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	<title>Paula Wiesinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Weblinks */ grundlegend</title>
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		<updated>2026-02-12T08:39:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; grundlegend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Alpiner Skirennläufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| kurzname = Paula Wiesinger&lt;br /&gt;
| bild = [[Datei:Paula Wiesinger.jpg|alt=Frau auf Ski während der Abfahrt|220px]]&lt;br /&gt;
| langname =&lt;br /&gt;
| nation = {{ITA}}&lt;br /&gt;
| geburtstag = 27. Februar 1907&lt;br /&gt;
| geburtsort = [[Bozen]]&lt;br /&gt;
| geburtsland = [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
| groesse =&lt;br /&gt;
| gewicht =&lt;br /&gt;
| beruf =&lt;br /&gt;
| sterbedatum = 12. Juni 2001&lt;br /&gt;
| sterbeort = [[Seiser Alm]]&lt;br /&gt;
| sterbeland = [[Italien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Karriere --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| disziplin = [[Abfahrt]], [[Slalom]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Alpine Kombination|Kombination]]&lt;br /&gt;
| verein =&lt;br /&gt;
| trainer =&lt;br /&gt;
| nationalkader =&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Status-Kürzel: a für aktiv, g für gesperrt, n für nicht aktiv, v für verstorben, z für zurückgetreten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| status = v&lt;br /&gt;
| karriereende =&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Medaillen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Medaillenspiegel =&lt;br /&gt;
{{Medaillenspiegel |Weltmeisterschaften |1|0|0}}&lt;br /&gt;
| medaillen =&lt;br /&gt;
{{Medaillen Wintersport| Wo = Alpine Ski-WM&lt;br /&gt;
| Gold | [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1932|Cortina d’Ampezzo 1932]] | Abfahrt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paula Wiesinger &amp;amp; Hans Steger.jpg|mini|alt=Schwarzweißfoto: ein Mann und eine Frau vor alpiner Bergkulisse sitzend|Paula Wiesinger und [[Hans Steger (Bergsteiger)|Hans Steger]] in den Dolomiten um 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paula Wiesinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (verheiratet &amp;#039;&amp;#039;Paula Steger&amp;#039;&amp;#039;, * [[27. Februar]] [[1907]] in [[Bozen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[12. Juni]] [[2001]] auf der [[Seiser Alm]], [[Italien]]) war eine [[Bergsteigen|Bergsteigerin]], [[Klettern|Kletterin]], [[Ski Alpin|Skirennläuferin]] und [[Gastwirt|Gastronomin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesinger war eine der Pionierinnen des [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|sechsten Grades im Klettern]], eine der ersten Frauen, die in der damaligen Höchstschwierigkeit eine Seilschaft führen konnte. Das galt zu ihrer Zeit als absolut sensationell.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Horst Höfler]] |Titel=Dream Teams. Die erfolgreichsten Seilschaften des Alpinismus |Verlag=Bruckmann |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-7654-4496-8 |Seiten=49 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erschloss neue schwierige Kletterrouten in den [[Dolomiten]] wie z. B. die Ostroute der [[Rosengartenspitze]], die Südroute des [[Vajolet-Türme|Winklerturms]] oder die Südkante der [[Rosengartengruppe|Punta Emma]]. 1932 gewann sie als Skiläuferin Gold bei der Weltmeisterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
Paula Wiesinger wurde in Bozen als Älteste von fünf Geschwistern geboren, sie hatte vier Schwestern und einen Bruder. Ihr Vater fiel im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], daher musste die Mutter als Köchin nach [[Sterzing]] ziehen, um die Familie zu ernähren. Die Kinder blieben bei den Großeltern in Bozen. Dadurch stand Wiesinger nicht unter ständiger Kontrolle ihrer Eltern und genoss für ein Mädchen eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Freiheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fembio&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/paula-wiesinger/ |titel=Paula Wiesinger |hrsg=Fembio |werk=fembio.org |sprache=de |abruf=2022-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie selbst meinte, das sei ihr Glück gewesen und habe ihr