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	<title>Paul Joseph Metschnabl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Joseph_Metschnabl&amp;diff=2010807&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orthographus: Komma</title>
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		<updated>2022-04-28T18:22:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fronleichnamsfeier auf dem Domplatz in Bamberg.JPG|miniatur|Fronleichnamsfeier auf dem Domplatz in Bamberg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Joseph Metschnabl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juni]] [[1910]] in [[Weismain]]; † [[19. November]] [[1996]] in [[Bamberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Theologe]] und [[Domkapellmeister]] am [[Bamberger Dom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Kindheit in [[Burgkunstadt]] war geprägt vom [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. 1928 entschloss er sich zunächst zum [[Studium der Medizin]]. Nach vier Semestern überwog jedoch der Wunsch, Theologie zu studieren, um [[Priester (Christentum)|Priester]] zu werden. Ähnlich wie [[Albert Schweitzer]] ist auch Metschnabls Leben von den drei Polen: [[Theologie]], [[Medizin]] und [[Musik]] geprägt. 1936 empfing er im Bamberger Dom die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] und wurde anschließend [[Kaplan]] der Nürnberger Pfarrgemeinde St. Josef. [[Nürnberg]], ein mediales Zentrum der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Bewegung]], war eine Herausforderung für den jungen [[Seelsorger]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gelang es ihm durch seine Begabung, andere für Musik zu begeistern und die katholische [[Jugendbewegung]] der Nürnberger Stadtkirche zu einem Gegenpol der [[Hitlerjugend|nationalsozialistischen Jugendbewegung]] zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 ernannte ihn [[Erzbischof]] [[Joseph Otto Kolb]] zum [[Vikar|Domvikar]] und Nachfolger des Bamberger Domkapellmeisters Franz Karl Rössert. Bei Domkapellmeister Schrems, dem Leiter der [[Regensburger Domspatzen]], hatte Metschnabl die Grundlagen der Chorleitung studiert. Ein Lernender, unermüdlich Studierender blieb er ein Leben lang. Er zählt zu den Wegweisern der [[Valentin Rathgeber|Rathgeberforschung]] und auch den Werken [[Johann Jakob Schnell]]s galt sein Interesse. Regelmäßig reiste er nach [[München]], um in der [[Bayerische Staatsbibliothek | Bayerischen Staatsbibliothek]] die [[Partitur]]en beider [[Komponist]]en einzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chorprobe Metschnabl.JPG|miniatur|links|Domkapellmeister Metschnabl bei der Chorprobe]]&lt;br /&gt;
Metschnabl gelang es, den durch die Kriegsereignisse geschwächten [[Bamberger Dom#Domchor|Domchor]] wieder aufzubauen. Zunächst arbeitete er mit den Knabenstimmen, die das gesamte Repertoire neu erlernten. Mit den später hinzugekommenen bereits ausgebildeten Männerstimmen wuchs der Domchor auf 120 Personen. Aus Mangel an Räumlichkeiten wurden die Proben zunächst in seiner Privatwohnung abgehalten, bis der damalige Bamberger [[Generalvikar]] [[Heinrich Straub (Geistlicher)|Heinrich Straub]] für geeignete Probenräume Sorge trug. Chorreisen wie die Pilgerreise nach [[Rom]] im Jahr 1950 führten ihn regelmäßig ins europäische Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Joseph Metschnabl war geprägt durch die [[Liturgische Bewegung]] und das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]]. In seinem Wirken als Domkapellmeister war es ihm wichtig, angemessene Kompositionen für die erneuerte [[Liturgie]] zu schaffen. Er unterlegte lateinische [[Messe (Musik)|Messen]] mit deutschen Texten, schuf [[Passion (Musik)|Passionen]] nach allen vier [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]], die im [[Augsburg]]er [[Anton Böhm &amp;amp; Sohn|Anton Böhm Verlag]] erschienen sind, sowie zahlreiche Messen, [[Offertorium|Offertorien]] und [[Proprium (Liturgie)|Proprien]] für Männerchor und Gemischten Chor. Sein musikalischer Stil ist, ähnlich wie der seiner Zeitgenossen [[Erhard Quack]] und [[Fritz Schieri]], vom Geist der [[Liturgiereform]] geprägt. Sein Ziel war eine liturgiegerechte Musik, die den Geist der erneuerten Liturgie Klang werden lässt. Deshalb gibt es in Metschnabls Kompositionen keine Längen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender der [[Kirchenmusik]]kommission des Erzbistums Bamberg begleitete er bistumsweit den Prozess der musikalischen Erneuerung in der Liturgie, wobei er auf eine bereits flächendeckend verwurzelte Praxis der Pflege des deutschen Kirchenliedes zurückgreifen konnte. Mit der Herausgabe des Bamberger Gebet- und Gesangbuchs wurden die von [[Hans Kulla]], Jupp Schneider und Paul Joseph Metschnabl ausgehenden Impulse der Liturgischen Bewegung umgesetzt. Es enthielt ein reiches Angebot an Gesängen für [[Eucharistiefeier]]n mit Kindern, Deutschen Kirchenliedern und zahlreichen deutschsprachigen Messgesängen, die in den Gemeinden umgesetzt und erprobt werden konnten, so dass das Bistum auf das 1975 erscheinende neue Gesangbuch [[Gotteslob]] gut vorbereitet war. In der nachkonziliaren Phase setzte Metschnabl sich mit der Einstellung von hauptamtlichen Kirchenmusikern für einen weiteren Ausbau der Kirchenmusik ein. Auch die Gründung des Sekretariates und späteren Amtes für Kirchenmusik im Jahr 1970 ist eine Reaktion auf die Forderung des Konzils nach Professionalisierung der Kirchenmusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste wurde Metschnabl 1974 von Papst [[Paul VI.]] zum [[Päpstlicher Ehrenkaplan|Päpstlichen Ehrenkaplan]] ernannt. 