (Ingenieur)|István Szabó]] beschrieb die Peitschenbewegung schon in den 1950er Jahren in seinen [[Vorlesung]]en über [[technische Mechanik]], wobei er zunächst eine solche Peitsche knallen ließ und anschließend die zur Erklärung notwendigen [[Gleichung]]en an die Tafel schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Mechanik der Peitsche wird als Übungsaufgabe in Szabo, Einführung in die Technische Mechanik, Springer, 2. Auflage 1956, S. 288, behandelt. Gesucht wird dort die maximale Geschwindigkeit des Peitschenendes und die dafür notwendige Zugkraft.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die mechanische Behandlung veröffentlichte aber schon 1949 [[Richard Grammel]].&amp;lt;ref&amp;gt;R. Grammel, K. Zoller, Zur Mechanik der Peitsche und des Peitschenknalles, Zeitschrift für Physik, Band 127, 1949, S. 11–15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mechanische Zusammenhänge ===&lt;br /&gt;
Am unteren Punkt der Bewegungskurve wird die Schlagbewegung plötzlich gestoppt. Die Peitschenschnur vom Griffende bis zum Umlenkungspunkt der Schlaufe ist gestreckt und weitgehend in Ruhe. Die Peitschenschnur strebt wegen der Fliehkräfte zur vollständigen Streckung. Aus diesem Grund bewegt sich die Schlaufe axial vom Griff fort und die Restschnur oberhalb der Schlaufe wird immer kleiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung der [[Kinetische Energie|kinetischen Energie]] der Peitsche kann diese Bewegung des Peitschenendes relativ zum Griff von der Bewegung des Schwerpunkts der Peitsche entkoppelt werden; sie sind unabhängig voneinander. Aus diesem Grund gilt für beide Bewegungen unabhängig voneinander der [[Energieerhaltungssatz]]. Bezeichne &amp;lt;math&amp;gt;\dot \xi&amp;lt;/math&amp;gt; die Relativgeschwindigkeit und &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; die [[reduzierte Masse]] der Peitsche, nimmt die kinetische Energie der Relativbewegung die bekannte Form&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E_\mathrm{kin,rel} = \frac 12 \mu \dot \xi^2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
an. Die reduzierte Masse der Peitsche kann durch die Masse der Restschnur &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt;, und die Gesamtmasse der Peitsche &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; wie folgt ausgedrückt werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mu = \frac{m (M-m)}{M}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da die Masse der Restschnur [[Proportionalität#Mathematische Definition|proportional]] zu ihrer Länge ist, geht die reduzierte Masse gegen Null. Aufgrund der Energieerhaltung muss &amp;lt;math&amp;gt;\dot \xi&amp;lt;/math&amp;gt; deswegen gegen [[Unendlich]] gehen und durchbricht die Schallmauer. In der Praxis ist die Maximalgeschwindigkeit des Schnurendes und der Schlaufe durch innere und äußere Reibungsverluste begrenzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01338980 R. Grammel, K. Zoller, Zur Mechanik der Peitsche und des Peitschenknalles], Zeitschrift für Physik, Band 127, 1949, S. 11–15 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peitschentypen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pieter Bruegel d. Ä. 049.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Kinder mit Peitschenkreiseln&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schlaggerät&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schlagwaffe]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geißel&amp;#039;&amp;#039; im eigentlichen Sinne: aus einem Stiel mit mehreren Riemen oder Schnüren, die zur Züchtigung diente. Die Geißel hat an den Enden Knoten oder Gewichte aus Metall, die meist mit Widerhaken versehen sind, so dass sie die Haut des Gegeißelten stark verletzen (siehe [[Flagellant]]en)&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;neunschwänzige Katze&amp;#039;&amp;#039; ist eine Riemenpeitsche mit neun geflochtenen Tauenden. Sie diente zum Beispiel zur [[Züchtigung]] in der Seefahrt. &lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Klopfpeitsche&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Riemenpeitsche&amp;#039;&amp;#039; wurde im deutschsprachigen Raum bis in die 1970er Jahre hinein zur Züchtigung von Kindern und Jugendlichen genutzt, die mehrriemige Peitsche galt als besonders schmerzhaft. In [[Frankreich]] ist sie als [[Martinet (Züchtigungsinstrument)|Martinet]] bekannt.