erlaubt, stets zu tun, was sie wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fembio&amp;quot; /&amp;gt; Und sie wollte Bergsteigen, Klettern und Skifahren, alles für ein Mädchen ihrer Zeit sehr ungewöhnliche Tätigkeiten; mit dem Bergsport war sie bei den Besuchen bei ihrer Mutter in Sterzing in Berührung gekommen. Besonders in den Dolomiten fühlte sie sich wohl, hier verbrachte sie den Großteil ihres Lebens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ingrid Runggaldier]] |Titel=Frauen im Aufstieg: auf Spurensuche in der Alpingeschichte |Verlag=Edition Raetia |Ort=Bozen |Datum=2011 |ISBN=978-88-7283-346-9 |Seiten=205–208}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und Ehe ===&lt;br /&gt;
Wiesinger arbeitete als Büroangestellte, später auch als Verkäuferin in einem Süßwarenladen. Ihr Ehrgeiz richtete sich aber nicht auf diese Tätigkeiten, sie dienten ihr eher als notwendige Basis zur Absicherung des Lebens. Ihren Lohn steckte sie häufig in die notwendige Ausrüstung, wie z.&amp;amp;nbsp;B. in neue [[Ski]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Caroline Fink]], [[Karin Steinbach Tarnutzer|Karin Steinbach]] |Titel=Erste am Seil: Pionierinnen in Fels und Eis. Wenn Frauen in den Bergen ihren eigenen Weg gehen |Verlag=Tyrolia |Ort=Innsbruck/Wien |Datum=2013 |ISBN=978-3-7022-3252-8 |Seiten=63}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wiesinger sich nicht viel um gesellschaftliche Konventionen scherte, war es Wiesinger und [[Hans Steger (Bergsteiger)|Steger]] auch nicht wichtig, ihre Beziehung zu legalisieren. Erst als Steger als deutscher Staatsbürger in Südtirol kein Bleiberecht mehr hatte (Option in Südtirol) und daher eine Bindung an Südtirol nachweisen musste, heirateten Wiesinger und Steger. Ob Steger sich durch die Eheschließung auch einer drohenden Einberufung entziehen wollte, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caroline Fink, Karin Steinbach |Titel=Erste am Seil: Pionierinnen in Fels und Eis. Wenn Frauen in den Bergen ihren eigenen Weg gehen |Verlag=Tyrolia |Ort=Innsbruck |Datum=2013 |ISBN=978-3-7022-3252-8 |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergführerin und Gastronomin ===&lt;br /&gt;
Wiesinger beherrschte den damals höchstmöglichen Schwierigkeitsgrad im Klettern und führte selbstständig Touren. Dies befähigte sie dazu, als Bergführerin zu arbeiten. Selbst der belgische König [[Albert I. (Belgien)|Albert I.]] buchte Wiesinger häufig als Bergführerin für seine Urlaube in Südtirol.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.alpenverein.de/geschichte/blog/frauen-alpinismus-dav-gender/ |titel=Von den unsichtbaren Frauen |werk=alpenverein.de |hrsg=Deutscher Alpenverein |datum=2019-05-05 |sprache=de |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der König erwies sich als gute Referenz für zukünftige Kunden. Auch sein Sohn [[Leopold III. (Belgien)|Leopold]] kletterte bald mit Wiesinger in den Dolomiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wandte sich Wiesinger dem Tourismus zu, indem sie ein Hotel am [[Pordoijoch|Pordoipass]] übernahm. Kurz nach dem Krieg erwarb Wiesinger mit ihrem Mann und Kletterpartner [[Hans Steger (Bergsteiger)|Hans Steger]] die Dellai-Hütte auf der [[Seiser Alm]], die sie zum &amp;#039;&amp;#039;Hotel Steger-Dellai&amp;#039;&amp;#039; ausbaute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Sie leitete das Hotel bis 1998 und starb im Alter von 94 Jahren auf der Seiser Alm. Steger war bereits 1989 gestorben. Nach ihrem Tod ging das Hotel in eine Stiftung über, die neben dem Hotel die Aufgabe hat, die Erhaltung und Förderung der Seiser Alm als [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Naturschutzgebiet]] zu gewährleisten und die [[Bergrettungsdienst|Bergrettung]] in den Dolomiten zu unterstützen. Im Jahr 2006 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Hans und Paula Steger-Wanderweg&amp;#039;&amp;#039; auf der Seiser Alm zum Gedenken an beide eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Evi Keifl, Anita Rossi: &amp;#039;&amp;#039;Südtirol der Frauen&amp;#039;&amp;#039;, Folio-Verlag Bozen 2009, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser mit Info-Tafeln ausgestattete Informationsweg führt zum Großteil über die gesamte Seiser Alm und bietet besondere Aus- und Einblicke in die Landschaft der Alm und der Dolomiten rund um den [[Schlern]], [[Plattkofel|Platt-]] und [[Langkofel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsteigerin und Kletterin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
