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	<title>Paul Pagel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:47:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Pagel&amp;diff=324155&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Berlin2019: /* Politische Tätigkeit */ kein Rücktritt, hatte nichts mit Lübkes Tod zu tun (war erst 4 Tage später), sondern mit einfacher Kabinettsneubildung</title>
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		<updated>2026-04-26T15:38:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politische Tätigkeit: &lt;/span&gt; kein Rücktritt, hatte nichts mit Lübkes Tod zu tun (war erst 4 Tage später), sondern mit einfacher Kabinettsneubildung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Pagel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Dezember]] [[1894]] in [[Bredenfelde]]/[[Mecklenburg]]; † [[11. August]] [[1955]] in [[Kiel]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Er war 1947 [[Sozialministerium|Sozialminister]], von 1950 bis 1954 [[Kultusministerium|Kultusminister]], von 1950 bis 1955 [[Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein|Innenminister]] sowie 1951 und von 1953 bis 1954 Stellvertretender [[Ministerpräsident]] des Landes [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] in [[Neustrelitz]] absolvierte Pagel ein Studium der [[Landwirtschaft]] und der [[Staatswissenschaften]], welches er als [[Diplom]]-Landwirt beendete. Nach den beiden [[Promotion (Doktor)|Promotionen]] zum [[Doktortitel|Dr. agr.]] und [[Doktortitel|Dr. rer. pol.]] trat er in den Verwaltungsdienst ein. Von 1920 bis 1928 war Pagel stellvertretender Landrat und Kreisrat beim Landratsamt Strelitz. Darauf war er bis 1934 Regierungsrat und Direktor des Arbeitsamtes in Greifswald. 1934 wurde er in den Ruhestand versetzt, worauf er freiberuflich tätig wurde als landwirtschaftlicher Sachverständiger und Lektor bei Bayer IG-Farben, Berlin-Wilmersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] engagierte er sich in der liberalen Widerstandsgruppe [[Robinsohn-Strassmann-Gruppe]] und war deren Kontaktmann zur [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953.&amp;#039;&amp;#039; Martin Meidenbauer Verlagsbuchhandlung, München 2007, ISBN 978-3-89975-569-5, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Uwe Danker|Danker]] und Lehmann-Himmel charakterisieren ihn in ihrer Studie über das Verhalten und die Einstellungen der Schleswig-Holsteinischen Landtagsabgeordneten und Regierungsmitglieder der Nachkriegszeit in der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] als „oppositionell/,gemeinschaftsfremd’ “ und Widerstandleistenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/4400/drucksache-18-4464.pdf Landtagsdrucksache 18-4464], S. 285, abgerufen am 25. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Pagel war verheiratet und hatte zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende 1945 fing er als Stabsleiter bei der Kreisbauernschaft Segeberg an, bevor er 1946 zum Landrat im [[Kreis Segeberg]] ernannt wurde und dieses Amt bis 1950 ausübte. 1945 gehörte Pagel zu den Mitbegründern der CDU in [[Bad Segeberg]]. Er war von 1946 bis 1947 sowie von 1950 bis zu seinem Tode Mitglied des [[Landtag Schleswig-Holstein|Landtages von Schleswig-Holstein]]. 1946 noch Mitglied des [[Ernannter Landtag (Schleswig-Holstein)|ernannten Landtages]], war er danach stets direkt gewählter Abgeordneter des [[Wahlkreis]]es Segeberg-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Februar 1947 wurde er als Minister für Volkswohlfahrt in die von [[Ministerpräsident]] [[Theodor Steltzer]] geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein berufen. Vorangegangen war eine schwere Regierungskrise. Aus Anlass eines Gesetzesentwurfs [[Franz Ryba]]s zur Einrichtung einer gesonderten Flüchtlingsverwaltung beantragte [[Andreas Gayk]] (SPD), dass der Landtag Minister Ryba das Vertrauen entziehen sollte. Dieser Antrag wurde am 28. Februar 1947 im Lübecker Ratssaal mit 39 zu 18 Stimmen angenommen. CDU-Fraktionschef [[Carl Schröter (Politiker)|Carl Schröter]] kündigte an, die CDU-Minister aus der Regierung zurückzuziehen. In der CDU setzte sich jedoch Theodor Steltzer durch, der eine Fortsetzung der Regierungsarbeit befürwortete. Für die CDU nahm daher Paul Pagel das Ministeramt anstelle von Franz Ryba wahr. Die erste freie [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1947|Landtagswahl in Schleswig-Holstein]] am 20. April 1947 ging für die CDU verloren und Steltzer zog sich zurück. Nach