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	<title>Paunsdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T08:00:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paunsdorf&amp;diff=602865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ktmd: Änderungen von ~2026-18797-71 (Diskussion) auf die letzte Version von Ktmd zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paunsdorf&amp;diff=602865&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-26T10:38:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-18797-71&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-18797-71&quot;&gt;~2026-18797-71&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-18797-71&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-18797-71 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Ktmd&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Ktmd (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Ktmd&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsgliederung&lt;br /&gt;
|NAME= Paunsdorf&lt;br /&gt;
|NAME-OBEREBENE= Ost&lt;br /&gt;
|NAME-HAUPTEBENE= [[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|TYP= Stadt- und Ortsteil&lt;br /&gt;
|TYP-OBEREBENE= Stadtbezirk&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN= &lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE= Coat of arms of Leipzig.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE= Leipzig Ortsteil 24 Paunsdorf.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|EINGEMEINDUNG= 1922&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= 3.93&lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 15606&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-STAND= 2025-12-31&lt;br /&gt;
|PLZ1= 04328&lt;br /&gt;
|PLZ2= 04329&lt;br /&gt;
|VORWAHL1= 0341&lt;br /&gt;
|VORWAHL2= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 51/20/53.71/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 12/27/8.34/E&lt;br /&gt;
|REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
|HÖHE= &lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG-NAME= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN1= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN2= &lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE1= &lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE2= &lt;br /&gt;
|EISENBAHN= RB 110, RB113&lt;br /&gt;
|S-BAHN= &lt;br /&gt;
|STRASSENBAHN= 7, 8, N17&lt;br /&gt;
|BUS= 72, 73, 79, 90&lt;br /&gt;
|QUELLE= [https://statistik.leipzig.de/statdist/table_area.aspx?dist=24 statistik.leipzig.de]; LVB-Linienplan&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alt-Paunsdorf.jpg|mini|hochkant=1.2|Alt-Paunsdorf, im Hintergrund die Kirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paunsdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Liste der Stadtteile Leipzigs|Stadtteil]] und zugleich [[Liste der Stadtbezirke und Ortsteile Leipzigs|Ortsteil]] im Stadtbezirk Ost von [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Paunsdorf besteht aus zwei Teilen: aus Alt-Paunsdorf und dem ab 1987 erbauten Neubaugebiet Neu-Paunsdorf. Die benachbarten Ortsteile sind im Norden [[Heiterblick]], im Südosten [[Engelsdorf (Leipzig)|Engelsdorf]], im Süden [[Mölkau]], im Südwesten [[Sellerhausen]]-[[Stünz]] und im Nordwesten [[Schönefeld (Leipzig)|Schönefeld]]-Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ortsname erscheint 1312 erstmals in einem Personennamen als &amp;#039;&amp;#039;Buntstorf&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;Bwnsdorf&amp;#039;&amp;#039; (1335) und &amp;#039;&amp;#039;Baunsdorff&amp;#039;&amp;#039; (1467). Der erste Teil des Namens ist wohl ein Personenname, der entweder auf [[Altsächsische Sprache|as.]] &amp;#039;&amp;#039;Būn(i)&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;būan&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;wohnen, Landbau treiben&amp;#039;) oder auf altsorb. &amp;#039;&amp;#039;Bun&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vera Denzer, Andreas Dix, Haik Thomas Porada (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Leipzig. