<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Paul_Honigsheim</id>
	<title>Paul Honigsheim - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Paul_Honigsheim"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Honigsheim&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T12:42:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Honigsheim&amp;diff=1339188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nightdiver: ISBN</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Honigsheim&amp;diff=1339188&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-20T05:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Honigsheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. März]] [[1885]] in [[Düsseldorf]]; † [[22. Januar]] [[1963]] in [[East Lansing]], Michigan, USA) war ein deutscher [[Sozialwissenschaft]]ler. Er gilt als ein Mitbegründer der deutschen [[Soziologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paul Honigsheim wurde im März 1885 in Düsseldorf als Sohn des Bankdirektors Richard Honigsheim geboren. Seine Mutter Leonie (geb. Pennequin) war eine Französin aus [[Lille]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Gustav Specht |Titel=Honigsheim, Paul |Sammelwerk=Neue Deutsche Biographie |Band=9 |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Ort=Berlin |Datum=1972 |Seiten=600}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Honigsheim studierte Geschichte und Soziologie, Jura, Politikwissenschaft und Philosophie in Bonn, Berlin und Heidelberg und war ein Schüler und Freund [[Max Weber]]s. Bei ihm wurde er 1914 mit einer [[Dissertation]] über &amp;#039;&amp;#039;Die Staats- und Sozial-Lehren der französischen [[Jansenismus|Jansenisten]] im 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Ab 1919 war er am von [[Leopold von Wiese]] und [[Max Scheler]] geleiteten [[Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften]] der [[Universität zu Köln|Universität Köln]] tätig. Zunächst für kurze Zeit Schelers Assistent wurde Honigsheim im Wintersemester 1920/21 Privatdozent für [[Philosophie]] und [[Soziologie]]. Hierfür hatte er im Frühjahr 1920 eine Abhandlung über &amp;#039;&amp;#039;Religionshistorische Parallelen zur Entwicklung des Sozialismus&amp;#039;&amp;#039; vorgelegt. Obwohl von Wiese und Scheler als Gutachter Einwände gegen mehrere Standpunkte und Aussagen seiner [[Habilitationsschrift]] vorbrachten, wurde Honigsheim die [[Lehrberechtigung|venia legendi]] erteilt. Am 5. Juli 1920 hielt Honigsheim seine Antrittsvorlesung über „Wesen und Gegenwart einer Soziologie der Religion“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christian Tilitzki]] |Titel=Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. |Band=1 |Verlag=Akademie Verlag |Ort=Berlin |Datum=2002 |Seiten=151f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1922 bis 1933 war Honigsheim Mitglied der SPD. Seit 1926 war er ferner Mitglied der [[Deutsche Liga für Menschenrechte|Liga für Menschenrechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1927 lehrte er als nichtbeamteter außerordentlicher Professor für Philosophie und Soziologie, später wurde die Lehrberechtigung auf das Fach [[Sozialpädagogik]] erweitert. Zusammen mit Scheler fasste er die Soziologie vor allem als [[Sozialphilosophie]] – im Gegensatz zu Leopold von Wiese, der das Fach als [[Beziehungslehre]] repräsentierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Wagner, Moritz Wittmaack |Titel=Die akademische Institutionalisierung der soziologischen Lehre in Köln |Sammelwerk=Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie |Band=72 |Datum=2020 |Seiten=390}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Studierenden gehörte damals der spätere US-amerikanische Soziologe [[Howard P. Becker]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans H. Gerth |Titel=Howard Becker 1899-1960 |Sammelwerk=American Sociological Review |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1960 |Seiten=743}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Konrad Adenauer]] hatte ihm im Jahr 1920 auf Empfehlung von Leopold von Wiese hauptamtlich die Leitung der [[Volkshochschule Köln|Kölner Volkshochschule]] übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helene Kleine |Titel=Soziologie und die Bildung des Volkes. Hans Freyers und Leopold von Wieses Position in der Soziologie und der freien Erwachsenenbildung während der Weimarer Republik |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Datum=1989 |Seiten=179}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Position rückte Honigheim allmählich zu einer der „zentralen Figuren in der Kölner Volksbildungsbewegung der Weimarer Republik“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Theresa Wobbe]] |Titel=Wahlverwandtschaften. Die Soziologie und die Frauen auf dem Weg zur Wissenschaft |Verlag=Campus |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1997 |Seiten=191}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Kreis freundete er sich auch mit der Soziologin [[Hanna Meuter]], Dozentin an der Volkshochschule Köln, an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1933 emigrierte er nach [[Frankreich]], da er als regimefeindlich galt. 1934 wurde ihm aufgrund des [[Berufsbeamtengesetz]]es (§ 4) die Lehrbefugnis entzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grüttner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Boston 2023, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Frankfurter Institut für Sozialforschung]] hatte verfolgungsbedingt in [[Paris]] einen Zweig eingerichtet, das &amp;#039;&amp;#039;Centre de Documentation&amp;#039;&amp;#039; an der [[École normale supérieure (Paris)|école normale supérieure]], das Honigsheim leitete. Zwischen 1936 und 1938 unterrichtete er an der Nationalen Universität von [[Panama]] und 1938 folgte er einem Ruf als Professor in die [[USA]], wo er nach East Lansing übersiedelte. Bis 1950 lehrte er als Professor für Soziologie und [[Anthropologie]] an der [[Michigan State University]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsansatz ==&lt;br /&gt;
