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	<title>Paul Kreber - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Kreber&amp;diff=2679887&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs am 13. Januar 2026 um 19:06 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Kreber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. April]] [[1910]] in [[Thionville|Diedenhofen]]; † [[25. September]] [[1989]] in [[Immenstaad am Bodensee]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Polizeibeamter]], der mehrere Familien vor dem [[Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus|Völkermord an den Sinti und Roma]] rettete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruflicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Paul Kreber wuchs in [[Barmen]] auf. Nach Besuch einer Klosterschule, die er mit [[Abitur]] abschloss, absolvierte er einen mehrjährigen Militärdienst und arbeitete anschließend bei der [[Reichspost]]. 1933 trat er dem damals verbotenen [[Kolpingwerk|Katholischen Gesellenverein]] bei. Ab 1941 war er als [[Kriminalpolizei (Deutschland)|Kripobeamter]] im [[Erkennungsdienst]] tätig und für die Überwachung und Kontrolle der [[Sinti und Roma]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rettung von Sinti ==&lt;br /&gt;
Ab 1941/42 waren Paul Kreber und seine Frau Margarete privat mit der [[Sinti]]-Familie Weiss befreundet. Am 3. März 1943 wurden neun Sintifamilien aus städtischen Notunterkünften in das [[Justizvollzugsanstalt Wuppertal (Bendahl)|Gefängnis Bendahl]] und von dort zum [[Bahnhof Wuppertal-Steinbeck|Bahnhof]] gebracht, um nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] [[Deportation|deportiert]] zu werden. Die Familie Weiss – die Eltern Hugo und Antonie Weiss sowie deren fünf Söhne Paul, Johann, Arnold, Rigobert und Helmut – befanden sich nicht darunter, weil Kreber sie sowie weitere Sinti von der Liste gestrichen und gewarnt hatte. Er besorgte falsche Ausländerpässe, ließ „Gestellungsanweisungen“ unbearbeitet liegen oder verzögerte sie. Ferner organisierte er Fluchtmöglichkeiten ins Ausland und begleitete einige Sinti persönlich bis nach [[Frankreich]]. Zuvor hatte er wegen der gekürzten Rationen für „[[Zigeuner]]“ und [[Juden]] Sinti-Familien mit Lebensmitteln versorgt. Kreber stellte der Familie Weiss ein günstiges [[Führungszeugnis|Leumundszeugnis]] „als sozial angepasste Zigeuner“ aus und konnte so eine Deportation verhindern. Stattdessen wurde eine Anordnung erlassen, die ganze Familie einer [[Zwangssterilisation]] zu unterziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Luftangriffe auf Wuppertal]] im Mai und Juni 1943 verhinderten diese Zwangsmaßnahmen zunächst. Bei den Angriffen wurde auch die Familie von Paul Kreber ausgebombt und er nach [[Metz]] versetzt, in die Nähe seines Geburtsortes, wohin er die Familie Weiss nachholte und ihnen eine Wohnung und eine Arbeit in einem [[Zirkus|Wanderzirkus]] verschaffte. Hugo und Antonie Weiss wurden [[Denunziation|denunziert]], aufgespürt und dennoch zwangssterilisiert. Die Familie überlebte den Krieg auf ständiger Flucht; nahezu alle Verwandten wurden nach Auschwitz deportiert und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1964 schied Kreber, der bereits zu NS-Zeiten von Kollegen den Spitznamen „Zigeuner-Paul“ erhalten hatte, aus gesundheitlichen Gründen aus dem Polizeidienst aus. 1984 zog er an den [[Bodensee]]. 1988, ein Jahr vor seinem Tod, erhielt Paul Kreber auf Bestreben der Familie Weiss und des [[Zentralrat Deutscher Sinti und Roma|Zentralrats Deutscher Sinti und Roma]] am 24. November 1987 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] am Bande.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundespräsidialamt&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Romani Rose]], Vorsitzender dieses Zentralrates, widmete sein 1987 publiziertes Buch &amp;#039;&amp;#039;Bürgerrechte für Sinti und Roma&amp;#039;&amp;#039; [[Simon Wiesenthal]] und Paul Kreber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 2000 wurde im [[Polizeipräsidium Wuppertal]] eine Gedenktafel für Paul Kreber eingeweiht. Johann Weiss, Vorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma in [[Baden-Württemberg]], hatte die Stiftung dieser Tafel für „Onkel Paul“ gemeinsam mit der [[Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal]] initiiert. Er und seine Brüder Helmut und Paul waren bei der Einweihung der Gedenktafel zugegen und musizierten zu Paul Krebers Ehren. Die Familien Kreber und Weiss sind weiterhin eng befreundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Okroy]]: &amp;#039;&amp;#039;Wessen Freund und wessen Helfer? Polizei in Wuppertal während des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Materialien für den Geschichtsunterricht in den Jahrgangsstufen 10–13 an Gymnasien und Gesamtschulen. Hg. von der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.&amp;amp;nbsp;V., Wuppertal 2004&lt;br /&gt;
* Michael Okroy: „...acht Zigeunerfamilien aus der Siedlung abgeholt“. Bruchstücke einer Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma aus Wuppertal, in: [[Karola Fings]]/[[Ulrich F. Opfermann]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen. Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn 2012, S. 279–301&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.denkmal-wuppertal.de/2012/07/paul-kreber-gedenktafel.html Paul Kreber auf denkmal-wuppertal.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.gelsenzentrum.de/Paul_Kerber_Retterwiderstand_Wuppertal.pdf Frank Friedhelm Homberg: &amp;#039;&amp;#039;Retterwiderstand in Wuppertal während des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Diss., S. 188–191 auf gelsenzentrum.de] (PDF; 69&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://gedenkorte.sintiundroma.de/index.php?ortID=86 Gedenkorte für Sinti und Roma: Gedenktafel im Polizeipräsidium erinnert an den Kriminalbeamten Paul Kreber]&lt;br /&gt;
* [https://www.gedenkbuch-wuppertal.de/sinti-und-roma-wuppertal &amp;#039;&amp;#039;Sinti und Roma in Wuppertal&amp;#039;&amp;#039; auf gedenkbuch-wuppertal.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1154896846|VIAF=8666152200764614400001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kreber, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthelfer für NS-Verfolgte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wuppertal im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kreber, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Polizeibeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. April 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Thionville|Diedenhofen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Immenstaad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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