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau: Köln/Weimar/Wien 2015. S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Entwicklung des [[Rittergut]]es verbunden, das ab 1410 dem Lehnsherrn [[Pflugk]] und in der Folge – mit einer Unterbrechung von 1621 bis 1645 – der Familie Thümmel gehörte. Ihr fiel auch das Gut Schönefeld zu. 1783 wurde das noch heute existierende Kirchenschiff der Dorfkirche (seit 1946 &amp;#039;&amp;#039;[[Genezarethkirche (Leipzig-Paunsdorf)|Genezarethkirche]]&amp;#039;&amp;#039;) mit einem frühklassizistischen Innenraum auf dem Feldsteinsockel des Vorgängerbaus durch [[Johann Carl Friedrich Dauthe]] errichtet. Der neugotisch geprägte Turm mit Spitzhelm wurde erst 1875 hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf litt stark unter der [[Völkerschlacht bei Leipzig|Völkerschlacht]] im Oktober 1813. Nachdem sich zunächst sächsische Teile der napoleonischen Truppen im Ort verbarrikadierten, wurde Paunsdorf von den Verbündeten gestürmt. Diese eroberten 19 Geschütze, mehr als 3.000 Sachsen wechselten die Fronten. Noch heute erinnert ein nahe der Kirche gelegenes Denkmal von 1913 an die Erstürmung. Von den 66 Häusern des Dorfes waren nach Ende der Kampfhandlungen 33 vollkommen niedergebrannt, viele andere stark beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paunsdorf lag bis 1856 im [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] [[Kreisamt Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1856 gehörte der Ort zum [[Gerichtsamt Taucha]] und ab 1875 zur [[Amtshauptmannschaft Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/leipzig.htm |titel=Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900 |offline=2025-07-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241126232156/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/leipzig.htm |archiv-datum=2024-11-26 |abruf=2025-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1820 setzte in Paunsdorf eine rege Bautätigkeit ein, wodurch die Einwohnerzahl von 552 im Jahre 1834 auf 805 im Jahre 1852 anstieg. Die Ausläufer der Industrialisierung erreichten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch Paunsdorf: Als erster Industriebetrieb siedelte sich 1863 die [[Schriftgießerei]] Johann Gottfried Böttger an. In den Jahren der [[Gründerzeit]] 1874–1876 dehnte sich der Ort mit dem Bau zahlreicher Wohnhäuser nach Osten aus. 1880 lebten in Paunsdorf bereits 1.604 Personen. Zwei Jahre später, am 18. August 1882, wurde hier der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Politiker [[Hermann Liebmann]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 wurde das Teilstück Leipzig–[[Althen (Leipzig)|Althen]] der südlich am Ortskern vorbeiführenden [[Bahnstrecke Leipzig–Dresden|Leipzig-Dresdner Eisenbahn]] eröffnet und 1839 bis [[Dresden]] verlängert. Seit der Einsetzung des ersten berufsmäßigen Gemeindevorstands im Januar 1887 bemühte sich das Dorf vergeblich um die Eingemeindung in das nahe gelegene Leipzig. Im gleichen Jahr erhielt Paunsdorf Anschluss an die [[Bahnstrecke Leipzig–Geithain|Eisenbahnstrecke Leipzig–Geithain]] ([[Haltepunkt]] &amp;#039;&amp;#039;Paunsdorf-Stünz&amp;#039;&amp;#039;, ab 1905 [[Bahnhof]], heute wieder Haltepunkt), die bis Paunsdorf parallel zur Dresdner Strecke verläuft. Dies hatte die Entwicklung eines langgestreckten Industriegebietes längs der Bahnlinien zur Folge. In den Folgejahren nahm Paunsdorf durch die Ansiedlung weiterer Industriebetriebe (darunter ab 1898/1899 das Messingwalzwerk der [[Hugo Schneider AG]] (1934 umbenannt in HASAG)) mehr und mehr den Charakter eines Industrievorortes an. Als im April 1912 in der Schwedenstraße Ecke Rathausstraße (heute Theodor-Heuss-Straße Ecke Am Röschenhof) das neobarocke Rathaus von [[Fritz Drechsler]] eingeweiht wurde, zählte der Ort 5.000 Einwohner. Die Eingemeindung nach Leipzig erfolgte schließlich – mit Ausnahme der zum Rittergut gehörenden Gebiete – 1922. Zu diesem Zeitpunkt zählte Paunsdorf 5.700 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 und 1898 wurden in Paunsdorf die ersten [[Leipzig-Marathon#Vorläuferveranstaltungen|Marathonläufe]] auf deutschem Boden durchgeführt. Die 40&amp;amp;nbsp;km lange Strecke verlief vom &amp;#039;&amp;#039;Neuen Gasthof&amp;#039;&amp;#039; in Paunsdorf nach [[Bennewitz]] und zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Gottert: &amp;#039;&amp;#039;Marathon-Mekka Leipzig. 30 Jahre Leipzig Marathon. 1977 bis 2006. Rückblick auf 30 Jahre Leipzig-Marathon. Akteure, Läufe, Gegebenheiten und Statistiken.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig-Marathon e.