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	<title>Peider Lansel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Historiograf: /* Weblinks */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peider Lansel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1863]] in [[Pisa]]; † [[8. Dezember]] [[1943]] in [[Genf]]) war ein Schweizer Dichter, Essayist und politischer Propagandist. Er engagierte sich quasi während seines ganzen Lebens für die Erhaltung und Anerkennung des [[Rätoromanisch]]en. Während mehr als dreissig Jahren hat er mehrere Lyrik-Sammlungen verfasst und aufwändig ediert, verschiedene Essays und Vorträge publiziert und als Herausgeber einige Gesamtwerkausgaben anderer Schriftsteller besorgt. Er schrieb auch Übersetzungen zahlreicher Gedichte der Weltliteratur ins Romanische – so von Nietzsche, Heine, Goethe, Lenau und Lermontow. Für sein grosses Engagement für die rätoromanische Sprache und Kultur wurde er 1933 von der [[Universität Zürich]] mit dem «[[Ehrendoktor|doctor honoris causa]]» geehrt und zehn Jahre später für sein dichterisches Werk mit dem [[Grosser Schillerpreis|Grossen Schillerpreis]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Peider Lansel wurde am 15. August 1863 in Pisa geboren. Er war erstgeborener Sohn (von fünf Söhnen und zwei Töchtern) des Andri Töna Lansel aus [[Sent GR|Sent]] (1831–1900) und der Emilia Steiner aus [[Lavin]] (1837–1901). Andri Lansel hatte in Pisa eine Filiale des Familienbetriebes in Florenz gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peider Lansel wuchs bis zum neunten Lebensjahr in Pisa auf, den Sommer verbrachte er wie die meisten Auswanderer im Engadin. Er besuchte die Schule in Sent und die [[Bündner Kantonsschule]] in Chur. Die Ausbildung wurde abgerundet durch den Besuch der Handelsschule [[Frauenfeld]] und einen einjährigen Aufenthalt in [[Rolle VD]]. Um 1879, mit 16 Jahren, trat er als Lehrling in die Betriebe der Familien Könz und Lansel in Arezzo und Livorno ein. Als sich sein Vater aus den Geschäften zurückzog und in die Schweiz zurückkehrte, übernahm Peider Lansel mit 21 Jahren den väterlichen Betrieb in Pisa und führte diesen mit Erfolg. Nach wenigen Jahren überliess er das Geschäft mehr oder weniger seinen Brüdern Andri und Emil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Schweiz ===&lt;br /&gt;
1893 heiratete er Emma Curdin (Corradini) aus Sent. Sie hatten zusammen in Pisa vier Kinder (die erstgeborene Tochter Erica starb einjährig, es folgten Erica (II), Bignia und Andri Albert). Im Jahre 1906, mit 43 Jahren, kehrte Lansel definitiv mit seiner Familie in die Schweiz zurück, zuerst nach Sent und dann für die weitere Ausbildung der Kinder nach Genf. Lansel verbrachte immer noch viele Monate im Engadin und unterwegs. Von dieser Zeit an hat er sich fast ausschliesslich dem Studium der rätoromanischen Kultur und seiner Arbeit als Dichter gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lansel als Sprachkämpfer und -förderer ===&lt;br /&gt;
Mit seinen Schriften kämpfte er für eine Renaissance des Rätoromanischen. Grosse Bedeutung und Aufmerksamkeit erhielten seine sprachwissenschaftlichen Essays zur Verteidigung des Romanischen gegen [[Irredentismus|irredentistische]] Schriften aus Italien, welche das Romanische zu einem lombardischen Dialekt degradierten und die Eingliederung der romanischen Gebiete ins italienische Staatsgebiet verlangten. Zusammen mit Pater [[Alexander Lozza]] (1880–1953) gehörte er zu den Förderern des rätoromanischen Idioms [[Surmiran]] im Oberhalbstein und der Kulturgeschichte des [[Surmeir]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lansel führte rege Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Bundesrat [[Philipp Etter]], [[Gonzague de Reynold]], [[Frédéric Mistral]], [[Charles-Ferdinand Ramuz]], Schweizer Generalkonsul in Italien Georges Wagnière, [[Giulio Bertoni]], [[Giorgio Del Vecchio]], [[Carl Spitteler]], [[Edgar Piguet]] und anderen. Seine Villa an der Rue Toepffer in Genf war ein Ort der Begegnung für zahlreiche Studenten, junge Literaten und etablierte Intellektuelle und Künstler wie [[Otto Barblan]] und [[Henri de Ziegler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1911 gründete Lansel mit Pfarrer Otto Gaudenz den &amp;#039;&amp;#039;[[Chalender Ladin]]&amp;#039;&amp;#039;, einen jährlich erscheinenden Almanach. Er war lange Zeit aktiver Mitarbeiter und Förderer dieses offiziellen Organs der &amp;#039;&amp;#039;Uniun dals Grischs&amp;#039;&amp;#039;, welches bis heute auf dem Deckblatt sein Motto trägt: &amp;#039;&amp;#039;Tanter Rumantschs, be rumantsch! Unter Rätoromanen nur Rätoromanisch!&amp;#039;&amp;#039;. Er trug eine bedeutende Sammlung von alten romanischen Manuskripten und Büchern zusammen. An der [[Schweizerische Landesausstellung#1914 in Bern|Schweizerischen Landesausstellung von 1914]] in Bern stellte er in einer Vitrine verschiedene Dokumente und Objekte aus seiner persönlichen Sammlung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lansel als Sammler ===&lt;br /&gt;
