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	<title>Paul Grawitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jesi: + Verweis</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Verweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner Paul Grawitz (1850–1932). Zum Mediziner (1900–1983) siehe [[Paul Busse-Grawitz]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul Grawitz.jpg|hochkant|mini|Paul Grawitz, um 1910]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Albert Grawitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1850]] in [[Sierzno|Zerrin]], [[Landkreis Bütow|Kreis Bütow]]; † [[27. Juni]] [[1932]] in [[Greifswald]]) war ein deutscher [[Pathologie|Pathologe]]. Sein Name ist mit dem  [[Nierenkrebs]], nach ihm auch Grawitz-Tumor (sonst auch: Hypernephrom oder Nierenzellkarzinom) genannt, verbunden. Er entdeckte 1883 das Hypernephrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grawitz wurde 1850 als Sohn des Gutsbesitzers Wilhelm Grawitz und seiner Frau Agnes geborene Fischer in [[Sierzno|Zerrin]] in [[Hinterpommern]] geboren. Er studierte zunächst an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]] [[Medizin]] und wechselte 1870 an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]]. Seit dem Wintersemester 1869/70 war er Mitglied der [[Burschenschaft Germania Halle zu Mainz|Burschenschaft Germania Halle]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Elsheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Burschenschafter. Ausgabe 1925/26.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1925/26, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1873 zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Zwei seltene Geschwulstfälle nebst Beobachtungen über die Contraktilität von Geschwulstzellen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er schon als Student bei [[Rudolf Virchow]] [[Famulatur|famuliert]] hatte, war er 1875–1886 Assistent an Virchows pathologischem Institut. Hier [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1884 für [[Pathologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 wurde Grawitz als [[Professur#Universitätsprofessoren|Extraordinarius]] an die [[Universität Greifswald|Königliche Universität zu Greifswald]] berufen. Im Jahr darauf erhielt er dort als Nachfolger von [[Friedrich Grohé]] den [[Lehrstuhl]] für pathologische Anatomie, den er bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahre 1921 innehatte. Im Jahr 1886 wurde er in die [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=paul-grawitz|Name=Paul Grawitz|Datum=4. Juli 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Greifswald erweiterte er die von Grohé begonnene pathologische [[Präparat]]esammlung zu einem 1905 dafür eingerichteten Museum. 1909 veröffentlichte er einen 700-seitigen Museumsführer, der auch als Anleitung zum Selbststudium der pathologischen Anatomie und als Lehrbuch für Studenten diente. Grawitz war ein beliebter [[Hochschullehrer]]. Er war 1896/97 [[Rektor#Hochschulen|Rektor]] der Universität und verfasste 1906 die [[Festschrift]] der Medizinischen Fakultät zum 450. Jubiläum der Universität. Der [[Preußen|preußische Staat]] ernannte ihn zum [[Geheimer Medizinalrat|Geheimen Medizinalrat]], um 1912 wurde er mit dem [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden 3. Klasse]] ausgezeichnet. Er war zweimal Vorsitzender des Medizinischen Vereins Greifswald, einer der ältesten, heute noch existierenden medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften im deutschsprachigen Raum. Später wurde er wie Virchow [[Ehrenmitglied]] des Vereins. Grawitz erlag im 82. Lebensjahr einem [[Schlaganfall]]. [[Otto Lubarsch]] ehrte ihn in seinem Nachruf als [[Nestor (Wissenschaft)#Ehrenbezeichnung|Nestor]] der deutschen Pathologie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Lubarsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Grawitz †.&amp;#039;&amp;#039; [[Virchows Archiv]] 1932; 286/I-II. {{doi|10.1007/BF01887233}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Grawitz wurde in einem [[Ehrengrab]] auf Greifswalds [[Alter Friedhof (Greifswald)|Altem Friedhof]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Die mit seinem Namen verbundene Grawitzsche Geschwulst oder &amp;#039;&amp;#039;Struma lipomatodes aberrata renis&amp;#039;&amp;#039; (Nierenzellkarzinom) beschrieb Grawitz bereits 1883 in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Grawitz: &amp;#039;&amp;#039;Die sogenannten Lipome der Niere.&amp;#039;&amp;#039; Arch Path Anat. 1883; 94/39-63. {{doi|10.1007/BF01929242}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ging damals jedoch davon aus, dass der von ihm beschriebene [[Tumor]] aus eingewandertem [[Nebenniere]]ngewebe bestünde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Schuchart: &amp;#039;&amp;#039;Paul Albert Grawitz irrte, aber sein Name blieb&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutsches Ärzteblatt]], Jahrgang 117, Ausgabe A, Heft 4/2020 vom 24. Januar 2020, S. [52].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Albert Grawitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung von Nierentumoren aus Nebennierengewebe&amp;#039;&amp;#039;, [[Archiv für klinische Chirurgie]], Jahrgang 30, Berlin 1884, S. 824–834.