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	<title>Pays de Bitche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T09:13:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pays_de_Bitche&amp;diff=724586&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dubbe928: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord direkt verlinkt; Ergänzung</title>
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		<updated>2026-04-05T03:07:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Biosph%C3%A4renreservat_Pf%C3%A4lzerwald-Vosges_du_Nord&quot; title=&quot;Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord&quot;&gt;Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord&lt;/a&gt; direkt verlinkt; Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pays de Bitche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch und lothringisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bitscher Land&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, französisch auch &amp;#039;&amp;#039;Bitcherland&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Naturlandschaft im Osten [[Frankreich]]s im [[Département Moselle]] in der [[Region (Frankreich)|Region]] [[Grand Est]] (bis 2015 [[Lothringen]]). Es entspricht dem heute französischen Anteil am Gebiet der ehemaligen [[Herrschaft Bitsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herrschaft Bitsch.png|mini|Karte der Herrschaft Bitsch Ende des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Das Bitscher Land mit seinen insgesamt 57 Gemeinden umfasst im Osten einen Anteil am [[Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord]]. Im Westen und Südwesten hat es Anteil an der landwirtschaftlich geprägten [[Westricher Hochfläche]]. Im Süden grenzt es sich zum sogenannten [[Krummes Elsass|Krummen Elsass]] ab, das zum [[Arrondissement Saverne]] gehört, im Osten zum [[Kanton Wissembourg]]. Im Norden schließen [[Rheinland-Pfalz]] und das [[Saarland]] an, während im Westen die Kantone [[Kanton Sarralbe|Sarralbe]] und [[Kanton Sarreguemines-Campagne|Sarreguemines-Campagne]] des Arrondissements [[Arrondissement Sarreguemines|Sarreguemines]] angrenzen, zu dem auch das Bitscher Land gehört. Der Kanton Rohrbach reicht hier bis an die [[Saar]] heran. Die Nord-Südlinie [[Liederschiedt]] – [[Rahling]] bezeichnet die recht scharfe Trennung der unterschiedlichen Landschaften. Westlich dieser Linie ist der Untergrund fast ausschließlich durch den vorherrschenden Kalkstein geprägt, während östlich davon sich bewaldete Buntsandsteinhügel ausdehnen, die durch tiefe Taleinschnitte zergliedert sind. Seit dem 16. Jahrhundert wurden in diesem Landschaftsteil viele Teiche und Seen angelegt, meist für landwirtschaftliche und industrielle Zwecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptabflüsse ([[Schwalb (Hornbach)|Schwalb]], [[Bickenalb]], [[Hornbach (Schwarzbach)|Hornbach]]) verlaufen überwiegend in Süd-Nord-Richtung und entwässern über die [[Blies]] zur Saar.[[Datei:Hasselfurth 2.jpg|mini|250px|rechts|Der Hasselfurther Weiher im Osten des Pays de Bitche, Aufnahme aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg]] Der [[Falkensteinerbach]] und die [[Zinsel du Nord|Nördliche Zinsel]], die im Lemberger Raum ihre Quellbäche haben, verlaufen nach Südosten in Richtung [[Rhein]]. Nach Westen fließt die [[Ache (Saar)|Ache]], die bei [[Kalhausen]] in die Saar mündet. Niedrigster Punkt im Bitscher Land ist [[Baerenthal]] an der Nördlichen Zinsel und direkt an der Grenze zum [[Kanton Reichshoffen]] mit 190&amp;amp;nbsp;m, die höchste Stelle mit 510&amp;amp;nbsp;m liegt unweit davon (etwa 6 km entfernt) am Garnfirst bei [[Philippsbourg]], ebenfalls direkt an der Grenze zum Kanton Reichshoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Wie in der ganzen Region finden sich auch im Bitscher Land zahlreiche römische Zeugnisse, so um [[Bettviller]]. Die eigentliche Geschichte beginnt aber mit dem [[Vertrag von Verdun]] im Jahr 843, der die Gründung des lothringischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte. Eberhard I. von [[Grafschaft Zweibrücken|Zweibrücken]], Mitregent [[Walram I. (Zweibrücken)|Walram I.]] und [[Simon II. (Zweibrücken)|Simon II.]], organisierte angesichts der territorialen Zersplitterung ein Austauschabkommen mit [[Herzogtum Lothringen|Lothringen]], das in den Verträgen vom 13. Mai 1297 und 1. Juli 1302 eine Neuordnung dieses Raumes besiegelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Grafschaft Zweibrücken-Bitsch bis 1604 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zweibrücken-Bitsch}}&lt;br /&gt;
