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	<title>Paul Kluke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:40:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 23. Januar 2024 um 05:55 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-23T05:55:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Otto Alfred Kluke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1908]] in [[Dabendorf (Zossen)|Dabendorf]] bei [[Zossen]]/Krs. [[Teltow]]; † [[18. April]] [[1990]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher [[Historiker]] und Professor der [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kluke, der Sohn eines [[Gutsbesitzer]]s,&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Haar: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2000, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; besuchte bis 1926 das [[Askanisches Gymnasium|Askanische Gymnasium]] in [[Berlin]] und studierte anschließend Geschichte, Germanistik und Anglistik in [[Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin|Berlin]] und [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]]. Mit der 1931 in Berlin abgeschlossenen und von [[Hermann Oncken]] betreuten Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Heeresaufbau und Heerespolitik Englands vom Burenkrieg bis zum Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; wurde er [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und zum Spezialisten für die [[Geschichte Großbritanniens]]. Zu seinen akademischen Lehrern zählten neben Oncken auch [[Friedrich Meinecke]] und [[Fritz Hartung (Historiker)|Fritz Hartung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1932 arbeitete Kluke für die [[Historische Reichskommission]] (HRK). Die Kommission wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] rasch auf die Erforschung der „Nachkriegszeit“ (nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]) ausgerichtet: Die „Arbeitsgemeinschaft für nachkriegsgeschichtliche Forschung“ nahm am 15. Mai 1933 ihre Arbeit auf. Kluke erhielt dabei ein Thema, das im [[Nationalsozialismus]] als Kampf zwischen reichstreuen und frankophilen ‚Reichsverrätern‘ aufgeladen war: Er wurde mit einer {{&amp;quot;|Quellensammlung über den Komplex des ‚Rückmarsch[es] des Westheeres‘, der ‚französischen Agitation im Rheinland‘ und des ‚[[Sezession|Separatismus]]‘ beauftragt}}&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Haar: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2000, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; und erhielt zur Bearbeitung des als „Stellung der Reichsbehörden zum [[Rheinischer Separatismus|rheinischen Separatismus]]“ formulierten Projektes ein Stipendium der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haar178&amp;quot;&amp;gt;Ingo Haar: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2000, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5106239| sprache=deutsch| titel=Dr. Paul Kluke bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ingo Haar]] schildert die Politisierung der wissenschaftlichen Forschung in Klukes Fall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sein Forschungsprojekt versetzte ihn in die Lage, sämtliche Separatistenführer zu befragen und eine ‚Sammlung aller auf den französischen Ruhreinfall bezüglichen Akten‘ zusammenzustellen. Als Historiker konnte er unter dem Deckmantel der Wissenschaft operieren, ohne den Verdacht zu erregen, die Erträge seiner Forschung könnten mißbraucht werden. Das Reichsministerium des Innern hatte Kluke aber insgeheim mit dem ‚Sonderauftrag‘ versehen, [[Josef Bürckel]], den Leiter des Abstimmungskampfes für die Rückgliederung des Rheinlandes [korrekt wäre: Saargebietes&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Artikel zu [[Josef Bürckel]] und zum [[Saargebiet#Saarabstimmung|Abstimmungskampf]].&amp;lt;/ref&amp;gt;], zu unterstützen. So wurde Kluke der Generalstaatsanwaltschaft und der Staatspolizeistelle in Trier im Oktober 1934 als ‚Sachbearbeiter‘ zugeordnet, wo er für den Zweck der Strafverfolgung ‚Material über die Tätigkeit der Saarseparatisten und die französische Durchdringungstätigkeit‘ zusammenstellte.|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haar178&amp;quot;/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermischung von (nationalsozialistischer) Politik zur „Rückgliederung“ des [[Saargebiet]]s, das mit der Rheinpfalz zum [[Gau Saarpfalz]] zusammengeschlossen werden sollte, mit geschichtswissenschaftlicher Forschung stieß innerhalb der HRK jedoch auch auf Widerstand. Kluke war der erste Mitarbeiter der HRK, bei dem deren Vorsitzender Friedrich Meinecke den Verdacht hegte, dass seine wissenschaftliche Arbeit zu politischen Zwecken missbraucht werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Haar: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2000, S. 177 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Einführung der für Historiker ungewöhnlichen Methode der Befragung von Zeitzeugen entzündete sich der Konflikt: {{&amp;quot;|Offenbar barg Klukes Art und Weise der Materialaufarbeitung – er war dazu übergegangen, einzelne Separatistenführer in den Saargruben zu befragen – solchen politischen Sprengstoff, daß [[Georg Schreiber (Politiker)|Schreiber]] die Kommission auffordern mußte, die bisher von Kluke bearbeiteten Fragen über den rheinischen Separatismus vorläufig einzustellen und die Befragung einzelner Führer gänzlich zu unterlassen.