Insbesondere in seinen Spezialdisziplinen [[Musiksoziologie]] und [[Religionssoziologie]] arbeitete Honigsheim historisch-vergleichend (bis zurück zu schriftlosen Kulturen), wobei er, anknüpfend an Max Weber, [[Idealtyp]]en als Hilfskonstruktionen verwendete. Er betrachtete Musiksoziologie und Religionssoziologie als [[Wertfreiheit|werturteilsfreie]] Einzelwissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Universität Konstanz]], [[Sozialwissenschaftliches Archiv Konstanz|Sozialwissenschaftliches Archiv]] im Kommunikations-, Informations- und Medienzentrum KIM, befinden sich hektographierte Manuskripte etlicher Vorlesungsskripte aus seiner Zeit in Michigan sowie Vorträge, die er nach 1945 für den [[RIAS]] verfasst hat. Ein Verzeichnis dazu liegt vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kreis Viersen|Kreisarchiv Viersen]] gibt es im Bestand [[Hanna Meuter]] weit über 50 Archivalien zu Honigsheim, bis zu seinem Tod. Überwiegend sind das seine Werke, die er ihr schickte, da die beiden befreundet gewesen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hanna Meuter |url=https://www.kreis-viersen.de/c12575a80042ed5d/files/meuter.pdf/$file/meuter.pdf?openelement |titel=Paul Honigsheim |titelerg=Archivalverzeichnis |hrsg=Kreis Viersen – Der Landrat |werk=www.kreis-viersen.de |datum= |abruf=2026-04-14 |sprache=de |format=PDF; 140 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210203144756/https://www.kreis-viersen.de/c12575a80042ed5d/files/meuter.pdf/$file/meuter.pdf?openelement |archiv-datum=2021-02-03 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Staats- und Sozial-Lehren der französischen Jansenisten im 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Pfeffer, Heidelberg 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Soziologie der&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;mittelalterlichen Scholastik. Die soziologische Bedeutung der nominalistischen Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revolutionierung deutscher Volksbildung&amp;#039;&amp;#039; (= Junge Republik. Bausteine zum neuen Werden, H. 7). Fackelreither-Verlag, Werther bei Bielefeld 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Soziologie, Staatswissenschaften und politische Gegenwartsprobleme in der Volkshochschule&amp;#039;&amp;#039;. Beyer, Langensalza 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Objekt, Methode und wissensystematische Stellung der Soziologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martha Friedenthal-Haase]]: &amp;#039;&amp;#039;From the Rhineland to Michigan. The sociologist and pedagogue Paul Honigsheim (1885–1963), migrant and mediator between two cultures.&amp;#039;&amp;#039; Dept. of Sociology, Michigan State University, East Lansing, Mich., 1988.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Maier (Soziologe)|Joseph Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Honigsheim, Paul.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilhelm Bernsdorf]], Horst Knospe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Internationales Soziologenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge über bis Ende 1969 verstorbene Soziologen.&amp;#039;&amp;#039; 2. neubearbeitete Auflage. Enke, Stuttgart 1980, ISBN 3-432-82652-4, S. 186.&lt;br /&gt;
* [[Alphons Silbermann]], Paul Röhrig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kultur, Volksbildung und Gesellschaft. Paul Honigsheim zum Gedenken seines 100. Geburtstages. Beiträge zum Werk, ausgewählte Texte und ein Verzeichnis der Schriften von Paul Honigsheim.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8204-9619-X.&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|600|601|Honigsheim, Paul|[[Karl Gustav Specht]]|118819674}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Honigsheim, Paul&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band II, 1. München: Saur, 1983, ISBN 3-598-10087-6, S. 538.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 146.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118819674}}&lt;br /&gt;
* [https://professorenkatalog.uni-koeln.de/person/show/203 Paul Honigsheim, in: Universität zu Köln, Galerie der Professorinnen und Professoren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118819674|LCCN=n85286889|VIAF=5011517}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Honigsheim, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionssoziologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Michigan State University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Panama)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Honigsheim, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soziologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. März 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[East Lansing]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
	</entry>
</feed>