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	<title>Paul Werner Hoppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:28:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-20T18:25:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Werner Hoppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Februar]] [[1910]] in [[Berlin]]; † [[15. Juli]] [[1974]] in [[Bochum]]) war ein deutscher [[Schutzstaffel|SS]]-Führer und [[KZ-Kommandant|Kommandant]] der Konzentrationslager [[KZ Stutthof|Stutthof]] und [[KZ Wöbbelin|Wöbbelin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hoppes Vater war Architekt, der bereits 1912 verstarb, Hoppe wuchs daher unter dem Einfluss seines Patenonkels auf, der [[Bildungsbürgertum|bildungsbürgerlichen]], demokratischen Kreisen zugerechnet wurde. Nach [[Abitur]] und Gärtnerlehre begann Hoppe im Herbst 1931, an der [[Technische Hochschule Berlin|Technischen Hochschule Berlin]] Garten- und Landschaftsbau zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1932 schloss Hoppe sich dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund]] an und überwarf sich mit seinem Onkel, der ihm bis dahin Wohnung und Unterstützung gewährt hatte. Hoppe trat der Studenten-[[Sturmabteilung|SA]] bei, nahm an paramilitärischen Lehrgängen teil und wurde Anfang 1933 Mitglied der SS. Sein Studium führte er nicht zum Abschluss. Zum 1. April 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.596.491).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, R 9361-IX KARTEI/16861198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1934 wurde Hoppe zur SS-Führerausbildung angemeldet und begann einen vorbereitenden Infanterie-Lehrgang. Im April 1935 wurde er zum Führerlehrgang der [[SS-Junkerschule Braunschweig]] zugelassen. Danach absolvierte Hoppe einen Lehrgang im [[KZ Dachau]], wurde im April 1936 in das SS-Führerkorps aufgenommen und Zugführer der Wachmannschaft des [[KZ Lichtenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1936 ehelichte er Charlotte Baranowski, eine Tochter des Kommandanten von Lichtenburg und später des [[KZ Sachsenhausen]], [[Hermann Baranowski]]. Ab 1938 war Hoppe in führender Stellung am Ausbau der [[SS-Totenkopfverbände]] tätig, nachdem er bereits im Juli 1937 zum Adjutanten der 1.&amp;amp;nbsp;SS-Totenkopfstandarte „Oberbayern“ befördert worden war. Im November 1938 wurde er Adjutant von [[Theodor Eicke]], dem Leiter der [[Inspektion der Konzentrationslager]], in Dachau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Hoppe von Eicke zum Divisionsadjutanten der [[SS-Division Totenkopf|SS-Totenkopf-Division]] ernannt und nahm zunächst wahrscheinlich am [[Überfall auf Polen]] und anschließend am „[[Westfeldzug]]“ teil. Ab 1941 war Hoppe an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] eingesetzt. Im Frühjahr 1942 wurde er in der [[Kesselschlacht von Demjansk]] verwundet. Nach dem Lazarettaufenthalt wurde Hoppe, der als nicht mehr kriegsverwendungsfähig galt, ab dem 1. September 1942 als Kommandant im [[KZ Stutthof]] eingesetzt. Mit dieser Versetzung erfolgte seine Beförderung zum [[SS-Sturmbannführer]]. [[Richard Glücks]], seit November 1939 Inspekteur der Konzentrationslager, begründete die Entscheidung, Hoppe als Lagerkommandant einzusetzen, folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hoppe war Zugführer und Regimentsadjutant bei der ehemaligen SS-Totenkopfstandarte Oberbayern. In diesen Dienststellungen hat er den inneren und äußeren Dienst in einem Konzentrationslager von Grund auf kennengelernt. Weiter hat er als Adjutant des SS-Obergruppenführers Eicke, als er noch Inspekteur der Konzentrationslager war, Einblick in alle Fragen der Konzentrationslager genommen. Ich halte ihn aus diesem Grunde zur Verwendung als Lagerkommandant für besonders geeignet. SS-Hauptsturmführer Hoppe ist mir aus der Zeit, als er in der 1. SS-Totenkopfstandarte Oberbayern Dienst tat und besonders, als er Adjutant des SS-Obergruppenführers Eicke war, persönlich gut bekannt. Hoppe ist ein außerordentlich begabter und weit über dem Durchschnitt kluger SS-Mann. Er hat seinen Dienst stets zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten versehen. Hervorheben möchte ich, das&amp;lt;!-- sic? --&amp;gt; er durch seinen charakterlichen Ernst und dadurch, das&amp;lt;!-- sic? --&amp;gt; er frei von Schwächen ist, mir besonders geeignet für die Dienststellung eines Lagerkommandanten erscheint.