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	<title>Pech (Stoff) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nassauer27: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-02-28T16:08:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Birkenpech.JPG|mini|Im Eintopfverfahren hergestelltes Birkenpech, bestehend aus Teer und veraschter Rinde]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;bëch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pëch&amp;#039;&amp;#039;, dieses von {{laS|Pix}}), auch verdeutlichend &amp;#039;&amp;#039;Teerpech&amp;#039;&amp;#039;, ist ein brauner bis schwarzer, teerartiger bzw. [[Bitumen|bituminöser]], zähflüssiger bis fester, schmelzbarer Rückstand, der bei der Destillation von [[Teer]]en und [[Organische Chemie|organischen Substanzen]] entsteht, nachdem alle leichten [[Öle]], Zwischen[[Fraktion (Chemie)|fraktionen]] und schweren Öle ([[Kreosot]], [[Anthracen]] usw.) abgetrieben sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeller&amp;quot;&amp;gt;Kurt Arndt, J. Zellner: &amp;#039;&amp;#039;Die künstlichen Kohlen für elektrische Öfen, Elektrolyse und Elektrotechnik.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Springer, 1932, ISBN 978-3-642-89488-6, S.&amp;amp;nbsp;45–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen Sprachraum]], beispielsweise in Österreich, bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Pech&amp;#039;&amp;#039; (verdeutlichend &amp;#039;&amp;#039;Baumpech&amp;#039;&amp;#039;) auch „Harz“, siehe hierzu den Artikel [[Harz (Material)|&amp;#039;&amp;#039;Harz&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] und im [[Mittelalter]] wurden die Begriffe „[[Teer]]“ und „Pech“ synonym verwendet und bezeichneten das, was nach dem Destillieren des Teers von Laub- oder Nadelhölzern bzw. des Harzes von Kiefern- oder Fichtenharz (nach Abdampfen des [[Terpentinöl]]s) übrigbleibt, wobei mit Pech aber auch Harz und umgekehrt gemeint sein konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 434 (&amp;#039;&amp;#039;Pech&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führt häufig zu Begriffsverwechslungen. Pech wurde häufig in [[Oberbau (Straßenbau)|Straßenbelägen]] verwendet, wo man es als Teer bezeichnete. Heutzutage definieren [[DIN-Norm]]en, was Pech ist (DIN 55946). Teere entstehen durch zersetzende, thermische Behandlung ([[Pyrolyse]]) organischer Naturprodukte (etwa Holz, [[Steinkohle]] und [[Erdöl]]). Die dabei entstehenden Rückstände werden Peche genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ausdrücke „[[Pechvogel]]“ und „Pech haben“ gehen auf die mittelalterliche [[Vogeljagd]] zurück. Damals bestrich man Ruten und Äste mit Pech, an dem die Vögel kleben blieben. Ein so gefangener Vogel hatte „Pech gehabt“ und war ein „Pechvogel“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm, Jacob; Grimm, Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 15, Spalte 327, Lemma &amp;#039;&amp;#039;Pech&amp;#039;&amp;#039; (1854).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge, Friedrich (Bearb. Elmar Seebold): &amp;lt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 25. Auflage. De Gruyter, Berlin/New York 2011, S. 788.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die negativen [[Konnotation]]en des Wortes Pech sind zahlreich: „Pechmarie“ im Märchen [[Frau Holle]], „[[Teeren und Federn|teeren und federn]]“, Einsatz zum Foltern, die „Pechtröge“ der Hölle u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Süddeutschland|süddeutschen]] bzw. [[Österreich|österreichischen]] Sprachraum wurde seit dem Mittelalter&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 434 (&amp;#039;&amp;#039;pawmpech von der weissen tannen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baumpech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siedepech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oftmals kurz als &amp;#039;&amp;#039;Pech&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) auch