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	<title>Paywall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paywall&amp;diff=2300119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-02T02:41:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|Grund=Der Artikel erscheint zwar aktualisiert zu sein, in Teilen sind aber immer noch z. T. weit in der Vergangenheit liegende Absichten enthalten, ohne Mitteilung darüber, was aus diesen Absichten geworden ist.}}&lt;br /&gt;
[[File:Paywall_Example.svg|mini|Fiktives Abbild einer Paywall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paywall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|GT Paywall.ogg|anhören}}) – aus dem [[englische Sprache|Englischen]] [[Lehnübersetzung|lit.]] &amp;#039;&amp;#039;Bezahlmauer&amp;#039;&amp;#039;, im [[deutsche Sprache|Deutschen]] auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezahlschranke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, selten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mautmauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – wird ein Mechanismus bezeichnet, mit dem bestimmte Inhalte eines Webangebots nur nach dem Bezahlen eines Entgeltes oder dem Abschluss eines [[Abonnement]]s sichtbar sind ([[Paid Content]] oder Bezahlinhalte). Der Begriff ist besonders bei Websites von [[Zeitung]]en und [[Zeitschrift]]en gebräuchlich, die mit einer Paywall versuchen, ein [[Geschäftsmodell]] zu entwickeln, um neben einer Finanzierung mittels [[Anzeige (Medien)|Anzeigen]] weitere Einnahmen im [[World Wide Web]] zu generieren. Häufig werden Paywall-Inhalte mit dem Zeichen [[Pluszeichen|+]] oder dem Wort „Plus“ gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Lange Zeit war das &amp;#039;&amp;#039;[[The Wall Street Journal|Wall Street Journal]]&amp;#039;&amp;#039; die einzige große Zeitung, die seit 1998 Inhalte komplett hinter einer Paywall vorhielt und Leser zu einem [[Abonnement]] nach einer persönlichen Anmeldung verpflichtete. Im Juni 2010 zog die Londoner &amp;#039;&amp;#039;[[The Times|Times]]&amp;#039;&amp;#039; nach. Im Jahr 2011 führte die &amp;#039;&amp;#039;[[New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; eine weitere Paywallvariante ein:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jeremy W. Peters |url=https://www.nytimes.com/2011/03/18/business/media/18times.html |titel=The Times Announces Digital Subscription Plan |werk=nytimes.com |hrsg=The [[New York Times]] |datum=2011-03-17 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111102113439/https://www.nytimes.com/2011/03/18/business/media/18times.html |archiv-datum=2011-11-02 |abruf=2023-04-21 |kommentar=archivierter Originalartikel im [[Internet Archive]] ohne Bezahlschranke (Paywall)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konzept der so genannten &amp;#039;&amp;#039;metered paywall&amp;#039;&amp;#039; sieht vor, dass ein Leser, der im Monat beim Aufruf von Online-Artikeln eine bestimmte Anzahl überschreitet, zu einer Zahlung aufgefordert wird. Ausgenommen davon sind Print-Abonnenten sowie Internetnutzer, die per Link von einer Suchmaschine, einem Blog oder einem sozialen Netzwerk auf die Homepage geleitet werden. Umgesetzt wird dieses Verfahren mithilfe von [[JavaScript]]-Code und [[Cookie]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wz.de/digital/hintergrund-wie-funktioniert-eine-paywall_aid-30178971 |titel=Hintergrund: Wie funktioniert eine «Paywall»? |werk=wz.de |hrsg=[[Westdeutsche Zeitung]] |datum=2012-12-11 |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Originallink bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wz-newsline.de/home/multimedia/hintergrund-wie-funktioniert-eine-paywall-1.1178325 &amp;#039;&amp;#039;Hintergrund: Wie funktioniert eine «Paywall»?&amp;#039;&amp;#039;] dpa in [[Westdeutsche Zeitung]] vom 11. