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	<title>Paul Fourmarier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-22T17:30:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Frédéric Joseph Fourmarier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Dezember]] [[1877]] in [[La Hulpe]], [[Provinz Wallonisch-Brabant|Brabant]]; † [[20. Januar]] [[1970]] in [[Lüttich]]) war ein [[Belgien|belgischer]] [[Geologe]], der durch seine Beiträge zur [[Strukturgeologie]] und zur [[Deformation]] von [[Gestein]]en in der oberen [[Erdkruste]] bekannt wurde. Er war wesentlich an der Erforschung der geologischen Struktur der [[Ardennen]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
1899 erwarb Fourmarier den akademischen Grad eines Bergbauingenieurs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halleux et al. 2001&amp;quot;&amp;gt;[[#Literatur|Halleux et al. 2001]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1901 bis 1907 bekleidete er eine Stelle als Assistent am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie in Lüttich. 1908 wurde er zum Vorsitzenden der Société géologique de Bélgique gewählt. Zwischen 1900 und 1920 war er Ingenieur im Corps des Mines/Mijnwezen. 1920 wurde er Dozent und 1927 Professor der [[Geologie]] an der [[Universität Lüttich]], eine Stelle, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1948 innehatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halleux et al. 2001&amp;quot; /&amp;gt; 1919 wurde er korrespondierendes und 1927 volles Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique|Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]], 1936 war er Präsident der Akademie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/ipauli-frederic-joseph-fourmarier/| titel=Académicien décédé: Paul Frédéric Joseph Fourmarier| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-09-15| sprache=fr| kommentar=mit Link zur Biografie (PDF)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1938 war er korrespondierendes Mitglied der [[Académie des sciences]] in Paris.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.academie-sciences.fr/fr/Liste-des-membres-depuis-la-creation-de-l-Academie-des-sciences/les-membres-du-passe-dont-le-nom-commence-par-f.html |titel=Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe F |hrsg=Académie des sciences |abruf=2019-11-15 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fourmarier war aufgrund seiner praktischen Kenntnisse als Ingenieur sehr vielseitig und unterstützte eine möglichst grenzenlose Betrachtungsweise, beschäftigte sich mit planetarer Geologie und fand neue Anwendungsgebiete für die [[Mineralogie]]. Im Lehrbetrieb wie auch in der Forschung waren [[Stratigraphie (Geologie)|Stratigraphie]], [[Tektonik]] und [[dynamische Geologie]] seine bevorzugten Gebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halleux227f&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dbnl.org/tekst/hall014gesc02_01/hall014gesc02_01_0043.php &amp;#039;&amp;#039;13 De aardwetenschappen: Paul Fourmarier en zijn school.&amp;#039;&amp;#039;] [[#Literatur|Halleux et al. 2001, S. 227f]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 bis 1913 befasste Fourmarier sich vor allem mit den [[karbon]]ischen [[Sedimentbecken]] Belgiens. 1901 erregte er in Fachkreisen Aufsehen mit seiner Theorie, dass das Becken von [[Theux]], ein Aufschluss von [[Devon (Geologie)|devonischen]] und karbonischen Gesteinen inmitten des [[Kambrium]]s der Nord[[ardennen]], kein durch [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]] begrenztes Sedimentbecken sei, sondern ein [[tektonisches Fenster]], entstanden durch die kilometerweite [[Überschiebung]] der älteren kambrischen Gesteinen auf das jüngere Devon und Karbon. Er stützte sich nicht wie seine Vorgänger nur auf die Verbreitung der Gesteine an der Erdoberfläche, sondern vor allem auf systematische Messungen von Ein[[fallen (Geologie)|fallen]] und [[Streichen (Geologie)|Streichen]] der Schichten. Ihre Bestätigung fand die Theorie durch zwei [[Tiefbohrung]]en, die 1913 bei [[Pepinster]] durchgeführt wurden, und unter den an der Oberfläche [[Anstehendes|anstehenden]] kambrischen Gesteinen jüngere Schichten antrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fourmarier reiste viel. So unternahm er beispielsweise im Jahr 1913 Studien in [[Perm (Geologie)|Perm]] bis [[Trias (Geologie)|Trias]] ([[Karoo-Supergruppe|Karoo-System]]) in [[Zentralafrika]] ([[Tanganjika]] und [[Belgisch-Kongo]]), publizierte eine [[geologische Karte]] von Belgisch-Kongo (1924) oder arbeitete in [[Tunesien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet der allgemeinen Geologie steuerte Fourmarier wesentliche Beiträge zur Erforschung der [[Schieferung]] bei, deren erster 1921 erschien und eine Reihe von Untersuchungen markierte, bei denen die tektonische Struktur des [[Brabanter Massiv|Massivs von Brabant]] im Zentrum der Forschung stand. Er weitete seine Untersuchungen auf alle paläozoischen Gesteine Belgiens aus und schloss aus den Ergebnissen, dass der Betrag der [[Lithostatischer Druck|statischen Auflast]] während des Faltungsprozesses maßgeblich an der Ausbildung einer Schieferung beteiligt ist. Durch weitere Studien in [[Böhmen]], [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]], den [[Alpen]], im [[Apennin]] und den [[Appalachen]] baute er sein Konzept wesentlich aus, und konnte nachweisen, dass die Entwicklung des tektonischen Baus in allen Faltengebirgen ähnlich verläuft. Er postulierte, dass die Entwicklung von [[Tektonische Decke|Deckenüberschiebungen]] sich deutlich später als die der Falten ereignet; zu einer Zeit, in der [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und [[Abtragung]] die gebildeten Faltenstrukturen bereits mehr oder weniger angegriffen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fourmarier betrachtete Entstehung und Aufbau des gesamten Gebiets Belgiens in seiner Gesamtheit. Sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Vue d&amp;#039;ensemble de la géologie de la Belgique&amp;#039;&amp;#039; erschien 1934, die erste zusammenfassende geologische Beschreibung Belgiens. Mit dieser Arbeit war er außerdem der Erste, der eine Gesamtbeschreibung der [[Physische Geographie|physischen Geographie]] des Landes veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Nicolaï: [https://www.dbnl.org/tekst/hall014gesc02_01/hall014gesc02_01_0019.php &amp;#039;&amp;#039;De geografie.