für das in der [[Pecherei]] gewonnene frische Baumharz verwendet. Ebenfalls in diese Sprachregion fällt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaupech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für kaugummiähnliche Baumharzarten, die als solche auch Verwendung finden. Diese haben aber nichts mit der umgangssprachlich geläufigen Bezeichnung Pech gemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung [[Pechblende]] für Uranerz ist entstanden, weil man diese für eine pechähnliche Abart der [[Zinkblende]] hielt, was sich später als Irrtum herausstellte. Auch das [[Brauerpech]], welches meist eine Mischung von verschiedenen Zusätzen ist, fällt in diese Kategorie. Zudem gibt es die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Saupech&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Brühpech&amp;#039;&amp;#039; oder [[Brühharz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hessenpark Pechofen 1.JPG|mini|Pechofen im [[Hessenpark]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von [[Birkenpech]] kann [[Archäologie|archäologisch]] seit der [[Altsteinzeit]] belegt werden. Bekannt ist der Pechrest von [[Königsaue]], der mit mindestens 80.000 Jahren als ältester [[Kunststoff]] Europas gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Judith M. Grünberg, Heribert Graetsch, Ursula Baumer, Johann Koller: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung der mittelpaläolithischen „Harzreste“ von Königsaue, Ldkr. Aschersleben-Staßfurt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 81, 1999, ISBN 978-3-910010-43-7, S.&amp;amp;nbsp;7–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Koller, Ursula Baumer, Dietrich Mania: &amp;#039;&amp;#039;High-Tech in the Middle Palaeolithic: Neandertal-manufactured Pitch Identified.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[European Journal of Archaeology]].&amp;#039;&amp;#039; 4, 3, 2001, S.&amp;amp;nbsp;385–397, {{doi|10.1177/146195710100400315}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Judith M. Grünberg: &amp;#039;&amp;#039;Middle Palaeolithic birch-bark pitch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; 76, 291, 2002, S.&amp;amp;nbsp;15–16, {{doi|10.1017/S0003598X00089638}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Neubacher, Breuer; Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt: [http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/fund_des_monats/2005/januar/ &amp;#039;&amp;#039;Pech für den Hobbychemiker&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Speziell Birkenpech scheint hier verwendet worden zu sein. Untersuchungen aus dem Jahr 2019 zeigten, dass brauchbare Mengen an Birkenpech schon durch das reine Verbrennen von [[Birkenrinde]] nahe Stein- oder Knochenoberflächen hergestellt werden können. Das Birkenpech kann im Anschluss an die Verbrennung von den Oberflächen abgekratzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti und Claudio Tennie |Titel=Birch tar extraction does not prove Neanderthal behavioral complexity |Sammelwerk=PNAS |Sprache=en |Datum=2019-08-19 |DOI=10.1073/pnas.1911137116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [[Altes Testament|Alten Testament]] wird der Gebrauch von Pech an drei Stellen beschrieben: Beim Bau der [[Arche Noah|Arche]] wird Pech zum [[Dichtung (Technik)|Abdichten]] benutzt, nach [[Mose]]s Geburt zum Abdichten des Körbchens, in dem er im Wasser des Nils gerettet wurde, und beim [[Turmbau zu Babel]], dort wird Erdpech (Bitumen) als [[Bindemittel]] für [[Lehmziegel]]lagen erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Beda Venerabilis]] |Titel=In Genesim. S. 160 |Datum= |Online={{Google Buch |BuchID=VwwbjC3ZaZMC|Seite=178}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] (371–287&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) und [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] (23/24–79&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.) stammen