1980 wurde er in den Ruhestand versetzt, blieb aber bis zu seinem Tode am 19. November 1996 als Priester, Diözesanpräses des [[Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland|Allgemeinen deutschen Cäcilienverbandes]] und Beirat des Domchores tätig. Am 27. Juni 2010 wurde Metschnabls aus Anlass des 100. Geburtstages durch seinen Nachfolger Domkapellmeister [[Werner Pees]] und die Bamberger Domkantorei in einem Gottesdienst im Bamberger Kaiserdom gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Missa &amp;#039;&amp;#039;O esca viatorum&amp;#039;&amp;#039;, Bamberg 1972.&lt;br /&gt;
* Motette &amp;#039;&amp;#039;Coenantibus illis&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichung des Amtes für Kirchenmusik, Bamberg.&lt;br /&gt;
* Motette &amp;#039;&amp;#039;Panis autem, quem ego dabo&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichung des Amtes für Kirchenmusik, Bamberg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Markuspassion&amp;#039;&amp;#039;, Anton Böhm Verlag, Augsburg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Matthäuspassion&amp;#039;&amp;#039;, Anton Böhm Verlag, Augsburg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lukaspassion&amp;#039;&amp;#039;, Anton Böhm Verlag, Augsburg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johannespassion&amp;#039;&amp;#039;, Anton Böhm Verlag, Augsburg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Unüberwindlich starker Held]]&amp;#039;&amp;#039;, Chorsatz, Veröffentlichung des Amtes für Kirchenmusik, Bamberg.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich weiß, daß mein Erlöser lebt&amp;#039;&amp;#039;, Chorsatz, Bamberg 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ihr Heiligen, beim Herrn verklärt&amp;#039;&amp;#039;, Gesangbuch Gotteslob, Diözesananhang Nr. 902, St. Otto Verlag, Bamberg 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freunde Gottes, wir verehren&amp;#039;&amp;#039;, Gesangbuch Gotteslob, Diözesananhang Nr. 903, St. Otto Verlag, Bamberg 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich weiß, daß mein Erlöser lebt&amp;#039;&amp;#039;, Gesangbuch Gotteslob, Diözesananhang Nr. 922, St. Otto Verlag, Bamberg 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1971 Verleihung der Bamberger Altenburgmedaille&lt;br /&gt;
* 1974 Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Domkapellmeister i.R. Paul Joseph Metschnabl zum 85. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bamberger Bistumskorrespondenz&amp;#039;&amp;#039; 18, Bamberg, 27. Juni 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Väterlicher Freund mit dem Taktstock.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg&amp;#039;&amp;#039; 16, Bamberg, Juli 1995, S. 28–29.&lt;br /&gt;
* [[Ludger Stühlmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Schnittpunkt des Konzils – die Domkapellmeister Paul Joseph Metschnabl und Wolfgang Wünsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stationen der Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; Bamberg 2007, S. 69–70.&lt;br /&gt;
* Werner Pees: &amp;#039;&amp;#039;Chorerzieher, Ratgeber und väterlicher Freund. Domkapellmeister Paul Joseph Metschnabl zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Fränkischer Tag]]&amp;#039;&amp;#039;, Bamberg, 25. Juni 2010.&lt;br /&gt;
* Ludger Stühlmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Der gütige Capello – Zum 100. Geburtstag von Paul Joseph Metschnabl.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heinrichsblatt&amp;#039;&amp;#039; 9, Bamberg, 27. Juni 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de//personen/person.html?PND=12232966X Eintrag] in der BLO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12232966X|LCCN=n/95/099583|VIAF=63261494}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Metschnabl, Paul Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domkapellmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Erzbistum Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Metschnabl, Paul Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Domkapellmeister am Bamberger Dom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juni 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weismain]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. November 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orthographus</name></author>
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