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	<title>Paul Thiersch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T01:46:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Thiersch&amp;diff=1024107&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: Kat erg.</title>
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		<updated>2025-11-02T15:42:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thiersch-paul-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s100.jpg|mini|Paul Thiersch]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Thiersch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1879]] in [[München]]; † [[15. November]] [[1928]] in [[Hannover]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Architekt]]. Von 1915 bis 1928 war er Leiter der Kunstgewerbeschule [[Halle (Saale)|Halle]] an der [[Burg Giebichenstein]], aus der später die [[Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Paul Thiersch entstammte der Familie [[Thiersch (Familie)|Thiersch]], aus der zahlreiche Architekten, Wissenschaftler und Künstler hervorgingen. Sein Großvater war der bedeutende Philologe und Theologe [[Heinrich Wilhelm Josias Thiersch]], sein Vater der Architekt und Hochschullehrer [[August Thiersch]] und sein älterer Bruder der klassische Archäologe [[Hermann Thiersch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bühnenbild Fidelio (Thiersch).jpg|mini|Thierschs Bühnenbildentwurf für [[Fidelio]], 1. Akt (Aquarell 1920)]]&lt;br /&gt;
Nach dem Realschulabschluss und einer kurzen Maurertätigkeit absolvierte er 1897/98 das [[Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften|Technikum in Winterthur]] und 1900/01 die künstlerische Ausbildung an der [[Allgemeine Gewerbeschule Basel|Gewerbeschule in Basel]]. Von 1901 bis 1904 studierte er an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule in München]] unter anderem bei [[Martin Dülfer]] und [[Theodor Fischer]]. Nach Beendigung seines Studiums übernahm Thiersch eine Stelle am Münchner Stadtbauamt. 1906 wurde er Büroleiter bei dem [[Düsseldorf]]er Architekten und Maler [[Peter Behrens]], 1907 wechselte er nach [[Berlin]], um in derselben Funktion bei [[Bruno Paul]] zu arbeiten. Von 1908 bis 1915 unterrichtete er an der [[Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin]] als Assistenzlehrer im Fach Architekturzeichnen. 1909 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro in Berlin. Über seinen Schwager [[Kurt Hildebrandt]] kam er in Berlin in Kontakt mit einem intellektuellen Kreis, der sich in [[Berlin-Lichterfelde|Lichterfelde]] sammelte. Der Zirkel, dessen zentrale Figuren vor allem [[Friedrich Wolters]] und [[Berthold Vallentin]] waren, wendete sich nach anfänglichem Anschluss an den Historiker [[Kurt Breysig]] zunehmend dem Dichter [[Stefan George]] zu, der die Runde besucht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thiersch bewarb sich 1915 um die Leitung der Halleschen Handwerkerschule und wurde auf Empfehlung Bruno Pauls aus einem Kreis von 76 Bewerbern zum Direktor berufen. Er reformierte die Schule im Sinne des [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbundes]] zu einer modernen Bildungsstätte, die ab 1918 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Handwerker- und Kunstgewerbeschule Halle&amp;#039;&amp;#039; und ab 1922 (nach Umzug in die Räume der Unterburg) die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Werkstätten der Stadt Halle, Staatlich-städtische Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein&amp;#039;&amp;#039; führte. Als Lehrkräfte verpflichtete er unter anderen [[Maria Likarz]] für das Fach kunstgewerbliches Entwerfen und Emaillieren, den Bildhauer [[Gustav Weidanz]] für das Fach Plastik, den Buchbinder [[Otto Pfaff]] für Handeinband, den Maler [[Erwin Hahs]] für Malerei und Grafik sowie ab 1920 seine ehemalige Schülerin [[Johanna Schütz-Wolff|Johanna Wolff]] für die Leitung der neu eingerichteten Textilklasse und der Handweberei. Thiersch selbst übernahm die Leitung der Fachklasse für Architektur und Raumgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Thiersch setzte die Schwerpunkte der gestalterischen Ausbildung auf die Idee des Gesamtkunstwerkes und stimmte darin mit grundsätzlichen Ideen des [[Deutscher Werkbund|Werkbundes]] und des [[Bauhaus]]es überein. Philosophisch war er stark von den Ideen des George-Kreises beeinflusst, dessen aktives Mitglied er war. Indem er die freien Klassen für Malerei, Grafik, Plastik und Architektur etablierte, schuf Thiersch ein weit über die Kunstgewerbeschule reichendes Ausbildungspotenzial. Sein Programm wird noch heute durch die Fachbereiche der &amp;#039;&amp;#039;Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein&amp;#039;&amp;#039; repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Giebichensteinwinternacht.jpg|mini|Kröllwitzer Brücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grab Paul Thiersch.jpg|thumb|Das Grab von Paul Thiersch und seiner Ehefrau Franziska geborene Hildebrandt im Familiengrab auf dem [[Waldfriedhof Solln]] in München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle, kurz &amp;#039;&amp;#039;die Burg&amp;#039;&amp;#039; genannt, gehörte schon bald zu den führenden Kunstschulen in Deutschland. Auf Messen im In- und Ausland war sie mit Werkschauen und Exponaten sehr erfolgreich. Thiersch war auch selbst bemüht, als Architekt bei der Stadtgestaltung und Aufträgen für die Burg mitzuwirken. So war er unter anderem 1926 an der Gestaltung des Neubaus der [[Kröllwitzer Brücke]] über die Saale zusammen mit Gerhard Marcks beteiligt, die heute zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Im selben Jahr entwarf er das Bauprogramm für den neuen [[Flughafen