Im Jahr 1333 entstand schließlich das Haus [[Zweibrücken-Bitsch]], indem Eberhard sich mit seinem Bruder [[Walram II. (Zweibrücken)|Walram II.]] auf eine Teilung der Grafschaft Zweibrücken in zwei einigermaßen homogene Gebiete verständigte. Dies kann als die Geburtsstunde des Bitscher Landes als historischer Raum angesehen werden, das damals allerdings auch ein großes Gebiet umfasste, das heute zu den saarländischen Gemeinden [[Gersheim]] und [[Blieskastel]] bzw. zu der rheinland-pfälzischen [[Verbandsgemeinde Pirmasens-Land]] im [[Zweibrücker Hügelland]] gehört. Noch im 19. Jahrhundert war für diese Landschaft die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Lothringen&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich. Der Sitz dieser neuen Herrschaft war zunächst die Burg &amp;#039;&amp;#039;Altbitsch&amp;#039;&amp;#039; bei [[Lemberg (Moselle)|Lemberg]], bald darauf wurde er aber nach [[Bitsch]] verlegt. 1447 wurde Bitsch von den Herren Jakob und Wilhelm von [[Lützelstein]] besetzt. Diese Besetzung rief allgemeine Missbilligung im Reich hervor und führte letztendlich zur Auslöschung der Herrschaft Lützelstein im Jahr 1452. Anfang des 16. Jahrhunderts erreichte der [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] die Gegend um Bitsch, wobei &amp;#039;&amp;#039;Hans Zoller&amp;#039;&amp;#039; aus der Ortschaft [[Rimling]] als der regionale Führer der Bewegung gilt. Die Schlösser in Bitsch und Lemberg und die [[Abtei Sturzelbronn]] gingen in Flammen auf. Der Bauernkrieg endete allerdings mit der Niederlage der Bauern und einem Massaker der siegreichen Fürsten an ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1559 erbte Graf [[Jakob von Zweibrücken-Bitsch| Jakob]] die [[Herrschaft Ochsenstein]], die seit 1485 von der Nebenlinie Zweibrücken-Bitsch-Ochsenstein regiert worden war. Er war der letzte Graf von Zweibrücken-Bitsch, mit ihm starb das Geschlecht 1570 aus. Erbberechtigt waren seine Tochter und seine Nichte, von denen die eine mit Graf Philipp I. von [[Leininger|Leiningen-Westerburg]], die andere mit Graf Philipp V. von [[Hanau-Lichtenberg]] verheiratet war. In der Folge erkannte Lothringen die Erbberechtigung von [[Grafschaft Hanau-Lichtenberg|Hanau-Lichtenberg]] an. [[Philipp V. von Hanau-Lichtenberg|Philipp V.]] führte jedoch 1572 in allen seinen Landen die [[Reformation]] nach [[lutherisch]]em Bekenntnis ein, woraufhin er 1572 aufgrund von Beschwerden des Abtes von Stürzelbronn beim Herzog von Lothringen einbestellt wurde. Als er sich weigerte zu erscheinen, wurde der Südteil des Bitscher Landes – die drei jetzigen Kantone und wenige Gemeinden im heutigen Saarland – von Lothringen besetzt und die katholische Religion wieder eingeführt. Philipp, der der militärischen Macht Lothringens nicht gewachsen war, beschritt daraufhin den Rechtsweg vor dem [[Reichskammergericht]]. Die Voraussetzungen für einen Erfolg waren nicht gegeben, weil in den Verträgen von 1297/1302 eine Oberhoheit Lothringens festgeschrieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 17. Jahrhunderts war Lothringen um einvernehmliche Grenzregelungen mit den Nachbarherrschaften bemüht. Zunächst wurde bereits 1601 die Grenze zum Herzogtum [[Pfalz-Zweibrücken]] während einer Zusammenkunft in [[Hornbach]] festgelegt und die Aussteinung veranlasst. Diese Aussteinung wird noch in den heutigen Tagen in gewissen Abständen durch Vertreter des Arrondissements [[Arrondissement Sarreguemines|Saargemünd]] und des Landkreises [[Landkreis Südwestpfalz|Südwestpfalz]] kontrolliert. Am 6. Februar 1604 folgte dann ein Grenzvertrag mit der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Im lothringischen Gebiet des Bitscher Landes verblieben 68 Ortschaften. Im Großen und Ganzen war damit auch die heutige Grenze zwischen Frankreich und Deutschland für diesen Landstrich bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das lothringische Bitscher Land ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bitche (Zitadelle).jpg|mini|400px|[[Zitadelle von Bitche]]]]&lt;br /&gt;
