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	<title>Paul Binder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-30T00:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Binder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juli]] [[1902]] in [[Stuttgart]]; † [[25. März]] [[1981]] ebenda) war ein deutscher [[Politiker]] der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F017490-0004, Bonn, Die &amp;quot;Fünf Weisen&amp;quot; beim Bundespräsidenten.jpg|mini|Paul Binder (Mitte) und die übrigen Mitglieder des Sachverständigenrats, Februar 1964]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Binder, der [[evangelisch-lutherisch]]en Glaubens war, studierte an den Universitäten in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Rostock|Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den Eintrag der [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200019221 Immatrikulation von Paul Binder] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Universität von Burgund|Dijon]] Rechtswissenschaften und Nationalökonomie. 1932 wurde er in Tübingen bei [[Herbert von Beckerath]] mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Darstellungsmöglichkeiten politischer und psychologischer Einflüsse auf die Kursgestaltung einer Währung&amp;#039;&amp;#039; promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Immo Eberl, Helmut Marcon (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Promotion an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Biographien der Doktoren, Ehrendoktoren und Habilitierten 1830-1980 (1984)&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1984, S. 302f. (Nr. 997)&amp;lt;/ref&amp;gt; Binder war seit dem Sommersemester 1922 Mitglied der dem süddeutschen Liberalismus nahestehenden [[Studentenverbindung]] [[Akademische Gesellschaft Stuttgardia Tübingen|Akademische Gesellschaft Stuttgardia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jürg Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgardia Tübingen 1869–1994. Geschichte der Akademischen Gesellschaft Stuttgardia.&amp;#039;&amp;#039; Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein, Stuttgart 1994, S. 402.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1937 bis 1941 war er stellvertretender Direktor bei der [[Dresdner Bank]] in [[Berlin]] und leitete die „Zentralstelle für [[Arisierung]]“ jüdischen Vermögens. Insbesondere verriet er nicht-jüdischen Übernahme-Interessenten, in der Regel Konkurrenten in der jeweiligen Branche, vor der formellen Übernahme der Firmen deren interne Wirtschaftsdaten. Im Mai 1938 erlangte er durch das [[Reichswirtschaftsministerium]] Kenntnis von der in Kürze erfolgenden restlosen Liquidierung aller „nicht-arischen“ Betriebe unter Wert und vermittelte durch Reisen im ganzen Reichsgebiet persönlich vor Ort, um schriftliche Nachweise zu vermeiden, mit Hilfe der örtlichen NSDAP-Gliederung (deren sog. Wirtschaftsberater) die Firmen an die so vorbereiteten Aufkäufer. Für Immobilien sollte nur der [[Einheitswert]] gezahlt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1941 befasste er sich als nunmehr selbständiger Wirtschaftsprüfer mit der Verwertung liquidierten Vermögens in den eroberten Ostgebieten, insbes. von Industriebetrieben. Binder war Mitglied der [[Deutsche Arbeitsfront|DAF]] und des [[NSBDT]]. Dabei arbeitete er vorrangig mit [[SS]]-eigenen Firmen zusammen. In zweiter Tätigkeit war er für Rüstungsunternehmen tätig, v. a. aus [[Hermann Göring]]s Bereich, dem [[Reichsluftfahrtministerium]] sowie beim U-Boot-Bau. Binder unterhielt eigene Stützpunkte in Warschau, in Krakau und in Amsterdam sowie in Ebingen, dem Familiensitz. Ab April 1944 machte er mit [[Ludwig Erhard]] und dessen „Institut für Industrieforschung“ (einer Filiale der „Reichsgruppe Industrie“) Pläne darüber, wie das Raubgut auch nach einer möglichen Niederlage im Krieg weiter verwertet werden könne. Bei Kriegsende schaffte er mit allen Unterlagen rechtzeitig den Rückzug nach Württemberg und ließ sich in Tübingen, in der französischen Besatzungszone, nieder. Hier war er sicher vor Nachforschungen der US-amerikanischen Besatzungsbehörde „Financial Investigation Security“ über seine bisherigen Erwerbungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde er in französischem Auftrag „Landesdirektor für Finanzen“ in [[Württemberg-Hohenzollern]], mit Sitz in Tübingen. 1946/47 wurde er [[Staatssekretär|Finanzstaatssekretär]] und Vizepräsident des „Staatssekretariats für das französisch besetzte Gebiet Württembergs und Hohenzollerns“, einer vorläufigen Regierung nach Besatzungsrecht, als Stellvertreter des [[Carlo Schmid]]. Als [[Kurt Georg Kiesinger]] ihn um einen „[[Persilschein]]“ bat – er wollte eine Hochschulkarriere machen –, lehnte Binder das ab, denn jener war NSDAP-Mitglied gewesen. 1946 trat Binder der CDU bei. Im Mai 1947 stellten die Franzosen fest, wer er war, und er wurde entlassen. Später übernahm er die Treuhänderschaft der Stuttgarter Filiale der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binder wurde von Januar 1964 bis Februar 1968 zum Mitglied des [[Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung|Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik]] („Die fünf Wirtschaftsweisen“) berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1947 war Binder Abgeordneter in der [[Beratende Landesversammlung des Landes Württemberg-Hohenzollern|Beratenden Landesversammlung]] und dann bis 1952 im [[Landtag für Württemberg-Hohenzollern|Landtag von Württemberg-Hohenzollern]]. 