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	<title>Paul Rivet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Museumsleiter; Ergänze Kategorie:Museumsleiter (Frankreich)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Museumsleiter&quot; title=&quot;Kategorie:Museumsleiter&quot;&gt;Kategorie:Museumsleiter&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Museumsleiter_(Frankreich)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Museumsleiter (Frankreich) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Museumsleiter (Frankreich)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Rivet.jpeg|mini|Paul Rivet (1938)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Rivet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1876]] in [[Wasigny]] in den [[Ardennen]]; † [[21. März]] [[1958]] in [[Paris]]) war ein französischer [[Ethnologe]] und [[Arzt]]. Er war Mitbegründer des Völkerkundemuseums [[Musée de l’Homme]], das im [[Palais de Chaillot]] in Paris untergebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Paul Rivet studierte an der nationalen militärmedizinischen Hochschule von [[Lyon]] und erlangte 1897 seinen [[Doktor]]titel in [[Medizin]]. 1901 erhielt er das Angebot, als Arzt die französische [[geodät]]ische Mission zu begleiten, die sich nach [[Ecuador]] begab, um die von [[Charles Marie de la Condamine|de la Condamine]], [[Louis Godin]] und [[Pierre Bouguer]] zwischen 1735 und 1745 geführten Arbeiten mit genaueren Methoden und präziseren [[Messgerät|Instrumenten]] wieder aufzunehmen. Es ging darum, die [[Geografische Länge|Länge]] eines [[Meridianbogen]]s in einer gewissen Nähe zum [[Äquator]] zu messen. Nach Beendigung dieser Mission blieb er sechs Jahre lang in [[Südamerika]] und beobachtete die Bewohner der zwischen den [[Anden]] liegenden Täler. Zurück in Paris, wurde er [[wissenschaftlicher Assistent]] am [[Muséum national d’histoire naturelle]] und arbeitete seine südamerikanischen Studien auf. Seine Aufzeichnungen wurden zwischen 1912 und 1922 zusammen mit Arbeiten von [[René Verneau]], des damaligen Direktors des Museums, in zwei Teilen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ethnographie ancienne de l’Equateur&amp;#039;&amp;#039; (antike Ethnographie von Ecuador) veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 wirkte Paul Rivet an der Gründung des Instituts für [[Ethnologie]] an der [[Universität von Paris]] mit, das er zusammen mit [[Marcel Mauss]] leitete und an dem er einer der ersten Professoren war. 1928 trat er die Nachfolge von René Verneau an und wurde Direktor des Museums für Ethnographie des Trocadéro (MET), das zu dem Muséum national d’histoire naturelle gehörte. 1937 wurde das MET zum [[Musée de l’Homme]], das in dem, anlässlich der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Pariser Weltausstellung]] erbauten, Palais de Chaillot untergebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er vom Erziehungsminister [[Jérôme Carcopino]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Paul Demoule |Titel=Mais où sont passés les Indo-Européens? – Le mythe d’origine de l’Occident |Hrsg=Maurice Olender |Sammelwerk=Points Histoire |Nummer=525 |Auflage=2 |Verlag=Éditions du Seuil |Ort=Paris |Datum=2014 |ISBN=978-2-7578-6591-0 |Seiten=298 |Kommentar=édition revue et augmentée}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus seiner Funktion am Musée de l’Homme entfernt wurde, ging er 1942 aus dem [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutsch besetzten Frankreich]] nach [[Kolumbien]] und gründete dort das Institut für Anthropologie und das Museum für Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen theoretischen Arbeiten behauptet Rivet nicht nur, dass die Wiege des amerikanischen Menschen [[Asien]] ist, sondern auch, dass die Migration 6000 Jahre zuvor von [[Australien]] ausging, und kurze Zeit später von [[Melanesien]]. Sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Ursprung des amerikanischen Menschen&amp;#039;&amp;#039;, das 1943 erschien, enthält linguistische und anthropologische Argumente, die darauf abzielen, seine These der Migration zu beweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 kehrte er nach Paris zurück und nahm wieder seine Lehrtätigkeit am Musée de l’Homme auf, wo er auch seine Forschungen über Südamerika fortsetzte. Seine linguistischen Arbeiten lieferten neue Erkenntnisse über das [[Aymara (Sprache)|Aymara]] und das [[Quechua]]. Paul Rivet verbanden auch familiäre Bande mit Ecuador. Er hatte 1923 Mercedes Andrade Chiriboga (1877–1973) geheiratet, die Mutter von drei Kindern war und aus der oberen Gesellschaftsschicht stammte. Rivet hatte sie in [[Cuenca (Ecuador)|Cuenca]] kennengelernt, und 1906 ging er mit ihr nach Paris. Seine Verbundenheit mit dem südamerikanischen Kontinent führte ihn dazu, Einrichtungen wie &amp;#039;&amp;#039;la Maison de l’Amérique latine&amp;#039;&amp;#039; und zusammen mit Paul Duarte &amp;#039;&amp;#039;l’Institut français des Hautes études brésilienne&amp;#039;&amp;#039; zu gründen. Schließlich wurde mit seiner Hilfe an der [[Sorbonne]] das &amp;#039;&amp;#039;Institut des Hautes Études de l’Amérique latine&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, wo er zahlreiche Konferenzen organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziviles Engagement ===&lt;br /&gt;