frühe Texte zur Pechgewinnung. Plinius unterscheidet zwischen dem [[Kohlenmeiler|meilerartigen]] Schwelprozess und der Ofenherstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde der [[Holzteer]] in [[Kohlenmeiler]]n oder [[Teergrubenmeiler]]n gewonnen und aufgekocht. Seit dem Mittelalter ist archäologisch auch die &amp;#039;&amp;#039;Doppeltopf-Methode&amp;#039;&amp;#039; (allotherm) nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dieter Todtenhaupt |url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag2008/downloads/Teergrubenmeiler2008.pdf |titel=Teergrubenmeiler |titelerg=Fundpunkt 720 der archäologischen Grabung am Machnower Krummen Fenn |hrsg=Museumsdorf Düppel |werk=www.stadtentwicklung.berlin.de |datum= |abruf=2024-10-25 |sprache=de |format=PDF; 2,66&amp;amp;nbsp;MB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180612141114/http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag2008/downloads/Teergrubenmeiler2008.pdf |archiv-datum=2018-06-12 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei sitzt auf einem Auffanggefäß ein Behälter mit Lochboden, in dem sich das [[Chemische Reaktion|Reaktionsholz]] befindet. Beide Behälter werden mit Brennholz umgeben und vergraben; durch Abbrennen des Holzes ließen sich kleinere Pechmengen gewinnen. Nach drei Stunden Brenndauer betrug die (Teer-)Pechausbeute ca.&amp;amp;nbsp;10 % des eingesetzten Reaktionsholzes. Der [[Terpentin]]anteil war sehr hoch, sodass das Pech dünnflüssig war und erst durch weiteres Kochen zähflüssiger wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Mengen Pech (Teer) wurden ab dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in gemauerten [[Pechofen|Pechöfen]] (Teer-, Schwelöfen, &amp;#039;&amp;#039;Einkammeröfen&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Osteroth: &amp;#039;&amp;#039;Biomasse: Rückkehr zum ökologischen Gleichgewicht.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1992, ISBN 978-3-642-77410-2, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt; gewonnen, die ca. 8 bis 10&amp;amp;nbsp;m³ Ausgangsmaterial aufnahmen und dieses bis zu sieben Tage erhitzten. Voraussetzung waren [[Kiefern]]wälder in der Umgebung, wie z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Dübener Heide]] in [[Sachsen]]. Auch wurde Pech (Teer) auf [[Pechölstein]]en gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Pechhütten“ verarbeiteten [[Harzer (Beruf)|Pechsieder]] Baumharz (→[[Pecherei]]) durch Destillieren der flüchtigen Bestandteile zu „Siedepech“. Der beim Verkochen entstehende Abfall aus Harzresten, Rinde und Schmutz – &amp;#039;&amp;#039;Greifen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Grieben&amp;#039;&amp;#039; genannt – wurde in [[Pechölstein|Griebenherden]], die wie Kohlenmeiler funktionierten, weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die vom Pech ausgehenden Gefahren zu mindern, wurden Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts baupolizeiliche Verordnungen hinsichtlich der Brandverhütung erlassen. Beispielsweise erließ die [[Herzogtum Nassau|herzoglich-nassauische Regierung]] im November 1826 eine solche Verordnung. Der Ort und die Art der Aufbewahrung mussten dem Orts[[schultheiß]]en angezeigt werden, der eine polizeiliche Aufsicht veranlassen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Das Entstehen der Pflichtfeuerwehren im Heimatgebiet – Ein staatlicher Versuch zur Brandbekämpfung |Sammelwerk=Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2024 |Hrsg=Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2023 |ISBN=3-927006-61-0 |Seiten=230–237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1850 wurde die gewerbliche Pechsiederei durch die industrielle Produktion verdrängt. Im ausgehenden 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erreichte die Pechproduktion ihren Höhepunkt, da sich die Segelschifffahrt intensivierte. Durch den Einsatz neuer [[Kunststoff]]e und den Niedergang der Segelschifffahrt wurde die Pechherstellung schließlich [[Obsoleszenz|obsolet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei mit Pech zusammenhängende traditionelle Handwerkstechniken sind als [[Immaterielles Kulturerbe in Österreich]] geschützt: die [[Pecherei]] in [[Niederösterreich]] und das [[Pechölbrennen im östlichen Mühlviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
