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	<title>Paul Blunk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_Blunk&amp;diff=1796864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AK1915 am 26. Juni 2025 um 09:42 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-26T09:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paul Blunk.jpg|hochkant|mini|&amp;#039;&amp;#039;Paul Blunk&amp;#039;&amp;#039; ([[Heinrich Wolff (Grafiker)|Heinrich Wolff]], 1932)|alternativtext=Das Bild zeigt ein auf gelbes Papier gemaltes Porträt eines etwa 50-jährigen sitzenden Mannes.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Blunk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Februar]] [[1880]] in [[Małdyty|Maldeuten]]; † [[17. März]] [[1947]] in [[Berlin-Charlottenburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch des Standesamtes Charlottenburg von Berlin Nr. 1633/1947.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Artillerieoffizier und Verwaltungsjurist, zuletzt Landeshauptmann in Ostpreußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Blunk studierte [[Rechtswissenschaft]] an der [[Albertus-Universität Königsberg]] und war seit 1900 Mitglied des [[Corps Baltia Königsberg|Corps Baltia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, 86/235&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909 wurde er von der [[Universität Rostock]] zum [[Dr. iur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Das Kündigungsrecht der Reichsbeamten bei Versetzungen (§ 570 B.G.B.) und ihr Anspruch auf Mietzinsentschädigung gegen den Fiskus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 wurde er Landesrat bei der [[Provinzialverwaltung Ostpreußen]]. Er war mit Ida Marianne Ebner verheiratet und hatte drei Söhne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kanzlei-blunk.de/ahnen/ Ahnenbuch und Hochzeitsfoto]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde Blunk als [[Oberleutnant]] der [[Reserve (Militär)|Reserve]] zur [[Artillerieschule (Jüterbog)#Feld-Artillerie-Schießschule und Fuß-Artillerie-Schießschule|Feldartillerie-Schießschule]] [[Jüterbog]] eingezogen und dem 5. Garde-Feldartillerie-Regiment zugewiesen. Mit diesem Regiment machte er im Verband der [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2. Armee]] den Vormarsch an der [[Sambre]] in [[Belgien]] und darauf in [[Frankreich]] bis gegen Ende August mit. Danach wurde sein [[Armeekorps]] nach Osten gefahren und in der [[Schlacht an den Masurischen Seen]] eingesetzt. Blunk stand bei der [[8. Armee (Deutsches Kaiserreich)|8. Armee]] während der Kämpfe bei [[Allenburg]]. Mit der neuen [[9. Armee (Deutsches Kaiserreich)|9. Armee]] zog er nach [[Südpolen]] ([[Opatów]], Nowa Alexandrija, [[Częstochowa|Czenstochau]]). Als sie den strategischen Rückzug antreten musste, erkrankte Blunk im Dezember 1914 an einem Gallenleiden. Am 1. März 1915 kam er zur Ersatz-Abteilung und trat noch einen Erholungsurlaub in [[Baden-Baden]] an. Bevor er wieder ins Feld rückte, wurde er am 18. Juni 1915 zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der Reserve befördert. Sein Regiment gehörte damals zur [[Südarmee (Deutsches Kaiserreich)|Südarmee]] und lag an der [[Solota Lypa]]. Er wurde bis zum 15. Dezember 1915 als [[Batterie (Militär)|Batteriekommandant]] zum [[Liste der k.u.k. Kampfunterstützungstruppen|k.u.k. Feldkanonenregiment 55]] kommandiert. Als in der [[Schlacht an der Somme]] Verstärkungen erforderlich wurden, führte Blunk dort seit Juli 1916 die 9. (F)Batterie seines Regiments. Ab Mai 1918 führte er die I. Abteilung im [[Feldartillerie-Regiment „Prinz August von Preußen“ (1. Litthauisches) Nr. 1]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schindelmeiser, Bd. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik und Drittes Reich ===&lt;br /&gt;
Aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Major]] der Reserve entlassen, nahm Blunk den Dienst als Landesrat sogleich wieder auf. Als die [[Provinz Ostpreußen]] um das Gebiet [[Kwidzyn|Marienwerder]] erweitert wurde, war er mit dem Amtssitz Königsberg seit 1920 Erster Landesrat. 1928 wurde er [[Landeshauptmann]] der Provinz Ostpreußen. Außerdem war er Präsident der [[Landesversicherungsanstalt]] und des Ostpreußischen [[Deutsches Rotes Kreuz|DRK]], Vorsitzender des Verwaltungsrats der Landesbank, der Ostpreußenwerke AG, der [[Ostpreußische Landgesellschaft|Ostpreußischen Landgesellschaft]] und anderer Gremien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.857.077).