In die Berge kam Wiesinger über das Skifahren; Sterzing galt damals bereits als gefragtes Skigebiet. Hier lernte Wiesinger den später berühmten Kletterer [[Gino Soldà|Gino Solda]] kennen, mit dem sie erst auf Skitour und später zum Klettern ging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Durch ihn fand Wiesinger auch Anschluss an andere Bergsteiger und stand bereits im darauffolgenden Sommer auf zahlreichen Gipfeln. Als Solda zum Militär eingezogen wurde, begann Wiesinger selbständig, Ziele und Klettertouren zu suchen. 1928 begegnete ihr beim Klettern im Rosengarten [[Hans Steger (Bergsteiger)|Hans Steger]]; beide waren ehrgeizig, voller Tatendrang, und hatten ein ähnliches Leistungsniveau. Die beiden bündelten ihre Kräfte und durchkletterten die aus dem [[Fischleintal]] aufragende, achthundert Meter hohe Nordwand des [[Einserkofel]]s in direkter Linie. Ihr &amp;#039;&amp;#039;Weg der Jugend&amp;#039;&amp;#039; ist eine heute noch als sehr schwierige, sehr ernsthafte Tour bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die leistungsstärksten Jahre ===&lt;br /&gt;
1928 kletterten Wiesinger und Steger durch den &amp;#039;&amp;#039;Preußriss&amp;#039;&amp;#039; der [[Drei Zinnen|Kleinen Zinne]] in den Dolomiten; im selben Jahr durchkletterten sie in der Gipfelfalllinie die Nordwand des [[Großer Ödstein|Großen Ödsteins]] (2355&amp;amp;nbsp;m) im [[Gesäuse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Martin Krauß]] |Titel=Der Träger war immer schon vorher da: die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in den Alpen |Verlag=Nagel &amp;amp; Kimche |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-312-00558-1 |Seiten=109}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr glückte ihnen auch eine Direktroute an der 600 m hohen Ostwand der [[Rosengartenspitze]]. Wiesinger und [[Giorgio Masé Dari|Masè-Dari]] waren in einem vorangegangenen Versuch schon weit gekommen, ehe ein Wettersturz sie zum Rückzug zwang. Mit Steger klappte der Durchstieg dann, die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Steger&amp;#039;&amp;#039; ist heute noch ein Klassiker. Wiesinger gelang auch der Durchstieg der [[Monte Civetta#Nordwestwand|Civetta-Nordwestwand]] auf der Solleder Route. Dies war erst die achte Begehung und die erste Frauenbegehung und das, obwohl der Erstbegeher [[Emil Solleder]] hatte verlauten lassen, dass „diese, seine Wand nie von einer Frau durchstiegen werden könnte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das wurde von Wiesinger bereits nach drei Jahren widerlegt (Erstbegehung 1925, Durchstieg Wiesinger 1928).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesinger hat in den Dolomiten schwierigste Routen [[Erstbegehung|erstbegangen]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. am 11. September 1928 den Nordpfeiler des [[Einserkofel]]s über den &amp;#039;&amp;#039;Weg der Jugend&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Walter Pause]], [[Jürgen Winkler (Bergsteiger)|Jürgen Winkler]] |Titel=Im extremen Fels: 100 Kletterführen in den Alpen |Auflage=2., neubearb. Aufl |Verlag=BLV-Verlagsgesellschaft |Ort=München/Bern/Wien |Datum=1977 |ISBN=978-3-405-11742-9 |Seiten=180}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die &amp;#039;&amp;#039;Südwand&amp;#039;&amp;#039; des [[Vajolet-Türme|Winklerturms]], an der [[Monte Civetta|Civetta]], die &amp;#039;&amp;#039;direkte Ostwand&amp;#039;&amp;#039; an der [[Rosengartenspitze]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Pause, Jürgen Winkler |Titel=Im extremen Fels: 100 Kletterführen in den Alpen |Auflage=2., neubearb. Aufl |Verlag=BLV-Verlagsgesellschaft |Ort=München/Bern/Wien |Datum=1977 |ISBN=978-3-405-11742-9 |Seiten=134}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die &amp;#039;&amp;#039;Südkante&amp;#039;&amp;#039; der Punta Emma (beide [[Rosengartengruppe]]). Die Nordwand des [[Zwölferkofel]]s bestieg sie als zweite Seilschaft, den &amp;#039;&amp;#039;Südpfeiler&amp;#039;&amp;#039; der [[Marmolata]] als vierte. In all diesen Routen war Wiesinger die erste Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Veronika Dolna |url=https://www.bergwelten.com/a/paula-wiesinger-steil-in-jeder-lebensphase |titel=Frauen am Berg: Paula Wiesinger im Porträt |werk=bergwelten.com |datum=2017-03-08 |sprache=de |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allein in den Dolomiten machte sie bis 1934 mindestens 62 Kletterrouten, davon 28 im fünften und 7 im sechsten Grad. Ihr herausragendes Kletterkönnen stellte sie unter Beweis, indem sie selbständig Routen bis zum [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|sechsten Grad]] führte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=23721 |titel=Steger-Wiesinger Paula Erstbesteiger Detail |werk=alpinwiki.at |hrsg=Klaus Oberhuber |sprache=de |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; damals die absolut höchste Schwierigkeit im Klettern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/reise/bergsteigerin-paula-wiesinger-eine-frau-klettert-allen-davon-1.1422912 |titel=Bergsteigerin Paula Wiesinger - Eine Frau auf dem Gipfel |werk=sueddeutsche.de |sprache=de |abruf=2022-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kletterliteratur sind die meisten Routen, die sie mit Hans Steger erstbegangen hat, als „Steger“ genannt, obwohl sie eigentlich „Wiesinger/Steger“ heißen müssten. Verheiratet waren Paula und Hans nämlich lange nicht; sie gaben sich erst am 27. Juli 1942 in Innsbruck das Ja-Wort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fink&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caroline Fink, Karin Steinbach |Titel=Erste am Seil: Pionierinnen in Fels und Eis. Wenn Frauen in den Bergen ihren eigenen Weg gehen |Verlag=Tyrolia |Ort=Innsbruck |Datum=2013 |ISBN=978-3-7022-3252-8 |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begeisterung für das Bergsteigen sollte sie ein Leben lang begleiten. Noch mit 71 Jahren bestieg sie zusammen mit Steger den Langkofel über die &amp;#039;&amp;#039;Normalroute&amp;#039;&amp;#039;, was sie mit den Worten kommentierte „damit wir endlich auch den gewöhnlichen Weg gegangen sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Höfler |Titel=Dream Teams. Die erfolgreichsten Seilschaften des Alpinismus |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-7654-4496-8 |Seiten=53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstbesteigungen von Klettertouren ===&lt;br /&gt;
Paula Wiesinger gehörte zu den erfolgreichsten Bergsteigerinnen der Zwischenkriegszeit, sie übernahm auch im schwierigsten Fels die Führung ([[Vorstieg]]). Ihr gelangen eine Reihe sensationeller Erstbegehungen in den Dolomiten, häufig zusammen mit ihrem Lebenspartner und späteren Ehemann Hans Steger. In sehr vielen Touren war sie die erste Frau, die diese bewältigte. Auszug aus ihren Erstbegehungen bzw. ersten Damenbegehungen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=23721 |titel=Erstbesteiger Detail |werk=alpinwiki.at |sprache=de |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Pause, Jürgen Winkler |Titel=Im extremen Fels: 100 Kletterführen in den Alpen |Auflage=2., neubearb. Aufl |Verlag=BLV-Verlagsgesellschaft |Ort=München/Bern/Wien |Datum=1977 |ISBN=978-3-405-11742-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1928: Sextener Dolomiten: Zinne, &amp;#039;&amp;#039;Direkte Nordostkante&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1928: Sextener Dolomiten: Preußturm, Kleinste Zinne, Nordostwand &amp;#039;&amp;#039;Preußriss&amp;#039;&amp;#039; (V, 250 m)&lt;br /&gt;
* 1928: Sextener Dolomiten: Einserkofel, Nordpfeiler / Nordkante, &amp;#039;&amp;#039;Weg der Jugend&amp;#039;&amp;#039; (VI−/A1, 800 m)&lt;br /&gt;
* 1928: Sextener Dolomiten: Einserkofel, &amp;#039;&amp;#039;Direkte Nordwand (&amp;#039;&amp;#039;V+, 900 m)&lt;br /&gt;
* 1929: Vajolettürme, Rosengarten: Winklerturm, Direkte Südwand, &amp;#039;&amp;#039;Stegerführe&amp;#039;&amp;#039; (VI, 120 m)&lt;br /&gt;
* 1929: Rosengarten, Dolomiten: Guglia Franca über die &amp;#039;&amp;#039;Südflanke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1929: Rosengarten, Dolomiten: Rosengartenspitze, Direkte Ostwand, &amp;#039;&amp;#039;Steger&amp;#039;&amp;#039; (VI−, 600 m)&lt;br /&gt;
* 1929: Rosengarten, Dolomiten: Punta Emma, Südostwand, &amp;#039;&amp;#039;Steger&amp;#039;&amp;#039; (V+, 240 m)&lt;br /&gt;
* 1929: Rosengarten, Dolomiten: Punta Emma, &amp;#039;&amp;#039;Südkante&amp;#039;&amp;#039; (V+/A0, 260 m)&lt;br /&gt;
