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	<title>Peergroup - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peergroup&amp;diff=96507&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gesetzesfreak am 9. Juni 2025 um 13:06 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-09T13:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von englisch {{lang|en|peer|de=Ebenbürtiger, Gleichgestellter oder -altriger}}) ist eine [[soziale Gruppe]] mit großem [[Einfluss]], der sich ein Individuum zugehörig fühlt. Die Peergroup ist insbesondere im Jugendalter von Bedeutung. Dort ergibt sich das Gefühl der Zugehörigkeit oft durch eine Altersgleichheit. Auch Entwicklungsstand, Kompetenzen, Interessen oder andere Merkmale können &amp;#039;&amp;#039;Peergroups&amp;#039;&amp;#039; stiften. Generalisiert wird &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; für eine [[Freundschaft|Freundesgruppe]] mit großem Einfluss gebraucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dorsch&amp;quot; /&amp;gt; Der Begriff wird [[Erziehungswissenschaften|erziehungswissenschaftlich]] und [[Soziologie|soziologisch]] verwendet. [[Psychologie|Psychologisch]] kann eine &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; als Ersatz für die Familie dienen und zur Stabilisierung der [[Persönlichkeit]] beitragen. Die &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; definiert beispielsweise Standards des [[Verhalten (Psychologie)|Verhaltens]] und schafft [[Vorbild]]er.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugendsoziologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Children marbles.jpg|mini|Gleichaltrige beim Spielen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; geht als Fachbegriff aus der [[Soziologie]], [[Pädagogik]] und [[Sozialpädagogik]] zurück auf [[Charles Cooley|Charles H. Cooley]] (1864–1929), der das Konzept der [[Primärgruppe]]n entwickelte. Peer-Gruppen bezeichnen in der heutigen Fachliteratur Bezugsgruppen, die sich aus Menschen ähnlichen Alters zusammensetzen und deren Mitglieder ein freundschaftliches Verhältnis verbindet. Diese Bezugsgruppen könnten auch als [[Informelle Gruppe|Cliquen]] umschrieben werden, was vor allem die elementare Bedeutung im Jugendalter verdeutlicht, oder als Freundeskreis benannt werden, was die Präsenz der Peer-Gruppen im Alltag eines jeden Menschen herausstellt. Peer-Gruppen charakterisieren sich weniger durch das gemeinsame Lebensalter ihrer Mitglieder, als durch das für die Austauschprozesse konstitutive Prinzip der Gleichrangigkeit. Es ist daher für jede Interaktion in Peer-Gruppen von entscheidender Bedeutung, dass sie sich aus Mitgliedern zusammensetzt, die sich auf Augenhöhe begegnen und sich in Wissen, Können und Entscheidungsbefugnissen nicht nennenswert unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff fasst die Beobachtungen zusammen, dass besonders im Kindes- und Jugendalter die Orientierung der Individuen an Gruppenstandards stärker an Menschen &amp;#039;&amp;#039;ähnlichen&amp;#039;&amp;#039; Alters als an den eigenen Eltern stattfindet und dass auch später die Ansichten eines Menschen häufig von den Menschen der unmittelbaren Umgebung geprägt werden. Als &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; gelten Gruppen mit Mitgliedern meist auch ähnlicher sozialer Szene. &amp;#039;&amp;#039;Gleichaltrige&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. Mitschüler einer Klasse, heißen im Englischen {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;age mates&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Literatur: Günther, S. 14 und 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jugendliche neigen dazu, die Zeit mehr mit ihren Peers zu verbringen als mit Erwachsenen. Auch in den Gesprächsthemen gibt es Unterschiede. Während Heranwachsende mit Gleichgesinnten über Geschlechtsverkehr und andere Beziehungen innerhalb der Peers sprechen, reden sie mit den Eltern über die Schule und Karriere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laurence Steinberg |Titel=Adolescence |Datum=2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kinder treten lieber solchen Peergroups bei, die sie akzeptieren, auch wenn sie dort Konflikten ausgesetzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Peergroups&amp;#039;&amp;#039; sind als Instanz informeller [[Bildung]] und [[Sozialisation]] zu definieren und dienen unter anderem zur [[Emanzipation]] vom Elternhaus. Die Jugendlichen „üben“ soziale Muster gemeinsam mit ihren Freunden, die meist aus einer ähnlichen Altersgruppe stammen, erproben untereinander soziale Verhaltensweisen. &amp;#039;&amp;#039;Peers&amp;#039;&amp;#039; sind sozusagen ein Spielfeld, auf dem es möglich ist, eigene Grenzen auszutesten, den Umgang mit anderen zu lernen, den Übergang ins Erwachsensein zunächst im geschützten Raum der Freunde zu erfahren. Darüber hinaus dienen sie auch dem gegenseitigen Austausch zum Beispiel über Probleme. Besonders bei bestehenden [[Konflikt]]en mit dem Elternhaus können diese Gruppen zu [[Bezugsgruppe (Soziologie/Sozialpsychologie)|Bezugsgruppen]] für die Heranwachsenden werden und einen dominierenden Einfluss ausüben. In einem problematischen Umfeld können Peergroups Jugendliche zu gewalttätigen Handlungen, [[Droge]]nkonsum und [[Risiko]]verhalten veranlassen und über Aufnahmerituale, [[Mutprobe]]n und Erpressungen einen schädigenden Einfluss besonders auf wenig selbstbewusste Jugendliche ausüben. In der [[Sozialarbeit]] wird über [[Streetwork]] versucht, einen Zugang zu Peergroups (Banden, Gruppenangehörige) zu