* Kohlenteerpeche setzen sich aus hochmolekularen [[Cyclische Verbindungen|cyclischen]] und [[Heterocyclen|heterocyclischen]], meist [[Aromatische Kohlenwasserstoffe|aromatischen Kohlenwasserstoffen]] zusammen, auch [[Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe|PAK]], die Molmassen schwanken zwischen 2.000 und 30.000 [[Atomare Masseneinheit|u]],&amp;lt;ref&amp;gt;Herwig Hulpke, Herbert Koch Reinhard Nießner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;RÖMPP Lexikon Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Thieme Verlag, 2000, ISBN 3-13-736502-3, S.&amp;amp;nbsp;606.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie freiem Kohlenstoff und rußartigen Bestandteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Holzteerpeche enthalten eine beträchtliche Menge [[Harzsäuren]], [[Oxyfettsäuren]] und deren [[Anhydride]] sowie hochmolekulare Kohlenwasserstoffe und [[Ruß]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Falbe, Manfred Regitz: &amp;#039;&amp;#039;RÖMPP Lexikon Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;H–L&amp;#039;&amp;#039;, 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1997, ISBN 978-3-13-734810-8, S.&amp;amp;nbsp;1787.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;L. Schmitz, J. Follmann: &amp;#039;&amp;#039;Die flüssigen Brennstoffe: ihre Gewinnung, Eigenschaften und Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Springer, 1923, ISBN 978-3-642-89309-4, S.&amp;amp;nbsp;114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der physikalischen Struktur ist Pech, ebenso wie der Teer, als ein [[Kolloid]]system anzusehen, bei dem [[Teerharz]]e verschiedener [[Molare Masse|molarer Massen]] in einem öligen Medium verteilt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Fuchs, Fritz Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Schwelung von Steinkohlen und der Möglichkeiten der Verwertung der Schwelprodukte.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1966, ISBN 978-3-663-06713-9, S.&amp;amp;nbsp;33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
* Kohlenteerpech: Aus den Destillationsrückständen von Torf-, Braunkohlen-, [[Steinkohlenteer]] sowie [[Schieferteer]] entsteht mehrheitlich Pech.&lt;br /&gt;
* Holzteerpech (Holzpech): Der bei der Holzkohlengewinnung anfallende Holzteer wird verkocht oder destilliert, dabei verbleibt das Pech als Rückstand.&lt;br /&gt;
Früher bei der Verkochung von Holzteer gingen die leichten Fraktionen („Teeröle“) verloren, man erhielt dann feineres (Schusterpech) und gröberes (normales) Pech und als Rückstand den [[Pechkuchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevorzugt wird Pech aus harzhaltigen [[Nadelhölzer]]n, wie [[Kiefern|Kiefer]] (zum Beispiel [[Waldkiefer]]) und [[Fichten|Fichte]] (zum Beispiel [[Gemeine Fichte]]) oder harzhaltigen [[Laubhölzer|Laubbäumen]] wie Birke und Buche hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pech mit starker Verunreinigung entstand bei der [[autotherm]]en Pyrolyse – Reaktions- und Brennholz sind nicht getrennt – z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Kohlenmeiler|Meiler]] in der &amp;#039;&amp;#039;Teergrube&amp;#039;&amp;#039;, Teergrubenmeiler, Pechofen (Einkammerofen) oder in [[Grubenmeiler|Gruben-]] und [[Hangmeiler]]n. Die Qualität des erhaltenen Pechs ist bei der [[allotherm]]en Pyrolyse (&amp;#039;&amp;#039;Doppeltopf-Methode&amp;#039;&amp;#039;, [[Retorte]], Zweikammerofen) besser, da hier Verunreinigungen durch die Trennung von Brenn- und Reaktionsholz vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pech kann auch aus [[Birkenpech|Birkenrinde]] hergestellt werden.