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Tawse]]&amp;#039;&amp;#039; wurde in Schottland häufig an Schulen statt des englischen Rohrstocks benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgeräte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bullenpeitsche&amp;#039;&amp;#039;: Eine einschwänzige Peitsche &amp;#039;&amp;#039;(Singletail)&amp;#039;&amp;#039;. Es wird im Englischen genauer unterschieden zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Bullwhip&amp;#039;&amp;#039; mit starrem Griff und der &amp;#039;&amp;#039;Snakewhip&amp;#039;&amp;#039; mit biegsamem Griff. &amp;#039;&amp;#039;Snakewhips&amp;#039;&amp;#039; können aufgerollt und damit leichter verstaut werden. Sie zählen zum Handwerkszeug von [[Cowboy]]s.&lt;br /&gt;
* australische &amp;#039;&amp;#039;Stockpeitsche&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Tretsche]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wengerter-Peitsche&amp;#039;&amp;#039;: Arbeitsgerät von [[Weinberghüter]]n&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006533 006 Zwei Pferde ziehen eine Egge über ein Kartoffelf.jpg|mini|Eggen mit Stockpeitsche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kommunikationsmittel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fahrpeitsche&amp;#039;&amp;#039; (Stock- oder Bogenpeitsche)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Voltigierpeitsche&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Longierpeitsche&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hetzpeitsche&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Signalpeitschen&amp;#039;&amp;#039; für Schlittenhunderennen&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sportgerät oder Bestandteil des Brauchtums&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Karbatsche]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goaßl&amp;#039;&amp;#039;, die Peitsche beim [[Aperschnalzen]] – oft mit Schnäpper am Ende&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Innerschweizer Geißel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chlauschloepfe.ch/geissel.html Chlauschlöpfe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chlausgeissel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chlauschloepfe.ch/geissel.html Chlauschlöpfe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peitschenkreisel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dildop&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[9-Teile-Peitsche]]&amp;#039;&amp;#039; Waffe für asiatischen Kampfsport&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stecken&amp;#039;&amp;#039; – peitschenähnlicher Schläger für die Schweizer Nationalsportart [[Hornussen (Sport)|Hornussen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:stockwhip.jpg|miniatur|Eine australische Stockpeitsche.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fomfr whip.jpg|miniatur|Neunschwänzige Katze im Foltermuseum in [[Freiburg im Breisgau]].]]&lt;br /&gt;
Das Wort ‚Peitsche‘ ist kein ursprünglich deutsches Wort, es wurde im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus dem Westslawischen entlehnt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]] 7: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologie]]&amp;#039;&amp;#039; (1963), S.&amp;amp;nbsp;499&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe das polnische Wort für Peitsche &amp;#039;&amp;#039;bicz&amp;#039;&amp;#039; (lies: bitsch), das wiederum auf das [[urslawisch]]e &amp;#039;&amp;#039;biti&amp;#039;&amp;#039; (schlagen) zurückverfolgt werden kann, das selbst wohl auf der [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wortwurzel &amp;#039;&amp;#039;*bhau&amp;#039;&amp;#039; (schlagen) basiert. Siehe auch [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;to beat&amp;#039;&amp;#039; (schlagen, besiegen) oder altertümlich deutsch &amp;#039;&amp;#039;Bäuschel&amp;#039;&amp;#039; (schwerer Hammer) von [[Germanische Sprachen|germanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*bautan &amp;#039;&amp;#039; (schlagen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Peitsche&amp;#039;&amp;#039; hat im Sprachgebrauch weitgehend das ursprüngliche Wort &amp;#039;&amp;#039;Geißel&amp;#039;&amp;#039; verdrängt, das heute im Hochdeutschen nur noch in der Bedeutung [[Züchtigung]]sinstrument und übertragen im Sinne von [[Strafe]] verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden 7: &amp;#039;&amp;#039;Etymologie&amp;#039;&amp;#039; (1963), S.