<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Paul_Fleming</id>
	<title>Paul Fleming - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Paul_Fleming"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Fleming&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T22:34:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Fleming&amp;diff=118148&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Fleming&amp;diff=118148&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-04T16:22:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Schriftsteller des Barock; für den Regisseur mit diesem Pseudonym siehe [[Domenico Paolella]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming.jpg|mini|Paul Fleming (Frontispiz zu &amp;#039;&amp;#039;Teütsche Poemata&amp;#039;&amp;#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Oktober]] [[1609]] in [[Hartenstein (Sachsen)]]; † [[2. April]] [[1640]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher Arzt und Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der deutschen [[Barockliteratur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fleming Geburtshaus.jpg|mini|[[Paul-Fleming-Haus|Flemings Geburtshaus]] in Hartenstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fleming Schild.jpg|mini|Gedenktafel am Geburtshaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lübben-Kirche-Paul Fleming.jpg|mini|hochkant|Paul-Fleming-Glasfenster in der [[Paul-Gerhardt-Kirche (Lübben)|Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben]]]]&lt;br /&gt;
Paul Fleming war der Sohn des Stadtpastors von Hartenstein, Abraham Fleming. Von seinem Vater erhielt er den ersten Unterricht. Anschließend besuchte er zunächst die Schule in [[Mittweida]] und wurde dann 1623 im Alter von 14 Jahren von [[Johann Hermann Schein]] in die [[Leipzig]]er [[Thomasschule]] aufgenommen. 1628 immatrikulierte er sich an der [[Medizin]]ischen Fakultät der [[Universität Leipzig]] und schloss das Studium 1633 mit dem Magistergrad ab. 1629 schloss er mit seinem Studienkameraden [[Georg Gloger]] (1603–1631) Bekanntschaft, mit dem er bis zu dessen Tod freundschaftlich verbunden blieb. Gloger wies Fleming auf das &amp;#039;&amp;#039;Buch [[von der Deutschen Poeterey]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Martin Opitz]] hin. Opitz wurde zum Leitstern für Fleming.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Altner, &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming, Medicin Doctor und Poeta Laureatus Caesareus – Zum 400. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Blätter&amp;#039;&amp;#039; Nr. 55, Oktober 2009, {{ISSN|0232-7244}}, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1631 wurde Fleming zum [[Poeta laureatus]] gekrönt (vgl. die Umschrift des gezeigten Porträts: PHIL.[osophiae] et MED.[icinae] D:[octor] et P.[oeta] L.[aureatus]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Einladung von [[Adam Olearius]] ging Fleming 1633 nach [[Holstein]], wo Herzog [[Friedrich III. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Friedrich III.]] von [[Schleswig-Holstein-Gottorf]] ihn engagierte, um als Hofjunker, Arzt und [[Truchsess (Hofamt)|Truchsess]] seine Gesandtschaft nach [[Russland]] zu begleiten. Anfang August 1634 erreichte die Reisegruppe die russische Hauptstadt [[Moskau]]. Ein Teil der Gesandtschaft kehrte im April 1635 nach [[Schloss Gottorf|Gottorp]] zurück, während Fleming mit dem Rest in [[Tallinn|Reval]] verweilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober desselben Jahres reiste Fleming mit der Gesandtschaft des Herzogs von Gottorf unter Leitung von [[Adam Olearius]] und [[Otto Brüggemann (Kaufmann)|Otto Brüggemann]] nach [[Iran|Persien]]. Im August 1637 erreichten sie [[Isfahan]] und blieben dort bis 1639. Die Eindrücke der Reise spiegelten sich in einem Gedichtzyklus über Persien und das [[Kumyken|kumykische]] Shamchalat [[Tarki]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon auf der Rückreise aus Russland 1635 hatte Fleming in Reval die drei Töchter der Kaufmannsfamilie Niehusen kennengelernt. In seinem Gedicht an Elsabe Niehusen „Ein getreues Hertze wissen“ betonte er den Wert der Treue für die menschliche Selbstbehauptung. 