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	<title>Paul Dittel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:24:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Dittel&amp;diff=539222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gerbil: Änderung 264455779 von ~2026-11107-21 rückgängig gemacht; unbegründete Löschung</title>
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		<updated>2026-03-12T10:06:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264455779&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264455779&quot;&gt;264455779&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-11107-21&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-11107-21&quot;&gt;~2026-11107-21&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; unbegründete Löschung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Dittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Januar]] [[1907]] in [[Mittweida]]; † [[8. Mai]] [[1982]] in [[Mönchengladbach]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Mönchengladbach Nr. 536/1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschen Reich]] [[SS-Obersturmbannführer]], ab 1935 hauptamtlicher Mitarbeiter des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst der NSDAP]] und ab 1943 Chef des Amtes VII im [[Reichssicherheitshauptamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Studium ==&lt;br /&gt;
Paul Dittel wurde am 14. Januar 1907 im sächsischen [[Mittweida]] geboren. Sein Großvater war Schlosser, sein Vater Volksschullehrer. Dittel besuchte das Reform-[[Gymnasium]] in [[Chemnitz]]. Schon während seiner Gymnasialzeit wurde er Mitglied des Bundes deutscher Ringpfadfinder, von dem er sich erst 1933 löste. Nach dem Abitur studierte Dittel in [[Graz]] und [[Leipzig]] [[Philosophie]], [[Geschichte]], [[Geographie]] und [[Anglistik]]. Hierfür reiste er auch vier Wochen nach [[England]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium nahm Dittel 1932 in England eine Stelle als Hauslehrer in [[Leicester]] an und arbeitete anschließend in den Bibliotheken des [[Britisches Museum|Britischen Museums]] und der Royal Geographical Society in [[London]]. Er wurde mit einer Arbeit über die vorbritische Besiedlung in Afrika promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Besiedlung Südnigeriens von den Anfängen bis zur britischen Kolonisation. Dissertation, Leipzig 1936 (In: Wiss.Veröff., Neue Folge IV).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 kehrte er nach Deutschland zurück und diente ein halbes Jahr beim Infanterie-Regiment 11. Zum 1. Mai 1933 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.992.983)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6431336&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde vom September 1933 bis Februar 1935 Ausbilder in der [[Sturmabteilung|SA]]-Standarte 107 in [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beim Sicherheitsdienst der SS ==&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits seit Februar 1935 für Publikationen des Sicherheitsdienstes der SS (SD) in Leipzig Gutachten gefertigt hatte, ging er im Juni 1935 als hauptamtlicher Mitarbeiter zum SD (SS-Nummer 267.209). Er leitete das [[Freimaurerei|Freimaurerarchiv]] im [[SD-Hauptamt]] in [[Berlin]] und erwarb sich die Anerkennung seines Vorgesetzten [[Franz Six]], der die Zentralabteilung I/3 (Presse und Museum) leitete und ebenfalls erst im Mai 1935 in die Dienste des SD getreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1936 wurde Six zusätzlich die Hauptabteilung „Museum, Bücherei und Wissenschaftliche Forschungsstelle“ unterstellt. Die Zentralabteilung I/3 des SD-Hauptamtes wurde daher wie folgt organisiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung I/31 (Presse und Schrifttum)&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung I/32 (Museum, Bücherei, Wissenschaftliche Forschungsstelle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dittel wurde mit der Führung der Geschäfte der Hauptabteilung I/32 beauftragt, die dieser wiederum folgendermaßen gliederte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abteilung I/321 (Bücherei): Waldemar Beyer&lt;br /&gt;
* Abteilung I/322 (Museum): Hans Richter&lt;br /&gt;
* Abteilung I/323 (Wissenschaftliche Forschungsstelle): Paul Dittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss]] Österreichs 1938, wertete Dittel die vom SD beschlagnahmten Unterlagen aus und leitete als Stellvertreter von Six die Hauptabteilung I 32 des SD-Hauptamtes, zu der das Freimaurermuseum, die Bücherei und die wissenschaftliche Forschungsstelle gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Reichssicherheitshauptamt ==&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) wurde er Anfang 1940 Leiter des Referates II A 3 (Archiv), das nach der Umorganisation des Amtes ab 1941 als VII C 1 (Archiv) bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; im Sept. 1939 hatte [[Paul Mylius]] (* 1904) als Justitiar des SD die Leitung von II A 3 inne Vgl. &amp;gt; Michael Wildt: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2002, S. 287ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ende 1943 wurde er Nachfolger von [[Franz Six]] als Chef des Amtes VII (Weltanschauliche Forschung und Auswertung – SD-Ausland). Six nahm die Leitung dieses Amtes VII allerdings schon seit April 1941 nicht mehr wahr, so dass dieses stellvertretend von SS-Obersturmbannführer und Oberregierungsrat [[Paul Mylius]] bis zum 18. November 1943 geführt wurde.&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende geriet Dittel in englische Gefangenschaft. Bei seinen Verhören vermittelte er einen kooperativen Eindruck und behauptete anfänglich vom Nationalsozialismus beeindruckt gewesen zu sein, die NS-Weltanschauung später aber abgelehnt zu haben. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Oberjude]]&amp;#039;&amp;#039; [[Ernst Grumach]], der das Zwangsarbeiterkommando unter Dittel hatte leiten müssen, beschrieb ihn hingegen als brutal und alkoholsüchtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Dov Schidorsky: [https://www.jstor.org/stable/25549379 &amp;#039;&amp;#039;The Library of the Reich Security Main Office and Its Looted Jewish Book Collections.&amp;#039;&amp;#039;] Libraries &amp;amp; the Cultural Record, Vol. 42, Nr. 1 (2007), S. 21–47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dittel lernte in Gefangenschaft den ebenfalls inhaftierten Oberleutnant Wilhelm Weißweiler (1909–2000) kennen, den er durch seine Bildung und Eloquenz sehr beeindruckte. Weißweiler wurde 1948 entlassen und baute eine kleine Verbandstoff-Fabrik in Mönchengladbach auf, in die er Dittel als Prokuristen berief, da dieser aufgrund seiner NS-Vergangenheit keine Chance hatte, eine angemessene Position an einer Universität oder im Verlagswesen zu bekommen. Dittel zog mit seiner Familie nach Mönchengladbach, wo sein Sohn Volker aufwuchs und das Abitur machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Sicherstellung verschiedener Bibliotheken für den SD sagte Dittel 1972 in einem [[Wiedergutmachung]]sverfahren aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lutz Hachmeister]]: Der Gegnerforscher. Die Karriere des SS-Führers Franz Six, Beck, München 1998, ISBN 3-406-43507-6.&lt;br /&gt;
* [[Michael Wildt]]: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes, Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126072256}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.stadtbibliothek.wien.at/sammlungen/digital/schroeder-werner-bestandsaufbau.pdf | wayback=20070221211353| text=Werner Schroeder „BestandsaufbaudurchPlünderung“ Jüdische Bibliotheken im Reichssicherheitshauptamt}} (PDF; 15&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126072256|VIAF=201375524}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dittel, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dittel, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Obersturmbannführer und ab 1943 Chef des Amtes VII (SD-Ausland) des Reichssicherheitshauptamtes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mittweida]], [[Sachsen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Mai 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mönchengladbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gerbil</name></author>
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