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3330489&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1936 wurde er im Nachgang der sogenannten Oberpräsidentenaffäre von [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] [[Erich Koch]] zusammen mit dem [[Regierungsbezirk Königsberg|Regierungspräsidenten von Königsberg]], [[Werner Friedrich]], abgesetzt, weil beide im Vorjahr mit einer von [[Heinrich Himmler]] entsandten Untersuchungskommission der [[Schutzstaffel|SS]] zusammengearbeitet hatten, die nach internen Korruptionsvorwürfen Belastungsmaterial gegen Koch sammelte. Dieser hatte im Dezember 1935 kurz vor der Entmachtung gestanden, war aber durch persönliche Entscheidung Hitlers rehabilitiert worden und betrachtete Blunks Kooperation mit seinen innerparteilichen Gegnern als Illoyalität. Sein Nachfolger [[Helmuth von Wedelstädt]] war ein enger Vertrauter Kochs und gehörte wie auch [[Paul Hoffmann (Verwaltungsjurist)|Paul Hoffmann]], der 1936 zum neuen Regierungspräsidenten aufstieg, zum „Königsberger Kreis“, einem NSDAP-nahen Expertenzirkel aus an der Albertina ausgebildeten Beamten, mit denen Koch seit den 1920er Jahren verbunden war und die in der Affäre zu seiner Entlastung interveniert hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Meindl: &amp;#039;&amp;#039;Ostpreußens Gauleiter. Erich Koch – eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau&amp;#039;&amp;#039;, Band 18). Fibre, Osnabrück 2007, ISBN 978-3-938400-19-7, S. 221–224.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 wurde Blunk von Koch offenbar auch aus Ostpreußen ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klemens Klemperer: &amp;#039;&amp;#039;Über den Nutzen des Zeitzeugen in der Historie.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Joachim Scholtyseck]], Stephen Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Überlebenden des Deutschen Widerstandes und ihre Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. 6), Münster 2005, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden und Ehrenzeichen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] II. Klasse am 18. Oktober 1914&lt;br /&gt;
* [[Militärverdienstkreuz (Mecklenburg)|Mecklenburgisches Militärverdienstkreuz]] II. Klasse am 28. Juni 1915&lt;br /&gt;
* [[Militärverdienstkreuz (Österreich)]] III. Klasse mit Kriegsdekoration im Januar 1916&lt;br /&gt;
* Eisernes Kreuz I. Klasse am 27. Januar 1917&lt;br /&gt;
* Mecklenburgisches Militärverdienstkreuz I. Klasse 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der halbfertige [[Masurischer Kanal|Masurische Kanal]].&amp;#039;&amp;#039; Landesdruckerei, Königsberg 1929.&lt;br /&gt;
* Vorwort zu &amp;#039;&amp;#039;Fahrten durch Ost- und Westpreußen.&amp;#039;&amp;#039; Reisevorschläge, 2., verm. u. verb. Auflage. Ost-Europa-Verlag, Königsberg 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Staatenbildung und deutsche Kultur im Preußenlande. Mit Abbildungen auf 207 Tafeln.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostpreußen und der Korridor&amp;#039;&amp;#039; (Vortrag am 16. März 1933). Volk und Reich Verlag, Berlin 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://oac.cdlib.org/findaid/ark:/13030/kt7290352f/entire_text/ West Prussia and the Corridor (Stanford)] (PDF-Datei; 6&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Albinus: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg Lexikon. Stadt und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Flechsig, Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1.&lt;br /&gt;
* Siegfried Schindelmeiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Corps Baltia II zu Königsberg i. Pr.&amp;#039;&amp;#039; (1970–1985). Erstmals vollständige, bebilderte und kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden mit einem Anhang, zwei Registern und einem Vorwort von Franz-Friedrich Prinz von Preussen, herausgegeben von [[Rüdiger Döhler|R. Döhler]] und G. v. Klitzing, München 2010, Band 2, ISBN 978-3-00-028704-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133562611}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-marburg.de/uni-bund/geschichte/weimar Blunk und der Universitätsbund]&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrag/kap1_2/para2_195.html Blunk im Bundesarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Landeshauptmänner der Provinzialverwaltung Ostpreußen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133562611|LCCN=n/86/113507|VIAF=43031068}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Blunk, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Mecklenburgischen Militärverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Blunk, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Landeshauptmann in Ostpreußen (1928–1936)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Februar 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Małdyty|Maldeuten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=März 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AK1915</name></author>
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