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	<title>Paul Kienberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Kienberg&amp;diff=1883996&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Catullus26: /* Literatur */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Kienberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Oktober]] [[1926]] in [[Mühlberg/Elbe]]; † [[5. Oktober]] [[2013]] in [[Erfurt]]) war ein Hauptabteilungsleiter des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) und leitete von 1964 bis 1989 die Hauptabteilung (HA) XX (Staatsapparat, Kirchen, Kultur, Untergrund) des MfS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn einer Arbeiterfamilie absolvierte nach dem Besuch der [[Volksschule]] von 1941 bis 1944 eine [[Schlosserei|Schlosserlehre]]. Die Facharbeiterprüfung wurde ihm jedoch wegen der jüdischen Herkunft seines Vaters verweigert und er kam stattdessen 1944 ins Arbeitslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg trat Kienberg 1945 der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] (1946 wurde er durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]) bei. Zwischen 1945 und 1949 war er zunächst [[Volontär]], dann technischer Leiter im städtischen Elektro-Werk Mühlberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1949 wurde Kienberg bei der [[Deutsche Volkspolizei|Volkspolizei]] (VP) eingestellt und wechselte 1950 zum MfS nach [[Berlin]] in die Abteilung VI (Staatsapparat, Parteien). 1953 wurde er zur HA V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) versetzt und war dort ab 1956 Abteilungsleiter. 1955 war er – neben [[Gerhard Niebling]] und [[Karli Coburger]] – Vernehmer von [[Karl Laurenz]], einem Agenten des westlichen Geheimdiensts [[Organisation Gehlen|Gehlen]], und dessen konspirativer Geliebten [[Elli Barczatis]]; beide wurden 1955 hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor= Jan von Flocken&lt;br /&gt;
 |url=http://www.focus.de/politik/deutschland/agenten-heimlich-aufs-schafott_aid_160218.html&lt;br /&gt;
 |titel=Heimlich aufs Schafott - MfS-Akten enthüllen die Hintergründe einer der größten innerdeutschen Spionage-Affären &lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=Focus 40/1996&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=30.09.1996&lt;br /&gt;
 |seiten=&lt;br /&gt;
 |format=&lt;br /&gt;
 |sprache=&lt;br /&gt;
 |offline=&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131014003222/http://www.focus.de/politik/deutschland/agenten-heimlich-aufs-schafott_aid_160218.html&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-04-11&lt;br /&gt;
 |abruf-verborgen=&lt;br /&gt;
 |kommentar=&lt;br /&gt;
 |zitat=&lt;br /&gt;
 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1959 wurde er zum stellvertretenden Leiter der HA V ernannt. Diese erhielt nach einer MfS-internen Umstrukturierung die Nummer XX, weshalb er 1964 (zunächst kommissarisch als Nachfolger [[Fritz Schröder (Politiker, 1915)|Fritz Schröders]]) zum Leiter der HA XX ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Position war Paul Kienberg für die Führung der [[Inoffizieller Mitarbeiter|Inoffiziellen Mitarbeiter]] (IM) und [[Offizier im besonderen Einsatz|Offiziere im besonderen Einsatz]] (OibE) und somit für die Überwachung von Religionsgemeinschaften (siehe [[Christen und Kirche in der DDR]]), Kultur- und Medienbetrieben, [[Blockpartei]]en und gesellschaftlichen Organisationen, des [[Bildungssystem in der DDR|Bildungs-]] und Gesundheitssystems sowie der [[Sportverein]]e (siehe [[Sport in der DDR]]) in der DDR verantwortlich. In dieser Funktion segnete er diverse [[Zersetzung (Ministerium für Staatssicherheit)|Zersetzungsmaßnahmen]] ab, die im Einzelfall bis hin zur Ermordung von [[DDR-Opposition und Widerstand|Oppositionellen]] führen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Thomas Auerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.horch-und-guck.info/hug/archiv/2008/heft-59/05902/ |wayback=20160217183327 |text=Liquidierung = Mord?   }}&amp;#039;&amp;#039;, in [[Horch und Guck]] 01/2008, S. 4–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinem Wissen und auf seinen Auftrag hin führte das MfS Bespitzelungen gegen führende Oppositionelle wie [[Jürgen Fuchs (Schriftsteller)|Jürgen Fuchs]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Gerald Praschl&lt;br /&gt;
 |url=http://geraldpraschl.de/?p=853&lt;br /&gt;