In seinem Leben zeigte Paul Rivet auch [[Zivilcourage]]. Am 5. März 1934 gründete er zusammen mit dem Philosophen [[Émile Chartier|Alain]] und dem Physiker [[Paul Langevin]] das &amp;#039;&amp;#039;[[Comité de vigilance des intellectuels antifascistes]]&amp;#039;&amp;#039;. Am 12. Mai 1935 wurde er als einziger Kandidat der Linken zum Stadtrat von Paris gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1940 hängte Paul Rivet am Eingang des Musée de l’Homme als Zeichen der Protestation gegen den Waffenstillstand mit dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] ein Plakat mit dem Gedicht [[If—|„If–“]] von [[Rudyard Kipling]] auf, das dieser 1910 veröffentlicht hatte. [[André Maurois]] übersetzte dieses Gedicht 1918 unter dem Titel „Tu seras un homme mon fils“ („Du wirst ein Mann sein, mein Sohn“). Am 14. Juli 1940 adressierte Rivet einen offenen Brief an [[Philippe Pétain]], in dem er schrieb: „Sehr geehrter Herr Marschall, das Land ist nicht mit Ihnen, Frankreich ist nicht mehr mit Ihnen.“ Im Oktober 1940 wurde er von der [[Vichy-Regime|Vichy-Regierung]] seiner Ämter enthoben, und er trat der Widerstandsgruppe des Musée de l’Homme bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Gestapo]] verfolgt, entkam er in letzter Minute und es gelang ihm, im Februar 1941 das ihm freundschaftlich gesinnte Kolumbien zu erreichen, dessen Präsident [[Eduardo Santos]] ihn mit offenen Armen empfing. Er nahm an der Gründung des kolumbianischen Instituts für Ethnologie und der Schaffung eines Museums in [[Bogotá]] teil. 1943 wurde er [[Kulturattaché]] des Freien Frankreichs für [[Lateinamerika]] in [[Mexiko]]. Dort schaffte er es, das Buch &amp;#039;&amp;#039;Ursprung des amerikanischen Menschen&amp;#039;&amp;#039; zu schreiben, an das er schon lange dachte und das in [[Montreal]] veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Aufgaben ===&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung wurde er als sozialistischer Abgeordneter ins Parlament gewählt. 1948 trat er aus der [[Section française de l’Internationale ouvrière]] (SFIO) aus und schloss sich der [[Union progressiste (Frankreich, 4. Republik)|Union progressiste]] an, die mit der [[Parti communiste français]] verbunden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Zadra: &amp;#039;&amp;#039;Der Wandel des französischen Parteiensystems. Die „présidentiables“ in der V. Republik.&amp;#039;&amp;#039; Leske+Budrich, Opladen 1997, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er befürwortete Verhandlungen mit [[Ho Chi Minh]], um [[Französisch-Indochina]] in der [[Union Française|Französischen Union]] zu behalten. Im Juli 1946 verließ er die [[Konferenz von Fontainebleau]], die mit einem Scheitern der französisch-vietnamesischen Verhandlungen endete. Als unabhängiger Kandidat verlor er bei den Parlamentswahlen im Juni 1951 und zog sich daraufhin aus der aktiven Politik zurück. Im Juni 1954 trat Paul Rivet aus der Union progressiste aus, weil diese gegen die Kandidatur des Radikalsozialisten [[Pierre Mendès France]] zum Regierungschef stimmte. Der Präsident [[René Coty]] ernannte Mendès France am 17. Juni 1954 zum [[Ministerpräsident]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Rivet beschäftigte daraufhin die Zukunft [[Algerien]]s. Am 21. April 1956 unterzeichnete er in der [[Zeitung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde]]&amp;#039;&amp;#039; „l’Appel pour le salut et le renouveau de L’Algérie française“ („Aufruf zum Heil und zur Erneuerung des französischen Algeriens“). Er war der Ansicht, dass es zu der unvermeidlichen algerischen Unabhängigkeit nicht umgehend, sondern nur schrittweise kommen könnte. Auf Anfrage des Premierministers [[Guy Mollet]] (SFIO) verteidigte er die französischen Positionen zu Algerien vor der [[UNO]] und in den Ländern Südamerikas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Rivet war auch Mitglied der [[Französische Liga für Menschenrechte|Französischen Liga zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte]], Präsident des Conseil supérieur de la radiodiffusion und Präsident der Französischen [[UNESCO]]-Kommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
* Christine Laurière: &amp;#039;&amp;#039;Paul Rivet : le savant et le politique&amp;#039;&amp;#039;. Publications scientifiques du Muséum national d’histoire naturelle, Paris 2008, ISBN 978-2-85653-615-5. (collection Archives 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121839184|LCCN=n/88/247149|VIAF=56642027}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rivet, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthropologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Musée de l’Homme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Widerstandsgruppe Musée de l’Homme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SFIO-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rivet, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Ethnologe, Arzt und Politiker, Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wasigny]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. März 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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