* 1929: Schlern, Dolomiten: Schlern, Burgstall, Ostwand, &amp;#039;&amp;#039;Pfeilerrisse&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1931: Sextener Dolomiten: Elferturm, &amp;#039;&amp;#039;Nordwestkante&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1933: Brenta, Dolomiten: Punta die Campiglio, Westgipfel, Südwand &amp;#039;&amp;#039;Stegerführe&amp;#039;&amp;#039; (IV, 700 m)&lt;br /&gt;
* 1934: Rosengarten, Dolomiten: Rosengartenspitze, Nordwand &amp;#039;&amp;#039;Piazverschneidung&amp;#039;&amp;#039;/ direkte Variante&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skirennläuferin ==&lt;br /&gt;
Wiesinger war auch eine ausgezeichnete und erfolgreiche Skirennläuferin. Von 1931 bis 1936 gewann sie insgesamt 15 [[Liste der italienischen Meister im alpinen Skisport|italienische Meistertitel]]. 1932 wurde sie in [[Cortina d’Ampezzo]] [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1932|Weltmeisterin]] in der [[Abfahrt]]. In der [[Alpine Kombination|Kombination]] wurde sie zudem Sechste. Ihren Erfolg bestätigte sie im darauffolgenden Jahr mit einem vierten Platz in der Abfahrt bei den [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1933|Weltmeisterschaften]] in [[Innsbruck]]. In [[St. Moritz]] wurde sie 1934 noch einmal Fünfte im [[Slalom]] und stellte in der Marmolata einen Streckenrekord auf, der erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebrochen wurde. Im selben Jahr fuhr sie beim Breithornrennen als einzige Frau mit und erreichte unter 100 Männern den 12.&amp;amp;nbsp;Platz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caroline Fink, Karin Steinbach |Titel=Erste am Seil: Pionierinnen in Fels und Eis. Wenn Frauen in den Bergen ihren eigenen Weg gehen |Verlag=Tyrolia |Ort=Innsbruck |Datum=2013 |ISBN=978-3-7022-3252-8 |Seiten=64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hatte das Glück, mit der Millionärin Hulda Tutino-Steel eine Mäzenin gefunden zu haben, die ihre sportlichen Ambitionen unterstützte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Krauß |Titel=Der Träger war immer schon vorher da: die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in den Alpen |Verlag=Nagel &amp;amp; Kimche |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-312-00558-1 |Seiten=115}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Über sieben Jahre gehörte Wiesinger der italienischen Skinationalmannschaft an, innerhalb derer sie eine Führungsrolle einnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1943 arbeitete Wiesinger mit [[Luis Trenker]] an dessen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Im Banne des Monte Miracolo]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem Wiesinger die Skiszenen für die Schauspielerin [[Evi Maltagliati]] übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolge und Wettkämpfe ===&lt;br /&gt;
* Olympische Winterspiele [[Olympische Winterspiele 1936/Ski Alpin|Garmisch-Partenkirchen 1936]]: 16. Kombination&lt;br /&gt;
Alpine Skiweltmeisterschaften:&lt;br /&gt;
* [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1932|Cortina d’Ampezzo 1932]]: 1. Abfahrt, 6. Kombination, 13. Slalom&lt;br /&gt;
* [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1933|Innsbruck 1933]]: 4. Abfahrt, 11. Kombination, 19. Slalom&lt;br /&gt;
* [[Alpine Skiweltmeisterschaften 1934|St. Moritz 1934]]: 5. Slalom, 11. Kombination, 12. Abfahrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesinger wurde 15-fache [[Liste der italienischen Meister im alpinen Skisport|italienische Meisterin]]:&lt;br /&gt;
* Slalom (4): 1931, 1933, 1934, 1936&lt;br /&gt;
* Abfahrt (5): 1931, 1932, 1934, 1935, 1936&lt;br /&gt;
* Kombination (6): 1931 bis 1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
