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	<title>Paul Straßmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T00:53:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Stra%C3%9Fmann&amp;diff=1573636&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-10T13:24:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Ferdinand Strassmann.png|mini|Paul Ferdinand Strassmann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Schumannstr 18 (Mitte) Paul Ferdinand Straßmann.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Schumannstraße 18, in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adele Paasch-Paul Straßmann-Mutter Erde fec.jpg|mini|Grabstein in Berlin-Wannsee mit einer zu seinen Lebzeiten geschaffenen Skulptur von [[Adele Paasch]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Ferdinand Straßmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Strassmann) (* [[23. Oktober]] [[1866]] in [[Berlin]]; † [[15. August]] [[1938]] in [[Gstaad]]) war ein deutscher [[Gynäkologie|Gynäkologe]], der sich besondere Verdienste um die [[Geburtshilfe]] erworben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paul Straßmann stammte aus einer bekannten jüdischen Familie, die aus der [[Provinz Posen]] stammend nach [[Berlin]] zog. Aus der Familie gingen bis 1913 acht Ärzte hervor, darunter so bekannte wie [[Ferdinand Straßmann|Ferdinand]], [[Fritz Straßmann (Mediziner)|Fritz]] und [[Wolfgang Straßmann]]. Paul Ferdinand wurde 1866 als ältester Sohn von [[Heinrich Straßmann]] (1834–1905), Königlicher Sanitätsrat, und Louise Levy in Berlin geboren. Er besuchte das Friedrichs-Gymnasium in Berlin, an welchem er mit 17 Jahren das schriftliche [[Abitur]] ablegte. Als Klassenbestem wurden ihm die mündlichen Prüfungen erlassen. Anschließend studierte er [[Medizin]] an den Universitäten in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. 1884 wurde er Mitglied der [[Berliner Burschenschaft Arminia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Elsheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1928, S. 512.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 488.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wieder in Berlin war er Ko-Assistent [[Ernst von Bergmann (Mediziner)|Ernst von Bergmanns]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1889 unter [[Robert Michaelis von Olshausen]] mit einer [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;„Zur Lehre von der mehrfachen [[Schwangerschaft]]“&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Von 1889 bis 1891 war er Assistent von [[Christian Adolf Hermann Löhlein]] an der Universitäts-Frauenklinik [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]]. Nach einem zweijährigen Studienaufenthalt in [[England]] arbeitete er von 1892 bis 1900 als Assistent bei [[Adolf Gusserow|Adolf Ludwig Sigismund Gusserow]] an der geburtshilflich-gynäkologischen Klinik der [[Charité]]. 1897 [[Habilitation|habilitierte]] sich Straßmann als [[Privatdozent]] für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Berliner Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1900 leitete Paul Straßmann eine von ihm gegründete Privat-Frauenklinik, die in der Schumannstraße 18 nach Plänen des Architekten [[Max Fraenkel]] 1908/1909 errichtet wurde. Die Familie hatte eine Stadtwohnung im Gebäude, dem &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Haus&amp;#039;&amp;#039;. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war Straßmann [[Ordination (Medizin)|ordinierender]] [[Chirurg]] im [[Lazarett]] [[Tempelhofer Feld]], und 1918 wurde ihm der Ehrentitel eines [[Geheimer Sanitätsrat|Geheimen Sanitätsrats]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 wurde Paul Straßmann Sekretär der Berliner Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie, 1925/6 deren Vorsitzender. 1906 wurde er zum Titular[[professor]], 1919 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Er wurde 1911 zum Ehrendoktor der [[University of Birmingham|Universität Birmingham]] ernannt und wurde 1923 in den Senat der Berliner Universität gewählt, dem er bis 1925 angehörte. Die &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Klinik&amp;#039;&amp;#039; war sehr erfolgreich und aufgrund der operativen Fähigkeiten von Paul Straßmann weit bekannt, so dass sie von vielen Chirurgen und Gynäkologen besucht wurde, wie beispielsweise von [[William James Mayo|William James]] und [[Charles Horace Mayo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Straßmann war deutschnational und gesellschaftsbewusst eingestellt und als weltlich erzogener [[Judentum|Jude]] 1895 zum evangelischen Glauben konvertiert. Er war mit Hedwig Rosenbaum verheiratet und hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Am bekanntesten ist die Schauspielerin und Sportfliegerin [[Antonie Straßmann]]. Sein Sohn [[Erwin Strassmann|Erwin Straßmann]] (1895–1972), wie sein Vater Professor für Gynäkologie, emigrierte mit Hilfe der Mayo-Brüder in die USA und wurde von ihnen an die [[Mayo-Klinik]] eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] entzogen die [[Nationalsozialist]]en Paul Straßmann die [[Lehrbefugnis]]. Zugleich wurde seine Klinik geschlossen, mit anschließendem Zwangsverkauf und Umzug nach Berlin-Dahlem. 