Die Verwaltung wurde modernisiert, die Gerichtsbarkeit neu geregelt und es folgte zunächst ein gewisser wirtschaftliche Aufschwung, der jedoch bereits im 2. Viertel des 17. Jahrhunderts in eine langanhaltende Rezession umschlug. Das Volk hatte sich infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] mit marodierenden Truppen von Kroaten, Kosaken, Schweden und Franzosen ([[Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu|Richelieu]]) und grassierenden Epidemien (Pestepidemie 1627) herumzuschlagen, die das Land auszehrten. Schließlich war das Land verwüstet und entvölkert. Einige Ortschaften und zahlreiche Burgen waren ganz verschwunden. Die Wiederbesiedelung begann ab 1662 mit [[Schweiz]]er Einwanderern, denen 1670 Zuzügler aus der [[Picardie]] folgten. Sie waren auch die ersten, die in das bis dahin rein deutschsprachige Gebiet die französische Sprache mitbrachten. Ihnen folgten ab 1672 [[Haus Savoyen|Savoyarden]]. Der nächste Rückschlag erfolgte aber schon kurz darauf durch den [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|pfälzischen Erbfolgekrieg]]. [[Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne|Turenne]], der das linksrheinische Gebiet für Frankreich erobert hatte, besuchte im Winter 1674 Bitsch und überzeugte [[Ludwig XIV.]], an diesem strategischen Punkt eine Befestigung zu errichten. So wurde [[Sébastien Le Prestre de Vauban|Vauban]] 1675 mit dem Bau der [[Zitadelle von Bitche]] beauftragt und arbeitet daran zunächst bis 1679. Als sich jedoch mit der Formierung der [[Augsburger Allianz]] das Schicksal gegen Ludwig XIV. zu wenden begann, betrieb dieser eine Politik der [[Verbrannte Erde|verbrannten Erde]], die im Bitscher Land und im Zweibrückischen zur Zerstörung von rund 400 Ortschaften einschließlich der Stadt [[Zweibrücken]] führte. Die Menschen flüchteten in die Vogesenwälder. 1678 sah der [[Friede von Nimwegen|Frieden von Nimwegen]] die Wiedereingliederung des Herzogtums Lothringen und damit auch des Bitscher Landes in den Staatenverbund des Alten Reichs vor, Herzog [[Karl V. (Lothringen)|Karl V.]] akzeptierte die Bedingungen des Vertrags jedoch nicht, der unter anderem die Abtretung seiner Hauptstadt [[Nancy]] an Frankreich enthielt. Daraufhin behielt der französische König das Land weiter besetzt. In der Folge wurde durch die Gewährung von Steuer- und Landprivilegien eine Wiederbelebung der Gegend erreicht, sodass sich etwa 60 Ortschaften neu- oder wiedergründeten. Im [[Frieden von Rijswijk]] wurde 1697 Lothringen an Herzog [[Leopold (Lothringen)|Leopold I.]] als Sohn und Nachfolger Karls V. zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1701 der [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanische Erbfolgekrieg]] ausbrach, wurde Bitsch erneut französisch besetzt. Von 1709 bis 1714 folgten Hungerjahre, die Tausende hinweg rafften. In dieser Zeit wurde auch angeordnet, an den Schulen die deutsche und die französische Sprache nebeneinander zu unterrichten. [[Datei:StanislausLeszczynski03.jpg|mini|links|Stanislaus Leszczynski, Herzog von Lothringen, Gemälde in Schloss Molsdorf]] Als [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz I. Stephan]] sich von seinem Schwiegervater [[Karl VI. (HRR)|Karl VI.]] im Jahr 1735 zum Verzicht auf Lothringen zu Gunsten des abgedankten Polenkönigs [[Stanislaus I. Leszczyński]] überreden ließ, bedeutete dies gleichzeitig, dass mit Lothringen das Bitscher Land erneut an Frankreich fallen würde. Sogleich wurde unter Marschall Bournay und ab 1740 unter Graf Henri François de Bombelles mit dem Ausbau der Zitadelle von Bitsch begonnen. 