1639 verlobte sich Fleming mit Anna Niehusen, der jüngeren Schwester Elsabes, nachdem Elsabe 1637 den in ihrem Elternhaus beschäftigten Hauslehrer [[Salomon Matthiae]] geheiratet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleming erwarb 1640 an der [[Universität Leiden]] die medizinische Doktorwürde und beabsichtigte, nach Reval zu gehen, um sich dort als Arzt niederzulassen. Allerdings starb er auf dem Weg dorthin in [[Hamburg]] an einer [[Lungenentzündung]] und wurde im Chorumgang der [[Hauptkirche Sankt Katharinen (Hamburg)|Hauptkirche St. Katharinen]] bestattet, wo sich anstelle seines kriegszerstörten Grabsteins&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xc1IAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT75 Text des Grabsteins]&amp;lt;/ref&amp;gt; seit 1959 eine Gedenktafel befindet. Fleming wurde 30&amp;amp;nbsp;Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Flemings bekanntesten Gedichten gehören &amp;#039;&amp;#039;Auf den Tod eines Kindes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Madrigal&amp;#039;&amp;#039;. Eine Reihe seiner [[Sonett]]e bezieht sich auf Orte, welche er während seiner Reisen besuchte. Zu seinen Lebzeiten wurden lediglich die Sammlung lateinischer Gedichte &amp;#039;&amp;#039;Rubella, seu Suaviorum Liber&amp;#039;&amp;#039; (1631) und &amp;#039;&amp;#039;Klagegedichte über das unschuldigste Leiden und Tod unseres Erlösers Jesu Christi&amp;#039;&amp;#039; (1632) veröffentlicht. Seine &amp;#039;&amp;#039;Teutschen Poemata&amp;#039;&amp;#039;, welche posthum im Jahre 1642 erschienen, wurden später in &amp;#039;&amp;#039;Geist- und Weltliche Poemata&amp;#039;&amp;#039; umbenannt und enthalten viele bemerkenswerte Liebeslieder. Fleming schrieb sowohl in Latein als auch in Deutsch. Seine lateinischen Gedichte wurden 1863 in einem Band durch [[Johann Martin Lappenberg]] veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleming schrieb auch das neunstrophige Lied &amp;#039;&amp;#039;In allen meinen Taten&amp;#039;&amp;#039; auf die Melodie von &amp;#039;&amp;#039;[[O Welt, ich muss dich lassen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Isaac]]. Dieses Lied ist in mehreren Gesangbüchern enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lateinische Gedichte ==&lt;br /&gt;
Das von Paul Fleming zwischen 1630 und 1640 in Latein verfasste lyrische Corpus besteht aus einer Vielzahl von [[Gelegenheitsdichtung|Gelegenheitsgedichten]], welche sich dem kurzen Leben des Autors widmen. Thomas Haye schreibt: „Neben dem Thema des Dreißigjährigen Krieges begegnen hier Motive aus der Gesandtschaftsreise nach Russland, vor allem aber wird in ihnen ein über Deutschland und Europa gespanntes Netz gelehrter Freunde und Gönner sichtbar.“ Sein poetisches Œuvre setzt sich aus drei Teilen zusammen: Die Sammlung der &amp;#039;&amp;#039;Silvae&amp;#039;&amp;#039;, welche aus neun Büchern besteht, ist weitgehend nach dem Metrum gegliedert. Diese neun Bücher sind: [[Hexameter|Hexametrische]] Gedichte (1), [[Elegisches Distichon|elegische Distichen]] (2), [[Ode]]n (3), [[Elfsilber]] (4), [[Choliambus|Choliamben]] (5) und [[Jambus|Jambien]] (6); es folgen Gedichte über das Gymnasium zu Reval (7), die &amp;#039;&amp;#039;Suavia&amp;#039;&amp;#039; und einige Begleitgedichte (8) und schließlich &amp;#039;&amp;#039;Miscellanea&amp;#039;&amp;#039; (9). In der Kollektion findet man beinahe alle Textarten der neulateinischen Lyrik. Sie enthält moralisierende Verse, Satiren, Dankgedichte, Epithalamien, Zeitklagen, Panegyriken (auf Papst Urban VIII), Epicedien (z.&amp;amp;nbsp;B. auf Gustav Adolf) und zahlreiche Brief- und Freundschaftsgedichte (z.