1948/49 war Binder zugleich Vorsitzender des Ausschusses für Finanzfragen des [[Parlamentarischer Rat|Parlamentarischen Rates zur Ausarbeitung des Grundgesetzes]]. 1953 zog Binder als Nachfolger für [[Hermann Dold (Politiker)|Hermann Dold]] im Wahlkreis [[Tuttlingen]] in den ersten [[Landtag von Baden-Württemberg]] ein. Auch dem zweiten Landtag (1956 bis 1960) gehörte Binder als Abgeordneter, diesmal für den Wahlkreis [[Balingen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Tabakbesteuerung im Zollverein: Nach den Akten.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]] an der [[Universität Tübingen]] 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schalthebel der Konjunktur. Kaufkrafteinsatz und Kaufkraftstillegung als Bestimmungsgründe des Volkseinkommens.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1939.&lt;br /&gt;
* mit Hermann Reinbothe, [[Alfons Wetter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Währungsreform Gesetze zur Neuordnung des Geldwesens und der Steuern: Währungsgesetz, Emissionsgesetz, Umstellungsgesetz und Steuerreformgesetz mit Ergänzungs- u. Durchführungsbestimmungen.&amp;#039;&amp;#039; Schäffer, Stuttgart 1949.&lt;br /&gt;
* mit [[Heinrich Krumm]], [[Karl Christian Thalheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Vorbereitung der Wiedervereinigung mit der Sowjetzone.&amp;#039;&amp;#039; Bericht über die 10. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft selbständiger Unternehmer in Bonn, am 16. Mai 1952. Vita, Heidelberg-Ziegelhausen 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stabilisierung der Wirtschaftskonjunktur.&amp;#039;&amp;#039; Seewald, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die USA und wir. Wirtschaft, Außenhandel, Politik.&amp;#039;&amp;#039; Seewald, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaufkraft, Produktivität, freie Kapitalbildung. Die Brennpunkte der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Seewald, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesbahn und ihre Konkurrenten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Seewald, Stuttgart-Degerloch 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritik der traditionellen Wirtschaftstheorie und der herkömmlichen.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1975, ISBN 3-428-03460-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Kopp: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand und Erneuerung.&amp;#039;&amp;#039; H. Seewald, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Abmayr (Journalist)|Hermann G. Abmayr]]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Binder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder.&amp;#039;&amp;#039; Schmetterling, Stuttgart 2000, ISBN 3-89657-136-2  S. 268&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
** Auszugsweise (sc. das Kap. über Binder &amp;#039;&amp;#039;Der Nazi und die Verfassung&amp;#039;&amp;#039;) in &amp;#039;&amp;#039;Kontext: Wochenzeitung&amp;#039;&amp;#039;, 2./3. Juni 2012, S. 3 ([http://www.kontext-wochenzeitung.de/ kontext-wochenzeitung.de]).&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Opitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Europastrategien des deutschen Kapitals 1900–1945.&amp;#039;&amp;#039; Anhang: Überleitung zur Geschichte der BRD. Auszugsweiser Abdruck von: Karl Albrecht, Lebenserinnerungen, Econ 1984, ISBN 3-430-11032-7 mit ausf. Anmerkung von Opitz zu Binder, S. 1046, Anm. 4, insbes. zu seiner Arisierungstätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117757306}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117757306}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001625}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|129}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783000207037 |Titel=Binder, Paul, Dr. |Fundstelle=B |Seiten=106 |KBytes=568}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/themen/O5A3R8,0,0,Paul_Binder_(CDU).html &amp;#039;&amp;#039;Paul Binder (CDU).&amp;#039;&amp;#039;] auf der Webseite der [[Bundeszentrale für politische Bildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117757306|VIAF=10631457}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Binder, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsweiser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Parlamentarischen Rates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Württemberg-Hohenzollern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Württemberg-Hohenzollern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Württemberg-Hohenzollern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaft im Deutschen Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Binder, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juli 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Intimidator</name></author>
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