&amp;amp;nbsp;206&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Bairisch]]en wird die Peitsche als Goaßl, das Peitschenknallen als [[Goaßlschnalzen]] bezeichnet. Im Schweizerdeutschen ist das Wort Geissel gebräuchlich und es gibt „Geisslechlöpfer“-Vereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort ‚Knute‘ ist über Umwege mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Knoten&amp;#039;&amp;#039; verwandt und wurde indirekt über das russische &amp;#039;&amp;#039;knut&amp;#039;&amp;#039; (Knotenpeitsche) aus dem [[altnordisch]]en &amp;#039;&amp;#039;knútr&amp;#039;&amp;#039; (der Knoten) entlehnt, das in die Gruppe jener indogermanischen Wörtstämme fällt, die mit dem Anlaut &amp;#039;&amp;#039;kn-&amp;#039;&amp;#039; eine Verdickung oder Verengung ausdrücken (Vgl. deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Knolle, Knochen, Knopf, Knie, Knauf, kneifen, kneten, knutschen, knapp&amp;#039;&amp;#039; usw.).&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 24. durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Geißel‘ findet sich schon ahd. &amp;#039;&amp;#039;kaisala, geisila, geisla&amp;#039;&amp;#039;. Nach Grimm ist es ursprünglich nur der Stiel selbst, weil es sich auch für einfache Hütestöcke findet. Der Übergang auf die Bedeutung ‚Peitsche‘ dürfte in der Zeit der Entlehnung des zweiteren Worts stammen. Bei Grimm ist die Schreibung &amp;#039;&amp;#039;Geisel&amp;#039;&amp;#039; ohne »sz« (bzw. heute »[[ß]]«) noch das Lemma.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch|Lemma=GEISEL|Wortart=f. flagellum.|lemid=G05334|Band=5|Sp=2615–2618}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Peitsche ist Bestandteil der [[Redewendung]] „mit [[Zuckerbrot und Peitsche]]“. Der Begriff [[Peitscheneffekt]] ist in der Biomechanik und in den Wirtschaftswissenschaften gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peitschen im Pferdesport ==&lt;br /&gt;
Im Umgang mit [[Hauspferd|Pferden]], beim [[Fahrsport|Fahren]], [[Longieren]], [[Voltigieren]], bei der [[Bodenarbeit]] und [[Doppellonge]]narbeit, dient die Peitsche der differenzierten [[Hilfengebung]], also der Kommunikation mit dem Tier. Im Gegensatz zu anderen Verwendungen wird die Peitsche im [[Pferdesport]] nicht eingesetzt, um Schmerz zuzufügen, da das Pferd sonst Angst vor der Peitsche hätte und nicht mehr angemessen reagieren würde. Beim Reiten werden in der Regel keine Peitschen, sondern [[Gerte]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenarbeit ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Bodenarbeit#Handarbeit/Bodenarbeit|Bodenarbeit]] und [[Freiheitsdressur|zirzensischen Lektionen]] werden nicht nur Gerten, sondern auch kurze Peitschen als Armverlängerung eingesetzt. Diese haben meist einen festen, wenig biegsamen kurzen Stock und einen rund 1,8&amp;amp;nbsp;m langen weichen Lederschlag und werden als Stick bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Voltigieren ===&lt;br /&gt;
Beim [[Voltigieren]] geht das Pferd auf einem [[Kreis (Geometrie)|Kreis]] von mindestens 18&amp;amp;nbsp;m Durchmesser, was einem [[Radius]] von mindestens 9&amp;amp;nbsp;m entspricht. Der Longenführer befindet sich im Mittelpunkt des [[Bahnfigur#Zirkel|Zirkels]]. Voltigierpeitschen haben meist einen 3&amp;amp;nbsp;m langen Teleskop-Stock und einen 3&amp;amp;nbsp;m bis 4,5&amp;amp;nbsp;m langen Schlag. Eine Peitschenlänge von 7,5&amp;amp;nbsp;m genügt zusammen mit der Armlänge gerade, um das Pferd zu erreichen. Ein längerer Stock macht die Peitsche trotz Teleskopstock unhandlich, ein längerer Schlag verwickelt sich leichter. Der Teleskopstock ist aus dünnem, leichtem, verstärktem Kunststoff-Material (meist [[Glasfaserverstärkter