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	<title>Paul Hach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:37:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schudi 45: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2024-03-25T11:15:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Hach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1893]] in [[Magdeburg]]; † [[6. Juli]] [[1976]] in [[Unterschleißheim]]/Bayern) war deutscher Verwaltungs- und Bankfachmann in hohen Positionen. 1946 wurde Hach einziger frei gewählter, kurzzeitiger [[Oberbürgermeister]] von [[Erfurt]] in der damaligen [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]]. Durch Inhaftierung wurde von der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] sein Rücktritt erzwungen und er [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete in die Westzonen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hach besuchte – nach entsprechendem Umzug der Eltern – in Erfurt die Bürgerschule und das Realgymnasium. Es folgten {{Bruch|5|1|2}} Jahre [[Bank]]lehre und -Gehilfenzeit in einer Erfurter Bankfiliale. Ab 1913 war Hach [[Soldat]], machte den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] mit und wurde zweimal schwer verwundet. 1919/20 war er an der Reichsbank in Erfurt tätig, dann als [[Prokurist]] im Unternehmen seines Schwiegervaters und ab 1923 wieder im Bankdienst. 1928 folgte Hach einem Ruf nach [[Berlin]] zum &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Genossenschaftsverband&amp;#039;&amp;#039; als Revisor und Bilanzprüfer. Von dort wurde er zur Reorganisation einer Kreditanstalt in [[Prag]] abgestellt. 1935 ging Hach als Geschäftsführer einer Vermögens-Verwaltungsgesellschaft nach [[Schaffhausen]]/Schweiz. Ab 1938 war er Kaufmännischer Direktor der [[Wien-Film]] in [[Wien]]. Hach war [[Freimaurer]] und nicht in der NSDAP. Ende 1944 wurde er zum [[Volkssturm]] einberufen und nach Kriegsende nach Erfurt entlassen. Hier trat er der [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]] bei und wurde 1946 &amp;#039;&amp;#039;Dezernent für Handel und Versorgung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wahlplakat 1946 Erfurt.JPG|mini|SED-Wahlplakat 1946 in Erfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. September 1946 fanden in Erfurt [[Kommunalwahlen]] statt. Am Vortag, dem 7. September, brachte die [[SED]] massenhaft große Plakate in den Straßen Erfurts an, in denen Paul Hach der „Sabotage an der Fleischversorgung“ der Erfurter Bürger bezichtigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Schrei nach Freiheit in Thüringen&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellung der [[Stiftung Ettersberg]] im Thüringer Landtag vom 14. bis 30. Juni 2012 zur Erinnerung an den 17. Juni 1953 in der DDR&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem wurde die LDPD zur stärksten Partei gewählt. So stand ihr das Vorschlagsrecht für den Oberbürgermeisterposten zu. Entsprechend wurde am 26. September Paul Hach mit den Stimmen von LDPD und [[CDU]] zum [[Oberbürgermeister]] gewählt, als Nachfolger des von der [[Sowjetische Militäradministration|SMAD]] eingesetzten [[Georg Boock]] (SED). Der sowjetische &amp;#039;&amp;#039;Stadtkommandant bestätigte&amp;#039;&amp;#039; Hach als OB&amp;lt;ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Sowjetisches Nachrichtenbüro (SNB)&amp;#039;&amp;#039; meldete am 28. September 1946: „Auf Vorschlag der [[LDP]] [[Erfurt]] wurde Stadtrat Paul Hach ... zum Oberbürgermeister der Stadt Erfurt eingesetzt“, abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Oktober 1946, S. 3, Sp. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; und bot ihm sogar eine Villa als Wohnsitz an, was Hach ablehnte. In einem Zeitungsinterview bezeichnete der neue OB als seine dringlichste Aufgabe die ständige Sorge um die Verbesserung der Ernährungslage, der Wohnraumsituation und die Unterbringung der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Vertriebenen aus den Ostgebieten]]. Drei Tage vor der Landtagswahl, am 17. Oktober 1946, wurde Hach nachts von der Kripo abgeholt, in das Polizeigefängnis Weimar gebracht und von dort in das [[Strafanstalt Ichtershausen|Zuchthaus Ichtershausen]], wo er in Sträflingskleidung in Einzelhaft kam. Der Vorwurf lautete: Verstoß gegen den &amp;#039;&amp;#039;Befehl 50 der SMAD&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Sabotage der Kohleversorgung“&amp;#039;&amp;#039;. Die Erfurter Transportfahrzeuge dafür waren in den Thüringer Wald abkommandiert worden. Nun wurden die LDPD-Stadtverordneten unter Druck gesetzt, bis sie mit knapper Mehrheit auf das &amp;#039;&amp;#039;Vorschlagsrecht&amp;#039;&amp;#039; ihrer Fraktion für den OB verzichteten und es an die SED abtraten. Sofort darauf, am 19. November, wurde Hach aus dem Zuchthaus entlassen. Anfang Dezember wählte das Stadtparlament mit den Stimmen der [[Blockpartei]]en Georg Boock (SED) zum Oberbürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1947 wurde Hach in das unter Verantwortung von [[Josef Orlopp]] aufzubauende &amp;#039;&amp;#039;Amt für Interzonen- und Außenhandel&amp;#039;&amp;#039; berufen. Unter Androhung eines Strafverfahrens musste er im März 1949 diese Position kündigen. Er zog mit seiner Frau nach [[Westdeutschland]], wo er 1950 Geschäftsführer der &amp;#039;&amp;#039;„[[Neue Deutsche Wochenschau|Neuen Deutschen“ (Wochenschau]])&amp;#039;&amp;#039; wurde. 1960 nahm Paul Hach am Jahrestreffen der Bundeslandsmannschaft Thüringen teil, auf dem die Gründung der Vereinigung [[Heimattreue Erfurter]] beschlossen wurde. Bei diesen war er &amp;#039;&amp;#039;Ehrengast&amp;#039;&amp;#039; auf ihrem Treffen 1965 in Mainz. Seit 1967 verwitwet, verstarb Paul Hach im Alter von 85 Jahren in einem Altenheim in Unterschleißheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hach hatte eine Erfurter Drogisten-Tochter geheiratet, aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Ein Sohn fiel in Stalingrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] gab es Anfang der 1990er Jahre den Antrag auf Benennung einer Erfurter Straße nach Paul Hach, der jedoch nicht realisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Arbeitsgruppe der CDU und der FDP in Erfurt: &amp;#039;&amp;#039;Erfurter Persönlichkeiten 1933 bis 1990&amp;#039;&amp;#039;. Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Paul Hach&amp;#039;&amp;#039;. Standort der Akte: [[Stadtarchiv Erfurt]].&lt;br /&gt;
* Rudolf Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Zum 100. Geburtstag von Paul Hach am 3. August 1993&amp;#039;&amp;#039;. In: Erfurter Allgemeine (Teil der [[Thüringer Allgemeine]]n), 3. August 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Erfurt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hach, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LDPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hach, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bürgermeister (Erfurt)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juli 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Unterschleißheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schudi 45</name></author>
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