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls wurde Harzpech ([[Kolophonium]]-Pech, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Griechisches Pech&amp;#039;&amp;#039; und lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Colofonia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pix graeca&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 151 (&amp;#039;&amp;#039;Pix graeca:&amp;#039;&amp;#039; Geigenharz, Kolophonium).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 173 („Colofonia – grexbeche, Pix grica, Pix greca […], krykesch pech […], grekesch pech“ = Pinus spec.)&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot; /&amp;gt; [[Tallöl]]-Pech (Sulfatpech, Tallpech), Sulfitpech oder Cellulosepech (Zellpech) aus der [[Sulfitverfahren|Sulfitzellstoffherstellung]], [[Wollfett]]-Pech, [[Stearin]]-Pech (Fettpech), Knochenteer-Pech, [[Montanwachs]]-Pech hergestellt. Diese Peche sind aber in ihrer Zusammensetzung und Beschaffenheit nicht mit den Pechen aus Kohle und Holz zu vergleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean D’Ans]], [[Ellen Lax]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Taschenbuch für Chemiker und Physiker]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Springer, 1943, ISBN 978-3-662-22464-9, S.&amp;amp;nbsp;1732 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesgesetzblatt (Deutschland)|Bundesgesetzblatt]]. Teil 2, Nr.&amp;amp;nbsp;39, Bonn 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peche werden nach ihrem &amp;#039;&amp;#039;Erweichungspunkt&amp;#039;&amp;#039; unterteilt, zähes Weichpech (35&amp;amp;nbsp;°C bis 50&amp;amp;nbsp;°C), das feste Mittelpech oder [[Brikett]]pech (60&amp;amp;nbsp;°C bis 75&amp;amp;nbsp;°C) und das spröde, leicht pulverisierbare &amp;#039;&amp;#039;Hartpech&amp;#039;&amp;#039; (75&amp;amp;nbsp;°C bis 90&amp;amp;nbsp;°C) oder höher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeller&amp;quot; /&amp;gt; Als &amp;#039;&amp;#039;Erweichungspunkt&amp;#039;&amp;#039; wird diejenige Temperatur gekennzeichnet, bei der das Pech in eine weiche, knetbare Form übergeht. Dies wird mit der [[Kraemer-Sarnow Methode]] bestimmt, DIN 52025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Auflösen von Pech in schweren Teerölen gewinnt man die präparierten Teere, die als Straßen-, Stahlwerks- und Dachpappenteere sowie als Pechölmischungen zur Gewinnung von Anstrich- und Isolierlacken verwendet werden. Bei der Pechverkokung entsteht ein aschearmer [[Petrolkoks]], der hauptsächlich zur Herstellung von [[Elektrode]]n sowie &amp;#039;&amp;#039;Kernreaktorgraphit&amp;#039;&amp;#039; dient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spektrum.de/lexikon/chemie/pech/6764 |titel=Pech |titelerg=Lexikon der Chemie |hrsg=Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH |werk=www.spektrum.de |datum= |abruf=2024-09-29 |sprache=de |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch werden Elektrodenpech und Brikettpech hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Osteroth: &amp;#039;&amp;#039;Von der Kohle zur Biomasse.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1989, ISBN 978-3-540-50712-3, S.&amp;amp;nbsp;86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Gerhard Franck, Andre Knop: &amp;#039;&amp;#039;Kohleveredlung: Chemie und Technologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1979, ISBN 978-3-540-09627-6, S.