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	<title>Paul Irniger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:50:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Irniger&amp;diff=2713820&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-06-14T18:27:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt; &amp;lt;!--schweizbezogen: Das bedeutet, dass hier kein ß verwendet wird.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul Irniger.jpg|miniatur|Paul Irniger während seines Prozesses in Zug, 14. Juli 1939]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Irniger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. November]] [[1913]] in [[Goldau]]; † [[25. August]] [[1939]] in [[Zug (Stadt)|Zug]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Niederrohrdorf]] [[Kanton Aargau|AG]]) war ein verurteilter [[Schweiz]]er [[Mord (Schweiz)|Mörder]]. Er war der letzte im [[Kanton Zug]] und der vorletzte in der Schweiz nach einem zivilen Strafprozess [[Todesstrafe|zum Tode verurteilte]] und [[Hinrichtung|hingerichtete]] Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/schweiz/paul-irniger-der-moerder-der-priester-sein-wollte-ld.1571592 &amp;#039;&amp;#039;Der Mörder, der Priester sein wollte&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 17. August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Irnigers Mutter war wegen [[Betrug (Schweiz)|Betrugs]] und anderer Delikte mehrfach vorbestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.beobachter.ch/archiv/artikel/der-tod-des-taximoerders/ Der Tod des Taximörders], Artikel im [[Der Schweizerische Beobachter|Beobachter]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs der Sechsjährige im Kinderheim [[Walterswil ZG|Walterswil]] auf. Als Jugendlicher versuchte er mehrmals erfolglos, in ein [[Kloster]] einzutreten. Nach einer Anstellung als Hilfsarbeiter in [[Baden AG|Baden]] begann er eine Lehre zum [[Technischer Zeichner|Technischen Zeichner]], die er jedoch nach einigen Monaten abbrach. Er ging nach [[Interlaken]], wo er im Hotel Beau-Rivage Anstellung fand, dort jedoch einen kleineren [[Brandstiftung|Brand legte]]. Im Anschluss daran wurde er in die Zwangserziehungsanstalt in [[Aarburg]] eingewiesen, wo er den Beruf des [[Tischler|Schreiner]]s erlernte. Nach seiner Entlassung absolvierte er die [[Rekrutenschule]] in [[Luzern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Dezember 1933 fuhr Irniger mit der Bahn nach Zug und nahm dort ein Taxi in Richtung [[Baar ZG|Baar]]. In der Nähe von Baar erschoss er den Taxifahrer und floh mit einer Beute von 60 Franken. Kurz darauf wurde er wegen Betrugs verhaftet und in die Strafanstalt Sedel in Luzern eingewiesen. Irniger gelang die Flucht; er ging nach [[Einsiedeln]], wo er als [[Trappisten]]pater verkleidet in verschiedenen Kirchen Messen las und Beichten abnahm. Nach Aufdeckung der [[Hochstapelei]] wurde Irniger einige Monate inhaftiert; ein Zusammenhang zum Mord in Baar wurde dabei nicht erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Haftentlassung ging Irniger ins [[Kanton Tessin|Tessin]], wo er eine Frau kennenlernte und sich als [[Staubsauger]]verkäufer versuchte. Daneben verübte er verschiedene [[Einbruch|Einbrüche]]. Am 9. August 1937 wurde er in [[Rapperswil SG|Rapperswil]] verhaftet und auf den Polizeiposten gebracht. Dort erschoss er einen Polizisten und floh in Richtung [[Zürichsee]], wobei verschiedene Anwesende ihn verfolgten. Auf der Flucht erschoss Irniger auch noch einen seiner Verfolger, wurde dann aber von der aufgebrachten Bevölkerung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man brachte Irniger nach [[St. Gallen]], wo er neben den beiden in Rapperswil begangenen Tötungsdelikten auch den Mord bei Baar gestand. Er wurde vor Gericht gestellt und im April 1938 für die Morde in Rapperswil zum Tod verurteilt, jedoch vom [[Kantonsrat (St. Gallen)|Grossen Rat]] des [[Kanton St. Gallen|Kantons St. Gallen]] zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe [[Begnadigung|begnadigt]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Guillotine Zug.jpg|mini|Zu Irnigers Hinrichtung aufgestellte Guillotine im Hof der Strafanstalt Zug]]&lt;br /&gt;
