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	<title>Paul Gerhard Braune - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Gerhard_Braune&amp;diff=1903973&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buchbibliothek: wie Bildbeschreibung</title>
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		<updated>2025-12-22T12:47:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wie Bildbeschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Gerhard Braune.jpg|thumb|Paul Gerhard Braune (1954)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Gerhard Braune&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Dezember]] [[1887]] in [[Gmina Lubiszyn|Tornow]] ([[Landkreis Landsberg (Warthe)|Kreis Landsberg an der Warthe]]); † [[19. September]] [[1954]] in [[Gadderbaum]] ([[Kreis Bielefeld]])) war evangelischer [[Pastor]], Leiter der [[Hoffnungstaler Anstalten Lobetal]] und [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|„Euthanasie“]]-Gegner sowie Kirchenmann in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ersten Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Gerhard Braune wurde als Sohn eines Pastors geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Eberswalde studierte er [[Theologie]] an der [[Kirchliche Hochschule Bethel|Kirchlichen Hochschule Bethel]] und den Universitäten [[Universität Halle|Halle]] und [[Humboldt-Universität Berlin|Berlin]]. Er wurde Mitglied im [[Hallenser Wingolf|Hallenser]] und [[Berliner Wingolf]]. In Bethel lernte er [[Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere|Friedrich von Bodelschwingh]] kennen. Nach der [[Ordination]] 1913 wurde er Hilfsprediger in Hägermühle bei [[Eberswalde]] und 1914 Pastor in Hohenkränig bei [[Schwedt/Oder]]. 1922 rief ihn Bodelschwingh nach [[Lobetal]] zur dortigen [[Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel|Bodelschwinghschen Anstalt]]. Braune übernahm die Leitung dieser Wohnanlage für sozial Schwache, Behinderte und alte Menschen. Gleichzeitig wurde er zum Bürgermeister des Ortes gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Während der Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Paul Gerhard Braune 1932 Berta Mohr, mit der er vier Kinder bekam. Im gleichen Jahr wurde Braune Vizepräsident des Zentralausschusses für die [[Innere Mission]]. Er trat konsequent gegen deren Vereinnahmung durch die [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt]] seit 1933 ein. Gleichzeitig schloss er sich der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] an, und bereits ein Jahr später wurde er erstmals durch die [[Gestapo]] verhört. Sein Kampf (gemeinsam mit Friedrich von Bodelschwingh) gegen die sog. Euthanasie gilt als bedeutender Akt protestantischen Widerstandes im Nationalsozialismus. Ihm gelang es, den Abtransport von Bewohnern zu verhindern. Aus den ihm bekannten Informationen über planmäßige Verlegungen und massenhafte Todesmeldungen aus dem gesamten Reichsgebiet formulierte er eine an Hitler gerichtete Denkschrift „Planwirtschaftliche Verlegung von Insassen der Heil - und Pflegeanstalten“&amp;lt;ref&amp;gt;Faksimile der ersten Seite auf der Homepage https://sites.google.com/site/euthanasiestiftung/widerstand-gegen-die-euthanasie--aktionen/pastor-paul-gerhard-braune&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die allein von ihm unterzeichnete Denkschrift wurde mit Begleitschreiben des Zentralausschusses und der Evangelischen Kirche der Reichskanzlei übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Nowak, Kurt: &amp;#039;&amp;#039;Eugenik, Zwangssterilisation und &amp;quot;Euthanasie&amp;quot; &amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Nächstenliebe&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1998, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Braune weigerte sich, Kranke der Hoffnungstaler Anstalten auszuliefern. Auch rassisch und politisch Verfolgte sowie [[Deserteur]]e fanden dort Unterstützung.&lt;br /&gt;
Dieser Kampf gegen die „Euthanasie“ und gegen die Vereinnahmung der Inneren Mission führte am 12. August 1940 zu seiner Inhaftierung durch die Gestapo. Für drei Monate wurde er im [[Prinz-Albrecht-Palais|Gestapo-Gefängnis]] in der [[Niederkirchnerstraße|Prinz-Albrecht-Straße]] inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonia Kleikamp: [https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article143717829/Ausmerzung-aller-derer-die-geisteskrank-sind.html &amp;#039;&amp;#039;„Ausmerzung aller derer, die geisteskrank sind“.&amp;#039;&amp;#039;] Welt – Geschichte, 8.&amp;amp;nbsp;Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 setzte sich Braune für verhaftete homosexuelle Bewohner der Hoffnungstaler Anstalten ein und schrieb, erfolglos, Gnadengesuche für die zum Tode Verurteilten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der DDR ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braune wurde 1945 Präsident des Zentralausschusses der [[Innere Mission|Inneren Mission]] (Ost) und [[Domherr]] zu [[St. Peter und Paul (Brandenburg an der Havel)|Brandenburg]]. Er wurde als Bürgermeister und Anstaltsleiter Mitglied der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Ost-CDU]]. Er pflegte enge, vertrauensvolle Kontakte zum leitenden Mitarbeiter in der Hauptabteilung „Verbindung zu den Kirchen“ der Regierungskanzlei der DDR, [[Kurt Grünbaum]], der Lobetal 1951 im Auftrag des stellvertretenden Ministerpräsidenten [[Otto