&amp;amp;nbsp;119–120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Peche bildeten früher die Grundlage für die Straßenteere und für die [[Bautenschutz]]mittel. Sie sind, ähnlich wie [[Bitumen]], hochmolekulare harzartige Kohlenwasserstoffverbindungen, deren bleibende oder vorübergehende [[Plastizität (Physik)|Plastizität]] durch [[Niedermolekulare Verbindung|niedermolekulare]] Öle bewirkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steinkohlenteerpech]]e wurden wegen ihrer Unempfindlichkeit gegen Witterung, Industriegase und aggressive Wässer sowie wegen ihrer bakterien- und pflanzenfeindlichen Eigenschaften für Anstriche im Bautenschutz oder als nicht abfließende, hochwertige Korrosionsanstriche im Industriestahlbau verwendet. Da sich gewöhnliche Teerpeche wegen ihrer geringen Plastizität (etwa 30&amp;amp;nbsp;K) nur in begrenztem Umfange verwenden ließen, wurden durch Abwandlung der inneren Struktur dieser Peche (durch Anreicherung mit hochmolekularen Teerharzen) so genannte Sonderpeche entwickelt. Sonderpeche zeichneten sich durch eine besonders große Plastizität (das ist die Spanne zwischen [[Erweichungspunkt RuK|Erweichungs-]] und [[Brechpunkt nach Fraaß|Brechpunkt]]) aus, die durch Zusatz von Füllstoffen, z.&amp;amp;nbsp;B. Asbest, bis zu 100&amp;amp;nbsp;K gesteigert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pech bzw. Holzteerpech, genannt auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzpech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;pix nigra&amp;#039;&amp;#039;), wurde zum [[Kalfatern]] im Schiffbau (als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffspech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. Schiffsteer, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Pix navalis&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 439–440 (zu &amp;#039;&amp;#039;pix naualius&amp;#039;&amp;#039;: Teer, Destillationsprodukt aus (Kiefern-)Holz; […]; synonym: &amp;#039;&amp;#039;swartz pech&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pix liquida&amp;#039;&amp;#039;. Dort Zitat aus &amp;#039;&amp;#039;[[Circa instans]]&amp;#039;&amp;#039;: „dicunt tamen quidam, quod pix liquida fex sit picis navalis, quod, dum excoquitur, pix liquida quasi fex residet. Qui mentiuntur. Fiunt enim ex diversis arboribus, quarum frusta in diversis vasis excoquuntur, a quibus in alia vasa, que sub terra posita sunt, effluit liquorisitas a lignis resundans“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 151: &amp;#039;&amp;#039;Pix navalis:&amp;#039;&amp;#039; Das abgekratzte Schiffspech (Harz, Wachs, Seesalz), später durch Abdampfung des Teers über freiem Feuer gewonnen; und [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 215: &amp;#039;&amp;#039;Pix – pech&amp;#039;&amp;#039; = Teer („pix liquida, picula“) aus dem Holze verschiedener Koniferen und sog. Schiffspech („pix navalis“).&amp;lt;/ref&amp;gt;), Schmieren, sowie als Brenn- oder Klebstoff und als Abdichtung für Holzgefäße (Eimer, Fässer) verwendet (&amp;#039;&amp;#039;Pichen&amp;#039;&amp;#039;). Des Weiteren wurde Pech für Pechfackeln und im [[Griechisches Feuer|griechischen Feuer]] verwendet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mosaic depicting a rustic calendar, panel showing the sealing of storage jars (Autumn), from Saint-Romain-en-Gal, first quarter of 3rd century AD, Musée d&amp;#039;Archéologie Nationale, Saint-Germain-en-Laye (34830260871).jpg|mini|Musée d’Archéologie Nationale, [[Schloss Saint-Germain-en-Laye]]: Römisches Mosaik; Zwei Männer beim [[Pichen (Holzfass)|Pichen]] eines Fasses (zum [[Schwefelung|Schwefeln]] wäre das Fass geschlossen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schusterpech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die [[Schuhsohle|Sohlen]] von rahmengenähten oder gedoppelten Schuhen wurden früher mit einem sogenannten Pechdraht genäht, der kurz vor der Verwendung aus mehreren Leinenfäden hergestellt wird, die mit Pech eingerieben, zusammengedreht und an den Enden mit einer Schweins- oder Stahlborste versehen werden. Das Pech sorgt nicht nur für den Zusammenhalt des Fadens, sondern auch für die Abdichtung der Naht. Dieses Verfahren wurde in der Neuzeit weitgehend durch geklebte Schuhböden oder die Verwendung von Kunststofffäden verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest, der bei der Verkochung des Pechs übrig blieb, der [[Pechkuchen]], wurde früher zusammen mit stark qualmendem, harzhaltigem Holz verbrannt und zu [[Ruß]] weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