&amp;amp;nbsp;B. an seinen Kameraden Markus Opitz). Die an [[Augustus Buchner]] adressierten &amp;#039;&amp;#039;manes Grogeriani&amp;#039;&amp;#039; handeln, in sieben Büchern, von dem 1631 verstorbenen Georg Gloger. Schließlich hat Fleming auch zwölf Bücher mit Epigrammen (in elegischen Distichen) verfasst. Die Poesie bietet ein breites literarisches Spektrum, welches zum Teil recht deutlich durch den zeitgenössischen Schulunterricht und die Methode des [[Manierismus]] geprägt ist. Unter den römischen Vorbildern ist insbesondere [[Catull]] hervorzuheben, unter den modernen hingegen [[Francesco Petrarca|Petrarca]], [[Johannes Secundus]] und Martin Opitz. Obgleich einige Jugendwerke bereits in den 1630er Jahren publiziert wurden, erschien die von Paul Fleming für den Druck vorbereitete lyrische Sammlung erst nach seinem Tode (†&amp;amp;nbsp;1640). Fleming zählt, wenngleich er ein kurzes Leben geführt hatte, zu den wichtigsten neulateinischen Dichtern Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Thomas Haye aus [[Heinz Ludwig Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Kindlers Literatur Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Völlig neu überarbeitete Auflage. 18 Bände. Stuttgart, Metzler 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, S. 561.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die deutschsprachigen Gedichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Monument to Paul Fleming (Hartenstein).jpg|mini|[[Paul-Fleming-Denkmal|Fleming-Denkmal]] in Hartenstein]]&lt;br /&gt;
Paul Flemings literarisches Werk umfasst ausschließlich Lyrik, die zunächst nur in lateinischer Sprache verfasst wurde, weshalb die lateinischen Gedichte nahezu die Hälfte von Flemings Gesamtwerk ausmachen. Sie wurden von seinen Zeitgenossen hoch geschätzt und lassen ihren Verfasser heute als einen Hauptvertreter der neulateinischen Poesie des deutschen 17. Jahrhunderts erscheinen, wobei sie auf derselben Ebene stehen wie seine deutschen Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seinem Freund Adam Olearius unternahm Fleming in den Jahren 1633 und 1639 zwei große Gesandtschaftsreisen nach Russland und Persien mit einigen Aufenthalten in Reval. Die Reisezeit erbrachte für den Dichter die volle Entfaltung seines Sprachstils, eine Erweiterung der Themenwelt und die endgültige Gestaltung der Ausdrucksweise. Die erste große Ausgabe seiner Deutschen Gedichte (&amp;#039;&amp;#039;Teütsche Poemata&amp;#039;&amp;#039;), worauf die 1641 gedruckte Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Prodromus&amp;#039;&amp;#039; (59 Gedichte) aufbaute, erschien 1642 und wurde seither sehr oft nachgedruckt. Der Dichter hatte sie noch selbst zusammengestellt und unter Berücksichtigung der verschiedenen inhaltlichen Themen (geistliche, Glückwunsch-, Leichen-, Hochzeits- und Liebesgedichte) in „Poetische Wälder“, „Überschrifften“, „Oden“ und „Sonette“ aufgeteilt. Die erste Gruppe (Poetische Wälder) besteht hauptsächlich aus [[Alexandriner]]n, von denen viele einen epischen Charakter besitzen. Das etwas kürzere „Buch der Überschrifften“ enthält [[Epigramm]]e, eine Gattung, welche Fleming gerne in seinen lateinischen Werken verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Kreativität erlaubte die [[Ode]], welche mit ihrem liedhaften Charakter dem musikalischen Sinn des Dichters ebenbürtig war. Gerade unter den Oden gibt es Gedichte, welche großen Erfolg erlangten („Neujahrsode 1633“; „In allen meinen Taten“; „Elsgens treues Herz“; „Laß dich nur nichts nicht tauren“; „Auf die Jtaliänische Weise: O fronte serena“). Einige von ihnen wurden in protestantischen Gesangbüchern verwendet. Ihre einfache Melodie erinnert oft an das Volks- und Gesellschaftslied, worin der Einfluss [[Johann Hermann Schein]]s, Flemings früherer Lehrer an der berühmten Thomasschule, deutlich wird. Die Oden und die „Poetischen Wälder“ enthalten auch Übersetzungen aus &amp;#039;&amp;#039;[[Il pastor fido (Guarini)|Il pastor fido]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Giovanni Battista Guarini]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=zjBFFm8LtTMC&amp;amp;pg=PA423&amp;amp;lpg=PA423&amp;amp;dq=Fleming+Guarini&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=YJyHl-6fWz&amp;amp;sig=otgEdvad9i_lzwaU6CDlPF1AjD8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjJtrOK2bDdAhVsqYsKHdhMA-AQ6AEwBnoECAkQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Fleming%20Guarini&amp;amp;f=false Alberto Martino: &amp;#039;&amp;#039;Die italienische Literatur im deutschen Sprachraum. Ergänzungen und Berichtigungen zu Frank-Rutger Hausmanns Bibliographie.