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	<title>Paul Dienstag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T10:31:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Dienstag&amp;diff=1953307&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Werner Asmus: /* Leben */</title>
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		<updated>2022-11-24T11:06:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Dienstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Mai]] [[1885]] in [[Berlin]]; † [[27. Januar]] [[1945]] in [[Bergen-Belsen]]) war ein deutscher [[Rechtswissenschaft]]ler und [[Rechtsanwalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; wurde am 17. Mai 1885 als Sohn eines Rechtsanwalts und Notars in Berlin geboren. Sein [[Abitur]] legte er 1907 ab und studierte danach Rechtswissenschaften und Staatswissenschaften in Berlin, Straßburg und Heidelberg. Mit einer Dissertation zur Zwangsvollstreckung nach dem römischen Recht bei [[Ernst Immanuel Bekker]] wurde er 1908 an der [[Universität Heidelberg]] zum [[Dr. iur.]] promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt in Berlin war &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; in der Rechtswissenschaft aktiv. Einerseits publizierte er zahlreiche Fachbeiträge zum Recht des [[Film]]s und des Theaterrechts. Zeitgenössisch wurde er auf diesen Gebieten als „Kenner und Könner“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bruno Marwitz]], &amp;#039;&amp;#039;Dienstag, Paul und Alexander Elster: Handbuch des deutschen Theater-, Film-, Musik- und Artistenrechts&amp;#039;&amp;#039; [Rezension], in: UFITA 5 (1932), 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich des Filmrechts hat er zu den Pionieren in der deutschen Rechtswissenschaft gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kannte die Filmwirtschaft aus der täglichen Praxis: So war er an der Seite von [[Erik Lund (Regisseur)|Manfred Liebenau]] Geschäftsführer bei der &amp;#039;&amp;#039;Ring-Film GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;HRB Nr. 15463, Einträge im Berliner Handelsregister am 3. August 1918 und 2. Dezember 1921.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der &amp;#039;&amp;#039;Bohnen-Film GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 18380&amp;lt;/ref&amp;gt;, der &amp;#039;&amp;#039;Filmkopieranstalt Liebenau &amp;amp; Co. GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 19994&amp;lt;/ref&amp;gt;, der &amp;#039;&amp;#039;Kastner-Film GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 24514&amp;lt;/ref&amp;gt; und Vorstand bei der &amp;#039;&amp;#039;Ring-Film AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 20121&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1922/23 Alleinvorstand bei der &amp;#039;&amp;#039;Carl Wilhelm-Film AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 29176&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1923 Vorstand an der Seite von Eugen Schlesinger bei der &amp;#039;&amp;#039;Film-Maschinen-Fabrik Rapid AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 31478&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1924 Nachfolger von Fritz Kolbe als Vorstand der &amp;#039;&amp;#039;Aktiengesellschaft für Theaterunternehmungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;HRB Nr. 26434, Einträge im Berliner Handelsregister am 28. Februar 1924 und 12. Januar 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mitglied des Aufsichtsrats bei der &amp;#039;&amp;#039;William Kahn-Film AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsregister Berlin HRB Nr. 33144&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; war als einer von drei [[Redakteur|Schriftleitern]] des 1928 gegründeten „Archivs für Urheber-, Film- und Theaterrecht“ (UFITA)&amp;lt;ref&amp;gt;Heute „[[Archiv für Urheber- und Medienrecht]]“, s. Manfred Rehbinder, &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse einer Umfrage zur UFITA im Jahre 2000.&amp;#039;&amp;#039; In: UFITA 2000/I, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis einschließlich 1932 mitverantwortlich für die Betreuung einer der bedeutendsten Fachzeitschriften auf dem Gebiet des [[Immaterialgüterrecht]]s im deutschsprachigen Raum. &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; selbst bezeichnete sich als „Gründer“ der UFITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; aufgrund seiner „jüdischen“ Herkunft von seiner Tätigkeit bei der UFITA abberufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Horst Göppinger]], &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;. Entrechtung und Verfolgung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 1990, S. 382.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den ursprünglichen drei Schriftleitern blieb nur der [[Leipzig]]er Rechtsanwalt und [[Urheberrecht]]ler [[Willy Hoffmann (Jurist)|Willy Hoffmann]] übrig. &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; emigrierte in die [[Niederlande]], wo er ab 1935 daran arbeitete, die Zeitschrift [[Geistiges Eigentum (Zeitschrift)|Geistiges Eigentum]] zu Wege zu bringen. Auch wenn diese kommerziell wenig erfolgreich war, erschienen 5 Jahrgänge, die aufgrund ihrer sehr internationalen Ausrichtung und ihrer politischen Neutralität auch heute noch interessant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Westfeldzug#Invasion der Niederlande und Dyle-Breda-Plan|Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande]] 1940 wurde &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; ein Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Ledig und kinderlos starb er am 27. Januar 1945 im [[KZ Bergen-Belsen]], wohin er am 11. Januar 1944 vom [[KZ Westerbork|Lager Westerbork]] aus deportiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 erschien der erste Band einer vierbändigen Enzyklopädie des „Welturheberrechts“ in englischer Sprache, die &amp;#039;&amp;#039;Dienstag&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam mit dem ebenfalls aus Deutschland geflohenen Juristen &amp;#039;&amp;#039;H. L. Pinner&amp;#039;&amp;#039; herauszugeben geplant hatte. Letzterer trieb das Projekt nach dem Krieg voran und veröffentlichte das Werk. Auf dem Titelblatt des Buches findet sich die Zeile „Founded by H. L. Pinner and the late P. M. Dienstag“.&amp;lt;ref&amp;gt;Pinner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;World Copyright. An Encyclopedia in Four Volumes. Vol. I, A-Ci.&amp;#039;&amp;#039; Leyden 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die rechtliche Natur des pignus in causa iudicati captum. Ein Beitrag zur Lehre von der Zwangsvollstreckung nach römischem Rechte&amp;#039;&amp;#039;. Steinebach, München 1908 (Heidelberg, Univ. Diss.).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kinematographisches Urheberrecht und unlauterer Wettbewerb.&amp;#039;&amp;#039; In: Markenschutz und Wettbewerb (MuW) 27/28 (1927/1928), 325–330.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Arbeitsvertrag des Filmschauspielers und Filmregisseurs&amp;#039;&amp;#039;. Reimar Hobbing, Berlin 1929 (Schriften des Instituts für Arbeitsrecht an der Universität Leipzig; 20).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Widerruf und ortspolizeiliches Verbot eines Bildstreifens.&amp;#039;&amp;#039; In: Archiv für Urheber-Film- und Theaterrecht, Band 4, (1931), Heft 2, S. 139–158.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Deutschen Theater-, Film-, Musik- und Artistenrechts&amp;#039;&amp;#039;, Springer, Berlin 1932 (gemeinsam mit [[Alexander Elster (Jurist)|Alexander Elster]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Simon Apel, Matthias Wießner: &amp;#039;&amp;#039;Paul Dienstag (1885–1945).&amp;#039;&amp;#039; In: Simon Apel, Louis Pahlow, Matthias Wießner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des Geistigen Eigentums.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-154999-1, S. 75–77.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Rehbinder]], &amp;#039;&amp;#039;Urheber- und medienrechtliche Literatur in der Emigration. Über Wirken und Schicksal von Paul Dienstag.&amp;#039;&amp;#039; In: UFITA 2008/II, 465-478.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116103566|VIAF=276353769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dienstag, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Bergen-Belsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dienstag, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler und Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Mai 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Januar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bergen-Belsen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Werner Asmus</name></author>
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