&amp;amp;nbsp;V., Leipzig 2007, ISBN 978-3-00-021486-8, S. 6 ff. ({{Webarchiv |url=http://www.germanroadraces.de/files/30_jahre_marathon_mekka_leipzig.pdf |text=PDF |wayback=20150327042442}}; 14,9 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/besuch/unsere-haeuser/sportmuseum/infos-zur-sportroute-leipzig/station-nr-1-erstes-turnhaus-6/ |titel=Station 10 der Sportroute Leipzig |werk=Website des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig |sprache=de |abruf=2022-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1913 wurde der Fortuna-Sportpark eingeweiht, benannt nach dem Fußballverein [[Fortuna Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1966 bis 1969 sendeten einige Paunsdorfer Jugendliche während der [[Sendepause]] des [[Soldatensender]]s auf dessen Frequenz ein selbst gemachtes Programm aus Lokalnachrichten und verbotener, westlicher Musik, das sie in Anlehnung an den [[Sender Freies Berlin]] &amp;#039;&amp;#039;Sender Freies Paunsdorf&amp;#039;&amp;#039; nannten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel7494.html Zeitzeuge Karl-Heinz Krause] in der Serie &amp;#039;&amp;#039;Damals in der DDR&amp;#039;&amp;#039; (Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Utopie hinter Mauern&amp;#039;&amp;#039;) des [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; widths=&amp;quot;165&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Paunsdorf völkerschlacht.jpg|Paunsdorf nach der Völkerschlacht (1813)&lt;br /&gt;
 Paunsdorf herrenhaus.jpg|Herrenhaus des Paunsdorfer Rittergutes (um 1840)&lt;br /&gt;
 Kirche Paunsdorf historisch.jpg|Paunsdorfer Dorfkirche (um 1850)&lt;br /&gt;
 Topographische Karte der Umgegend von Leipzig (1863) - Paunsdorf.jpg|Karte von Paunsdorf (1863)&lt;br /&gt;
 (1913) LEIPZIG Lampenfabrikation Hugo Schneider AG Abb.4.jpg|Maschinensaal der Hugo Schneider AG (um 1910)&lt;br /&gt;
 Genezarethkirche Leipzig.jpg|[[Genezarethkirche (Leipzig-Paunsdorf)|Genezarethkirche]]&lt;br /&gt;
 Fortuna-Sportpark (2022).jpg|Fortuna-Sportpark (2022)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Neu-Paunsdorf}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neu-Paunsdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig Am Vorwerk.jpg|mini|Neu-Paunsdorf in der Straße &amp;#039;&amp;#039;Am Vorwerk&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig-Paunsdorf, Sachsen-Therme, die Riesenrutsche.jpg|mini|Sachsen-Therme, Riesenrutsche]]&lt;br /&gt;
Die städtebauliche Planung für Neu-Paunsdorf lag in den Händen Leipziger Architekten und Ingenieure unter der Leitung der Architekten [[Horst Siegel (Architekt)|Horst Siegel]], Georg Eichhorn und Angelika Vámos – basierend auf einem mit dem ersten Preis ausgezeichneten Wettbewerbsentwurf der [[Berliner Bauakademie]] (Achim Felz). Mit 6.290 [[Wohneinheit]]en ist Neu-Paunsdorf eine der letzten Großwohnsiedlungen des industriellen [[Plattenbau#Deutsche Demokratische Republik|Plattenbaus der DDR]] und zweitgrößte in Leipzig nach [[Grünau (Leipzig)|Grünau]] (→ [[Plattenbauten in Leipzig]]). In den 1990er Jahren wurden im kleineren Stil modernere und besser ausgestattete Wohnblöcke ergänzt und einige Einfamilienhäuser gebaut. Seit 1997/98 werden die Neu-Paunsdorfer Blöcke sukzessive saniert und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem fast 50 Hektar großen Areal zwischen der Permoserstraße im Norden, der Paunsdorfer Allee im Osten und der Riesaer Straße im Süden sollte ursprünglich ebenfalls Großwohnungsbau errichtet werden. Unmittelbar nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wurde die Fläche jedoch für ein Stadtteilzentrum vorgesehen. Mit dem [[Vorhaben- und Erschließungsplan]] Nr. 2, der am 2. März 1992 in Kraft trat&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Angaben nach: {{Internetquelle |url=https://stadtplan.leipzig.de/WebOffice/pub/BPlaene/Plaene/BP_170_Begruendung.pdf |titel=Bebauungsplan Nr. 170 &amp;quot;Schongauer Straße&amp;quot;. Begründung zum Bebauungsplan |abruf=2025-12-23 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde [[Baurecht (Deutschland)|Baurecht]] unter anderem für das [[Paunsdorf-Center]], für ein Behördenzentrum und für ein [[Freizeitbad]], die [[Sachsen-Therme]], geschaffen. Das 1994 eröffnete und später mehrfach umgebaute Paunsdorf-Center ist das größte Einkaufszentrum in Leipzig und das zweitgrößte in Deutschland&amp;lt;sup&amp;gt;(Stand 2011)&amp;lt;/sup&amp;gt;. Im benachbarten Behördenzentrum sind unter anderem Teilbereiche des [[Sächsisches Staatsarchiv|Sächsischen Staatsarchivs]] und des [[Amtsgericht Leipzig|Leipziger Amtsgerichts]] ([[Grundbuchamt]]) untergebracht (Stand 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen aus der DDR-Zeit implizierten bereits die Möglichkeit einer Ergänzung des Plattenbaugebietes durch eine weitere Großwohnsiedlung. Die dafür vorgesehenen Flächen befinden sich östlich der Paunsdorfer Allee und damit