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam: Rodopi 1994, S. 423.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Flemings Sonetten fand die deutsche Sonettdichtung, neben denen von [[Andreas Gryphius]], ihren Höhepunkt. Ebenso wie viele andere Barockdichter füllte er diese Form mit petrarkischen, geistlichen, patriotischen und kausalen Themen. Ewa Pietrzak schrieb in &amp;#039;&amp;#039;[[Kindlers Literatur Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039; zu Flemings Sonettkunst: „Was seine Sonette auszeichnet, ist neben aller formalen Vollendung eine Art Erkenntnis individueller Kraft, der Selbstverständlichkeit des menschlichen Wesens als Einzelschicksal.“ Fleming gibt also mit den Beispielen in den Gedichten oft persönliche Ansichten preis. Die empfohlenen Tugenden gründen im [[Stoa|Neustoizismus]] einer Lebensphilosophie, welche dem [[Vanitas|Vanitas-Gedanken]] und dem berühmten &amp;#039;&amp;#039;carpe diem&amp;#039;&amp;#039; (Wörtlich übersetzt: „pflücke den Tag“, womit gemeint ist, seine Zeit, sein Leben zu nutzen) von [[Horaz]] nahekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Höhepunkt seines Schaffens gelten Flemings erotische Dichtungen, in denen der deutschsprachige Petrarkismus seinen Höhepunkt erreichte. Er setzte dem petrarkischen Motiv der Selbstaufgabe das poetische Bekenntnis zur Selbstbehauptung entgegen und thematisierte wiederum das Hauptmotiv seiner gesamten Dichtung: die Beständigkeit und Treue zur Geliebten, zu sich selbst, zum Vaterland und zu seinem Glauben. Das vollständige Werk Flemings, der während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] lebte, umfasst zahlreiche Gedichte, welche das Thema Krieg und Frieden behandeln. Ihr Kennzeichen ist der ausgeprägte Friedenswille, der einer Verwirklichung entgegenstrebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Ewa Pietrzak aus [[Heinz Ludwig Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Kindlers Literatur Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Völlig neu überarbeitete Auflage. 18 Bände. Stuttgart, Metzler 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, S. 562.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fleming neu war der „Ton eines erlebten und erlebend reflektierenden Ichs“, den der Poet nach Auffassung von Hans-Georg Kemper entwickelte, indem jener, zunehmend verzweifelt, in poetischer Form während seiner Persienreise nach dem Sinn der Reise für sein Leben fragt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Georg Kemper: „‹Denkt, dass in der Barbarei / Alles nicht barbarisch sei!› Zur &amp;#039;&amp;#039;Muskowitischen vnd Persischen Reise&amp;#039;&amp;#039; von Adam Olearius und Paul Fleming“, in: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Welt. Zur Poetik der Reise- und Länderberichte&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Xenja von Ertzdorff unter Mitarbeit von Rudolf Schulz, Rodopi, Amsterdam 2000, ISBN 90-420-0480-0, S. 315–344, S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klagegedichte über das unschuldigste Leiden und Tod unsers Erlösers Jesu Christi&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1632&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;D. Paul Flemings Poetischer Gedichten So nach seinem Tode haben sollen herauß gegeben werden. Prodromus&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Adam Olearius]], Hamburg: Gutwasser 1641 ([https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN812603788 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Teutsche Poemata&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Adam Olearius (1646); ab 1651 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Geist- und Weltliche Poemata&amp;#039;&amp;#039;. ([https://books.google.de/books?id=i4A6AAAAcAAJ Digitalisat in einer Ausgabe von 1660], [https://books.google.de/books?id=2G5XAAAAcAAJ Digitalisat in einer Ausgabe von 1666], [https://books.google.de/books?id=O4I6AAAAcAAJ Digitalisat in einer Ausgabe von 1685])&lt;br /&gt;
