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	<title>Paul Rostock - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 18. Juli 2025 um 08:24 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Rostock (NS-Mediziner).jpg|mini|Paul Rostock als Angeklagter im Nürnberger Ärzteprozess]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Rostock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Januar]] [[1892]] in [[Kręcko|Kranz]], [[Landkreis Meseritz]]; † [[17. Juni]] [[1956]] in [[Bad Tölz]]) war ein deutscher [[Chirurg]], [[KZ-Arzt]] und Medizin-Funktionär. Ab 1943 war er der „Beauftragte für medizinische Wissenschaft und Forschung“ des „NS-Generalkommissars für das Sanitäts- und Gesundheitswesen“ [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ärztliche und wissenschaftliche Karriere ==&lt;br /&gt;
Paul Rostock gehörte von 1908 bis 1913 dem Königl. Preußischen Kadettenkorps an. Seit 1913 studierte er [[Medizin]] an den Universitäten [[Greifswald]] und [[Jena]]. Von 1915 bis 1918 leistete er Kriegsdienst. 1919 trat Rostock der [[DNVP]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 wurde er an der [[Universität Jena]] zum &amp;#039;&amp;#039;Dr. med&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Anschließend arbeitete er als Assistenzarzt in der chirurgischen Klinik der Universität Jena. Von 1927 bis 1933 war Rostock Oberarzt am Krankenhaus „[[Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil|Bergmannsheil]]“ in [[Bochum]], wo er Karl Brandt kennenlernte. Ab 1933 war Rostock ärztlicher Direktor in Berlin. 1935 wurde er [[Privatdozent]] für [[Chirurgie]]. 1936 wurde für ihn eine außerplanmäßige Stelle als [[Professor]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Süss&amp;quot;&amp;gt;aus: Winfried Süss: &amp;#039;&amp;#039;Der ‚Volkskörper‘ im Krieg: Gesundheitspolitik, Gesundheitsverhältnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland 1939 – 1945&amp;#039;&amp;#039; München, 2003, ISBN 3-486-56719-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Dezember 1937 beantragte Rostock die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.917.621).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/35701712&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurden ihm die Aufgaben eines beratenden Chirurgen der [[Wehrmacht]] übertragen. Am 20. Februar 1940 trat er dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund|Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund]] (Mitglieds-Nr. 31.569) bei. 1941 wurde Rostock auf Anordnung Hitlers zum ordentlichen Professor an der Universität Berlin und zum Leiter der II. Chirurgischen Universitätsklinik in der Charité ernannt, wo Karl Brandt als stellvertretender medizinischer Direktor und weitere prominente NS-Chirurgen tätig waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Von 1942 bis 1945 war Rostock [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der medizinischen Fakultät an der Universität Berlin. 1943 berief ihn der „Generalkommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen“ Karl Brandt zu seinem „Beauftragten für medizinische Wissenschaft und Forschung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Süss&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligung an Menschenversuchen ==&lt;br /&gt;
Mit Karl Brandt, [[Siegfried Handloser]], [[Oskar Schröder]], [[Karl Genzken]], [[Eugen Haagen]] und anderen NS-Funktionsträgern war Paul Rostock an der Planung und Durchführung verschiedener medizinischer Versuchsreihen an Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen beteiligt: In der Zeit von Dezember 1941 bis Februar 1945 an Typhusepidemie-Immunisierungsversuchen im [[KZ Natzweiler-Struthof|Konzentrationslager Natzweiler-Struthof]], zwischen Juni 1943 und Januar 1945 an Experimenten des [[Kriminaltechnisches Institut der Sicherheitspolizei|Kriminaltechnischen Instituts]] (KTI) der Sicherheitspolizei zur Erforschung der epidemischen Gelbsucht und zur Entwicklung eines entsprechenden Impfschutzes in den [[Konzentrationslager Sachsenhausen|Konzentrationslagern Sachsenhausen]] und Natzweiler sowie in der Zeit von Juli bis September 1944 an Meereswasserversuchen zugunsten der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] im [[Konzentrationslager Dachau]] in der biochemischen Versuchsstation im Krankenrevier Block 1.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ärzte&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stiftung-evz.de/content/view/5/18/ | wayback=20070312003154 | text=Medizinische Experimente an Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen}} Quelle: Stiftung &amp;quot;Erinnerung, Verantwortung und Zukunft&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nürnberger Ärzteprozess ==&lt;br /&gt;
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehörte Rostock als hochrangiger NS-Arzt zu den im [[Nürnberger Ärzteprozess]] angeklagten Personen, denen die Planung und die Organisation von [[Kriegsverbrechen]] und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] vorgeworfen wurden. Er wurde in diesem Verfahren von dem Rechtsanwalt [[Hans Pribilla]] verteidigt. Durch das Urteil des amerikanischen [[Militärgericht|Militärtribunals]] vom [[20. August]] [[1947]] wurde Rostock aus Mangel an Beweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;VdCadHW&amp;quot;&amp;gt;Marcus Mühlnikel: &amp;#039;&amp;#039;Von der Charité an die Hohe Warte&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 1/2007 des [[Nordbayerischer Kurier|Nordbayerischen Kuriers]], S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.law.umkc.edu/faculty/projects/ftrials/nuremberg/NurembergDoctorTrial.html |wayback=20110214173154 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Nuremberg Trials: The Doctors Trial&amp;#039;&amp;#039; }} Nürnberger Ärzteprozess (engl.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Haftentlassung ließ sich Rostock in [[Bayern]] nieder. Ab 1948 war er als Chefarzt im Versehrtenkrankenhaus in [[Possenhofen]] tätig, 1950 wurde er Chefarzt des [[Klinik Hohe Warte|Versehrtenkrankenhauses]] in [[Bayreuth]]. Nach vierjähriger Tätigkeit zog er 1954 nach Bad Tölz, wo er 1956 starb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VdCadHW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit [[Paul Diepgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Universitätsklinikum in Berlin. Seine Ärzte und seine wissenschaftliche Leistung (1810–1933).&amp;#039;&amp;#039; J. A. Barth, Leipzig 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der speziellen Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erkennung und Behandlung der Knochenbrüche und Verrenkungen.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unfallbegutachtung.&amp;#039;&amp;#039; 2., umgearbeitete Auflage. Berlin 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 142.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 260.&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102117209}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|102117209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Peter Zettel: [https://hz.zettel.biz/werdegang/ &amp;#039;&amp;#039;Werdegang meines Vaters.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chirurgischer Lehrstuhl I Berlin (Ziegelstraße)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102117209|LCCN=n/80/104115|VIAF=114748068}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rostock, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDÄB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rostock, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Chirurg und Hochschullehrer, Angeklagter im Nürnberger Ärzteprozess&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Kranz, [[Landkreis Meseritz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juni 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Tölz]], Oberbayern&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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