nicht mehr im Ortsteil Paunsdorf, sondern im Ortsteil Heiterblick. Aufgrund des erneuten Wohnraumbedarfs in Leipzig beschloss der Stadtrat 2024, für dieses bisher landwirtschaftlich genutzte Gebiet einen Bebauungsplan unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Stadtquartier Heiterblick Süd&amp;#039;&amp;#039; aufzustellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/leipzig-strategie/stadtentwicklung/projekte/stadtquartier-heiterblick-sued |titel=Stadtquartier Heiterblick Süd |abruf=2025-12-23 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.leipzig.de/statdist/table.aspx?cat=2&amp;amp;rub=1 |titel=Stadt Leipzig. Bevölkerungsbestand |werk=statistik.leipzig.de |abruf=2026-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 15.769&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 14.488&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 13.635&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 14.127&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 14.485&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025 || 15.606&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paunsdorf ehem. Rathaus.jpg|mini|Ehemaliges Rathaus]]&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen zum [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtag]] gehört Paunsdorf zum [[Wahlkreis Leipzig 2]], bei Bundestagswahlen zum [[Bundestagswahlkreis Leipzig I]] (Wahlkreis 152).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundestagswahl 2025]] führte bei einer [[Wahlbeteiligung]] von 71,4 % zu folgendem [[Zweitstimme]]nergebnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! Paunsdorf&amp;lt;br&amp;gt;2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Wahlen/Wahlbericht_Bundestagswahl_2021_Ergebnisse.pdf |titel=Bundestagswahl am 26. September 2021. Ergebnisse und Analysen |werk=static.leipzig.de |seiten=79, 83 |format=PDF |abruf=2025-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Paunsdorf&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1243_id_2952 |titel=Stadt Leipzig - Paunsdorf. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Stadt Leipzig&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1241_id_2939 |titel=Stadt Leipzig. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen  |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Alternative für Deutschland|AfD]]&lt;br /&gt;
| 23,9 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 37,5 %&lt;br /&gt;
| 21,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]&lt;br /&gt;
| 16,8 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 17,4 %&lt;br /&gt;
| 16,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Die Linke]]&lt;br /&gt;
| 10,4 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 12,9 %&lt;br /&gt;
| 22,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
| 23,9 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 10,5 %&lt;br /&gt;
| 10,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis Sahra Wagenknecht|BSW]]&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}9,9 %&lt;br /&gt;
| {{0}}7,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
| {{0}}6,0 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}4,3 %&lt;br /&gt;
| 13,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]]&lt;br /&gt;
| {{0}}8,7 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}2,6 %&lt;br /&gt;
| {{0}}3,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Sonstige&lt;br /&gt;
| 10,4 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}4,9 %&lt;br /&gt;
| {{0}}4,1 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amtssitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 7. September 2011 befindet sich der Sitz des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamts der Stadt Leipzig im vorher jahrelang ungenutzten Paunsdorfer Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Der Anschluss an die Stadt und das Umland ist für Alt-Paunsdorf über die Riesaer Straße (alte B 6) und die Theodor-Heuss-Straße gegeben, wobei die Riesaer Straße ab etwa Ostheimstraße (Leipzig-[[Stünz]]) in ihrer Verlängerung als Leipziger Straße und [[Bundesstraße 6|B&amp;amp;nbsp;6]] bis Kühren b. [[Wurzen]] auf über 30&amp;amp;nbsp;Kilometern parallel zur ersten deutschen Ferneisenbahn Leipzig–Dresden verläuft.&lt;br /&gt;