* Im Evangelischen Gesangbuch ist ein Lied (EG 368) von Paul Fleming abgedruckt: &amp;#039;&amp;#039;In allen meinen Taten&amp;#039;&amp;#039;. ([http://www.liederdatenbank.de/song/1629 Link zum Text aus dem Jahr 1629])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Vertonungen ===&lt;br /&gt;
* [[David Pohle]] (1624–1695) vertonte 12 Arien auf Texte aus Flemings 5. Odenbuch.&lt;br /&gt;
* [[Johann Sebastian Bach]] benutzte die letzte Strophe von Flemings &amp;#039;&amp;#039;In allen meinen Taten&amp;#039;&amp;#039;, um &amp;#039;&amp;#039;[[Meine Seufzer, meine Tränen]]&amp;#039;&amp;#039; (BWV 13) und &amp;#039;&amp;#039;[[Sie werden euch in den Bann tun, BWV 44|Sie werden euch in den Bann tun]]&amp;#039;&amp;#039; (BWV 44) zu schließen. Die komplette Hymne ist die Basis für Bachs [[Choralkantate]] &amp;#039;&amp;#039;[[In allen meinen Taten, BWV 97|In allen meinen Taten]]&amp;#039;&amp;#039; (BWV 97).&lt;br /&gt;
* [[Johannes Brahms]] (1833–1897) vertonte die Ode &amp;quot;Laß dich nur nichts nicht tauren&amp;quot; in dem Werk für vierstimmigen Chor mit Orgel- oder Klavierbegleitung &amp;quot;Geistliches Lied&amp;quot; (Op. 30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belletristische Darstellungen ===&lt;br /&gt;
* [[Uwe Berger]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Uwe Berger#Das Verhängnis oder Die Liebe des Paul Fleming (1983)|Das Verhängnis oder Die Liebe des Paul Fleming]]&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau-Verlag, Berlin 1983&lt;br /&gt;
* [[Daniel Kehlmann]] lässt in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Tyll&amp;#039;&amp;#039; (Rowohlt, Reinbek 2017) im Kapitel „Die große Kunst von Licht und Schatten“ (Seite 347 bis 393) einen Magister Fleming, der kein anderer sein kann als Paul Fleming, als Reisegefährte von Adam Olearius mit dem [[Jesuiten]] [[Athanasius Kircher]] gemeinsam disputieren und auf [[Till Eulenspiegel|Tyll Ulenspiegel]] treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum ===&lt;br /&gt;
In Flemings Geburtshaus, dem [[Paul-Fleming-Haus]] in Hartenstein, ist eine Gedenkstätte für den Dichter eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rezeption persischer Literatur im deutschsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ludwig Arnold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Kindlers Literatur Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Völlig neu überarbeitete Auflage. 18 Bände. Stuttgart, Metzler 2009, ISBN 978-3-476-04000-8.&lt;br /&gt;
* Stefanie Arend, Claudius Sittig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was ein Poëte kan! Studien zum Werk von Paul Fleming (1609–1640).&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630001242/http://www.bautz.de/bbkl/f/fleming_p.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Fleming (Flemming), Paul|band=2|spalten=53–55}}&lt;br /&gt;
* [[Thomas Borgstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Eleganz und Intimität. Zu Paul Flemings Petrarkismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Arend/Sittig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was ein Poëte kan!&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012, S. 47–57.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Dünnhaupt]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Personalbibliographien zu den Drucken des Barock.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Hiersemann, Stuttgart 1990, ISBN 3-7772-9027-0, S. 1490–1513 (Werk- und Literaturverzeichnis).&lt;br /&gt;