dieser ersten Landtagswahl, bei der die [[SPD]] die [[absolute Mehrheit]] errungen hatte, schied Paul Pagel am 19. April 1947 zunächst aus der Regierung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die SPD in der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1950]] ihre Mehrheit im Parlament verloren hatte, wurde Paul Pagel vom Wahlblock aus CDU, [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und [[Deutsche Partei|DP]] als Ministerpräsidentenkandidat benannt. Am 7. August 1950 versuchte der Wahlblock Paul Pagel über ein konstruktives Misstrauensvotum zum Ministerpräsidenten zu wählen. Da sich der [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|BHE]] jedoch gegen Pagel entschied und der Wahlblock über keine eigene Mehrheit verfügte, scheiterte die Kandidatur mit 31 von 69 Stimmen. Nachdem Paul Pagel auf das Ministerpräsidentenamt verzichtete, war der Weg für eine Koalition von Wahlblock und BHE frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1950 wurde Paul Pagel unter Ministerpräsident [[Walter Bartram]] zum Minister des Innern und zum Minister für Volksbildung ernannt. Im [[Kabinett Bartram]] war er der einzige Minister ohne NS-Vergangenheit. Während der Beratungen zum zweiten [[Entnazifizierung]]sgesetz Schleswig-Holsteins 1951, das unter anderem die Rückkehr ehemaliger NS-Funktionäre bis in höchste Ämter der Politik und Verwaltung ermöglichte, prägte er den Begriff „Renazifizierung“ in Schleswig-Holstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;renazi&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_17/Demokratische_Geschichte_Band_17_Essay_6.pdf Robert Bohn] beirat-fuer-geschichte.de&amp;lt;/ref&amp;gt; In sein Tagebuch schrieb er: „Man kann mit Recht allmählich von einer Renazifizierung sprechen. Merkwürdig, wie selbstverständlich die alten Nazis auftreten und wie feige sie im Grunde sind, wenn man ihnen hart entgegentritt.“ Seine Kabinettskollegen waren für Pagel eine „Koalition aus SA, SS und NSDAP“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;renazi&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/r/renazifizierung/ |titel=Renazifizierung – Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt Bartrams amtierte Pagel ab dem 25. Juni 1951 als Innenminister, als Kultusminister und zusätzlich bis zum 27. Juni 1951 als Stellvertreter des neuen Ministerpräsidenten [[Friedrich Wilhelm Lübke]]. Als Innenminister schritt er weiterhin gegen die „Renazifizierung“ ein. So untersagte er der Stadt [[Eckernförde]] 1952, [[Werner Schmidt (Staatssekretär)|Werner Schmidt]] „eine Urkunde über die Ernennung zum Bürgermeister auszuhändigen“, nachdem Vorwürfe über Schmidts Rolle vor allem in der NS-Zeit laut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Schinkel: &amp;#039;&amp;#039;Eckernförde – ein Spaziergang durch die Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Manfred Goos, Horn-Bad Meinberg, 2. Auflage 2002, S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pagel wurde er am 7. November 1953 erneut zum Stellvertretenden Ministerpräsidenten berufen. Im Kabinett des neuen Ministerpräsidenten [[Kai-Uwe von Hassel]] leitete er ab dem 11. Oktober 1954 weiterhin das Innenministerium bis zu seinem Tode am 11. August 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Steltzer II]] – [[Kabinett Bartram]] – [[Kabinett Lübke I]] – [[Kabinett Lübke II]] – [[Kabinett von Hassel I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich Maletzke, Klaus Volquartz: &amp;#039;&amp;#039;Der Schleswig-Holsteinische Landtag.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 37, 66–67.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|760|761|Pagel, Paul|Brigitte Kaff|116015535}}&lt;br /&gt;
* Dorothea Oelze: &amp;#039;&amp;#039;Wiederentdeckt: Die Tagebücher des schleswigholsteinischen Innenministers Paul Pagel&amp;#039;&amp;#039;. Material des [[Archiv für Christlich-Demokratische Politik|ACDP]] [http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_16_09/HPM_16_09_16.pdf (Digitalisat)] (PDF; 466&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116015535}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Schleswig-Holstein|233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pagel, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Dezember 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bredenfelde]], Mecklenburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. August 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berlin2019</name></author>
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