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schreiben des Leiters der Amtsgruppe D Glücks des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes an den Leiter des SS-Personalhauptamtes in Berlin am 24. Juli 1942&amp;#039;&amp;#039; Zitiert bei: Carina Baganz: &amp;#039;&amp;#039;Zehn Wochen KZ Wöbbelin – Ein Konzentrationslager in Mecklenburg 1945&amp;#039;&amp;#039;. Wöbbelin, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Sommer 1944 kamen 47.000 jüdische Häftlinge aus östlichen Lagern nach Stutthof. Hoppe schickte „arbeitsunfähige“ Juden oft weiter nach Auschwitz. Andere ließ er im eigenen „Judenlager“ [[Selektion (Konzentrationslager)|selektieren]] und durch Giftspritzen oder [[Genickschuss|Genickschüsse]] ermorden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Herbert, Karin Orth, Christoph Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Frankfurt 2002, ISBN 3-596-15516-9, S. 769.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1944 wurde ein Eisenbahnwaggon als [[Gaskammer (Massenmord)|Gaskammer]] umgerüstet und kurzzeitig zur Tötung benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Herbert u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; S. 770.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang 1945 spielte Hoppe eine wichtige Rolle bei der Evakuierung der Konzentrationslager im nördlichen Teil des Reiches. Er ließ als Verantwortlicher das [[KZ Wöbbelin]] als Ausweichlager für das [[KZ Neuengamme]] herrichten und befahl die Räumung des Lagers in Stutthof. Die letzten Häftlinge wurden von dort auf dem Seeweg in die Lübecker Bucht geschafft und fielen bei [[Neustadt (Holstein)]] einem [[Cap Arcona (Schiff, 1927)#Exkurs: Die Erschießung der Stutthof-Häftlinge|Massaker]] zum Opfer. Kurz vor der [[Kapitulation der Wehrmacht]] wurde Hoppe noch zum [[SS-Obersturmbannführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Hoppe flüchtete Anfang Mai 1945 über die [[Rattenlinie Nord]] nach Flensburg, wo er offenbar gefälschte Papiere erhielt und untertauchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Link: &amp;#039;&amp;#039;„Rattenlinie Nord“. Kriegsverbrecher in Flensburg und Umgebung im Mai 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Paul, Broder Schwensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mai ’45. Kriegsende in Flensburg.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 2015, S.&amp;amp;nbsp;22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1946 wurde er gefasst, konnte aber im Herbst 1949 aus dem [[Internierungslager]] in die Schweiz flüchten. Im Dezember 1952 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde im April 1953 verhaftet. Hoppe bestritt eine Beteiligung am Massaker bei Neustadt. 1955 wurde er vom Landgericht Bochum zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das Gericht stufte ihn als „irregeleitet und verführt“ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gereon Asmuth |Titel=Historisches Urteil gegen NS-Verbrecher: Die Geschichte irregeleiteter Justiz |Sammelwerk=[[die tageszeitung|taz]] |Datum=2024-08-20 |Online=https://taz.de/Historisches-Urteil-gegen-NS-Verbrecher/!6031505/ |Abruf=2024-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. 1957 wurde er in zweiter Instanz wegen seiner Tätigkeit in Stutthof zu neun Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Dezember 1960 wurde Hoppe aus der [[Justizvollzugsanstalt Münster|JVA Münster]] entlassen und führte ein unauffälliges Leben bis zu seinem Tod im Jahre 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Herbert]], [[Karin Orth]], [[Christoph Dieckmann (Historiker)|Christoph Dieckmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Fischer (Tb.), Frankfurt 2002, ISBN 3-596-15516-9.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* Carina Baganz: &amp;#039;&amp;#039;Zehn Wochen KZ Wöbbelin – Ein Konzentrationslager in Mecklenburg 1945.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin 2000&lt;br /&gt;
* „LG Bochum 4. Juni 1957“. In: Irene Sagel-Grande, H. H. Fuchs, C. F. Rüter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966&amp;#039;&amp;#039;. Band XIV. University Press, Amsterdam 1976, Nr. 446, S. 147–234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124376908|VIAF=18155356}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hoppe, Paul Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Lichtenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Stutthof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hoppe, Paul Werner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KZ-Kommandant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bochum]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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