* Eva Dürrenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming und [[Johann Christian Günther (Lyriker)|Johann Christian Günther]].&amp;#039;&amp;#039; Winter, Tübingen 1964.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Entner]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming – Ein deutscher Dichter im Dreißigjährigen Krieg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1989, ISBN 3-379-00486-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|238|239|Flem(m)ing, Paul|[[Willi Flemming]]|118533908}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Garber]]: &amp;#039;&amp;#039;Lyrisches Ingenium im Kontext der sächsischen Liedtradition. Ein Porträt Paul Flemings.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Garber: &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Kultur im Deutschland der Frühen Neuzeit. Gesammelte Studien.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2017, S. 669–685.&lt;br /&gt;
* Beate Hintzen: &amp;#039;&amp;#039;Paul Flemings Kußgedichte und ihr Kontext.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2015.&lt;br /&gt;
* Beate Hintzen: &amp;#039;&amp;#039;Fleming, Paul&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL17)&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Stefanie Arend u. a. Bd. 3. De Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-073123-1, Sp. 44–66.&lt;br /&gt;
* {{ADB|7|115|117|Fleming, Paul|[[Theodor Kolde]]|ADB:Fleming, Paul}}&lt;br /&gt;
* [[Tino Licht]]: &amp;#039;&amp;#039;Varipediclauda. Innovationen in Paul Flemings lateinischer Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; In: Arend/Sittig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was ein Poëte kan!&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012, S. 35–46 ([http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/17978/ online]).&lt;br /&gt;
* [[Dieter Lohmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Fleming, Paul.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1974, S. 111–113.&lt;br /&gt;
* Conrad Müller: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming und das Haus Schönburg.&amp;#039;&amp;#039; Kästner, Waldenburg in Sachsen 1939.&lt;br /&gt;
* Maria Cäcilie Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming. Ich-Darstellung, Übersetzungen, Reisegedichte.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster/Hamburg 1993.&lt;br /&gt;
* [[Hans Pyritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Flemings Liebeslyrik.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1962.&lt;br /&gt;
* [[Erik Thomson (Schriftsteller)|Erik Thomson]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Fleming : in allen meinen Taten ...&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=00428903X}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118533908}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118533908}}&lt;br /&gt;
* {{HAB|per+fleming,+paul}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Fleming,+Paul}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|169}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-mannheim.de/mateo/camena/AUTBIO/fleming.html Werke Paul Flemings bei CAMENA]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118533908|LCCN=n84092085|VIAF=9855662}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fleming, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neulatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Italienischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1609]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1640]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fleming, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Oktober 1609&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]], [[Erzgebirge]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1640&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>