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Internetzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[The Daily]]&amp;#039;&amp;#039; verfolgte das System, sämtliche Inhalte nur gegen Bezahlung einer entsprechenden [[Mobile App|App]] bzw. ein Abonnement anzubieten; sie musste aufgrund mangelnder Akzeptanz eingestellt werden. Die Mediengruppe [[Verlagsgesellschaft Madsack|Madsack]] setzt seit Anfang 2012 bei Tageszeitungen sowohl [[Freemium]] als auch Metered-Modelle ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bülend Ürük |url=https://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/print-7/exklusiv-wer-in-deutschland-auf-die-paywall-setzt-735661/ |titel=Wer in Deutschland auf die „Paywall“ setzt |werk=newsroom.de |datum=2012-07-30 |abruf=2021-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039; setzt auf sogenanntes [[Social Payment]]. Im Frühjahr 2011 wurde unter der Bezeichnung „taz-zahl-ich“ ein Modell eingeführt, bei dem der Leser aufgefordert wird, freiwillig – je Artikel, einmalig oder auch regelmäßig – einen Betrag zu überweisen, um sich dafür zu bedanken, dass die Inhalte der Zeitung weiterhin frei verfügbar bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Bröckers |Titel=Pay-Wahl oder Pay-Wall. Wie Zeitungen online Geld verdienen |Sammelwerk=[[Die Tageszeitung]] (taz-online) |Datum=2012-11-21 |ISSN=2626-5761 |Online=http://www.taz.de/Wie-Zeitungen-online-Geld-verdienen/!105939/ |Abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2014 wurde bekannt, dass damit seit Einführung des Modells über 300.000 Euro eingenommen wurden – pro Monat durchschnittlich 10.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000008646988/bezahl-modell-taz-knackt-300000-euro-marke |titel=„taz“ überspringt mit Bezahlmodell 300.000-Euro-Marke. „Tageszeitung“ führte Modell der freiwilligen Bezahlung 2011 ein – Im Schnitt Erlöse von 10.000 Euro im Monat |werk=derstandard.at |datum=2014-11-26 |sprache=de |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Online-Auftritt [[derStandard.at]] wurde im Oktober 2014 das &amp;#039;&amp;#039;FairUse-Abo&amp;#039;&amp;#039; ins Leben gerufen. Demnach sollten entweder [[Werbeblocker]] deaktiviert oder aber monatlich ein fixer Betrag gezahlt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000006398713/derstandardat-ruft-userinnen-und-user-zu-fairuse-auf |titel=derStandard.at ruft Userinnen und User zu „FairUse“ auf. Adblocker aus oder FairUse-Abo zur Finanzierung von gut recherchiertem Journalismus und aufwändig moderiertem Forum |werk=derstandard.at |datum=2014-10-08 |sprache=de |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild der New York Times führte Ende 2012 auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; eine Paywall ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Falk Lüke |Titel=Paywalls für Zeitungen: Die Mauer kann her. Tageszeitungen, Zeitschriften und Magazine planen sie: Bezahlschranken sollen künftig für Einnahmen sorgen. Doch keiner will sie so richtig |Sammelwerk=[[Die Tageszeitung]] (taz-online) |Datum=2012-11-21 |ISSN=2626-5761 |Online=https://taz.de/Paywalls-fuer-Zeitungen/!5078977/ |Abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Le Temps (Schweiz)|Le Temps]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]]/[[Newsnet]]&amp;#039;&amp;#039; in der Schweiz, &amp;#039;&amp;#039;[[Haaretz]]&amp;#039;&amp;#039; in Israel sowie weitere Zeitungen führten ähnliche Konzepte ein. Ebenso wie die [[Axel-Springer-Verlag|Springerzeitungen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Abendblatt]]&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland, wo &amp;#039;&amp;#039;[[Welt Online]]&amp;#039;&amp;#039; (seit dem 12. Dezember 2012) und &amp;#039;&amp;#039;[[Bild.de]]&amp;#039;&amp;#039; (seit Juni 2013) teilweise mit Bezahlschranken nach dem Konzept der &amp;#039;&amp;#039;metered paywall&amp;#039;&amp;#039; betrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Paywall für „Welt“ und „Bild“. Wie kann im Internet trotz der dominierenden Kostenlos-Kultur Geld verdient werden? Der Springer-Verlag antwortet darauf mit einer Bezahl-Schranke |Sammelwerk=[[Frankfurter Rundschau]] (FR) |Datum=2012-12-03 |ISSN=0940-6980 |Online=https://www.fr.de/wirtschaft/paywall-welt-bild-11303211.html |Abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.medien-monitor.com/Inhalt-Hinter-der-Mauer.1831.0.html |wayback=20121015072432 |text=&amp;#039;&amp;#039;Inhalt? Hinter der Mauer&amp;#039;&amp;#039;}}, &amp;#039;&amp;#039;Medien Monitor&amp;#039;&amp;#039; des Instituts für Journalistik der [[Technische Universität Dortmund|Technischen Universität Dortmund]], 13. