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	<title>Paul Böckmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T02:59:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paul_B%C3%B6ckmann&amp;diff=478215&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Musikkohl: /* Schriften */</title>
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		<updated>2025-12-11T10:29:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paul Böckmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. November]] [[1899]] in [[Hamburg]]; † [[22. April]] [[1987]] in [[Köln]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee58&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Germanist]] und Begründer der literaturwissenschaftlichen [[Formgeschichte]] mit seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Formgeschichte der deutschen Dichtung&amp;#039;&amp;#039; (1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paul Böckmann wurde 1917 als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen und kehrte 1918 verwundet zurück. 1919 nahm er sein Studium der deutschen Literatur an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] auf. Er arbeitete bei [[Robert Petsch]] und [[Ernst Cassirer]], dessen Vorlesungen zur &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der symbolischen Formen&amp;#039;&amp;#039; (publiziert in drei Bänden 1923–1929) das Fundament für Böckmanns spätere Konzeption der Formgeschichte legten. 1923 wurde Böckmann mit einer Doktorarbeit über &amp;#039;&amp;#039;Schillers Geisteshaltung als Bedingung seines dramatischen Schaffens&amp;#039;&amp;#039; (erschienen 1925) promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böckmann unterzeichnete am 11. November 1933 das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee58&amp;quot;/&amp;gt; Er beantragte am 21. Juli 1937 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.484.198).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3440744&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 wurde er ao. Professor an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]. 1949 erhielt er dort faktisch den [[Lehrstuhl]] (er war zunächst außerordentlicher Professor „mit der Amtsbezeichnung und den Rechten eines o. Professors“ und wurde 1953 zum Ordinarius für Neuere deutsche Literaturgeschichte ernannt)&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Riecke: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geschichte der Germanistik und der germanistischen Forschung in Heidelberg.&amp;#039;&amp;#039; [[Universitätsverlag Winter]], Heidelberg 2016, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wechselte aber 1958 an die [[Universität zu Köln]], wo er Ordinarius wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee58&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1944 war er Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.haw.uni-heidelberg.de/akademie/member.en.html?id=373&lt;br /&gt;
| titel=Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung 1909| titelerg=Paul Böckmann| hrsg=Heidelberger Akademie der Wissenschaften| zugriff=2016-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Paul Böckmann.jpg|mini|hochkant|Familiengrabstätte auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]] im Planquadrat Q 19]]&lt;br /&gt;
Die erste Aufarbeitung der Rolle der Germanistik während des Nationalsozialismus in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre hatte für Böckmann, der während der Nazi-Zeit durchgehend in Amt und Würden gewesen war und entsprechende Zugeständnisse gemacht hatte, noch keine Folgen. 1998 jedoch erhob der Aachener Linguist [[Ludwig Jäger]] Vorwürfe gegen ihn, weil er dem ehemaligen SS-Hauptsturmführer [[Hans Ernst Schneider|Hans Schwerte alias Schneider]] 1964/65 auf einen [[RWTH Aachen|Aachener]] Germanistik-Lehrstuhl verholfen habe. Die Beweisführung Jägers wurde von [[Klaus Weimar]] und [[Claus Leggewie]] stark in Zweifel gezogen, wenn nicht widerlegt. Die von Böckmann begründete Methode der Formgeschichte hatte jedoch vorher schon einen Prestigeverlust erlitten bzw. begonnen, sich in die modernen Methoden der [[Begriffsgeschichte]] und der [[Kulturanthropologie]] aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böckmann gilt als einer der „Königsmacher“ der Nachkriegsgermanistik. Etliche einflussreiche Professoren ([[Walter Müller-Seidel]], [[Wolfgang Preisendanz]], [[Hans-Henrik Krummacher]]) sind aus seiner Schule hervorgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Böckmann fand seine letzte Ruhe in der Familiengrabstätte auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]] in seiner Geburtsstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
1933 erschien mit dem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Das Formprinzip des Witzes in der Frühzeit der deutschen Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; der erste programmatische Beitrag zur Formgeschichte, der auch in den 1948 erschienenen ersten Band der &amp;#039;&amp;#039;Formgeschichte der deutschen Dichtung&amp;#039;&amp;#039; einging. Dieser erste Band unter dem Titel „Von der Sinnbildsprache zur Ausdruckssprache. Der Wandel der literarischen Formensprache vom Mittelalter zur Neuzeit“ behandelte die deutsche Literatur bis zur Epoche des [[Sturm und Drang]] einschließlich Schillers Jugenddramen. Ein zweiter Band unter dem Titel „Die Entfaltung der Ausdruckssprache“ zum 19. und 20. Jahrhundert war geplant, erschien jedoch nie, obwohl mit dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Hölderlin und seine Götter&amp;#039;&amp;#039; (1935) und seinen Aufsätzen zu Nietzsche (1953) und zur modernen Lyrik (1953) bereits umfangreiche Vorarbeiten vorlagen. Insbesondere das Werk &amp;#039;&amp;#039;Formensprache&amp;#039;&amp;#039; (1966) und die postum herausgegebene Aufsatzsammlung &amp;#039;&amp;#039;Dichterische Wege der Subjektivierung&amp;#039;&amp;#039; betrachtet man heute als inoffiziellen Ersatz für die nie erschienene Fortsetzung des Monumentalwerks &amp;#039;&amp;#039;Formgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schillers Geisteshaltung als Bedingung seines dramatischen Schaffens.&amp;#039;&amp;#039; 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Formprinzip des Witzes in der Frühzeit der deutschen Aufklärung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des freien deutschen Hochstifts.&amp;#039;&amp;#039; 1932/33, S. 52–130.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hölderlin und seine Götter.&amp;#039;&amp;#039; München 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hölderlin. Drei Reden.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart [ca. 1943] (= Die bunten Hefte für unsere Soldaten. Sonderreihe, 2).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formgeschichte der deutschen Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Von der Sinnbildsprache zur Ausdruckssprache. Der Wandel der literarischen Formensprache vom Mittelalter zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung Nietzsches für die Situation der modernen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sageweisen der modernen Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formensprache.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1966; Neuausgabe: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dichterische Wege der Subjektivierung. Studien zur deutschen Literatur im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Hg. von der Deutschen Schillergesellschaft, Niemeyer, Tübingen 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118660551}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/388 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118660551|LCCN=n/83/132851|VIAF=39499725}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bockmann, Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Böckmann, Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. November 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. April 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Musikkohl</name></author>
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