Kunststoff|GFK]]), damit die Peitsche im Verlauf der Voltigierstunde für den Longenführer nicht zu schwer wird. Der Schlag ist meistens aus Leder. Am Ende des Schlages ist ein dünner Baumwollfaden als Knallschnur angebracht. Stock und Schlag sind meistens weiß, damit das Pferd die Peitsche gut sehen kann. Die Peitsche wird während des Longierens normalerweise nach schräg oben gehalten, so dass die Voltigierer unter der Peitsche hindurch an der Longe entlang zum Pferd laufen können. Der Schlag liegt nicht andauernd auf dem Boden, da sonst die Voltigierer versehentlich über den Schlag stolpern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peitschenhilfen müssen überlegt eingesetzt werden, damit sie das Pferd nicht zu [[Takt (Reiten)|Taktfehlern]] veranlassen, die Punktabzug bringen und Stürze der Voltigierer verursachen können. Es muss sehr präzise gezielt werden, da sonst versehentlich die Voltigierer getroffen werden können. Es gibt treibende, verwahrende und hinausweisende Peitschenhilfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;treibende Peitschenhilfen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;optisch&amp;#039;&amp;#039; Die Peitsche abgesenkt und zeigt auf die Sprunggelenke des Pferdes, auch Auf- und Abbewegung möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;akustisch&amp;#039;&amp;#039; Schlag von oben zischend hinter das Pferd werfen&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;touchierend&amp;#039;&amp;#039; Das innere Hinterbein im Augenblick des Abfußens mit dem Peitschenschlag treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinausweisende Peitschenhilfen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;kleine hinausweisende Peitschenhilfe&amp;#039;&amp;#039; Wenn das Pferd die Longe nicht korrekt anspannt, sondern in den Zirkel hereinkommt, dann wird die hinausweisende Peitschenhilfe eingesetzt, indem man mit der abgesenkten Peitsche auf die Schulter des Pferdes zeigt und eine Stimmhilfe (z.&amp;amp;nbsp;B. „raus“) gibt.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;große hinausweisende Peitschenhilfe&amp;#039;&amp;#039; Mit der Peitsche vor die Nase des Pferdes zeigen. Die große hinausweisende Peitschenhilfe muss vorsichtig und zielsicher eingesetzt werden, da sie sonst Taktfehler verursacht. Es darf unter keinen Umständen, auch nicht versehentlich, der Pferdekopf berührt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;verwahrende Peitschenhilfe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;verwahrend&amp;#039;&amp;#039; Peitsche nach hinten führen, weg aus dem Gesichtsfeld des Pferdes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
WPT2013-CVI-Torben Jacobs-Pia Engelberty-Weltoni RS-3.JPG|Voltigierpeitsche&lt;br /&gt;
JEM2014-voltige-Simone-Jäiser.JPG|Normale Peitschenhaltung beim Voltigieren&lt;br /&gt;
WPT2013-CVI-Regina Burgmayr-Cappucino-2.JPG|Optische Peitschenhilfe: Peitsche Richtung Sprunggelenk abgesenkt. Das Pferd [[Hankenbeugung|versammelt]] sich und [[Losgelassenheit|wölbt]] den Rücken auf.&lt;br /&gt;
JEM2014-voltige-Réka-Gadolla.JPG|Akustische Peitschenhilfe: Dabei sollte die Voltigiererin nicht getroffen werden.&lt;br /&gt;
WPT2013-CVI-Justin Van Gerven-Gera Grün-Weltoni RS-3.JPG|Touchierende Peitschenhilfe: Das innere Hinterbein wird im Augenblick des Abfußens von hinten getroffen.&lt;br /&gt;
2011-Master International de Voltige-Audrey Roth02.JPG|Große hinausweisende Peitschenhilfe: Das Pferd soll die Longe anspannen, aber keinen Taktfehler machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelderländer trabend.jpg|miniatur|Korrekte Haltung der Bogenpeitsche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meute und Pikeure.jpg|miniatur|Piköre halten die Hundemeute bei einem Stopp im Kreis, indem sie die Hetzpeitschen hin und her bewegen und so einen imaginären Zaun um die Hunde bilden.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Königstiger Korfu mit Trainerin Monica Farell.jpg|miniatur|hochkant|Tierausbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Longieren ===&lt;br /&gt;