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner [[Berufung (Amt)|Berufung]] nach Greifswald galt Grawitz als der »umstrittenste, aber damals zweifellos bedeutendste Forscher« auf seinem Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Holle: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungslinien der morphologischen Forschung im Spiegel des Greifswalder Lehrstuhls für Pathologische Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Zbl Path 1982; 126/417–423.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grawitz&amp;#039; wissenschaftliche Interessen waren breit gefächert und zumeist mit einem Entzündungsgeschehen verbunden. Er arbeitete über [[Schimmelpilz]]e und züchtete die ersten Reinkulturen der [[Pathogenität|pathogenen]] Pilze [[Trichophyton schoenleinii]] (Erreger des &amp;#039;&amp;#039;Favus&amp;#039;&amp;#039;, auch „Erbgrind“), [[Trichophyton tonsurans]] (Erreger der [[Dermatophytose|Tinea corporis gladiatorum]], auch [[Mattenbrand]] oder „Ringerflechte“) oder [[Malassezia furfur]] (Erreger der [[Pityriasis versicolor]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Arbeitsgebiete waren die Herzhypertrophie nach [[Nephritis]], die [[Peritonitis]] oder die Verursachung von Entzündungen durch chemische Substanzen. Hier wies Grawitz nach, dass nicht nur Erreger, sondern auch chemische Substanzen Entzündungen hervorrufen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grawitz’ „Schlummerzellenlehre“ über eine entzündungsstimulierte Umbildung von [[Bindegewebe]] und elastischen Fasern im [[Interzellularraum]] zu [[Leukozyt]]en mit Kern- und Zellsubstanz und damit die Entstehung von Zellen aus Bindegewebe führte seinerzeit zu zahlreichen Kontroversen. Sie hatte keinen Bestand. Jedoch versuchte noch in den 1950er Jahren sein Enkel [[Paul Busse-Grawitz]], diese Theorie zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Grawitz&amp;#039; jüngerer Bruder war der [[Hämatologie|Hämatologe]] [[Ernst Grawitz]] (1860–1911). Aus der Ehe von Grawitz&amp;#039; Tochter Lotte mit dem Pathologen [[Otto Busse (Mediziner, 1867)|Otto Busse]] (1867–1922) stammte der Enkel [[Paul Busse-Grawitz]] (1900–1983), der ebenfalls als Pathologe tätig war. Grawitz&amp;#039; Neffe war der spätere [[Reichsarzt SS]] [[Ernst-Robert Grawitz]] (1899–1945).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Entstehung krankhafter Geschwülste.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1884.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Atlas der pathologischen Gewebelehre.&amp;#039;&amp;#039; Schoetz, Berlin 1893&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Medizinischen Fakultät Greifswald 1806–1906.&amp;#039;&amp;#039; Abel, Greifswald 1906 ([https://books.google.de/books?id=LKYSAAAAYAAJ&amp;amp;hl=de Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zum Selbstudium der pathologischen Anatomie. Führer durch das Museum des pathologischen Instituts zu Greifswald.&amp;#039;&amp;#039; Adler, Greifswald 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|13|14|Grawitz, Paul Albert|Wilhelm Katner|122762711}}&lt;br /&gt;
* [[Gerd Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum 170. Geburtstag von Paul Grawitz&amp;#039;&amp;#039;. Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern 9/2020, 30. Jahrgang, S. 330–331.&lt;br /&gt;
* [[Gerd Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Grawitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3/2020, {{ISSN|0032-4167}}, S. 32–33.&lt;br /&gt;
* Lothar Kämpfe: &amp;#039;&amp;#039;Grawitz, Paul (1850–1932}.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dirk Alvermann (Historiker)|Dirk Alvermann]], [[Nils Jörn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Pommern,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3. Böhlau, Wien, Köln, Weimar 2019 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern Forschungen zur Pommerschen Geschichte; 48,3), ISBN 978-3-412-50072-6, S. 113–118.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122762711}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232822786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Victor Schultze]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Jakob Weismann]]&lt;br /&gt;
|AMT=Rektor der Universität Greifswald&lt;br /&gt;
|ZEIT=1896}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Pathologie-Ordinarien der Universität Greifswald}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122762711|VIAF=10736073|LCCN=n/2015/186432}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grawitz, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer wissenschaftlichen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grawitz, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grawitz, Paul Albert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1850&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sierzno|Zerrin]], [[Kreis Bütow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Greifswald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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