Ein bezeichnender und oft zitierter Ausspruch Wiesingers lautete: „isch jo gleich, ob dr Hons vorgaht oder i“ (hochdeutsch: „es ist einerlei, ob Hans vorsteigt (führt) oder ich“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Runggaldier |Titel=Frauen im Aufstieg: auf Spurensuche in der Alpingeschichte |Verlag=Edition Raetia |Ort=Bozen |Datum=2011 |ISBN=978-88-7283-346-9 |Seiten=206}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit galten Wiesinger und Steger nach Meinung der Bergsteigerszene Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre ein alpines Traumpaar: Hier waren zwei ebenbürtige, talentierte Partner zusammengetroffen. Wiesingers Stärke beim Klettern drückte sich durch ein gutes Gefühl für Fels und Linienführung aus. [[Riss (Klettern)|Risse]] und [[Kamin (Bergsport)|Kamine]], wie sie in den Dolomiten häufig vorkommen, waren ihre besondere Stärke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fink&amp;quot; /&amp;gt; Da Hans Steger besonders gut in Platten und [[Klettertechnik#Reibungstechnik|Reibungsklettern]] war, ergänzten sich die beiden perfekt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Höfler |Titel=Dream Teams. Die erfolgreichsten Seilschaften des Alpinismus |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-7654-4496-8 |Seiten=49 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesinger war zu ihrer Zeit eine der besten Bergsteigerinnen und hatte mehr Mut und Erfahrung als die meisten männlichen Bergsteiger in den Dolomiten. Sie war nicht nur eine gute Kletterin, sondern bewies auch Ausdauer und Nervenstärke: In der Südwand der [[Marmolata]] wurden sie und zwei Bergkameraden von einem [[Wettersturz]] überrascht. Nachdem der [[Vorstieg|Seilerste]] vom Blitz getroffen worden war, massierte sie ihn und baute ein [[Biwaksack|Biwak]] für den Verletzten. Am nächsten Tag gelang es ihr und dem Dritten, den Verletzten auf eine Terrasse zu bringen, wo sie ein zweites Mal biwakierten. Am dritten Tag überfiel auch den zweiten Mann Schwäche, und Wiesinger entschloss sich, alleine weiterzusteigen, da sie ein drittes Biwak kaum überlebt hätten. Oben traf sie Bergführer, die bereits eine Rettung eingeleitet hatten, und teilte diesen den genauen Standort der verletzten Männer mit. Die Bergführer holten die beiden Männer aus der Wand und brachten sie nach Bozen in ein Krankenhaus, wo sie zwei Monate lang behandelt wurden. Wiesinger dagegen kam um 2 Uhr nachts in Bozen an und war am nächsten Morgen wieder bei der Arbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Reinhold Messner]], Domenico Rudatis, Vittorio Varale |Titel=Die Extremen. Fünf Jahrzehnte Sechster Grad |Verlag=Droemer Knaur |Ort=München |Datum=1981 |ISBN=3426036517 |Seiten=135}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenlage ==&lt;br /&gt;
Noch 1995 fand sich in der Bibliothek des [[Deutscher Alpenverein|Deutschen Alpenvereins]], einer der größten alpinistischen Fachbibliotheken, ihr Name nicht als Stichwort im Katalog, ein Schicksal, das sie beispielsweise mit [[Beatrice Tomasson]] und [[Ilona und Rolanda von Eötvös]] teilte. Die Kletterführer- und Fachautorin [[Anette Köhler]] bewertete dies als historische „Frauenleiche im Keller“ der Alpenvereine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhler&amp;quot;&amp;gt;Anette Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Frauenbergsteigen. Auf der Suche nach einer vergessenen Seite der alpinen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Alpenvereinsjahrbuch 1995, ISBN 3-7633-8058-2, S. 161 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mark Sebille: &amp;#039;&amp;#039;Paula Wiesinger: die legendäre Bergführerin und der König. Kletterpartien in den Dolomiten.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Niederländischen von Anna Gorter und Karin Simeoni. [[Edition Raetia]]: Bozen 2025, ISBN 978-88-7283-979-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{FISDB|AL|66160}}&lt;br /&gt;
* {{SKIDB|paola_wiesinger_ita_wwsnpa}}&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|83040}}&lt;br /&gt;
* {{Alpenarchiv|27/00130139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Weltmeisterinnen in der Abfahrt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1107046386|VIAF=147146937722313831617}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiesinger, Paula}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltmeister (Ski Alpin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienischer Meister (Ski Alpin)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bergsteiger (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiesinger, Paula&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienische Bergsteigerin, Skirennläuferin und Gastronomin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bozen]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seiser Alm]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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