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	<title>Pawel Prudnikau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T17:11:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bestoernesto: korr.</title>
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		<updated>2022-11-04T06:06:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pavel Prudnikau.jpg|miniatur|Pawel Prudnikau, 1981]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pawel Iwanawitsch Prudnikau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|14|7|1911|Link=1}} im Dorf [[Stary Dsedsin]], [[Gouvernement Mogiljow]], [[Russisches Kaiserreich]] (jetzt [[Belarus]]); † [[16. März]] [[2000]] in [[Minsk]], Belarus) war ein belarussischer Dichter und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und erste Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pawel Iwanawitsch Prudnikau wurde am 14. Juli 1911 im Dorf Stary Dsedsin in eine kinderreiche Bauernfamilie geboren. Er war Vetter des ebenfalls als Dichter in Erscheinung getretenen [[Ales Prudnikau]]. Er erlebte seine Kindheit in der schweren Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], des [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieges]] und des [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetischen Krieges]]. Prudnikau konnte die Schule erst 1930 beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann schon in der Schule, mit seinem Vetter Ales Prudnikau zu dichten. 1932 erschien in Minsk seine erste Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Die Liede der Lastträgern&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Песні грузчыкаў&amp;#039;&amp;#039;, mit Janka Subatsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 zog Prudnikau nach [[Sankt Petersburg|Leningrad]] und studierte dort an der Universität an der philologischen Fakultät bis 1937. Er bereitete sich darauf vor, Wissenschaftler werden, aber die [[Stalinsche Säuberungen|Stalinschen Säuberungen]] in der [[Sowjetunion]] veränderten sein Schicksal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Gulag und folgender Leidensweg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. August 1937 wurde Prudnikau verhaftet. Er wurde der Beteiligung an der Ermordung [[Sergei Mironowitsch Kirow|Kirows]] bezichtigt und zu achtjähriger Verbannung im [[Gulag]] in [[Sibirien]], in der [[Burjatische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|Burjatischen ASSR]], in [[Omsk]], [[Krasnojarsk]] und [[Norilsk]], verurteilt. Dort war er Augenzeuge schrecklicher Beispiele der Grausamkeit und der Unmenschlichkeit des Gulag-Systems. Später verarbeitete er das Erlebte in seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Freilassung aus der Haft 1945 ging er in die [[Oblast Smolensk|Smolensker Oblast]]. Dort lernte er seine zukünftige Ehefrau Anna kennen. Sie verließen die Smolensker Oblast, um einer neuerlichen Verhaftung zu entgehen, und zogen 1952 nach Slobodka an den [[Braslawseen]] in der [[Wizebskaja Woblasz]], [[belarussische Sozialistische Sowjetrepublik]]. Nach dem Tod [[Josef Stalin|Stalins]] 1953 wurde Prudnikau im Januar 1956 rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Späte literarische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 fing er aufs Neue zu Dichten und Schreiben an. Sein zweites Buch &amp;#039;&amp;#039;„Die Zeit meiner Geburt“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Час майго нараджэння&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) erschien 1968. Bald zog er mit seiner Familie nach Minsk und wurde 1971 Mitglied des Schriftstellerverbandes der [[Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik|Belarussischen SSR]]. Ab 1971 setzte er sich zur Ruhe und fand viel freie Zeit zum Dichten; es war seine fruchtbarste Schaffensperiode. Er erschuf die neuen Gedichtsammlungen &amp;#039;&amp;#039;„Meine Verkehrsader“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Мая магістраль&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) (1981) und &amp;#039;&amp;#039;„Die Quellen“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Крыніцы&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) (1991) sowie das Erinnerungsbuch &amp;#039;&amp;#039;„Längst vergangen, aber nicht vergessen“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Далёкае, але не забытае&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) (1988). In seinen Werken ließ sich Prudnikau von Themen der Natur und der jüngeren Geschichte anregen. Er erzählte von jungen weißrussischen Dichtern, die 1937 in der Zeit der Repressalien oder im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ermordet wurden. Er war auch einer der ersten Dichter, die die Schönheit der Braslawseen besungen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besondere Platz in Prudnikaus Tätigkeit nehmen seine Poeme &amp;#039;&amp;#039;„Taimyr“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Таймыр&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, 1987) und &amp;#039;&amp;#039;„Jeder zweite“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Кожны другі&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, 1990) und der Erzählband &amp;#039;&amp;#039;„Jenseits des Stacheldrahtes“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;За калючым дротам&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) (1993) ein, die er im Gedenken an die Stalinschen Repressalien schrieb. Diese Werke sind die autobiographischen Erzählungen auf Grundlage seiner schweren persönlichen Lebenserfahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Jahre und unveröffentlichte Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren des Lebens war Prudnikau schwer krank und konnte seine neuen Gedichte nicht selbst aufschreiben. Er dichtete aber weiter und diktierte sie. Weiteren neuen Werken verhinderte seine Krankheit. In der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;„Die Ungnade“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Апала&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) wollte er auf das schwierige Thema der Rückkehr der ehemaligen Häftlinge zum gewöhnlichen Leben aufmerksam machen und seinen eigenen Leidensweg von 1945 bis 1956 zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde Pawel Prudnikau mit dem Ehrentitel &amp;#039;&amp;#039;Verdienter Kulturarbeiter&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. 