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Süddeutsche.de]] und [[FAZ.net]] wollten bis Ende 2013 ebenfalls Paid content einführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Fall Napoleon – Die Geburt der Modernen Diktatur |Sammelwerk=[[Der Spiegel]] |Nummer=32/2013 |Datum=2013-08-04 |Seiten=56 ff. |ISSN=0038-7452 |Kommentar=Artikelinhalt nur mit Bezahlschranke |Online=https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2013-32.html#inhaltsverzeichnis |Abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Süddeutsche.de sei eine Mischung aus Freemium und Metered Modell geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dnv-online.net/medien/detail.php?nr=89922&amp;amp;rubric=Medien |titel=Süddeutsche.de vor Einführung von Paid Content |werk=dnv-online.net |datum=2014-05-22 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150923215558/http://www.dnv-online.net/medien/detail.php?nr=89922&amp;amp;rubric=Medien |archiv-datum=2015-09-23 |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Holland |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Paywall-Sueddeutsche-zieht-im-Internet-Bezahlschranke-hoch-2561496.html |titel=Süddeutsche zieht im Internet Bezahlschranke hoch |werk=heise.de |hrsg=[[Heise Online]], [[Heise Gruppe]] |datum=2015-02-28 |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen ihren ursprünglichen Plänen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.horizont.at/home/detail/zeit-online-wird-paywall-bekommen.html |wayback=20130808072950 |text=Jakob Steinschaden: &amp;#039;&amp;#039;„Zeit Online“ wird Paywall bekommen.&amp;#039;&amp;#039;}} In: horizont.at, Horizont Online, 17. Juli 2013, abgerufen am 21. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; gab [[Zeit Online]] bekannt, kein Paid content einführen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dnv-online.net/medien/detail.php?rubric=Medien&amp;amp;nr=94445 |titel=Die Zeit: Kein Paid Content auf Zeit Online |werk=dnv-online.net |datum=2014-11-05 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141105105541/https://www.dnv-online.net/medien/detail.php?rubric=Medien&amp;amp;nr=94445 |archiv-datum=2014-11-05 |abruf=2023-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2013 gab der [[Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger]] (BDZV) bekannt, dass mittlerweile 70 Zeitungstitel in Deutschland Paid-Content-Modelle auf ihren Websites eingerichtet hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bdzv.de/aktuell/pressemitteilungen/artikel/detail/bdzv_studie_paid_content_online_abo_kostet_durchschnittlich_acht_euro/ |titel=BDZV-Studie Paid Content: Online-Abo kostet durchschnittlich acht Euro |werk=bdzv.de |hrsg=[[Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger|BDVZ]] |datum=2014-01-23 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140123001151/http://www.bdzv.de/aktuell/pressemitteilungen/artikel/detail/bdzv_studie_paid_content_online_abo_kostet_durchschnittlich_acht_euro/ |archiv-datum=2014-01-23 |abruf=2023-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2014 waren es bereits 100 deutsche Tageszeitungen, welche eine Bezahlschranke eingeführt hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;derstandard_141104&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000007706556/deutschland-fast-ein-drittel-der-zeitungen-setzt-online-auf-bezahlmodelle |titel=Paid Content: Deutschland: Fast ein Drittel der Zeitungen setzt online auf Bezahlmodelle. Mittlerweile hundert Online-Bezahlangebote bei 351 Tageszeitungen, die meisten installieren eine zarte Bezahlschranke |werk=[[derStandard.at]] |datum=2014-11-04 |sprache=de |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plattform &amp;#039;&amp;#039;Blendle&amp;#039;&amp;#039; bündelt landesweit Zeitungen und Magazine verschiedener Verleger. Hinter einer Paywall werden 56 Titel angeboten, bezahlt wird pro abgerufenem Artikel. Nach dem ersten Jahr hatten sich auf dem niederländischen Angebot von Blendle über 250.000 Nutzer registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Klöpping |url=https://medium.com/on-blendle/blendle-a-radical-experiment-with-micropayments-in-journalism-365-days-later-f3b799022edc |titel=Blendle: A radical experiment with micropayments in journalism, 365 days later |werk=On Blendle |datum=2015-08-25 |sprache=en |abruf=2022-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 2017 durchgeführte Studie des [[Reuters Institute for the Study of Journalism]] an der [[University of Oxford|Universität Oxford]] fand, dass Paywalls mittlerweile ein essentieller Bestandteil der digitalen Medienlandschaft sind. Basierend auf einer Stichprobe von 171 Nachrichtenwebseiten in sechs europäischen Ländern, stellten die Forscher fest, dass rund 66 % aller Zeitungen mittlerweile eine Paywall