Beim [[Longieren]] werden prinzipiell die gleichen Peitschenhilfen wie beim Voltigieren verwendet. Es gibt dennoch Unterschiede, da die Zielsetzung unterschiedlich ist (Ausbildung von Reiter oder Pferd, Bewegung des Pferdes) und häufig kürzere, zusammensteckbare Peitschen aus Voll-Kunststoff, verwendet werden. Der Stock misst meist 1,8&amp;amp;nbsp;m bis 2&amp;amp;nbsp;m, der Schlag rund 2&amp;amp;nbsp;m bis 2,5&amp;amp;nbsp;m. Diese Peitschen sind billiger, zerbrechen weniger leicht und sind leichter zu handhaben. Nachteile sind die begrenzte Reichweite und das hohe Gewicht. Häufig ruhen Peitschenspitze und Schlag auf dem Boden und werden alle viertel oder halbe Runde nachgezogen, so dass der Stock zum Vorwärtstreiben kurz auf das Sprunggelenk zeigt. Mit einer 4,5&amp;amp;nbsp;m langen Peitsche kann das Pferd auf einem 18-m-Zirkel nicht ohne eine störende Bewegung der Longenhand erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Doppellonge ===&lt;br /&gt;
Je nachdem ob die [[Doppellonge]] zur Arbeit am langen Zügel, zum Fahren vom Boden oder für die Doppellongenarbeit ähnlich wie eine normale Longe verwendet wird, wird die Doppellonge unterschiedlich lang gefasst und entsprechend werden unterschiedlich lange Peitschen verwendet. Zur Handarbeit am langen Zügel bietet sich eine lange [[Gerte]], zum Fahren vom Boden eine Bogenpeitsche und zum Longieren eine kurze Longierpeitsche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrsport ===&lt;br /&gt;
Ordnungsgemäße Peitschenhilfen beim [[Fahrsport|Fahren]] können nur dann gegeben werden, wenn die Pferde mit [[Blendklappe]]n ausgerüstet sind, da das Erheben der Peitsche von ihnen eventuell falsch interpretiert werden könnte. Ein individuelles Ansprechen der Pferde wäre nicht möglich. Die normale Peitschenhaltung beim [[Fahren (Pferd)|Fahren]] ist „elf Uhr“, das heißt die von der rechten Hand gehaltene Peitsche zeigt nach schräg links oben, in einem Winkel, der ungefähr elf Uhr entspricht.&lt;br /&gt;
Je nach [[Anspannung]] werden verschiedene Peitschentypen verwendet. Zur Landanspannung (ungarische oder Jucker-Anspannung, Brustblatt) gehört die Stockpeitsche, zur Stadtanspannung (englische Anspannung, Kumt) eine Bogenpeitsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt fünf verschiedene Peitschenhilfen beim Fahren:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;treibende Hilfe&amp;#039;&amp;#039; – bei der treibenden Peitschenhilfe legt der Fahrer die Peitschenschnur von außen an das zu treibende Pferd dicht hinter dem [[Kammdeckel]] (oder Selette) an und gibt mit den [[Leinen (Fahrsport)|Fahrleinen]] nach&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;versammelnde Hilfe&amp;#039;&amp;#039; – während der Peitschenhilfe hinter dem Kammdeckel nimmt der Fahrer vermehrte Verbindung zu den Mäulern auf – danach wird die Hand wieder leicht&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;verwahrende Hilfe&amp;#039;&amp;#039; – alleinige Peitschenhilfe hinter dem Kammdeckel dient zur Korrektur von [[Stellung (Reiten)|Stellung]] und [[Biegung (Pferd)|Biegung]] des einzelnen Pferdes&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;strafende Hilfe&amp;#039;&amp;#039; – wird beim Fahren in der Regel am [[Bug (Pferd)|Bug]] des Pferdes gegeben, wird im deutschen Fahrsport nicht gelehrt.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;helfende Hilfe&amp;#039;&amp;#039; – während des Fahrens werden lästige Insekten, zum Beispiel [[Bremsen]], mit der Peitsche von den Pferden verscheucht. Insbesondere [[Pferdebremse]]n können Pferde so schmerzhaft stechen, dass diese unruhig werden und gefährliche Situationen entstehen können. Bremsen lassen sich auch von [[Repellent#Repellentien gegen Gliederfüßer|Insektenspray]] nicht immer verscheuchen, daher ist die „helfende Peitschenhilfe“ durchaus für die Fahrsicherheit von Bedeutung. Die Pferde dürfen jedoch keine schlechten Erfahrungen mit der Peitsche gemacht haben, da sie sonst die plötzliche Berührung mit der Peitsche nicht an allen Körperteilen tolerieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peitschen in der Tierausbildung ==&lt;br /&gt;