Leipzig/Halle|Flughafen Halle/Leipzig]], von dem allerdings nur die Flugzeughalle realisiert wurde. Größere Erfolge erlangte Thiersch mit Projekten seines Meisterateliers für [[Bühnenbild|Bühnenausstattungen]], von denen er über 40 für Theater in Halle, [[Leipzig]] und [[Göttingen]] schuf. Von 1921 bis 1926 war Thiersch außerdem Leiter des [[Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)|Museums in der Moritzburg]] in Halle, eines Kunstmuseums von überregionaler Ausstrahlung. Unter seiner Leitung konnten Werke von [[Emil Nolde]], [[Franz Marc]] und [[Oskar Kokoschka]] erworben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hoffnung, endlich bauen zu dürfen, folgte er 1928 einer Berufung an die [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technische Hochschule Hannover]], Lehrstuhl für Raumkunst und Architektur. Zu seinem Nachfolger in Halle wurde der Bildhauer [[Gerhard Marcks]] berufen, den Thiersch 1925 vom [[Bauhaus]] in Dessau an die &amp;#039;&amp;#039;Burg&amp;#039;&amp;#039; geholt hatte. Schon wenige Wochen später starb Paul Thiersch erst 49-jährig in Hannover. Er wurde auf dem Münchener [[Waldfriedhof Solln]] bestattet, sein Grab ist erhalten. Ihm zu Ehren wurde in Halle eine Straße, die Paul-Thiersch-Straße im Stadtteil [[Südliche Neustadt (Halle)|Südliche Neustadt]], benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Thiersch war mit der Malerin &amp;#039;&amp;#039;Fanny Hildebrandt&amp;#039;&amp;#039; verheiratet. Sie hatten eine Tochter, [[Gemma Wolters-Thiersch]] (1907–1994), sowie zwei Söhne namens Stefan und Urban. Alle drei Kinder standen dem [[George-Kreis]] sehr nahe. Gemma wurde Goldschmiedin und war die Ehefrau von [[Friedrich Wolters]] von 1926 bis zu seinem Tod im Jahr 1930. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verband sie sich mit [[Alexander Schenk Graf von Stauffenberg]] und später mit [[Rudolf Fahrner]]. Gemeinsam trugen die drei Geschwister das Gedankengut [[Stefan George]]s in Projekten auf [[Juist]] (&amp;#039;&amp;#039;Weberhof&amp;#039;&amp;#039;) und in [[Überlingen]] am Bodensee (&amp;#039;&amp;#039;Haus am See&amp;#039;&amp;#039;) weiter. Stefan Thiersch (* 1911; † 1984) war Architekt und zeichnete für die baulichen Maßnahmen verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesammelte Werke. Herausgegeben von Stefano Bianca und Bruno Pieger. Band 1: Dichtung und Deutung. Band 2: Erinnerungen und Dokumente. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Urban Thiersch]] (* 1916; † 1984) war Bildhauer. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er zudem zeitweise persönlicher Adjutant von [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]] und tief in die Geschehnisse um das [[Attentat vom 20. Juli 1944]] involviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle|Burg Giebichenstein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg Giebichenstein – Dokumente 1915 bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Burg Giebichenstein, Halle/Saale 1990.&lt;br /&gt;
* Burg Giebichenstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Staatliche Galerie Moritzburg Halle, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Halle 1992; ISBN 3-86105-076-5.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Fahrner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paul Thiersch – Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Mann, Berlin 1970, ISBN 3786140243.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Nauhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg Giebichenstein, Geschichte einer deutschen Kunstschule, 1915–1933&amp;#039;&amp;#039;, E. A. Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00539-3.&lt;br /&gt;
* [[Katja Schneider (Kunsthistorikerin)|Katja Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Thiersch und die Bühne (Ausstellungskatalog).&amp;#039;&amp;#039; Staatliche Galerie Moritzburg, Halle/Saale 1995, ISBN 3-86105-121-4.&lt;br /&gt;
* [[Paul Trommsdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1931, S. 100.&lt;br /&gt;
* [[Verein für hallische Stadtgeschichte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte]] 2004.&amp;#039;&amp;#039; Janos Stekovics, Halle/Saale 2004, ISBN 3899230884.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Wölffling]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Thiersch und seine Beziehungen zum Stefan-George-Kreis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;1915 - 1990. 75 Jahre Burg Giebichenstein. Beiträge zur Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Burg Giebichenstein, Halle/Saale 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.burg-halle.de/hochschule/hochschulkultur/geschichte.html Paul Thiersch in www.burg-halle.de]&lt;br /&gt;
* [https://mediatum.ub.tum.de/1087100 Nachlass Paul Thiersch im Architekturmuseum der TU München]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118757059}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie|GND=118757059}}&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|118757059}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118757059}}&lt;br /&gt;
* {{Findagrave|262859586}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118757059|LCCN=nr/92/41568|VIAF=25398057}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thiersch, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühnenbildner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TH Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Thiersch|Paul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thiersch, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. November 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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