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	<title>Paul Jacobsthal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:20:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Emigrant im Vereinigten Königreich umbenannt in Kategorie:Immigrant im Vereinigten Königreich: laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-09-28T08:29:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Emigrant_im_Vereinigten_K%C3%B6nigreich&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Emigrant im Vereinigten Königreich (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Emigrant im Vereinigten Königreich&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Immigrant_im_Vereinigten_K%C3%B6nigreich&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Immigrant im Vereinigten Königreich (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Immigrant im Vereinigten Königreich&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2024/Oktober/22&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2024/Oktober/22 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Jacobsthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[27. Oktober]] [[1957]] in [[Oxford]]) war ein deutscher Archäologe, der sich als [[Klassische Archäologie|Klassischer Archäologe]] insbesondere um die Verbindung mit der [[Ur- und Frühgeschichte|Prähistorischen Archäologie]], aber auch bei der Erforschung antiker griechischer Keramik Verdienste erworben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Paul Jacobsthal wurde als Sohn des Arztes [[Sanitätsrat]]es Martin Jacobsthal (1850–1912) geboren; sein jüngerer Bruder war der Mathematiker [[Ernst Jacobsthal]]. Er studierte an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem die [[Klassische Philologie|Altphilologen]] [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] und [[Friedrich Leo]]. Schon in der Studienzeit entstanden enge Freundschaften mit [[Ernst Pfuhl]], [[Paul Friedländer (Philologe)|Paul Friedländer]] und später auch mit [[Richard Delbrueck]] und [[Herbert Koch (Archäologe)|Herbert Koch]]. [[Stefan George]] beeinflusste ihn in der Nutzung der Sprache und der Haltung. In Bonn wurde Jacobsthal 1906 bei [[Georg Loeschcke]] mit einer Arbeit zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Der Blitz in der orientalischen und griechischen Kunst&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Mit Hilfe des [[Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts|Reisestipendiums des Deutschen Archäologischen Instituts]] konnte er 1906/07 den [[Mittelmeerraum]] bereisen. Auf der Reise fand Jacobsthal mehrere neue [[Inschrift]]en, die er später mit Wilamowitz-Moellendorff veröffentlichte. In [[Pergamon]] nahm er an den Ausgrabungen teil, wo er in den Hügeln der [[Kaïkos (Fluss)|Kaïkosebene]] frühhellenische Gräber fand und später publizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr wurde Jacobsthal 1907 Assistent von [[Gustav Körte]] in Göttingen, wo er sich 1909 mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Theseus auf dem Meeresgrunde&amp;#039;&amp;#039; habilitierte. Mit dem Katalog der &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Vasen&amp;#039;&amp;#039; legte er 1912 eine erste bedeutende Arbeit auf dem Gebiet der Vasenforschung vor. Die Rezeption von [[John D. Beazley]] war der Beginn einer lebenslangen Verbindung. Noch im selben Jahr wurde Jacobsthal auf das archäologische [[Lehrstuhl|Ordinariat]] an der [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] berufen. Unter seiner Leitung wurde es erstklassig ausgestattet. 1920 wurde eine prähistorische Abteilung angegliedert, woraus auf Jacobsthals Betreiben 1927 das erste Ordinariat für Prähistorische Archäologie in Deutschland entstand. 1915 heiratete Jacobsthal Auguste Bräuning, die Tochter des Pfarrers der [[Reformierte Kirche|reformierten Gemeinde]] in [[Potsdam]]. Aufgrund der nationalsozialistischen Rassengesetze musste Jacobsthal 1935 seinen Lehrstuhl aufgeben und emigrieren. Im Jahr 1937 wurde er [[Lecturer]] am [[Christ Church College]] in [[Oxford]]. 