auf ihren Webseiten eingeführt haben. Die Studie stellte jedoch auch fest, dass die Zahl der Nutzer, die für Inhalte im Internet zahlen, weiterhin gering ist und die zunehmenden Verluste der Medienorganisationen durch den schrumpfenden Anzeigenmarkt vorerst nicht auffangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alessio Cornia, Annika Sehl, Felix Simon, Rasmus Kleis Nielsen |Titel=Pay Models in European News |Hrsg=Reuters Institute for the Study of Journalism |Sammelwerk=Digital News Report 2017 |Ort=Oxford |Datum=2017-05 |Sprache=en |Online=https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2017-07/Pay%20Models%20in%20European%20News%20Factsheet.pdf |Format=PDF |KBytes=625 |Abruf=2023-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2021 gab der [[Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger|BDZV]] bekannt, dass 85 % der Unternehmen in der Digitalpublisher- und Zeitungsbranche die Bedeutung von Paid Content als strategisch hoch oder sogar existenziell einschätzen. Binnen drei Jahren werde sich der Anteil des digitalen Kerngeschäfts am Gesamtumsatz nach Erwartung der Verlage verdoppeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bdzv.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/trends-der-zeitungsbranche-2021?no_cache=1 Zuversicht in erfolgreiche Digitalisierung wächst] Pressemitteilung de BDZV vom 9. Februar 2021, abgerufen am 7. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des BDZV haben 178 von 598 Deutschen Zeitungen Paid Content im Angebot (siehe [[#Weblinks|Weblink]]) (Stand 7. März 2021). Demnach bieten inzwischen sowohl &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; als auch die &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; eine Mischung aus freien Inhalten und Paid Content an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig werden Paywall-Inhalte mit dem Zeichen [[Pluszeichen|+]] oder dem Wort „Plus“ gekennzeichnet. Der Vorgang, einen Artikel in einen Bezahlinhalt oder Plus-Artikel umzuwandeln, wird mit dem Verb „plussen“ (ein Artikel wird „geplust“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ollrog/Neumann 2020, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
In der Diskussion sind seit dem Siegeszug von Internet und [[Social Media]] immer wieder die Auswirkungen durch technische Veränderungen – auch im Zusammenhang mit dem Stichwort [[Zeitungssterben]].&amp;lt;ref&amp;gt;Urs Meier: [https://www.journal21.ch/100-jahre-riepl%E2%80%99sches-gesetz &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Riepl’sches Gesetz. Besichtigung einer originellen und langlebigen Hypothese.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Journal 21.&amp;#039;&amp;#039; 23. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vor- und Nachteile werden meist an Einzelbeispielen aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung der Paywall bei der Londoner Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[The Times]]&amp;#039;&amp;#039; im Juni 2010 verlor die Website gut zwei Drittel ihrer Leser. Eine Studie von UKOM/Nielsen im Auftrag der Zeitschrift „Marketing“ ergab damals, dass auch diejenigen Leser, die sich ein Online-Abonnement hätten leisten können, durch die bloße Notwendigkeit, sich registrieren zu müssen, von der Nutzung der Website abhalten ließen. Das sei für die Werbekunden nachteilig, weil diese gerade hinter einer Paywall eine gewisse Mindestzahl an wohlhabenden Kunden ansprechen möchten. Außerdem entgingen der Zeitung dadurch Einnahmen aus dem lukrativen Zusatzgeschäft wie dem &amp;#039;&amp;#039;Sunday Times Wine Club&amp;#039;&amp;#039;, weil diese erst über ein Upgrade des Online-Abos zugänglich seien, was sich als eine weitere Hürde erwiesen habe, schreibt die Zeitschrift weiter. Deshalb seien viele prominente Werbekunden ausgeblieben. Natürlich eignet sich eine Website, die mit einer Bezahlschranke versehen ist, nicht für Werbung, die sich an ein Massenpublikum richtet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.questia.com/read/1G1-232149377/hard-times Hard times]&amp;#039;&amp;#039;. In: Marketing. 21. July 2010, 17. Abgerufen über: Questia, 6. September 2013 (via The Wikipedia Library; dieser Beitrag ist selbst nur hinter einer Paywall verfügbar, Login erforderlich).