1744 konnte ein österreichischer Angriff erfolgreich abgewehrt werden. In einem Dekret vom 26. September 1748 wurde im Bitscher Land offiziell Französisch als Amtssprache eingeführt. Wirtschaftliche Nöte veranlassten in dieser Zeit – ebenso wie in der benachbarten Pfalz – viele Menschen zur Auswanderung, vorwiegend in die Regionen [[Banat]] und [[Batschka]] im [[Königreich Ungarn]]. Nach dem Tod Stanislaus Leszczynskis, des letzten Herzogs von Lothringen, wurde Bitsch auch formal französisches Gebiet. Die Verwaltungsreform Ende des 18. Jahrhunderts führte zur Gliederung des Bitscher Landes in fünf Kantone, neben den drei heute noch bestehenden Kantonen Rohrbach, Bitche und Volmunster gab es noch [[Breidenbach (Moselle)|Breidenbach]] und Lemberg. Die beiden letzteren wurden nach 1802 in die drei Erstgenannten integriert. Im weiteren Verlauf wechselte zwischen 1870 und 1945 aufgrund dreier Kriege, die das Land wegen seiner Grenzlage besonders bitter trafen und die auch zu Flucht nach Innerfrankreich und zur Evakuierung führten, mit dem gesamten Département Moselle sechs Mal die staatliche Zugehörigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den abgelegenen Orten nimmt heute die Bevölkerung teilweise dramatisch ab, andererseits gibt es auch Ortschaften mit Bevölkerungszuwachs. Dies liegt auch daran, dass seit einigen Jahren die günstigeren Immobilienpreise verstärkt Umsiedler aus Deutschland anziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St-louis-lès-bitche1836.jpg|mini|250px|rechts|Die Kristallfabrik von Münzthal im Jahr 1836]]&lt;br /&gt;
Nach wie vor spielt, vor allem im Westen des Bitscher Landes, die Landwirtschaft ihre Rolle. Im Osten ist entsprechend die Forstwirtschaft zu nennen. Die durch die Äbte von Sturzelbronn geförderte Fischzucht hat ihre wirtschaftliche Bedeutung weitgehend eingebüßt. Dagegen hat die im Mittelalter entstandenen [[Waldglas|Glasindustrie]] auch heute noch einigen Stellenwert, vor allem in [[Kristallmanufaktur Saint-Louis-lès-Bitche|Saint-Louis-lès-Bitche]] und [[Goetzenbruck]]. Die Betriebe sind allerdings mittlerweile in der Hand von Konzernen. Dagegen arbeitet die Kristallglasfabrik von [[Montbronn]] auch heute noch selbständig. An den [[Vogesen]]bächen östlich von Lemberg entstand in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts Eisenindustrie, die auf Holz und Wasser angewiesen war. Im Gegensatz zur Glasfabrikation hat sich dies aber nicht bis heute erhalten. Eine Besonderheit ist die Kerzenfabrikation von [[Petit-Réderching]]. Die Bedeutung des Tourismus konzentriert sich hauptsächlich auf den Kanton Bitsch mit der Stadt Bitsch selbst und den malerisch gelegenen Vogesendörfern. Man findet gute Gastronomie und diverse Übernachtungsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carte gare bitche.jpg|mini|links|Bahnhof von Bitsch in der Zeit zwischen den Weltkriegen, im Hintergrund die Festung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bitche Gare.1.jpg|mini|[[Bahnhof Bitche|Bahnhof von Bitche]] (2010)]]&lt;br /&gt;
Das Bitscher Land wird in west-östlicher Richtung von der D 620 und der D 662 gequert, der ehemaligen [[Route nationale 62]], welche die Hauptverkehrsachsen darstellen. Südlich von Bitsch vereinigt sich die D 620 mit der D 662, die in Richtung Niederbronn weiterführt. Die D 35a stellt beim Grenzübergang [[Schweyen]] den Anschluss an die deutsche [[Bundesstraße 424]] her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 wurde die [[Bahnstrecke Haguenau–Falck-Hargarten]] eröffnet, die das Bitscher Land von Ost nach West durchquert. Es gibt derzeit (Stand 2015) allerdings keine Zugverbindung mehr im Abschnitt Niederbronn–Sarreguemines. Im äußersten Südwesten wird der Kanton Rohrbach von der [[Regional-Express]]-Verbindung [[Saarbrücken]]–Sarreguemines–[[Strasbourg]]–[[Offenburg]] berührt. In Kalhausen befindet sich ein Haltepunkt dieser Strecke mit Umsteigemöglichkeit in Richtung [[Sarre-Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Croix orenthal.jpg|mini|250px|rechts|Wegkreuz bei Rolbing]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schorbach 290405.jpg|mini|250px|links|Beinhaus von Schorbach]]&lt;br /&gt;