Peider Lansel war zudem ein eifriger Sammler von romanischen Volksliedern. Mit einem aus den USA importierten [[Phonograph]]en der Firma Edison nahm er zwischen 1912 und 1915 über dreihundert Volkslieder auf, im [[Engadin]], im [[Münstertal (Alpental)|Münstertal]] und in [[Bergün]]. Daneben war er im Engadin ein Pionier der Fotografie und animierte auch berühmte Fotografen wie [[Rudolf Zinggeler (Fotograf)|Rudolf Zinggeler]] das Leben und die Bräuche des Engadins auf Fotografien festzuhalten. Aus dem Nachlass Lansels werden in der Bibliothek der &amp;#039;&amp;#039;[[Fundaziun de Planta Samedan|Fundaziun de Planta]]&amp;#039;&amp;#039; in Samedan 75 Edison-Wachswalzen mit den Musikaufnahmen und 371 Glasplatten mit den Fotografien aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweizer Konsul in Italien ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1926, dreiundsechzigjährig, war Lansel gezwungen nach dem Tod seines Schwagers Oscar Corradini und seines sechsundzwanzigjährigen Sohnes Andri Albert in die Geschäfte nach Italien zurückzukehren. Er liess sich mit seiner Frau und seiner verwitweten Tochter Erica in [[Livorno]] nieder. Von 1927 bis 1934 war er in der politisch bewegten Zeit Schweizer Konsul in Livorno. 1934 kehrte er definitiv in die Schweiz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensabend und Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
1933 verlieh ihm die [[Universität Zürich]] zu seinem siebzigsten Geburtstag für seine grossen Verdienste für die Sache der Rätoromanen den &amp;#039;&amp;#039;Doctor honoris causa&amp;#039;&amp;#039;. Zu seinem achtzigsten Geburtstag wurde ihm als erstem Rätoromanen der [[Grosser Schillerpreis|Grosse Schillerpreis]] verliehen. Wenige Monate später verstarb er. Sein [[Nachlass]] befindet sich im [[Schweizerisches Literaturarchiv|Schweizerischen Literaturarchiv]] in [[Bern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Olaf Tönjachen]]: &amp;#039;&amp;#039;Tü hast suolchà, poet, in düra luotta. Per il 70avel anniversari da Peider Lansel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Annalas da la Societad Retorumantscha]],&amp;#039;&amp;#039; 1934, S. 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?id=333952 Nachlass Peider Lansel] in der Datenbank HelveticArchives bzw. als [https://ead.nb.admin.ch/html/lansel.html Online-Inventar] (EAD) des [https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/ueber-uns/sla.html Schweizerischen Literaturarchivs]&lt;br /&gt;
* [https://wikisource.org/wiki/Author:Peider_Lansel Werke von Peider Lansel bei Wikisource]&lt;br /&gt;
* {{HLS|9111|Peider Lansel|Autor=Lucia Walther}}&lt;br /&gt;
* [http://www.peiderlansel.ch Website über Peider Lansel] (rätoromanisch und deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.viceversaliteratur.ch/author/20452 &amp;#039;&amp;#039;Peider Lansel.&amp;#039;&amp;#039;] Biografie und Bibliografie auf [[Viceversa Literatur]]&lt;br /&gt;
* Bestände von [https://www.fonoteca.ch/fond/74956.011 LANSEL, Peider] in der [[Schweizerische Nationalphonothek|Schweizerischen Nationalphonothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102261374X|LCCN=nb/2011/33559|NDL=|VIAF=206234880}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lansel, Peider}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Rätoromanische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Rätoromanisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lansel, Peider&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=rätoromanischer Dichter und Sprachförderer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pisa]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Historiograf</name></author>
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