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haar178&amp;quot;/&amp;gt; Auch aufgrund des Widerstandes der HRK gegen ihre politische Indienstnahme durch das NS-Regime wurde die Kommission 1935 aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Haar: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2000, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Paul Kluke arbeitete bis 1945 weiter für die [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz|Preußische Archivverwaltung]] unter [[Albert Brackmann]], der die Politisierung unterstützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg betreute Kluke 1946–1948 die Akten des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] in Berlin. Ab 1949 lehrte er an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. Dort wurde er 1950 bei [[Hans Herzfeld]] mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die rheinische Autonomiebewegung 1918–1919. Rheinstaatspläne&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation|habilitiert]]. Die Habilitationsschrift blieb ungedruckt und ist erst seit 1980 in wenigen Bibliotheken als Fotokopie unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rheinstaatspläne in der Entstehungszeit der Weimarer Verfassung&amp;#039;&amp;#039; verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kluke war von 1952 bis 1959 Generalsekretär des Münchener [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]]. Ab 1958 lehrte er als außerplanmäßiger Professor an der Universität Frankfurt, wohin er 1963 auf den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte berufen wurde. 1974 wurde Kluke emeritiert. Von 1976 bis 1977 leitete er als Gründungsdirektor das [[Deutsches Historisches Institut London|Deutsche Historische Institut London]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Klukes Schülern zählen [[Lothar Kettenacker]] und [[Hellmut Seier]]. Sein Nachlass liegt in der [[Universitätsbibliothek Frankfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heeresaufbau und Heerespolitik Englands. Vom Burenkrieg bis zum Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]]. Beihefte.&amp;#039;&amp;#039; 27, {{ISSN|2190-1341}}). Oldenbourg, München u. a. 1932, [http://www.jstor.org/stable/i20519271 JSTOR] (Zugleich: Berlin, Friedrich-Wilhelms-Universität, Dissertation, 1932).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rheinstaatspläne in der Entstehungszeit der Weimarer Verfassung.&amp;#039;&amp;#039; 1950 [1980] (Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, vom 1. März 1950).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Jahrhundert im Bild.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann, Gütersloh 1964 (verschiedene Auflagen).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neuere Geschichte. Deutsche Außenpolitik im Zeitalter des Nationalstaates&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Funk-Kolleg zum Verständnis der modernen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 5, {{ZDB|541229-8}} = &amp;#039;&amp;#039;Fischer&amp;#039;&amp;#039; 979). Fischer Bücherei, Frankfurt am Main u. a. 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914–1932.&amp;#039;&amp;#039; Kramer, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-7829-0128-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte Englands und der deutsch-britischen Beziehungen. Festschrift für Paul Kluke.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Lothar Kettenacker]], [[Manfred Schlenke]] und [[Hellmut Seier]]. Fink, München 1981, ISBN 3-7705-1983-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ingo Haar]]: &amp;#039;&amp;#039;Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der „Volkstumskampf“ im Osten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 143). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35942-X (Zugleich: Halle-Wittenberg, Universität, Dissertation, 1998).&lt;br /&gt;
* [[Dieter Rebentisch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paul Kluke zum 60. Geburtstage dargebracht von Frankfurter Schülern und Mitarbeitern.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1968 (Maschinenschrift, nicht im Handel).&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Seier]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Kluke 1908–1990.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 252, 1991, S. 212–215.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118563513}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118563513|titel=Kluke, Paul Otto Alfred|datum=2019-04-18}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|2929|Kluke, Paul}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118563513|LCCN=n/81/110326|VIAF=67257358}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kluke, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kluke, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kluke, Paul Otto Alfred (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und politischer Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dabendorf (Zossen)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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