In der Tierausbildung, beispielsweise der [[Dressur]] von [[Zirkus#Tierdressur|Zirkustieren]], werden häufig Peitschen zur Kommunikation mit den Tieren eingesetzt. Außerdem werden Stöcke, beispielsweise für das [[Targettraining]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Jagdreiten|Reitjagden]] verwenden die [[Pikör]]e [[Hundepeitsche|Hetzpeitschen]], um die [[Laufhund|Hundemeute]] zu lenken. Hier dienen die Hetzpeitschen als Kommunikationsmittel mit den Hunden. Der gezielte Schlag nach dem Hund wird nur in Ausnahmefällen als [[ultima ratio]] verwendet, da sonst die Hunde Angst vor der Hetzpeitsche entwickeln und nicht mehr richtig geführt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Schlittenhunderennen]] wurden &amp;#039;&amp;#039;Signalpeitschen&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Sie sind so kurz, dass sie zwar knallen, die [[Schlittenhund]]e vor dem [[Hundeschlitten|Schlitten]] aber nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Körperstrafe ==&lt;br /&gt;
In Europa wurde die Peitsche im [[Mittelalter]] und auch noch in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] eingesetzt, beispielsweise bei der [[Bamberger Tortur]], im Rahmen der [[Leibeigenschaft]] oder der Disziplinierung von Schiffsmannschaften. In den [[USA]] wurden noch im 19. Jahrhundert [[Sklaverei|Sklaven]] mit Peitschen misshandelt (Siehe: [[Sklaverei in den Vereinigten Staaten]]). Im 20. Jahrhundert wurden Peitschen weltweit in Diktaturen zur Misshandlung verhafteter oder internierter Regimegegner verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Staaten, in denen das Recht nach der [[Scharia]] ausgelegt wird, wird die Peitsche als [[Auspeitschung#Islam/Scharia|Züchtigungsinstrument im Strafvollzug]] im Rahmen der [[Körperstrafe]] verwendet. Auch werden in jenen Ländern zuerst verhängte [[Todesstrafe]]n oftmals in mehrere hundert Peitschenhiebe umgewandelt, so geschehen u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Sakineh Mohammadi Ashtiani]] und [[Ashraf Fayadh]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Deutsche Kolonien und Schutzgebiete|deutschen Kolonien]] wurde die [[Nilpferdpeitsche]] (Swahili: kiboko = Nilpferd) zur Durchführung der [[Prügelstrafe]] eingesetzt. Auch bei den [[Italienische Kolonialtruppen|italienischen Kolonialtruppen]] kam die Nilpferdpeitsche (&amp;#039;&amp;#039;curbasc&amp;#039;&amp;#039;) zur Aufrechterhaltung der Disziplin bei den [[Askari]] zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Scardigli: &amp;#039;&amp;#039;Il braccio indigeno: Ascari, irregolari e bande nella conquista dell’Eritrea 1885–1911.&amp;#039;&amp;#039; Franco Angeli, Mailand 1996, ISBN 88-204-9777-8, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstgeißelung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geissler konstanzer weltchronik.jpg|mini|Geißlerdarstellung in der [[Konstanzer Weltchronik]], Handschrift 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Selbstkasteiung im Rahmen der [[Askese]] gab und gibt es in vielen Kulturen. Hinweise darauf finden sich in den alten Kulturen der Hebräer, Perser und Inder. Der italienische Benediktinereremit und Kardinal [[Petrus Damiani]] (1007–1072) war ein Vorreiter der Selbstgeißelung. Er propagierte sie als Geste der Buße, der Imitatio Christi und als spirituelles Therapeutikum zur Erregung erlahmter Gefühle. Die freiwillige Selbstgeißelung wurde seit dem elften Jahrhundert Bestandteil des christlichen Klosterlebens und breitete sich später immer mehr aus. Die Frömmigkeits- und Bussausübung – „disciplina“ genannt – gipfelte später in der Zählung der Schläge und Aufrechnung gegen die begangenen Sünden. Erst als im 14. Jahrhundert die Sekte der so genannten [[Flagellanten|Kryptoflagellanten]] Zulauf bekam und Geißelung über die heiligen Sakramente zu stellen wagte, wurde dies als [[Häresie|Ketzerei]] gewertet, die Geißlerzüge bekämpft und von der [[Inquisition|heiligen Inquisition]] verboten. Überbleibsel der Geißelungs-Traditionen finden sich bei den Ritualen in der [[Karwoche]] und beim [[Knecht Ruprecht]] mit seiner Rute am 6. Dezember.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklaus Largier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lob der Peitsche. Eine Kulturgeschichte der Erregung.&amp;#039;&amp;#039; München 2001. ISBN 3-406-48093-4, zitiert von Josef Amrein auf: https://web.archive.org/web/20150926013334/http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2001-47/artikel-2001-47-therapie-fuer-er.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Islam gibt es die Selbstgeißelung ebenfalls. Ein Beispiel bei den [[Schia|Schiiten]] sind die Trauer- und Bußrituale anlässlich der [[Schiitische Passionsspiele|schiitischen Passionsspiele]], insbesondere am [[Märtyrer]]-Gedenktag [[Aschura]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geißel in der Heraldik ==&lt;br /&gt;