erhalten und präventiv, erzieherisch und kontrollierend einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gängiger sozialpädagogischer Arbeitsansatz, um Bildungs- und Sozialisationsprozesse in Peer-Gruppen gezielt initiieren zu können, sind die sogenannten [[Peer-Education|Peer-Education-Strategien]] bzw. Peer-Erziehung, die als eine Form personal-kommunikativer Prävention angesehen werden kann. Dieses Konzept entstand Mitte der 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten und Großbritannien, wo es vorwiegend in der Gesundheits- und Sexualerziehung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Eltern einen Erziehungsauftrag besitzen und die Machtverhältnisse zwischen Kind und Eltern asymmetrisch sind, sind Beziehungen zu Gleichaltrigen freiwillig und symmetrisch. Das Wohnumfeld der Eltern bestimmt Umfang und Art der Peergroup.&amp;lt;ref&amp;gt;Kienbaum, Jutta, Schuhrke, Bettina: Entwicklungspsychologie des Kindes Von der Geburt bis zum 12. Lebensjahr, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2010, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interessengruppe ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; wird auch gleichbedeutend für „Interessengruppe“ verwendet. Teilnehmer einer Ausbildungs-, Lern- oder Arbeitsgruppe ([[Peer-Education]]) werden oft als &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, sie praktizieren das &amp;#039;&amp;#039;peer learning&amp;#039;&amp;#039;. Sie können sozial durchaus unterschiedlichen Gruppen angehören, sind aber für eine bestimmte Zeit durch gleiche Interessen miteinander verbunden. In der [[Didaktik|Lerndidaktik]] ([[Projektunterricht|handlungsorientiertes Lernen]]) haben &amp;#039;&amp;#039;Peergroups&amp;#039;&amp;#039; einen besonderen Stellenwert, weil ähnliche Interessen eine lernfördernde [[Gruppendynamik]] erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitalmarkt ==&lt;br /&gt;
Am Kapitalmarkt wird eine Peergroup oder Peer-Group im Allgemeinen eine Gruppe von Unternehmen bezeichnet, die hinsichtlich bestimmter wirtschaftlicher Merkmale vergleichbar sind. Beispielsweise wird ein Unternehmen mit einer Gruppe von gleichwertigen Unternehmen hinsichtlich Branche, Größe und Tätigkeit verglichen, um dieses bewerten zu können. Eine Peergroup kann einem einzelnen Fonds gegenübergestellt werden, um seine Performance gegenüber den anderen Fonds aus der Peergroup zu bewerten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Adolf G. Coenenberg, Wolfgang Schultze |url=https://www.researchgate.net/publication/264858355_Das_Multiplikator-Verfahren_in_der_Unternehmensbewertung_Konzeption_und_Kritik |titel=Das Multiplikator-Verfahren in der Unternehmensbewertung: Konzeption und Kritik |werk=Finanzbetrieb 12/2002 |datum=2002 |abruf=2015-08-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lothar Beinke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berufsorientierung und peer-groups und die berufswahlspezifischen Formen der Lehrerrolle&amp;#039;&amp;#039;. Bock, Bad Honnef 2004, ISBN 3-87066-927-6.&lt;br /&gt;
* [[Erving Goffman]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir alle spielen Theater, die Selbstdarstellung im Alltag&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The presentation of self in everyday life&amp;#039;&amp;#039;, 1959), übersetzt von Peter Weber-Schäfer. Vorwort von Ralf Dahrendorf, 10. Auflage, Piper, München / Zürich 2003, ISBN 978-3-492-23891-5.&lt;br /&gt;
* Marius Harring, Oliver Böhm-Kasper, Carsten Rohlfs und Christian Palentien: &amp;#039;&amp;#039;Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen – eine Einführung in die Thematik&amp;#039;&amp;#039;; in: Marius Harring u.&amp;amp;nbsp;a.: (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden: VS-Verlag 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochschulschriften ===&lt;br /&gt;
* Kai-Christian Koch: &amp;#039;&amp;#039;Peerbeziehungen im Grundschulalter: eine soziometrische Zeitwandelstudie im 25-jährigen Vergleich&amp;#039;&amp;#039; 2005, {{DNB|976560836}} (Dissertation Universität Bielefeld 2005, 253 Seiten [http://bieson.ub.uni-bielefeld.de/volltexte/2005/768/pdf/Dissertation_Koch.pdf Volltext online] PDF, kostenfrei, 253 Seiten, PDF 5,6 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://portal.hogrefe.com/dorsch/peergroup/ hogrefe.com/dorsch/peergroup]: &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; im [[Dorsch – Lexikon der Psychologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrum&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/peergroup/11288 spektrum.de/lexikon/psychologie/peergroup], [[Spektrum der Wissenschaft|Spektrum-der-Wissenschaft]]-Website. Abgerufen am 22. September 2019.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;dorsch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Peter Noack: [https://portal.hogrefe.com/dorsch/peergroup/ hogrefe.com/dorsch/peergroup]: &amp;#039;&amp;#039;Peergroup&amp;#039;&amp;#039; im [[Dorsch – Lexikon der Psychologie]]. Abgerufen am 22. September 2019.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4075968-4|REMARK=GND für Peer-Group; {{GND|4001469-1}} für „Altersgruppen“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Beziehung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendhilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpädagogik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form einer sozialen Gruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gesetzesfreak</name></author>
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