Nuschke]] besuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser, Jochen-Christoph: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirche und sozialer Staat. Diakonie im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-020163-7, S. 268 und insbesondere Fußnote 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[SED]]-Staatsmacht wurde Braune und die Anstaltsdiakonie stark angefeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiser, Jochen-Christoph: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirche und sozialer Staat. Diakonie im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-020163-7, S. 268–271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als am 18. Mai 1953 lokale [[SED]]-Staatsfunktionäre vom Rat des Kreises [[Bernau bei Berlin|Bernau]] und des Bezirks [[Frankfurt (Oder)|Frankfurt]] die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal zur Verstaatlichung beschlagnahmen wollten, konnte Paul Gerhard Braune die Besatzer zum Abzug bewegen und so die Enteignung verhindern.&lt;br /&gt;
Am 19. September 1954 starb Paul Braune in [[Bethel (Bielefeld)|Bethel]] an den Folgen eines Herzinfarktes. Sein Grab befindet sich auf dem Zionsfriedhof in Bielefeld/Bethel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 20 f. ([http://www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-7376-0474-1.OpenAccess.pdf Online], PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613095339/http://www.bautz.de/bbkl/b/braune_p.shtml |band=1|spalten=734–735|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Braune, Paul Gerhard}}&lt;br /&gt;
* Berta Braune: &amp;#039;&amp;#039;Hoffnung gegen die Not. Mein Leben mit Paul Braune 1932–1954.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal 1983, ISBN 3-417-12319-4.&lt;br /&gt;
* Jan Cantow: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische „Nichtarierhilfe“ am Beispiel der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal.&amp;#039;&amp;#039; Saarbrücken 2008, ISBN 3-8364-7768-8.&lt;br /&gt;
* Jan Cantow, [[Jochen-Christoph Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Gerhard Braune (1887–1954). Ein Mann der Kirche und Diakonie in schwieriger Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018351-6.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Scharf]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Gerhard Braune. Ein Mann des kirchlichen Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Bethel 1979, ISBN 3-922463-03-7.&lt;br /&gt;
* Jan Cantow: &amp;#039;&amp;#039;Pastor Paul Gerhard Braune. Im „Hausgefängnis“ der Gestapo-Zentrale in Berlin. Kurzbiographie und Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Topographie des Terrors. Notizen,&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Hentrich &amp;amp; Hentrich Verlag Berlin, Berlin 2012, ISBN 978-3-942271-85-1.&lt;br /&gt;
* Boris Böhm: &amp;#039;&amp;#039;[[Lothar Kreyssig]], Paul Gerhard Braune und Walter Schadeberg: Protagonisten des protestantischen Widerstands gegen die NS-Euthanasie.&amp;#039;&amp;#039; In: Verena Lorber, Andreas Schmoller, [[Florian Schwanninger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Euthanasie: Wahrnehmungen – Reaktionen – Widerstand im kirchlichen und religiösen Kontext.&amp;#039;&amp;#039; Studien-Verlag, Innsbruck 2021 (Historische Texte des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim; 4), ISBN 978-3-7065-6176-1, S. 13–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118514679}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|paul-gerhard-braune}}&lt;br /&gt;
* [http://www.politische-bildung-brandenburg.de/ausstellungen/ein-leben-im-dienst-am-n%C3%A4chsten Ausstellung zu Braune 2006/2007] der [[Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung|Brandenburgischen Zentrale für Politische Bildung]]&lt;br /&gt;
* Jan Cantow: [https://www.diakonie.de/paul-gerhard-braune/ &amp;#039;&amp;#039;Paul Gerhard Braune.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Diakonie.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Dirk Baas: [http://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2016-08-24/vor-75-jahren-stoppte-hitler-offiziell-das-toetungsprogramm-behinderten &amp;#039;&amp;#039;Vor 75 Jahren stoppte Hitler offiziell das Tötungsprogramm an Behinderten. „Geheime Reichssache“ auf der Alb.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Dom-Radio&amp;#039;&amp;#039;, 24. August 2016 (Aufdeckung der Euthanasiemorde durch Pastor Braune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118514679|LCCN=no/2009/98440|VIAF=67256540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Braune, Paul Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Diakonie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökumenische Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Deutschland (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Brandenburg an der Havel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Braune, Paul Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelisch-lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Dezember 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gmina Lubiszyn|Tornow]], [[Landkreis Landsberg (Warthe)|Kreis Landsberg an der Warthe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. September 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gadderbaum]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buchbibliothek</name></author>
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