1938 fuhr das Ehepaar Straßmann zum Urlaub und zum Wiedersehen mit zwei emigrierten Töchtern in die Schweiz. Dort erlitt Paul Straßmann einen Riss der Bauchspeicheldrüse, an dem er am 15. August 1938 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Straßmann wurde auf dem [[Friedhof Wannsee, Lindenstraße|Neuen Friedhof Wannsee]] beigesetzt. Das Familiengrab ist seit 1984 ein [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Haus&amp;#039;&amp;#039;, heute ein Bürogebäude, erinnert seit dem 10. September 2003 eine Gedenktafel an den verdienten [[Arzt|Mediziner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Mitarbeit am &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Geburtshilfe&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz von Winckel]], (Leipzig 1888, 1893).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die operative Vereinigung eines doppelten Uterus.&amp;#039;&amp;#039; Zbl Gyn 43 (1908), 1322–1335&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Arbeiten über&lt;br /&gt;
* vaginale Operationsverfahren, [[Extrauteringravidität|extrauterine]] Schwangerschaften u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m. in Fachzeitschriften&lt;br /&gt;
* Blutkreislauf bei Neugeborenen&lt;br /&gt;
* Händedesinfektion und Lysoform&lt;br /&gt;
* Die plastische Herstellung des [[Cavum uteri]] durch Einpflanzung der Tube&lt;br /&gt;
* Sport und [[Frauenkrankheiten]]&lt;br /&gt;
* Anleitung zu [[aseptisch]]er Geburtshilfe (Fachbuch, 1895)&lt;br /&gt;
* Aus der Medizin des [[Rinascimento]] (nach der Übersetzung von J.W. von [[Goethe]] über das Leben des [[Benvenuto Cellini]])&lt;br /&gt;
* Arznei- und Diätverordnungen für die gynäkologische Praxis (Berlin 1912, 1931)&lt;br /&gt;
* Gesundheitspflege des Weibes (Leipzig 1913)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Straßmann&amp;#039;&amp;#039; sind bis heute die &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Operation&amp;#039;&amp;#039; (operative Korrektur bei [[Gebärmutter]]fehlbildung) und das &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Zeichen&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Phänomen&amp;#039;&amp;#039;) zur Feststellung der bereits erfolgten Lösung der [[Plazenta]] nach der Geburt (ein Klopfen an der Gebärmutter ist an der Nabelschnur nicht mehr tastbar) verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Pagel-1901 |ErsteSp=1667 |LetzteSp=1668 |spezialkapitel=Strassmann,+Paul+Ferdinand |BK-Nummer= |kapiteltext=Strassmann, Paul Ferdinand |bemerkung= |kurz= |zenoID=20008032955 |pl=nid/20008032955}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Wolfgang Paul Strassmann]] |Titel=Die Strassmanns. Schicksale einer deutsch-jüdischen Familie über zwei Jahrhunderte. |Verlag=Campus |Datum=2006 |ISBN=3-593-38034-X |Online={{Google Buch | BuchID=Myysrap_dXQC}}}}&lt;br /&gt;
**englische Fassung: &amp;#039;&amp;#039;The Strassmanns: Science, Politics, and Migration in Turbulent Times, 1793–1993.&amp;#039;&amp;#039; Berghan Books, New York 2008, ISBN 978-1-84545-416-6.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Winau]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Straßmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Jutta Lange-Quassowski, Volkmar Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Eine bedeutende Ärztedynastie: Die Strassmanns.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich Verlag, Berlin 2012, S. 13–26, ISBN 978-3-942271-70-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strassmann, Paul Ferdinand&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. Saur, München 1983, S. 1134&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117308536}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berlin.de/imperia/md/content/basteglitzzehlendorf/geschichte/wannsee_linden/stra_mann_p.pdf Paul Straßmann auf der Website von Berlin.de] (PDF; 55&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{LDLBerlin|09095908|Das denkmalgeschützte &amp;#039;&amp;#039;Straßmann-Haus&amp;#039;&amp;#039; in der Schumannstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117308536|VIAF=234890455}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strassmann, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Birmingham]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Strassmann|Paul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Straßmann, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Straßmann, Paul Ferdinand; Strassmann, Paul Ferdinand&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gynäkologe, der sich besondere Verdienste um die Geburtshilfe erworben hat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. August 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gstaad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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