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	<title>Pauluskopf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Domschätzchen: /* Beschreibung */ neuen Artikel verlinkt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt; neuen Artikel verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pauluskopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein auf das 11. Jahrhundert datiertes [[Reliquiar|Bildnisreliquiar]], das in der [[Domkammer Münster|Domkammer]] des [[St.-Paulus-Dom (Münster)|St.-Paulus-Domes]] in [[Münster]] aufbewahrt wird. Das im 13. Jahrhundert weiter verzierte Büstenreliquiar ist eines der ältesten erhaltenen Bildnisreliquiare. Es enthält Reliquien des Apostels [[Paulus von Tarsus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Reliquiar ist 22,4&amp;amp;nbsp;cm hoch, die Standfläche oval und 12,2&amp;amp;nbsp;cm breit, die Tiefe beträgt 7,2&amp;amp;nbsp;cm. Der Kern besteht aus geschnitztem [[Eiche]]nholz, das mit reinem [[Gold]]blech beschlagen ist. Aufgrund trocknungsbedingter Schrumpfung des Holzkerns ist die Oberfläche an einigen Stellen des Kopfes eingedrückt. Die Brustplatte mit den aufgesetzten [[Filigran]]en des 13. Jahrhunderts besteht aus vergoldetem Silber. Das Reliquiar ist mit zahlreichen Edelsteinen und [[Glasfluss|Glasflüssen]] besetzt. Am unteren Rand der Rückseite, am rechten Zopf sowie am linken Ohr des Kopfes befinden sich vom ausführenden Goldschmied und Restaurator [[Peter Bolg]] (der auch an der Restaurierung der Essener [[Goldene Madonna|Goldenen Madonna]] und des Aachener [[Karlsschrein]]s tätig war) gekennzeichnete Ausbesserungen aus dem Jahr 1981. Das Reliquiengrab im Sockel der Büste ist mit einer ovalen Kupferplatte verschlossen, es misst 7,5 × 3,0 × 6,5&amp;amp;nbsp;cm. Es enthält die in Seide gewickelten, losen Schädelteilchen des Heiligen Paulus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Physiognomie]] des Heiligen Paulus mit hoher, kahler Stirn und spitzem, langem Bart war bereits seit dem 4. Jahrhundert [[Ikonographie|ikonographisch]] ausgeprägt. Die hohe Stirn wird von glatt gesträhnten Haaren umrahmt. Am Hinterkopf sind die Haare gescheitelt und zu zwei Zöpfen gedreht, die sich zu den Seiten schneckenförmig aufrollen. Das Gesicht ist breit und weich geformt, die Augen des Apostels werden durch zwei dunkelblaue [[Saphir]]e gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonographie ==&lt;br /&gt;
Form des Reliquiars und Inhalt stimmen überein, das Reliquiar ist damit ein „redendes Reliquiar“, bei dem die Form den unsichtbaren Inhalt für den mittelalterlichen Gläubigen begreifbar machte. In der Wahl einer Büste kann zugleich eine Anspielung auf das Martyrium des Apostels Paulus liegen, der in Rom enthauptet wurde. Die Ausführung des Reliquiars enthielt weitere symbolische Hinweise: Das Gold des Beschlags war Sinnbild des Göttlichen Lichts. Durchsichtiger [[Quarz|Bergkristall]] symbolisierte die geistige Reinheit, ein großer, auf Rundbögen gefasster Bergkristall auf der Brust der Büste überragt die anderen Edelsteine. Er befindet sich zwischen vier [[Perle]]n, die für das [[Evangelium (Glaube)|Evangelium]] stehen. Flankiert wird diese Gruppe von zwei [[Granat]]en, deren Rot sowohl auf das Martyrium Paulus als auch auf die Erlösung durch das Blut des Erlösers verweist. Über dem zentralen Bergkristall befindet sich ein teilweise vom Bart verdeckter [[Opal]], dessen Undurchsichtigkeit als Zeichen der Demut Paulus als Gegensatz zur durchscheinenden Klarheit des Glaubens steht. Unterhalb des Bergkristalls befindet sich in einem Fünfpass aus Filigran hervorgehobener blauer Glasfluss, der einen Saphir imitiert. Blau galt in Anknüpfung an den im Frühmittelalter sehr geschätzten Theologen [[Beda Venerabilis]] als Farbe der himmlischen Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunsthistorische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Datierung des Bildnisreliquiar war lange strittig, da häufig nach dem typischen Filigran des 13. Jahrhunderts datiert wurde. Die Datierung auf das 11. Jahrhundert hat sich inzwischen durchgesetzt. Ausschlaggebend für die Frühdatierung war die Stilverwandtschaft zur ottonischen Plastik, die sich in der zeichnerischen Formung von Bart, Kopfhaar und Augenbrauen und der typischen „ottonischen Flächigkeit“ des Gesichts ergibt. Eine besonders ähnliche Verwandtschaft besteht zur Darstellung zweier Propheten aus der [[Kloster Werden|Abteikirche St. Ludgerus]] in Werden. Dieses Steinrelief – möglicherweise von der [[Tumba]] des Gründers des Bistums Münster, des Heiligen [[Liudger]], oder einer [[Fenestrella]] zu dessen Grab – befindet sich heute in der Schatzkammer der Werdener Abteikirche. Die Propheten weisen durch längliche Gesichter und Bärte eine ähnliche Kopfform auf. Die Haare liegen ebenso in sorgfältig herausgearbeiteten Strähnen eng an. Ähnlich sind auch die Betonung der Nasenwurzel und die schmalen Schultern. Gemeinsam mit dem Pauluskopf sind auch die kleinen hochstehenden Ohren, die etwas abzustehen scheinen und mit dem Haar aus einem Volumen gebildet sind. Die Werdener Reliefs werden zwischen 1058 und 1066 datiert. Der Pauluskopf könnte damit zu den Werken &amp;#039;&amp;#039;auro et gemmis preciosissime ornati&amp;#039;&amp;#039; gehören, die der Münsteraner Bischof [[Siegfried (Münster)|Siegfried von Walbeck]] zwischen 1022 und 1032 seinem Dom stiftete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Birgitta Falk]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildnisreliquiare. Zur Entstehung und Entwicklung der metallenen Kopf-, Büsten- und Halbfigurenreliquiare im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aachener Kunstblätter&amp;#039;&amp;#039; 59, 1991–93, S. 162–165.&lt;br /&gt;
* Géza Jászai: &amp;#039;&amp;#039;Kunstwerke des St. Paulus-Domes zu Münster. Imaginationen des Unsichtbaren.&amp;#039;&amp;#039; Domverwaltung Münster, Münster 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.paulusdom.de/gotteshaus/domkammer/index.php?mySID=c87c94a772f92baba6c1c9333e8a12d5&amp;amp;cat_id=16508 Webseite der Domkammer zum Pauluskopf (mit Abbildung)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reliquienbüste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfälische Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzskulptur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paulus von Tarsus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldschmiedearbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;/div&gt;</summary>
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