1995 wurde ihm für sein Buch &amp;#039;&amp;#039;„Jenseits des Stacheldrahtes“&amp;#039;&amp;#039; der Preis der Föderation der Gewerkschaften von Belarus verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es keine Übersetzungen von Prudnikaus Werken ins [[Deutsche Sprache|Deutsche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Die Liede der Lastträgern“&amp;#039;&amp;#039;, 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Die Zeit meiner Geburt“&amp;#039;&amp;#039;, 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Meine Verkehrsader“&amp;#039;&amp;#039;, 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Das Wetterleuchten“&amp;#039;&amp;#039;, 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Längst vergangen, aber nicht vergessen“&amp;#039;&amp;#039;, 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Die späten Beeren“&amp;#039;&amp;#039;, 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Die Quellen“&amp;#039;&amp;#039;, 1991 (enthält das Poem „Taimyr“).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Jenseits des Stacheldrahtes“&amp;#039;&amp;#039;, 1993 (enthält die Erzählungen &amp;#039;&amp;#039;„Die Igelfausthandschuhe“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Die Norte Hölle“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Paroscha“&amp;#039;&amp;#039; (die annähernde deutsche Übersetzung ist &amp;#039;&amp;#039;„Das Schneegestöber“&amp;#039;&amp;#039;), 1996 (enthält das Poem &amp;#039;&amp;#039;„Jeder zweite“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unveröffentlichte Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;„Die Ungnade“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Апала&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Das Poem &amp;#039;&amp;#039;„Der Vertriebene“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Ізгой&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Der Erinnerungsband &amp;#039;&amp;#039;„Aus dem Gedächtnis wurde geschwunden nicht“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;З памяці не сцёрлася&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur über Pawel Prudnikau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Беларуская энцыклапедыя&amp;#039;&amp;#039;: У 18 т. Т. 13. - Мн.: БелЭн, 2001. - С. 48. (Aus der Belarussischen Encyclopedie; &amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Беларускія пісьменнікі (1917–1990): Даведнік&amp;#039;&amp;#039; / Склад. А. К. Гардзінскі; Нав. рэд. А. Л. Верабей. - Мн., Маст. літ., 1994. - С. 442–443. (Aus der Encyclopedie von den Belarussischen Dichtern und Schriftstellern; &amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Маракоў Л. &amp;#039;&amp;#039;Рэпрэсаваныя лiтаратары, навукоўцы, работнiкi асветы, грамадскiя i культурныя дзеячы Беларусі. 1794-1991. Том II.&amp;#039;&amp;#039; С. 160–161. (Aus dem Buch von Leanid Marakou &amp;#039;&amp;#039;Repressierte Leute aus Belarus. 1794-1991&amp;#039;&amp;#039;. Vol. II; &amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Памяць: Гіст.-дакум. хроніка Клімавіцк. р-на&amp;#039;&amp;#039;. - Мн.: Універсітэцкае, 1995. - С. 629–630. (Aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039;, Klimawitschy rajon; &amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pawel Prudnikau&amp;#039;&amp;#039;. [http://represii-by.info/index.php?newsid=495 Die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Die Norte Hölle &amp;#039;&amp;#039;] (&amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [http://www.marakou.by/by/davedniki/represavanyya-litaratary/tom-ii?id=19730 Leanid Marakou. &amp;#039;&amp;#039;Repressierte Leute aus Belarus. 1794-1991&amp;#039;&amp;#039;. Vol. II. Prudnikau, Pawel Iwanawitsch] (&amp;#039;&amp;#039;belarussisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=nr/90/20980|VIAF=4781632|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-07-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prudnikau, Pawel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Belarussisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belarusse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prudnikau, Pawel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prudnikau, Pawel Iwanawitsch; Павел Іванавіч Пруднікаў (belarussisch); Pavel Ivanavič Prudnikaŭ (wissenschaftliche Transliteration); Прудников, Павел Иванович (russisch); Pavel Ivanovič Prudnikov (wissenschaftliche Transliteration, russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belarussischer Dichter und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stary Dsedsin]], [[Gouvernement Mogiljow]], [[Russisches Kaiserreich]] (jetzt [[Belarus]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Minsk]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bestoernesto</name></author>
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