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	<title>Paula Hertwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paula_Hertwig&amp;diff=765488&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schiplagerheide: Sprache</title>
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		<updated>2025-09-07T19:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df pk 0000281 045.jpg|mini|hochkant|Paula Hertwig 1947]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paula Julie Elisabeth Hertwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Oktober]] [[1889]] in [[Berlin]]; † [[31. März]] [[1983]] in [[Villingen-Schwenningen]]) war eine deutsche [[Biologe|Biologin]], [[Hochschullehrer]]in und Mitglied des [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtags]]. Als erste Frau in Deutschland wurde sie 1919 im Fach Zoologie [[Habilitation|habilitiert]]. Sie war Mitglied der [[Leopoldina]] und der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]. Paula Hertwig ist neben [[Emmy Stein]] eine der Begründerinnen der [[Strahlengenetik]]. Das [[Hertwig-Weyers-Syndrom]], das die [[Oligodaktylie]] beim Menschen als Folge einer Strahlenbelastung beschreibt, ist nach ihr und ihrem Kollegen [[Helmut Weyers]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df pk 0000278 004.jpg|mini|hochkant|Paula Hertwig auf dem Gründungskongress des [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|Demokratischen Frauenbunds Deutschlands]] am 7.–9. März 1947 im Admiralspalast in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Demokratischer Frauenbund Deutschlands (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des DFD&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für die Frau, Leipzig 1989, ISBN 3-7304-0223-4, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter von [[Oscar Hertwig]], Schwester des Anatomen [[Günther Hertwig]] und Nichte des Zoologen [[Richard von Hertwig|Richard Wilhelm Karl Theodor Ritter von Hertwig]] studierte Zoologie, Botanik und Chemie an der Universität Berlin und wurde 1916 zur Dr. phil. promoviert. Danach war sie Assistentin am Anatomisch-Biologischen Institut der Universität Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie habilitierte sich 1919 als erste Frau an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin im Fach Zoologie. Danach war sie an diesem Institut Privatdozentin für Allgemeine Biologie und Vererbungslehre. 1921 wurde sie zudem als Assistentin an das Institut für Vererbungslehre- und Züchtungsforschung der Landwirtschaftlichen Hochschule berufen, wo sie bei [[Erwin Baur]] arbeitete. Von 1927 bis 1945 war sie außerordentliche Professorin für Vererbungslehre am Biologisch-Anatomischen Institut der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität. Als erste Biologin an einer deutschen Universität unterrichtete sie dort Biologie für Medizinstudenten. 1940 wurde ihr die Leitung der Zoologischen Abteilung des Instituts für Vererbungslehre übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paula Hertwig, die der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Staatspartei]] angehörte, wurde 1932 Abgeordnete im [[Preußischer Landtag#Wahlperiode 1928–1932|Preußischen Landtag]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee248&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Februar 1933 erneut als Abgeordnete in den letzten Preußischen Landtag gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] gelang es ihr, dass 1934/35 zwei Jüdinnen promovierten, die damit in Italien und der Schweiz eine wissenschaftliche Karriere einschlagen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sie wurde 1937 Mitglied des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbundes]], trat aber nicht in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein. Ab 1937 arbeitete sie mit dem [[Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung]] zusammen und wurde Schriftführerin der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für Vererbungswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee248&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1939 arbeitete sie auch als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Vererbungs- und Züchtungsforschung der Universität Berlin in Zehlendorf. In den Jahren 1941 bis 1942 beteiligte sie sich am DFG-Forschungsprojekt &amp;#039;&amp;#039;Erbschädigungsversuche an Mäusen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee248&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 erhielt sie einen Ruf an die Medizinische Fakultät der [[Universität Halle]], wo sie 1948 Lehrstuhlinhaberin für Allgemeine Biologie und Vererbungslehre wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee248&amp;quot; /&amp;gt; Auf dem Gründungskongress des [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|Demokratischen Frauenbundes Deutschlands]] (DFD) im März 1947 wurde sie zum Mitglied des Bundesvorstandes gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. März 1947, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Bedeutung für den DFD wurde in der Dissertation von Grit Bühler im Zusammenhang mit den anderen Protagonistinnen herausgearbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Grit Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Eigenmächtig, frauenbewegt, ausgebremst. Der Demokratische Frauenbund Deutschlands und seine Gründerinnen (1945–1949).&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Campus, Frankfurt am Main / New York 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1947 bis 1948 war sie Vorsitzende des Landesverbandes [[Sachsen-Anhalt]] des DFD und von März 1948 bis März 1949 Mitglied des [[Liste der Mitglieder des 1. Volksrates der SBZ|1.&amp;amp;nbsp;Volksrates]] in der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1953 wurde sie zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. Seit 1955 war sie Mitglied der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.saw-leipzig.de/de/mitglieder/hertwigp |titel=Mitglieder der SAW: Paula Hertwig |hrsg=Sächsische Akademie der Wissenschaften |abruf=2016-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1956 erhielt sie den [[Nationalpreis der DDR]] sowie den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Bronze&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Mai 1956, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1959 den Titel [[Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]]. Im Jahr darauf wurde sie emeritiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee248&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 siedelte Hertwig nach Villingen in den Schwarzwald über; im Juni desselben Jahres verlieh ihr die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paula Hertwig starb am 31. März 1983 im Alter von 93 Jahren in Villingen-Schwenningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1944: Theobald-Christ-Preis der Senkenbergischen Stiftungen Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 1949: Ehrendoktorwürde der Universität Halle&lt;br /&gt;
* 1953: Mitglied der Leopoldina&lt;br /&gt;
* 1955: Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften&lt;br /&gt;
* 1956: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze, Nationalpreis 3.&amp;amp;nbsp;Klasse&lt;br /&gt;
* 1959: Titel „Hervorragender Wissenschaftler des Volkes“&lt;br /&gt;
* 1972: Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=paula-hertwig|lemma=Hertwig, Paula|autor=Sybille Gerstengarbe|band=1|idNum=1388}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas Herbst]] (Hrsg.), Winfried Ranke, Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Organisationen und Institutionen, Abteilungsgewerkschaftsleitung, Liga für Völkerfreundschaften&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-16348-9, S. 190 (rororo-Handbuch 6348).&lt;br /&gt;
* Sybille Gerstengarbe: &amp;#039;&amp;#039;Paula Hertwig: Genetikerin im 20. Jahrhundert; eine Spurensuche&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Verlags-Gesellschaft, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8047-3030-4 (Reihe Acta Historica Leopoldina).&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Kompisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-412-20188-3, S. 150.&lt;br /&gt;
* Grit Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Eigenmächtig, frauenbewegt, ausgebremst. Der Demokratische Frauenbund Deutschlands und seine Gründerinnen (1945–1949).&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Campus, Frankfurt am Main / New York 2022, ISBN 978-3-593-51602-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116753641}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=116753641 |Name=Hertwig, Paula Julie Elisabeth |NDB-online=1 |Autor=Sybille Gerstengarbe |Datum=2022-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116753641|LCCN=no2012099669|VIAF=17981793}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hertwig, Paula}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFD-Funktionärin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hertwig, Paula&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hertwig, Paula Julie Elisabeth (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Biologin, Hochschullehrerin und Politikerin, MdV, MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Oktober 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. März 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Villingen-Schwenningen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schiplagerheide</name></author>
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