Für Neu-Paunsdorf ist eine Verbindung über die Permoserstraße (B&amp;amp;nbsp;6) und die Heiterblickallee gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des [[ÖPNV]] verbinden die Straßenbahnlinien 7 und 8 Paunsdorf mit dem Stadtzentrum und [[Sommerfeld (Leipzig)|Sommerfeld]]. Beide Linien befahren die Riesaer Straße bis zum Straßenbahnhof Paunsdorf und biegen dann auf einen separaten Gleiskörper ein. Ab dort werden beide Linien bis zu ihren jeweiligen Endstellen separat vom Individualverkehr geführt.&lt;br /&gt;
Beide Linien ergänzen sich wochentags tagsüber zu einem 4/6-Minuten-Takt. Samstags wird tagsüber ein 7/8-Minuten-Takt gehalten. Sonntags wird von der Linie&amp;amp;nbsp;7 früh morgens sowie spät abends ein 30-Minuten-Takt gehalten, dazwischen wird viertelstündlich gefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Endstelle der Linie 8 &amp;#039;&amp;#039;Paunsdorf-Nord&amp;#039;&amp;#039; lag zwar zu ihrer Eröffnung in Paunsdorf, liegt aber nach aktuellem Stadtplan nun in Heiterblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wochen- und samstags verbindet die Buslinie 90 Paunsdorf mit dem Paunsdorf-Center (P.C.) und Wahren, an Sonntagen verkehrt sie nur bis zum Straßenbahnhof Paunsdorf.&lt;br /&gt;
Die Buslinie 72 verkehrt wochen- und samstags ab Paunsdorf (Buswendestelle) über Engelsdorf und Mölkau zum Hauptbahnhof und trifft dort wieder auf die Straßenbahnlinien&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Abendstunden endet die Linie 73 an der Buswendestelle Paunsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinie 79 verkehrt im 20-Minuten-Takt ab Thekla über Paunsdorf bis zum S-Bahnhof Connewitz und stellt so eine wichtige Nord-Süd-Verbindung her. In den Sommermonaten ist jede zweite Fahrt verlängert bis zum [[Cospudener See]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Nachtstunden verbindet die Nachtbuslinie N7 das Stadtzentrum ab Hauptbahnhof mit Paunsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Leipzig unterhält in Paunsdorf fünf Schulen: die [[Oberschule (Sachsen)|Oberschule]] Paunsdorf, die 24. ([[Grundschule]]) am Paunsdorfer Gutspark, die Brüder-Grimm-Schule (Grundschule) sowie die Theodor-Körner-Schule (Grundschule) und die Gustav-Hertz-Schule Leipzig (Gymnasium).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grünflächen ===&lt;br /&gt;
In Neu-Paunsdorf entstand seit 2011 auf einer Fläche westlich des Plattenbaugebietes Paunsdorf-Nord der [[Grüner Bogen Paunsdorf|Bürgerpark Paunsdorf]]. Zusammen mit dem &amp;#039;&amp;#039;Beweidungsprojekt Heiterblick&amp;#039;&amp;#039; und dem Paunsdorfer Wäldchen bildet er einen Grünverbund, der [[Grüner Bogen Paunsdorf]] genannt wird&amp;lt;ref&amp;gt; Gut zu erkennen auf dem {{Internetquelle |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/Bewegungsplan_Paunsdorf_Web.pdf |titel=Bewegungsplan Paunsdorf |abruf=2025-12-23 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |sprache=de |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Paunsdorfer Gutspark befindet sich in Alt-Paunsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
in Paunsdorf geboren:&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Wilhelm Küstner]] (1689–1762), Geheimer Kriegs- und Appellationsrat, Bürgermeister von Leipzig&lt;br /&gt;
* [[Hermann Ampach]] (1829–1903), Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Hermann Liebmann]] (1882–1935), Redakteur der Leipziger Volkszeitung, Politiker und Opfer des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
* [[Georg Quenzel]] (1896–1966), Grafiker, Zeichner und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Jahn]] (1906–1990), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, DDR-Politiker und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Rolf Krickow]] (1921–2003), Rundfunkmoderator und Redakteur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|16|94|103|Paunsdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Paunsdorf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig.de/mein-stadtteil/stadtbezirk-ost/paunsdorf/ Informationswebseite &amp;#039;&amp;#039;Mein Stadtteil&amp;#039;&amp;#039; der Stadt Leipzig für Paunsdorf]&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig.de/mein-stadtteil/stadtbezirk-ost/paunsdorf Rundgang durch Alt-Paunsdorf]&lt;br /&gt;
* [https://www.leipziger-kinderbuero.de/images/dokumente/kinderstadtteilplaene/ksp_paunsdorf.pdf Kinderstadtteilplan von Paunsdorf]&lt;br /&gt;
* [http://recherche.lha.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?id=1668473 Akten und Pläne zum Haltepunkt Paunsdorf-Stünz] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paunsdorf| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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