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	<title>Paul Schlack - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:12:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Schlack&amp;diff=443115&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coronium: /* Leben und Werk */ Ergänze Beleg zu Geheimpatent von 1938</title>
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		<updated>2025-12-15T20:32:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; Ergänze Beleg zu Geheimpatent von 1938&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Theodor Schlack&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Dezember]] [[1897]] in [[Stuttgart]]; † [[19. August]] [[1987]] in [[Leinfelden-Echterdingen]]) war ein deutscher [[Chemiker]], Erfinder und Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Schlack zeigte ein frühzeitiges Interesse an der gerade aufkommenden Fotografie. Er besuchte das Stuttgarter [[Eberhard-Ludwigs-Gymnasium]], wo er mit 17 Jahren sein Abitur ablegte. Er musste zwischen 1915 und 1918 seinen Wehrdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ableisten. Anschließend konnte er sein 1915 begonnenes [[Studium der Chemie]] an der [[Technische Hochschule Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]] fortsetzen und legte dort 1921 seine Diplomprüfung ab. 1921/22 arbeitete er in einem wissenschaftlichen Privatlabor (von Troensegaard) in [[Kopenhagen]] über [[Proteine]], [[Polypeptid]]e und synthetische Eiweißfasern. Er kehrte dann nach Stuttgart zurück und entwickelte dort als Privatassistent von [[William Küster]] den [[Thiohydantoine|Thiohydantoin]]-Abbau von Peptiden. Das Verfahren wurde 1926 publiziert&amp;lt;ref&amp;gt;P. Schlack, W. Kumpf: &amp;#039;&amp;#039;Über eine neue Methode zur Ermittlung der Konstitution von Peptiden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hoppe-Seyler’s Zeitschrift für physiologische Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 154, Heft 1–3, S. 125–172, {{DOI|10.1515/bchm2.1926.154.1-3.125}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist heute unter der Bezeichnung [[Schlack-Kumpf-Abbau]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 wechselte er in die chemische Industrie und arbeitete am wissenschaftlichen Labor der Kunstseidenfabrik in [[Wolfen]] (später &amp;#039;&amp;#039;Agfa Wolfen&amp;#039;&amp;#039;). Von 1926 bis 1935 leitete er die Wolfener Außenstelle, die Forschungsabteilung der &amp;#039;&amp;#039;Aceta GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Lichtenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Joint Venture der [[I.G. Farben]] und der Vereinigte Glanzstofffabriken AG&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier beschäftigte sich Schlack mit der chemischen Modifikation von [[Acetatseide]] sowie mit [[Polyurethan]]en, [[Polyharnstoff]]en und [[Epoxidharz]]en. Unter anderem untersuchte er die Eignung von Linearpolymeren auf Polyvinyl-, Polyester- und Polyamidbasis zur Synthesefaserherstellung. Außerdem hielt er eines der frühesten Patente (Anmeldung 1934, Erteilung 1939) für Epoxidharze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=676117| Code=C| Titel=Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Polyamine| A-Datum=1934-12-11| V-Datum=1939-05-26| Anmelder=I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1935 wurde er zu Studienzwecken an die amerikanische Firma [[E. I. du Pont de Nemours and Company|DuPont]] delegiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeMusB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Experimenten entdeckte Schlack am 29. Januar 1938 die Polymerisierbarkeit des [[Caprolactam]]s und entwickelte daraus eine Polyamidfaser, die später die Bezeichnung [[Perlon]] erhalten sollte. Seine Erfindung wurde zwar [[patent]]iert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=748253| Code=C| Titel=Verfahren zur Herstellung verformbarer hochmolekularer Polyamide| A-Datum=1938-06-10| V-Datum=1944-10-30| Anmelder=Angabe unterbleibt (VO. vom 15.1.44 - RGBL II S.5)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeMusB&amp;quot;&amp;gt;Broschüre der BVG zu bedeutenden Personen: &amp;#039;&amp;#039;Paul Schlack, Erfinder des Perlon&amp;#039;&amp;#039;, Auszug als Kopie im Technik-Museum Berlin; S. 90f.