 |titel= Roland Jahn: Wie die Opposition gegen die SED ins Westfernsehen kam&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=geraldpraschl.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=27. April 2011&lt;br /&gt;
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 |abruf=2024-04-11&lt;br /&gt;
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 |kommentar=Ursprünglich erschienen in SUPERillu 6/2011&lt;br /&gt;
 |zitat=&lt;br /&gt;
 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Wolfgang Templin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Die Zeit vom 6. März 1992: {{Webarchiv|url=http://www.zeit.de/1992/11/offene-worte/komplettansicht |wayback=20131203012449 |text=Offene Worte   }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie gegen bekannte Bundesbürger wie [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.focus.de/politik/ausland/papst/stasi-akte_aid_99854.html&lt;br /&gt;
 |titel=Stasi-Spitzel auf Ratzinger angesetzt&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=Focus Online&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=2. Oktober 2005&lt;br /&gt;
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 |kommentar=&lt;br /&gt;
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 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durch. Zwischen 1963 und 1965 sowie von 1966 bis 1968 absolvierte Kienberg ein Fernstudium an der [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit]] (JHS) und erwarb dort den Titel des [[Diplom-Jurist]]en. 1973 erhielt er den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold. Kurz vor Ende des SED-Regimes wurde er 1989 zum Generalleutnant befördert. Im Dezember 1989 wurde er von allen Aufgaben entbunden, im Januar 1990 entlassen und als einer der dienstältesten Hauptabteilungsleiter verrentet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2001 unterzeichnete er zusammen mit 22 weiteren ehemaligen hochrangigen MfS-Offizieren einen offenen Brief in der [[Junge Welt|jungen Welt]], in dem sie eine angebliche „Hexenjagd“ auf ehemalige Mitarbeiter der Staatssicherheit behaupteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.stasiopfer.com/print.html&lt;br /&gt;
 |titel=Erklärung ehemaliger MfS-Verantwortlicher gegen die permanenten Hexenjagden auf Inoffizielle Mitarbeiter&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk= Stasiopfer.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=19. März 2001 &lt;br /&gt;
 |seiten=&lt;br /&gt;
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 |abruf=2024-04-11&lt;br /&gt;
 |abruf-verborgen=&lt;br /&gt;
 |kommentar=&lt;br /&gt;
 |zitat=&lt;br /&gt;
 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubertus Knabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2008, S. 284.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Kienberg&amp;#039;&amp;#039;. In: [[BStU]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20210723142359/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_gieseke_wer-war-wer.pdf Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit?]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 900&amp;amp;nbsp;kB), MfS-Handbuch V/4, Berlin 1998, S. 36f.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=paul-kienberg|lemma=Kienberg, Paul|autor=Jens Gieseke|band=1|idNum=1688}}&lt;br /&gt;
* [[Thomas Auerbach]]/Matthias Braun/[[Bernd Eisenfeld]]/Gesine von Prittwitz/[[Clemens Vollnhals]]: &amp;#039;&amp;#039;Hauptabteilung XX&amp;#039;&amp;#039;. In: BStU: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2008.&lt;br /&gt;
* [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]]: &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-139-8, S. 192, [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/kienberg-paul/ Online-Version].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/stasi-unterlagen-einsehen/hinweise-zum-mfs/mfs-lexikon/detail/kienberg-paul/ MfS-Lexikon: Paul Kienberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-12-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kienberg, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mühlberg/Elbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kienberg, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hauptabteilungsleiter der HA XX der DDR-Staatssicherheit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mühlberg/Elbe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Oktober 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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