&amp;#039;&amp;#039;] In: Robert Halleux, Geert Vanpaemel, Jan Vandersmissen, Andrée Despy-Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschiedenis van de wetenschappen in België 1815–2000.&amp;#039;&amp;#039; S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Fourmarier erhielt in beiden Weltkriegen zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die [[British War Medal]] im ersten und die [[Médaille de la Résistance]] im Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fourmarier war Mitglied zahlreicher geologischer Gesellschaften und erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen, darunter&lt;br /&gt;
* 1957 die [[Wollaston-Medaille]] der [[Geological Society of London]]&lt;br /&gt;
* 1965 die [[Albert Gaudry|Gaudry]]-Medaille der [[Société géologique de France]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geosoc.fr/les-prix/63-propos/les-prix/liste-des-prix-sgf/101-prix-gaudry.html &amp;#039;&amp;#039;Prix Gaudry.&amp;#039;&amp;#039;] Internetauftritt der Société géologique de France&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1937 wird der &amp;#039;&amp;#039;Prix Paul Fourmarier&amp;#039;&amp;#039; vergeben, eine Goldmedaille der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/actualites-detail/messages/prix-paul-fourmarier-appel-a-candidatures/| titel=Prix Paul Fourmarier (Information)| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-09-15| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mineral]] [[Fourmarierit]] ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Aus Fourmariers Feder stammen fast 600 Veröffentlichungen. Als Beispiel seien genannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halleux227f&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur|Delmer 2011]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1901: &amp;#039;&amp;#039;Le bassin dévonien et carboniférien de Theux.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1907: &amp;#039;&amp;#039;La tectonique de l’Ardenne.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1916: &amp;#039;&amp;#039;La tectonique du bassin houiller du Hainaut.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1933: &amp;#039;&amp;#039;Principes de géologie&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1934: &amp;#039;&amp;#039;Vue d&amp;#039;ensemble de la géologie de la Belgique&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1939: &amp;#039;&amp;#039;Hydrogéologie: introduction à l&amp;#039;étude des eaux, destinées à l&amp;#039;alimentation humaine et à l&amp;#039;industrie&amp;#039;&amp;#039;. Masson, Paris&lt;br /&gt;
* 1954: &amp;#039;&amp;#039;Prodrome d&amp;#039;une description géologique de la Belgique.&amp;#039;&amp;#039; Soc. Géol. de Belgique, Liège, 826 S. (Kapitel Tektonik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=André Delmer |Titel=Notice sur Paul Fourmarier |Sammelwerk=Annuaires de l&amp;#039;Académie royale des sciences, des lettres et des beaux-arts de Belgique |Datum=2003 |Online=[http://www2.academieroyale.be/academie/documents/PaulFourmarier9141.pdf Online-Version] |Format=PDF |KBytes=195 |Abruf=2011-11-06}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Paul Michot |Titel=In memoriam Paul Fourmarier |Sammelwerk=Annales de la Société Géologique de Belgique |Band=93 |Datum=1970 |Seiten=425-429}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Léon Calembert |Titel=Paul Fourmarier (1877–1970) |Sammelwerk=Bulletin de la Société géologique de France |Band=13(3-4), série 7 |Datum=1971 |Seiten=210-218}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Robert Halleux, Geert Vanpaemel, Jan Vandersmissen, Andrée Despy-Meyer |Titel=Paul Fourmarier en zijn school |Sammelwerk=Geschiedenis van de wetenschappen in België. 1815-2000 |Verlag=Dexia |Ort=Tournai |Datum=2001 |Seiten=226–228 |Online=[https://www.dbnl.org/tekst/hall014gesc02_01/hall014gesc02_01_0043.php Online-Version]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bestor.be/wiki_nl/index.php/Fourmarier,_Paul_%281877-1970%29 &amp;#039;&amp;#039;Fourmarier, Paul (1877–1970)&amp;#039;&amp;#039;] Bestor - Belgian Science and Technology Online Resources&lt;br /&gt;
* [https://www.universalis.fr/encyclopedie/paul-fourmarier/ &amp;#039;&amp;#039;FOURMARIER PAUL (1877–1970).&amp;#039;&amp;#039;] universalis.fr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1085150062|LCCN=n/83/827293|VIAF=72782269}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fourmarier, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lüttich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fourmarier, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fourmarier, Paul Frédéric Joseph (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgischer Geologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Dezember 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[La Hulpe]], [[Provinz Wallonisch-Brabant|Brabant]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lüttich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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