&amp;lt;/ref&amp;gt; Anderen Berichten zufolge seien sogar drei Viertel der bisherigen Leser weggeblieben, und der &amp;#039;&amp;#039;Guardian&amp;#039;&amp;#039; rechnete vor, dass gar 90&amp;amp;nbsp;Prozent der früheren Leser abhandengekommen seien. Der Marktanteil der &amp;#039;&amp;#039;Times&amp;#039;&amp;#039; an allen britischen Zeitungen online sei damals von 15 auf unter ein Prozent gefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ben Schwan: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Times-testet-Paid-Content-im-Netz/!5138697/ Times testet Paid-Content im Netz. Die große User-Flucht]&amp;#039;&amp;#039;. In: taz. 21. Juli 2010. Abgerufen am 6. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Interview vom Januar 2015 sprach sich der &amp;#039;&amp;#039;Executive Director of Digital Strategy&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian|Guardian]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Wolfgang Blau]], gegen die Einführung einer Paywall aus, da ohne Paywall höhere Erlöse erzielbar seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000010998073/Wolfgang-Blau-Modernerer-Journalismus-ohne-Paywall &amp;#039;&amp;#039;„Guardian“-Digitalchef: „Können ohne Paywall höhere Erlöse erzielen“&amp;#039;&amp;#039;.] derStandard.at, 29. Januar 2015, abgerufen am 30. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem ersten halben Jahr mit einer Paywall zog der General Manager von „[[Welt online]]“ bei einer Tagung des [[Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger|BDZV]] eine erste Zwischenbilanz. Die konkrete Zahl der Zahler nannte er nicht; er bezeichnete sie lediglich als „ermutigend“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caitore Philippsen |Titel=Die Zahl der Abonnenten ist ermutigend. Bezahlinhalte im Internet |Sammelwerk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] (FAZ) |Datum=2013-06-19 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-zahl-der-abonnenten-ist-ermutigend-bezahlinhalte-im-internet-12236669.html |Abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 7. August 2013 wurde bekanntgegeben, dass die Zahl der digitalen Abonnenten der &amp;#039;&amp;#039;Welt&amp;#039;&amp;#039; zum 30. Juni 2013 mehr als 47.000 beträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.axelspringer.de/presse/DIE-WELT-zieht-positive-Zwischenbilanz-fuer-ihr-Bezahlmodell_19007048.html |wayback=20130926093417 |text=&amp;#039;&amp;#039;DIE WELT zieht positive Zwischenbilanz für ihr Bezahlmodell.&amp;#039;&amp;#039;}} Presseinformation vom 7. August 2013, abgerufen am 12. April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diskutiert wurde allerdings die Aussagekraft der Zahlen hinsichtlich der Bereitschaft, für Inhalte im Netz zu zahlen, da das Abo unter anderem in Kombination mit einem iPad mini beworben und verkauft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Niggemeier: [https://www.stefan-niggemeier.de/blog/was-die-zahl-von-47-000-digitalen-welt-abonnenten-wirklich-aussagt/ &amp;#039;&amp;#039;Was die Zahl von 47.000 digitalen „Welt“-Abonnenten wirklich aussagt&amp;#039;&amp;#039;.] 8. August 2013, abgerufen am 9. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern|IVW]] veröffentlichte im Juni 2014 erstmals Verkaufszahlen von Paid-Content-Angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ausweisung.ivw-online.de/index.php?i=2&amp;amp;mz_pc=201405 |titel=IVW Ausweisung Paid Content – Meldeverfahren Paid Content (bezahlte Nutzungsrechte) |werk=ausweisung.ivw-online.de |abruf=2023-04-01 |kommentar=erstes Paid-Content-Angebot im Juni 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv |url=http://www.ivw.eu/index.php?menuid=78 |wayback=20140625120525 |text=&amp;#039;&amp;#039;IVW – Aufnahmeverfahren – Paid Content – Aufnahmeverfahren für kostenpflichtige digitale Werbeträgerangebote (Apps und Websites).&amp;#039;&amp;#039;}} In: ivw.eu. Abgerufen am 21. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach hatte im Mai 2014 die &amp;#039;&amp;#039;[[Bild (Zeitung)|Bild]]&amp;#039;&amp;#039; 200.571 digitale Abos verkauft, die &amp;#039;&amp;#039;Welt&amp;#039;&amp;#039; kam im selben Zeitraum auf 52.672 elektronische Abos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Hein |url=http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/IVW-Paid-Content-Ausweisung-startet-ausschliesslich-mit-Bild-und-Welt-_120972.html |titel=IVW Paid Content: Ausweisung startet ausschließlich mit „Bild“ und „Welt“ |werk=horizont.net |datum=2014-06-17 