Prägend für das Bitscher Land sind die typischen Wegkreuze, die einem auf Schritt und Tritt begegnen. Hauptsehenswürdigkeit ist jedoch die Zitadelle von Bitsch, die mit einer multimedialen Führung besucht werden kann. Von dort führt der Garten des Friedens in die Stadt, der im Rahmen des Projekts [[Gärten ohne Grenzen]] gestaltet wurde. In der Gegend sind noch viele Zeugnisse der [[Maginot-Linie]] anzutreffen. Die Ruinen der Burg Lemberg künden von der ehemaligen Bedeutung dieses ersten Bitscher Grafensitzes. Von der Abtei in Sturzelbronn ist nur noch wenig vorhanden, eher sind noch die [[Romanik|romanischen]] Bauwerke in [[Schorbach]] von Bedeutung, vor allem das [[Beinhaus]] ist ein vielbesuchtes Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Straße zwischen [[Mouterhouse]] (Moselle) und Wingen-sur-Moder (Bas-Rhin) findet man den [[Zwölfapostelstein]], einen vorgeschichtlichen Menhir, der seit dem Mittelalter eine Grenzmarke zwischen dem Elsass und Lothringen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Soucht]] erinnert das [[Holzschuh]]machermuseum an dieses ausgestorbene Handwerk. In der Töpferei Hérisson in Philippsbourg wird die Töpfereitechnik demonstriert. In Petit-Réderching kann die einzige Kerzenfabrik des Départements angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meisenthal]], ein ehemaliges Zentrum der französischen Glasindustrie, besitzt ein Glasmuseum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
Das [[Volmunster]]-Platt-Theater versucht, den überlieferten fränkischen [[Mundart|Dialekt]] zu bewahren, der in den letzten 150 Jahren in hohem Maße durch das Französische verdrängt wurde. Versuche mit zweisprachigen Kindergärten und Schulen, wie sie vor einiger Zeit von der Kulturpolitik ermöglicht wurden, sind bisher nur ganz vereinzelt zustande gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moulin a escvhviller 250404.jpg|mini|250px|rechts|Die Museumsmühle von [[Eschviller]] zählt zu den Attraktionen im westlichen Pays de Bitche]]&lt;br /&gt;
Auch für den Tourismus steht die Zitadelle von Bitsch als erstes Ziel fest. Aber auch die Straße des Kristalls, die von den Glasmanufakturen des Bitscher Landes bis nach [[Baccarat]] führt, ist ein touristischer Magnet. In den Vogesenwäldern hat der [[Club Vosgien|Vogesenclub]] ein engmaschiges Wanderwegenetz markiert. Hier finden sich auch Seen und Campingplätze. Jedoch liegt zwischen Bitsch und Sturzelbronn auch der [[Camp militaire de Bitche|Truppenübungsplatz Bitsch]], der zu Einschränkungen und Belästigungen führt. In der offenen Landschaft des Westens soll der Europäische Mühlenradweg, der entlang von Schwalb und Bickenalb verläuft, für etwas touristische Belebung sorgen. An ihm liegt unter anderem die Moulin d’Eschviller mit einem interessanten Mühlenmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ville-bitche.fr/ Offizielle Website für die Stadt Bisch und das Umland]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | zugriff=2019-02-10 |url=https://www.tourisme-paysdebitche.fr/ |titel=Touristische Informationen }}&lt;br /&gt;
* [http://bitscherland.fr/index.html Infos zu allen Ortschaften]&lt;br /&gt;
* [http://joel.beck.free.fr/ Bitscher und Saargemünder Land]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Pays de Bitche&amp;#039;&amp;#039;, Didier Hemmert 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bitche et son pays&amp;#039;&amp;#039;, André Schutz 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les grelots du vent, images et mirages du Pays de Bitche&amp;#039;&amp;#039;, Bernard Robin 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Grand Est)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Vogesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bitscherland| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Région naturelle in Frankreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dubbe928</name></author>
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