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	<title>Paul Treibe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:16:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Treibe&amp;diff=2245754&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: https, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-04-06T11:23:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Treibe.JPG|miniatur|Treibe als Student (1896).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Treibe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. April]] [[1876]] in [[Druschba (Kaliningrad)|Allenburg]], [[Landkreis Wehlau|Kr. Wehlau]], [[Ostpreußen]]; † [[31. Dezember]] [[1956]] in [[Berlin-Zehlendorf]]) war ein deutscher [[Verwaltungsrecht|Verwaltungsjurist]] und [[Ministerialbeamter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Treibe stammte aus dem Allenburger Pfarrhaus&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Druschba (Kaliningrad)#Pfarrer]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und besuchte das [[Königliches Wilhelms-Gymnasium (Königsberg)|Königliche Wilhelms-Gymnasium Königsberg]]. Ab dem Wintersemester 1895/96 studierte er an der [[Albertus-Universität Königsberg]] [[Rechtswissenschaft]], [[Staatswissenschaften]] und [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonomie]]. Im selben Semester wurde er Mitglied des [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, 87/876.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als die [[Universität Straßburg|Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg]] vom 29. April bis zum 2. Mai 1897 ihr 25-jähriges Bestehen feierte, war Treibe Vertreter des [[Königsberger Senioren-Convent]]s. Er bestand 1898 das Referendarexamen und 1904 die Assessorprüfung. 1906 wechselte er als [[Regierungsassessor]] in die innere Verwaltung des [[Königreich Preußen|Königreichs Preußen]]. 1905 begann er seinen Dienst bei der [[Preußische Staatseisenbahnen|Preußischen Staatseisenbahn]] in Berlin. Danach kam er nach [[Bydgoszcz|Bromberg]] und [[Essen]], wo er 1911 [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] in der [[Eisenbahndirektion Essen|Reichsbahndirektion Essen/Ruhr]] wurde. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er als [[Reserveoffizier]] im [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 2 (1806)|1. Ostpreußischen Grenadierregiment Nr. 1 „Kronprinz“]]. Mit ihm zog er nach Frankreich. Wegen einer [[Verwundung]] wurde er 1915 zum [[Generalgouvernement Belgien]] versetzt, bis er 1916 auf Antrag seines Ministers für den Zivildienst freigestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] seit 1924 [[Oberregierungsrat]] und Verkehrsleiter der Generalbetriebsleitung Essen, wurde er 1924 Abteilungsleiter im Range eines Vizepräsidenten. 1935 wurde Treibe als [[Abteilungsleiter]] der Tarif- und Verkehrsabteilung der Hauptverwaltung der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft]] bestellt. 1936 als Nachfolger von [[Johannes Vogt]] zum Direktor und Vorstandsmitglied der Reichsbahngesellschaft in Berlin berufen, wurde er am 10. Februar 1937 mit der Eingliederung der Reichsbahn in die Reichsverwaltung [[Ministerialdirektor]] im [[Reichsverkehrsministerium]] (RVM).&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Funktion als Leiter der „Abteilung E I, Eisenbahn-Tarif- und Verkehrsabteilung“ arbeitete er auch am [[Vierjahresplan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich antijüdische Maßnahmen der Reichsbahn seit 1933 weitgehend auf den Personalbereich beschränkten, rückte Treibes Abteilung seit den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] in den Vordergrund. Unter seiner Verantwortung standen daher unter anderem Maßnahmen, mit denen [[Juden|jüdische]] Familien und Kinder von den üblichen Familien- und Schülerermäßigungen ausgeschlossen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich soweit betriebliche Belange der Reichsbahn betroffen waren, erhob seine Abteilung Einspruch, so etwa hinsichtlich vorgesehener Kontrollen von Auslandsreisenden an den [[Grenzbahnhof|Grenzbahnhöfen]] und der dadurch befürchteten Verspätungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] begannen im besetzten [[Polen]] erste [[Deportation]]en von Polen und Juden. Organisatorisch wurden die Transporte in der Betriebsabteilung E II des RVM abgewickelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die entsprechenden Sondertarife war Treibes Abteilung E I zuständig. Angesichts der verschärften Anforderungen durch das im Juni 1941 begonnene [[Unternehmen Barbarossa]] gab die Abteilung E II am 14. Juli 1941 einen grundlegenden Erlass zu Reisesonderzügen heraus, der u.&amp;amp;nbsp;a. auch die Stellung von Sonderzügen für den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]], Umsiedler und zur „Aussiedlung von Juden und [[Fremdvölkische|fremdvölkischen]] Personen“ regelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem ergänzenden, von Treibe am 26. Juli 1941 unterschriebenen Erlass wurde die Tarifierung von Sonderzügen geregelt. Sonderzüge auf Bestellung von [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]] und SD zur Beförderung in [[Konzentrationslager]] sowie zur Aussiedlung von „Juden und fremdvölkischen Personen“ erhielten entsprechend diesem Erlass einen Ermäßigung von 50 % auf den Fahrpreis 3. Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1941 folgte ein Erlass der Abteilung Treibes zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Juden, der unter anderem die Benutzung von [[Schlafwagen|Schlaf-]] und [[Speisewagen]] untersagte, für Juden ausschließlich die 3. Klasse vorsah und die Nutzung von Sitzplätzen und Warteräumen beschränkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1942 stand die Reichsbahn infolge der hohen Anforderungen des Krieges am Rande einer ernsthaften Transportkrise. Deren Lösung wurde durch [[Adolf Hitler|Hitler]] dem neuen Staatssekretär im RVM, [[Albert Ganzenmüller]] übertragen. Ganzenmüller sorgte unter anderem für eine deutliche Verjüngung der Leitungsebenen im Verkehrsministerium und den Reichsbahndirektionen. Zum 1. Juni 1942 wurde auch der zu diesem Zeitpunkt bereits 66-jährige Treibe pensioniert. Sein Nachfolger war [[Fritz Schelp]].&amp;lt;ref&amp;gt;Corpszeitung der Altmärker-Masuren 19 (1956), S. 76–79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Corpszeitung der Altmärker-Masuren 20 (1957), S. 108–111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch während seiner amtlichen Tätigkeit war Treibe [[Aufsichtsratsvorsitzender]] des [[Deutsches Reisebüro|Deutschen Reisebüros]]. Nach der Pensionierung leitete er es bis in die Nachkriegszeit als Geschäftsführer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Schmidt-Torner]], in: Corpszeitung der Altmärker-Masuren 79 (1986), S. 2367–2369.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] 2. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Verdienstkreuz für Kriegshilfe (Preußen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Mitgliedern des Corps Masovia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred B. Gottwaldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsbahn und die Juden 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 2011, S. 441.&lt;br /&gt;
* Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, ISBN 978-3-938485-64-4, (Schriftenreihe des Centrum Judaicum 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133789403}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/00a/adr/adrsz/kap1_2/para2_89.html Akten der Reichskanzlei]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133789403|VIAF=77513858}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Treibe, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Preußische Staatseisenbahnen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorstand (Deutsche Reichsbahn 1920–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Treibe, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ministerialbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Druschba (Kaliningrad)|Allenburg]], [[Landkreis Wehlau]], [[Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Zehlendorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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