In der mittelalterlichen Kriegsführung wurde Pech beispielsweise für die Herstellung von [[Brandpfeil]]en, [[Pechkranz|Pechkränzen]] und [[Brandballen]] verwendet. Dass bei Belagerungen von Burgen kübelweise heißes Pech durch [[Wehrerker]] (seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch „Pechnase“ genannt) auf die Angreifer gegossen wurde, kam jedoch – wenn überhaupt – nur selten vor, da die Herstellung großer Mengen Pech aufwendig und teuer war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vielseitig Pech heutzutage verwendbar ist, zeigt z.&amp;amp;nbsp;B. der Einsatz als Poliermittelträger zur Herstellung von großen Spiegeln auch neuester Teleskope.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://mirrorlab.as.arizona.edu/castings/projects/lbt/polishing_1 |wayback=20140109233148 |text=&amp;#039;&amp;#039;Steward Observatory Mirror SOML Lab – LBT #1 Polishing&amp;#039;&amp;#039; }} auf mirrorlab.as.arizona.edu, abgerufen am 12. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird ein in Wasser aufgeschlämmtes Poliermittel, beispielsweise [[Cer(IV)-oxid]], mit einer dünnen Schicht aus einer Mischung zweier Pecharten (eventuell mit Bienenwachs versetzt) über die zu polierende Oberfläche gerieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pech unterschiedlicher Herkunft wird ebenfalls als kostengünstiges Ausgangsmaterial für die Herstellung von [[Kohlenstofffaser#Herstellung|Kohlenstofffasern]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:University of Queensland Pitch drop experiment-white bg.jpg|mini|Demonstration der &amp;#039;&amp;#039;hohen Viskosität&amp;#039;&amp;#039; von Pech im [[Pechtropfenexperiment]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Untersuchung der [[Viskosität|viskosen]] Stoffeigenschaften von Pech begann der Physiker [[Thomas Parnell (Physiker)|Thomas Parnell]] 1927 das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Pechtropfenexperiment]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Pitch Drop Experiment}}&amp;#039;&amp;#039;). Der neunte Tropfen ist im April 2014 gefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.uq.edu.au/news/article/2014/04/pitch-drop-touches-down-%E2%80%93-oh-so-gently |titel=Pitch drop touches down – oh so gently |autor=Andrew White |hrsg=The University of Queensland |werk=www.uq.edu.au |datum=2014-04-17 |abruf=2025-05-18 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fichtenharz]] („Weißes Pech“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Falbe, Manfred Regitz: &amp;#039;&amp;#039;RÖMPP Lexikon Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;M–Pk&amp;#039;&amp;#039;, 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1998, ISBN 978-3-13-734910-5, S. 3151.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pitch|Pech}}&lt;br /&gt;
* [http://www.alaunwerk.de/gtal/pecher.html &amp;#039;&amp;#039;Der Pecher&amp;#039;&amp;#039;] (Auszug aus „[[Die Schriften des Waldschulmeisters]]“ von [[Peter Rosegger]], eingekürzt), auf www.alaunwerk.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeller&amp;quot;&amp;gt;Kurt Arndt, J. Zellner: &amp;#039;&amp;#039;Die künstlichen Kohlen für elektrische Öfen, Elektrolyse und Elektrotechnik.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Springer, 1932, ISBN 978-3-642-89488-6, S.&amp;amp;nbsp;45–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4132702-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzverschwelung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohleverschwelung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzprodukt der Verfahrenstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bindemittel für Feststoffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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