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber geheim gehalten und unter dem Codenamen „Perluran“ im Rahmen der Kriegsvorbereitungen des [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Regimes]] zum militärisch wichtigen Material erklärt. Daraufhin liefen 1939 eine Anlage für grobe Fäden (sogenannten „Draht“) und 1940 eine Versuchsfabrik für Seide in Berlin-Lichtenberg an, die Großproduktion begann 1943 in [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]]. Daraus wurden vor allem Fallschirmbezüge und Zeltschnüre hergestellt. Im März 1945 wurde Schlack mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über lineare Polyamide mit Disulfidgruppen&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hallpap: [http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-25077/material5Endversion.pdf Promotionen und Habilitationen in der Chemie 1945 – 2000], Jena, 2012, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Berliner Forschungslabor im Februar 1945 nach [[Bobingen]] ausgelagert worden war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeMusB&amp;quot; /&amp;gt; wurde Schlack ab 1946 dort Betriebsleiter für die Fabrikation von Perlon für zivile Zwecke wie Förderbänder, Schnüre, Seile, Gurte, [[Reifencord]], technische Gewebe für Kabel und für die Fischerei sowie natürlich für Kleidung. Später wechselte er als technischer Direktor in die Kunstseidenfabrik der ehemaligen [[I.G. Farben]] in Bobingen, 1955 wurde er schließlich Leiter der Faserforschung in der Fa. [[Hoechst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 wurde Schlack zum [[Honorarprofessor]] für Textilchemie an der [[Universität Stuttgart|TH Stuttgart]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1944: Kriegsverdienstkreuz I. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeMusB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1953: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz]] (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1958: [[Adolf-von-Baeyer-Denkmünze]] der [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]]&lt;br /&gt;
* 1963: [[Ehrenmitglied des Britischen Textilinstituts]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.texi.org/MedalsHF.asp |text=Ehrenmitglieder des Textile Institute of Manchester |wayback=20080704122535 |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1968: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1987: [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[Max-Kehren-Medaille]] des Vereins Deutscher Textilveredlungsfachleute&lt;br /&gt;
* Der Preis der Europäischen Chemiefaserindustrie (CIRFS/Comité International de la Rayonne et des Fibres Synthétiques) ist nach Paul Schlack benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000008619|Paul Schlack}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|18|19|Schlack, Paul Theodor|Alexander Kipnis|128822228}}&lt;br /&gt;
* Winfried Pötsch u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Lexikon bedeutender Chemiker&amp;#039;&amp;#039;, Harri Deutsch, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1989, ISBN 3-8171-1055-3.&lt;br /&gt;
* Stefan Winneke: &amp;#039;&amp;#039;Paul Schlack (1897-1987). Perlonzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmuth Albrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Forscher und Gelehrte. Lebensbilder aus sechs Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. DRW-Verlag, Stuttgart 1992, S. 121–127, ISBN 3-87181-264-1.&lt;br /&gt;
* Bernd Klagholz: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschafts-Wunder-Stoff. Vor 75 Jahren hat Paul Schlack das Perlon erfunden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 64 (2013), Nr. 1, S. 73–75 (https://doi.org/10.53458/sh.v64i1.2746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.chf.de/benzolring/archiv/sc-1297.html Mehr Informationen beim Institut Dr.&amp;amp;nbsp;Flad, dessen Fördervereinigung „Verein der Freunde des Chemischen Instituts Dr.&amp;amp;nbsp;Flad&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;V.“ 1965 von Dr.&amp;amp;nbsp;Schlack mitbegründet wurde]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsches-strumpfmuseum.de/technik/garne/perlon/perlon.htm Infos über Perlon, Strümpfe und Dr.&amp;amp;nbsp;Schlack im Deutschen Strumpfmuseum]&lt;br /&gt;
* [http://plasticker.de/fachwissen/history_people_detail.php?id=14 &amp;#039;&amp;#039;Paul Schlack. Eine Faser macht noch kein Wirtschaftswunder&amp;#039;&amp;#039;. auf plasticker.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128822228|VIAF=74915058}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlack, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilchemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder (Textilwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leinfelden-Echterdingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlack, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schlack, Paul Theodor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Dezember 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leinfelden-Echterdingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coronium</name></author>
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