1940 wurde er im [[Hutchinson Internment Camp]] inhaftiert. Zwischen 1947 und 1950 war er in Oxford University Reader für [[Kelten|keltische]] Archäologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacobsthal gilt neben seinem Lehrer Loeschcke als Archäologe, der den gesamten Zeitraum von den Grundlagen der antiken Welt im [[Alter Orient|alten Orient]] bis zur [[Spätantike]] überschauen konnte und sowohl zur genauen Einzelstudie wie auch zur großen Synthese fähig war. Mit seinen Freunden und Lehrern gehörte er zu einer Gruppe von Wissenschaftlern, die, statt Einzelaspekte immer wieder neu zu diskutieren, ganze Denkmälergruppen im vollen Umfang bearbeiteten und publizierten. So entstanden Jacobsthals Schriften &amp;#039;&amp;#039;Ornamente griechischer Vasen&amp;#039;&amp;#039; (1927) und &amp;#039;&amp;#039;Die Melischen Reliefs&amp;#039;&amp;#039; (1930) sowie die gemeinsam mit Beazley herausgegebenen Reihen &amp;#039;&amp;#039;[[Forschungen zur antiken Keramik|Bilder griechischer Vasen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Oxford Classical Archaeology&amp;#039;&amp;#039; (ab 1947). Große Bewunderung hegte er für [[Ernst Buschor (Archäologe)|Ernst Buschor]], stand aber Beazley und dessen dichterischer Kraft näher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung ist Jacobsthal bei der Verbindung zwischen Klassischer und Prähistorischer Archäologie. Er untersuchte etwa mit [[Eduard Neuffer]] den Import und den daraus resultierenden Einfluss griechischer Produkte in der [[Provence]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gallia Graeca&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Préhistoire&amp;#039;&amp;#039; II 1 (1933), S. 1ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch mit [[Alexander Langsdorff]] 1929 &amp;#039;&amp;#039;Die Bronzeschnabelkannen&amp;#039;&amp;#039;. Er gehört damit zu den ersten Forschern, die den hohen Stand der frühen keltischen Kunst würdigten. 1944 erschien seine Schrift &amp;#039;&amp;#039;Early Celtic Art&amp;#039;&amp;#039;, die zu seinen wichtigsten Arbeiten gehört. Hier zeigte Jacobsthal, wie die Kelten klassisch-antike Vorbilder aufgegriffen hatten, sie aber zugleich dämonisierten. Wichtig waren auch seine Forschungen zur künstlerischen Herkunft der keltischen Monumentalplastik. In seinem letzten wichtigen Buch, &amp;#039;&amp;#039;Greek Pins and their Connections with Europe and Asia&amp;#039;&amp;#039;, zeigte er die Bedeutung des Schmuckes für die Erforschung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Nachbarvölkern und wie man diese Forschungen mit dem Sammeln, Ordnen und Herausgeben des Denkmalbestandes verbinden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacobsthal war ordentliches Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]], Ehrenmitglied der [[Society of Antiquaries of London|Society of Antiquaries]] und korrespondierendes Mitglied der [[British Academy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|250|251|Jacobsthal, Paul|[[Hans Möbius]]|117048178}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Schefold]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Jacobsthal 1880–1957.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Reinhard Lullies]], [[Wolfgang Schiering]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologenbildnisse]]. Porträts und Kurzbiographien von Klassischen Archäologen deutscher Sprache.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1988, ISBN 3-8053-0971-6, S. 204–205.&lt;br /&gt;
* Frederick Jagust: &amp;#039;&amp;#039;Paul Jacobsthal (1880–1957).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gunnar Brands]], [[Martin Maischberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder. Klassische Archäologen und der Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Menschen – Kulturen – Traditionen. Studien aus den Forschungsclustern des Deutschen Archäologischen Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 1). VML, Rahden 2012, ISBN 978-3-86757-382-5, S.&amp;amp;nbsp;65–74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117048178}}&lt;br /&gt;
* [http://arthistorians.info/jacobsthalp Jacobsthal] im [[Dictionary of Art Historians]]&lt;br /&gt;
* [https://sempub.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum_vitae/de/wisski/navigate/10625/view Jacobsthal bei PROPYLAEUM VITAE]&lt;br /&gt;
* [http://publicus.culture.hu-berlin.de/sammlungen/person/63 Jacobsthal in der Datenbank &amp;#039;&amp;#039;Universitätsmuseen und -sammlungen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117048178|titel=Jacobsthal, Paul Ferdinand|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassische Archäologie in Marburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117048178|LCCN=n/80/15662|VIAF=69056063}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacobsthal, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Oxford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Society of Antiquaries of London]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forscher (Antike Vasenmalerei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacobsthal, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Archäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oxford]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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