Das [[Wappen]] der unterfränkischen Marktgemeinde [[Geiselwind]] zeigt [[Redendes Wappen|redend]] eine solche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend siehe [[Geißel (Heraldik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peitsche in der Medizin ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde die Geißelung teilweise zu medizinischen Zwecken eingesetzt: „Die Geisselung erhitze und reinige das Gemüt von der depressiven Stimmung, die nach der [[Humoralpathologie|Viersäftelehre]] aus einem trockenen und kühlen Temperament hervorgehe.“ Ferner wiesen damals Mediziner darauf hin, dass die Geißelung auf Gesäß und Lenden sexuell stimuliere und sie wurde daher bei ermattetem Geschlechtstrieb als [[Aphrodisiakum]] oder bei Frauen bei Fruchtbarkeitsstörungen verordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Niklaus Largier: Lob der Peitsche. Eine Kulturgeschichte der Erregung. München 2001. ISBN 3-406-48093-4, zitiert von Josef Amrein auf: https://web.archive.org/web/20150926013334/http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2001-47/artikel-2001-47-therapie-fuer-er.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Arzt und Professor der Medizin [[Johann Heinrich Meibom]] verfasste unter anderem 1639 eine medizinische Würdigung der [[Flagellation]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Epistel über die Nützlichkeit der Geißelhiebe beim Liebesspiel&amp;#039;&amp;#039;. Diese Schrift entwickelte sich zum „[[Bestseller]]“ und wurde in mehrere Sprachen übersetzt, später bis in das 19. Jahrhundert hinein neu aufgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Meibom: &amp;#039;&amp;#039;Tractus de usu flagrorum in re Medica &amp;amp; Veneria.&amp;#039;&amp;#039; 1639. (lateinisch); als englische Übersetzung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;A Treatise on the Use of Flogging in Medicine and Venery&amp;#039;&amp;#039; erstmals 1761 in London erschienen, Nachdruck 1898 im Verl. Isidore Liseux in Paris&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Waffe ==&lt;br /&gt;
Bei chinesischen [[Kampfkunst|Kampfkünsten]] ist die Verwendung von Peitschen aus Leder und Metall als [[Waffe]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Retzek, Elies, Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Kampfsport &amp;amp; Selbstverteidigung – Das Nachschlagewerk: Band&amp;amp;nbsp;I – Grundtechniken.&amp;#039;&amp;#039; Verlag BoD – Books on Demand, 2004, ISBN 978-3-8334-1034-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Flagellation]]&lt;br /&gt;
* [[Goaßlschnalzen]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Peitschenmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[Peitscheneffekt (Sport)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David W. Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Whips and Whipmaking.&amp;#039;&amp;#039; Cornell Maritime Press, 2004, ISBN 0-87033-557-X.&lt;br /&gt;
* Ron Edwards: &amp;#039;&amp;#039;How to Make Whips.&amp;#039;&amp;#039; Cornell Maritime Press, 1999, ISBN 0-87033-513-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Peitsche}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Whips|Peitschen|s}}&lt;br /&gt;
* [http://www.peitschenfreunde.de/ Homepage für den Peitschensport]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4373802-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausrüstung im Pferdesport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Züchtigungsinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlag- und Stoßwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferdeausbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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