Da das [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafrecht in der Schweiz]] vor 1942 Sache der Kantone war, konnte Irniger in St. Gallen nur wegen der in diesem Kanton begangenen Verbrechen verurteilt werden. Im Prozess zum Mord von Baar wurde Irniger im [[Kanton Zug]] ebenfalls zum Tode verurteilt. Er zog die [[Berufung (Recht)|Appellation]] ans [[Politisches System der Schweiz#Judikative|Obergericht]] selbst zurück und verzichtete auf ein [[Gnadengesuch]], so dass das Urteil in erster Instanz rechtskräftig wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://static.nzz.ch/files/9/8/5/Die%2Bletzte%2BEnthauptung%2Bin%2Bder%2BSchweiz_1.8484985.pdf Die letzte Enthauptung in der Schweiz] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB). [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]] vom 22. Oktober 1950&amp;lt;/ref&amp;gt; Irniger wurde daraufhin am 25. August 1939 in der Strafanstalt Zug mit der aus [[Kanton Luzern|Luzern]] geliehenen [[Guillotine von Luzern|Guillotine]] hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 1983 verbot das [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgericht]] auf Antrag von Irnigers Sohn die Ausstrahlung einer Radiodokumentation zum Fall Irniger mit Hinweis auf den [[Persönlichkeitsrecht|Persönlichkeitsschutz]] seiner unmittelbaren Verwandten, der durch die Verbreitung des Falls im Radio ungleich stärker beeinträchtigt würde als durch andere Formen der Veröffentlichung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BGE|109|II|353}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Zug erhielt Bewerbungsschreiben von 186 Freiwilligen, die sich als Scharfrichter meldeten. Der Psychiater Boris Pritzker führte mit 115 von ihnen ausführliche Interviews.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|16389|Scharfrichter|Autor=Martin Illi}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aus diesen Freiwilligen ausgewählte, als Arthur X. bezeichnete anonyme Scharfrichter erkrankte später an [[Paranoide Schizophrenie|paranoider Schizophrenie]] und starb 1960 in der psychiatrischen Klinik [[Burghölzli]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.beobachter.ch/archiv/inhaltsverzeichnisse/artikel/arthur-x-des-henkers-fall/ |wayback=20140827182253 |text=Arthur X: Des Henkers Fall |archiv-bot=2019-05-06 10:30:15 InternetArchiveBot }}. [[Der Schweizerische Beobachter]], 17. September 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; Pritzkers Gespräche mit den Scharfrichterkandidaten wurden 1993 erstmals veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Boris Pritzker: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Scharfrichterkandidaten 1938/1939.&amp;#039;&amp;#039; hg. von M. Pritzker-Ehrlich, Haag und Herchen, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-86137-019-0. &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Basis der Bewerbungsschreiben und Pritzkers Interviews wurde 1998 in Zug das Theaterstück «Der letzte Henker» aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zuspi.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=171&amp;amp;Itemid=89 Der Letzte Henker] auf der Webseite des Theaterensembles &amp;#039;&amp;#039;Zuger Spiillüüt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pil Crauer: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben und Sterben des unwürdigen Dieners Gottes und mörderischen Vagabunden Paul Irniger&amp;#039;&amp;#039;. Lenos, Basel 1983, ISBN 3-85787-095-8.&lt;br /&gt;
* [[Erwin A. Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Irniger: sein Leben und sein Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. E. A. Lang, Zürich 1939 {{OCLC|731899912}}.&lt;br /&gt;
* Boris Pritzker, Marthi Pritzker-Ehrlich; Andreas Pritzker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Scharfrichterkandidaten 1938/1939&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Bern 1999, ISBN 3-906763-27-7 (Revidierte Ausgabe von: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Scharfrichterkandidaten, 1938-1939, von Boris Pritzker&amp;#039;&amp;#039;. Haag + Herchen, Frankfurt am Main 1993).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kinderheime-schweiz.ch/de/pdf/paul_irniger_das_ehemalige_heimkind_das_moench_werden_wollte_und_moerder_wurde.pdf Paul Irnigers Lebensgeschichte] (PDF; 451 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article7A50P-1.478517 Tatort Strafanstalt Zug], Artikel in der [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]] vom 22. März 2001&lt;br /&gt;
* Andreas Fässler: [http://www.zuspi.ch/wp-content/uploads/2015/06/NZZ_20130219_Nachschau.pdf Ein Luzerner Fallbeil fiel in Zug]. In: [[Neue Zuger Zeitung]], 19. Februar 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118555820|LCCN=n86822277|VIAF=18014011}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Irniger, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Schweiz ab 1848)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serienmörder (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kanton Zug)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Irniger, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Mörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. November 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Goldau SZ|Goldau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. August 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zug (Stadt)|Zug]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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