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	<title>Paul Wittek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:42:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>2001:9E8:AF8:4A00:653C:B0AC:8F41:5D1B: /* Leben */Eine Link zu einem Wikipedia Artikel hinzugefügt (Nomadenthese)</title>
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		<updated>2024-01-28T08:18:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;Eine Link zu einem Wikipedia Artikel hinzugefügt (Nomadenthese)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Wittek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Januar]] [[1894]] in [[Baden (Niederösterreich)|Baden bei Wien]]; † [[13. Juni]] [[1978]] in [[Eastcote]], [[Middlesex]]) war ein [[österreich]]ischer [[Orientalist]] und [[Historiker]]. Seine 1938 formulierte [[Ghazi-These]] war bis in die 1980er Jahre die wohl einflussreichste und dominierende Erklärung der Formation des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wittek wurde bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Reserveoffizier zu einem Artillerieregiment eingezogen. Schon im Oktober 1914 wurde er in [[Galizien]] am Kopf verwundet und zur Genesung nach Wien gebracht. Im Anschluss diente er zunächst am [[Isonzo]] und wurde 1917 als Militärberater ins Osmanische Reich abkommandiert, wo er in [[Istanbul]] und Syrien bis Kriegsende stationiert blieb. Während dieser Zeit lernte Wittek [[Osmanische Sprache|Osmanisch]] und gewann die Patronage von [[Johann Heinrich Mordtmann]], dem damaligen deutschen Konsul in Istanbul. Nach dem Ende des Krieges kehrte Wittek nach Wien zurück und setzte sein bereits vor Kriegsausbruch begonnenes Studium der [[Alte Geschichte|Alten Geschichte]] fort. 1920 wurde er mit der Dissertation „Die Entstehung der Zenturienordnung. Studie zur ältesten römischen Sozial- und Verfassungsgeschichte“ promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wittek trug in Wien zur Entstehung der noch jungen Disziplin der [[Osmanistik]] bei. So war er Mitherausgeber und Autor für die erste wissenschaftliche Zeitschrift auf diesem Gebiet, den von 1921 bis 1926 herausgegebenen „Mitteilungen zur osmanischen Geschichte“. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich Wittek außerdem als Journalist für die [[Österreichische Rundschau]]. Für das [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutsche Archäologische Institut]] war er ab 1924 in Istanbul tätig. Er beschäftigte sich dort mit der frühosmanischen [[Epigraphik]]. Zusammen mit türkischen Historikern konnte er verhindern, dass das [[Osmanisches Archiv|Osmanische Archiv]] als Papierabfall nach Bulgarien verkauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aufstieg des Nationalsozialismus siedelte Wittek 1934 nach Belgien um, wo er bei [[Henri Grégoire (Byzantinist)|Henri Gregoire]] am Institut für byzantinische Studien in Brüssel arbeitete. Nach dem Angriff Deutschlands auf Belgien floh Wittek in einem kleinen Boot nach England, wo er zunächst als feindlicher Ausländer interniert wurde. Durch Unterstützung britischer Orientalisten kam er schließlich frei und fand eine Anstellung an der [[University of London]]. Nach dem Krieg kehrte er zu seiner Familie zurück, die in Belgien geblieben war. Bereits 1948 kehrte er nach London zurück und übernahm den neu geschaffenen Lehrstuhl für Türkisch an der [[School of Oriental and African Studies]], den er bis zu seiner Emeritierung 1961 innehatte. 1969 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der [[British Academy]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/fellows/paul-wittek-FBA/| titel=Fellows: Paul Wittek| hrsg=British Academy| zugriff=2020-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wittek, der dem [[George-Kreis]] nahestand, hat wenig publiziert, ist aber in seiner Disziplin sehr wirkmächtig geworden. Seine einzigen Bücher, „Das Fürstentum Mentesche“ und „The Rise of the Ottoman Empire“ erschienen in den 1930er Jahren. Im letzteren formulierte Wittek seine [[Ghazi-These]], der zufolge die Ideologie des religiös motivierten Kampfes das wesentliche kohäsive Moment in der formativen Phase des Osmanischen Reiches war. Die Ghazi-These war bis [[Rudi Paul Lindner]]s [[Nomadenthese]] in den 1980ern die vorherrschende Sicht auf die Entstehungszeit des osmanischen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Siehe das Schriftenverzeichnis in &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitschrift für Kunde des Morgenlandes&amp;#039;&amp;#039; 68 (1976), S. 1–7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Kreiser]]: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Paul Wittek&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Istanbuler Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 29 (1979), S. 5–6. &lt;br /&gt;
* Stanford J. Shaw: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam: Professor Paul Wittek, 1894-1978&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Middle East Studies&amp;#039;&amp;#039;  10 (1979), S. 139–141.&lt;br /&gt;
* John Wansbrough: &amp;#039;&amp;#039;Obituary: Paul Wittek&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the School of Oriental and African Studies&amp;#039;&amp;#039; 42 (1979), S. 137–139.&lt;br /&gt;
* Colin Heywood: &amp;#039;&amp;#039;Wittek and the Austrian tradition&amp;#039;&amp;#039;, In: Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland (1988), S. 7–25.&lt;br /&gt;
* Colin Heywood: &amp;#039;&amp;#039;A Subterranean History: Paul Wittek (1894-1978) and the Early Ottoman State&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt des Islams&amp;#039;&amp;#039;, New Series 38 (1998), S. 386–405.&lt;br /&gt;
* Colin Heywood: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Boundless Dreams of the Levant&amp;quot;: Paul Wittek, the George-&amp;quot;Kreis&amp;quot;, and the Writing of Ottoman History&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland&amp;#039;&amp;#039; (1989), S. 32–50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117420824}}&lt;br /&gt;
* [http://www.esf.uni-osnabrueck.de/biographien-sicherung/w/369-wittek-paul Utz Maas: &amp;#039;&amp;#039;Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117420824|LCCN=n/82/158283|VIAF=29602521}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wittek, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turkologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (London)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wittek, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Orientalist und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Januar 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Baden (Niederösterreich)|Baden bei Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juni 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eastcote]], Middlesex&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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