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140714182905/http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/IVW-Paid-Content-Ausweisung-startet-ausschliesslich-mit-Bild-und-Welt-_120972.html |archiv-datum=2014-07-14 |abruf=2023-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000002122410/Bild-kommt-auf-200000-Digital-Abonnenten &amp;#039;&amp;#039;„Bild“ kommt auf 200.000 Digital-Abonnenten&amp;#039;&amp;#039;.] derstandard.at, 18. Juni 2014, abgerufen am 19. Juni 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2016 hatte &amp;#039;&amp;#039;Die Welt&amp;#039;&amp;#039; mehr als 75.000 digitale Abonnenten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ausweisung.ivw-online.de/index.php?i=12&amp;amp;mz_pc=201606&amp;amp;bestandteile=&amp;amp;filter=5 |titel=IVW Meldeverfahren Paid Content – „D“ |werk=ausweisung.ivw-online.de |abruf=2023-04-21 |kommentar=Zahlen von Juni 2016 – Die Welt.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016|Präsidentschaftswahl 2016 in den USA]] hoben drei große New Yorker Tageszeitungen ihre Paywalls vorübergehend auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/2365628/ |titel=Große US-Zeitungen heben Paywall auf |werk=orf.at |hrsg=[[ORF]] News |datum=2016-11-14 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161114191654/https://orf.at/stories/2365628/ |archiv-datum=2016-11-14 |abruf=2023-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes Caspar]] findet es eine zutiefst beunruhigende Entwicklung, dass die zahlenden Kunden, die den Verlagen auch namentlich bekannt sind, mit jedem Klick verfolgt werden. Die Presseverlage und Medienhäuser seien so immer mehr zu Datensammlern und Spionen ihrer Leserschaft, und damit zu Komplizen der [[Big Tech|Big-Tech]]-Firmen und Gefangene der Datenökonomie geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Caspar]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir Datensklaven. Wege aus der digitalen Ausbeutung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2023, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeff Kaye, Stephen Quinn: &amp;#039;&amp;#039;Funding journalism in the digital age: business models, strategies, issues and trends&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, New York 2010, ISBN 1-4331-0685-X.&lt;br /&gt;
* Robert Waterman McChesney, John Nichols: &amp;#039;&amp;#039;The death and life of American journalism&amp;#039;&amp;#039;. Nation Books, New York 2010, ISBN 1-56858-605-1.&lt;br /&gt;
* Cary Spivak: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ajr.org/Article.asp?id=5017 Pay to Play]&amp;#039;&amp;#039; in American Journalism Review (März/April 2011), {{ISSN|1067-8654}}.&lt;br /&gt;
* [[Kai Biermann]]: [https://www.zeit.de/digital/internet/2011-04/new-york-times-bezahlschranke/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Die Quadratur des Online-Kreises&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Zeit Online]], 4. April 2011.&lt;br /&gt;
* M.-C. Ollrog, M. Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Gefragter Nutzen!? Eine Studie zum Mehrwert der Plus-Artikel bei deutschen Tageszeitungen&amp;#039;&amp;#039;. In: C. Wellbrock, C. Zabel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Innovation in der Medienproduktion und -distribution – Proceedings der Jahrestagung der Fachgruppe Medienökonomie der DGPUK 2019.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2020, S. 203–212; Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.&amp;amp;nbsp;V., Stuttgart ([https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/68111/ssoar-2020-ollrog_et_al-Gefragter_Nutzen_Eine_Studie_zum.pdf?sequence=4&amp;amp;isAllowed=y&amp;amp;lnkname=ssoar-2020-ollrog_et_al-Gefragter_Nutzen_Eine_Studie_zum.pdf PDF; 588&amp;amp;nbsp;kB]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bezahlschranke}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.bdzv.de/zeitungen-in-deutschland Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) – Zeitungen in Deutschland] Datenbankausgabe mit verschiedenen Filtermöglichkeiten (z.&amp;amp;nbsp;B. Paid Content) und Möglichkeit zum [[CSV (Dateiformat)|CSV]]-Export&lt;br /&gt;
* [https://taz.de/Paywalls-im-Internet/!5518554/ Plädoyer gegen Paywall], TAZ, Ilja Matusko, 25. Juli 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:E-Business]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Digitale Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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