<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Patrozinium</id>
	<title>Patrozinium - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Patrozinium"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patrozinium&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T20:20:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patrozinium&amp;diff=148499&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Heiligenbrauchtum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patrozinium&amp;diff=148499&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-29T10:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Heiligenbrauchtum&quot; title=&quot;Kategorie:Heiligenbrauchtum&quot;&gt;Kategorie:Heiligenbrauchtum&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Patrozinien von Kirchen. Zur spätantiken Patroziniumsbewegung siehe [[Patrozinium (Spätantike)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Munich - Maria column 05.jpg|mini|[[Mariensäule (München)|Mariensäule]] und [[Frauenkirche (München)|Dom zu Unserer Lieben Frau]], der „Frauenkirche“ zu München]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|patrocinium|de=Beistand}}) wird die [[Schutzpatron|Schutzherrschaft]] eines [[Heiliger|Heiligen]] über eine Kirche bezeichnet. Der Begriff wird im deutschen Sprachgebrauch weitgehend mit dem Rechtsbegriff des &amp;#039;&amp;#039;titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; („Kirchentitel“) gleichgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graßmann 255&amp;quot;&amp;gt;Andreas E. Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;255, 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Patrozinium“ wird auch das „Titelfest“ oder „[[Patronatsfest]]“ bezeichnet, das am liturgischen [[Gebotener Gedenktag|Gedenktag]] des [[Schutzpatron]]s begangen wird, dessen Titel eine Kirche trägt (der &amp;#039;&amp;#039;Titelheilige&amp;#039;&amp;#039;). Ist eine Kirche nicht einem Heiligen, sondern einem Glaubensgeheimnis gewidmet, spricht man auch vom „Titularfest“. Es hat für die betreffende Kirche den [[Liturgische Rangordnung|liturgischen Rang]] eines Eigen-[[Hochfest]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der liturgischen Tage nach ihrer Rangordnung&amp;#039;&amp;#039; I.4.c) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Grundordnung des Kirchenjahres]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Kapitel [https://www.sbg.ac.at/pth/links-tipps/past_ein/gok/kap2.htm sbg.ac.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Patronatsfest wird in katholischen Gegenden mitunter mit einer [[Prozession]] und einem Volksfest begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Kirchen beeinflusste das Patrozinium das äußere und innere [[Bildprogramm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Alte Kirche|Alten Kirche]] war es zunächst Brauch, am Grab eines heiligen [[Märtyrer]]s dessen Beistand zu erflehen. Durch die [[Reliquientranslation]] wurde es möglich, Kirchengebäude an einem beliebigen Ort bei der [[Altarweihe]] mit einer [[Reliquie]] zu versehen; oft wurde die Kirche dann auch dem Patrozinium dieses Heiligen unterstellt. Das [[Zweites Konzil von Nicäa|zweite Konzil von Nicäa]] ordnete 787 an, dass in jedem Altar Reliquien beizusetzen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im römisch-katholischen Ritus der [[Kirchweihe]] von 1994 wird die Beisetzung von Reliquien bei der Kirchweihe nicht mehr gefordert, nur noch empfohlen; diese müssten eine gewisse Größe haben, damit sie noch als Teile menschlicher Körper erkennbar sind, und einen Echtheitsnachweis haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;„Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, S. 483ff., 496.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besaß die Kirche mehrere Reliquien, wurde der Heilige als Kirchenpatron bestimmt, von dem die Kirche die bedeutendsten Reliquien besaß. Heute besteht in der Regel kein Zusammenhang mehr zwischen den im Altar beigesetzten Reliquien und dem Patron oder Namen der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reliquienbehälter wird unterhalb der [[Mensa (Altar)|Altarmensa]] eingefügt &amp;#039;&amp;#039;(Sepulcrum)&amp;#039;&amp;#039;; die Praxis, ihn in eine Aussparung der Altarplatte einzufügen, ist nicht mehr statthaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle.&amp;#039;&amp;#039; Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (=&amp;amp;nbsp;[[Pontifikale]] IV). Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 1994, ISBN 3-451-23290-1, Zweites Kapitel, Einführung, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Heiligenreliquien konstituierten auch Partikel (z.&amp;amp;nbsp;B. des [[Heiliges Kreuz|Heiligen Kreuzes]]) ein Patrozinium. Seit dem [[Spätmittelalter]] wurden auch [[Geheimnis des Glaubens#Ursprung und Reichweite des Begriffs|Glaubensgeheimnisse]] für die Namensgebung einer Kirche gewählt wie etwa die [[Trinität|Heilige Dreifaltigkeit]], [[Leib Christi|Leib]] oder [[Heiliges Blut#Blutwunder und Blutreliquien: Heiliges Blut, Kostbares Blut|Blut Christi]], der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] oder die [[Verklärung des Herrn]], in neuerer Zeit auch das [[Herz-Jesu-Verehrung|Heiligste Herz Jesu]] und [[Christus König]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:LThK&amp;quot;&amp;gt;{{LThK|Alois Schröer|Patron, Patronin, Patrozinium|3|7|1478ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orthodoxe Kirchen ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Dieser Aspekt fehlt noch völlig.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Titulus ecclesiae}} &amp;#039;&amp;#039;Titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; und Patrozinium ==&lt;br /&gt;
=== Das katholische Rechtsinstitut &amp;#039;&amp;#039;titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Durch den &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; erhält die Kirche ihren Namen und ist von anderen Kirchen der Region unterscheidbar. Im [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen]] Kirchenrecht ist das [[Rechtsinstitut]] des Kirchentitels im [[Codex Iuris Canonici|CIC]] [[Kanon (Kirchenrecht)|canon]] 1218 festgelegt:&amp;lt;ref&amp;gt;CIC (1983) can.&amp;amp;nbsp;1218 [https://www.codex-iuris-canonici.de/cgi-bin/dbman.cgi?db=cic83lat&amp;amp;uid=&amp;amp;view_records=1&amp;amp;Canon=1218&amp;amp;Text=&amp;amp;bool=&amp;amp;view_records=Suche codex-iuris-canonici.de] und wortgleich bereits CIC (1917) can.&amp;amp;nbsp;1168.&amp;lt;br /&amp;gt;In einer &amp;#039;&amp;#039;Notificatio&amp;#039;&amp;#039; der [[Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung|Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung]] vom 10. Februar 1999 wurden aufgekommene Fragen geklärt und weitere Bestimmungen verfügt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unaquaeque ecclesia suum habeat titulum qui, peracta ecclesiae dedicatione, mutari nequit.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Autor=CIC can. 1218&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Jede Kirche muss ihren Titel haben, der nach vollzogener Weihe nicht geändert werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel einer Kirche &amp;#039;&amp;#039;(titulus ecclesiae)&amp;#039;&amp;#039; – der „Titelheilige“ &amp;#039;&amp;#039;(Titularis)&amp;#039;&amp;#039; oder das Glaubensgeheimnis – ist somit endgültig. Jedoch konnte im Laufe der Zeit der Kirchenpatron durch einen &amp;#039;&amp;#039;Compatron&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Patronus secundarius&amp;#039;&amp;#039; verdrängt werden, wenn etwa die Kirche Reliquien eines bedeutenderen Heiligen oder etwa einen Splitter vom [[Heiliges Kreuz|Heiligen Kreuz]] erhielt oder ein anderer Heiliger dem Zeitgeist mehr zu entsprechen schien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:LThK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rechtsinstitut des &amp;#039;&amp;#039;titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; hat seine Wurzeln in der Zeit der [[Alte Kirche|antiken Kirche]]; die frühesten Kirchen bezogen sich dabei direkt auf Gott. Theologisch besteht eine Analogie zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Taufname]]n, den ein Christ bei seiner [[Taufe]] erhält; die Vergabe des &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; geschieht &amp;#039;&amp;#039;ad instar nominis baptismalis&amp;#039;&amp;#039;, ‚genauso wie der Taufname‘. Wie der Täufling durch die Taufe in die Kirche inkorporiert wird, wird das Kirchengebäude durch die Dedikation aus dem profanen Bereich gelöst und seiner Zweckbestimmung als Gottesdienstgebäude zugeführt und erhält einen neuen Namen. Bereits das [[Decretum Gratiani]] zog im 12. Jahrhundert den Vergleich, dass eine einmal Gott geweihte Kirche nicht ein weiteres Mal geweiht werden müsse (außer im Falle einer Zerstörung oder Entweihung), wie auch ein einmal im Namen des [[Trinität|dreifaltigen Gottes]] getauftes Kind keiner erneuten Taufe bedürfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas E. Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;273 (Früheste Kirchen); 277 &amp;#039;&amp;#039;(Decretum Gratiani)&amp;#039;&amp;#039;; 284–287 (Analogie zur Taufe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titel einer Kirche können sein, so die offizielle Einführung in den heutigen Ritus der Kirchweihe: „die [[Trinität|Heiligste Dreifaltigkeit]], unser Herr [[Jesus Christus]] mit Nennung eines seiner liturgisch gefeierten Mysterien oder seines Namens; der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]]; die selige [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]] mit einem ihrer [[Marientitel|liturgischen Titel]]; die heiligen [[Engel]]; schließlich jeder in das Römische Martyrologium oder in dessen approbierten Anhang aufgenommene [[Heiliger|Heilige]], ein [[Seligsprechung|Seliger]] jedoch nur mit Genehmigung des Apostolischen Stuhles“. Die Kirche soll nur einen einzigen Titel haben, mit Ausnahme von Heiligen, die gemeinsam im Kalender aufgeführt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle.&amp;#039;&amp;#039; Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (=&amp;amp;nbsp;[[Pontifikale]] IV). Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 1994, ISBN 3-451-23290-1, Zweites Kapitel, Einführung, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig als Titel gewählte Christusmysterien sind zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Christkönigskirche|Christkönig]], [[Salvatorkirche|Salvator]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Herz-Jesu-Kirche|Herz Jesu]]&amp;#039;&amp;#039;; häufige Marienpatrozinien sind: &amp;#039;&amp;#039;[[Liste von Frauenkirchen|Unsere Liebe Frau]], [[Mariahilfkirche|Maria Hilf]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mariä-Himmelfahrt-Kirche|Mariä Himmelfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Maria-Frieden-Kirche|Königin des Friedens]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Titelfest oder der [[Gedenktag]] eines Kirchenpatrons wird jährlich in dieser Kirche als [[Hochfest]] begangen. Es hat eine ähnliche Funktion wie die Feier des [[Namenstag]]s für den getauften Christen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergabe des &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; (eines Heiligen oder eines Glaubensgeheimnisses) an eine Kirche ist kirchenrechtlich vom Vorgang der &amp;#039;&amp;#039;dedicatio&amp;#039;&amp;#039; ‚Widmung‘ (der Weihe) zu unterscheiden. Der Titel, der von Klerus und Gläubigen vor Ort gewählt und kirchenaufsichtlich genehmigt wird, wird gewöhnlich bereits bei der Grundsteinlegung des Gebäudes genannt und im Akt der Benediktion oder Weihe der Kirche bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas E. Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;273, 277, 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im verbreiteten deutschen Sprachgebrauch fällt jedoch in der Formulierung „weihen“ die Widmung der Kirche an Gott als &amp;#039;&amp;#039;Dedikation&amp;#039;&amp;#039; (die eigentliche „Weihe“) und die Vergabe eines &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Altäre, mit denen Heilige geehrt werden sollen, werden Gott geweiht. [[Augustinus von Hippo]] schrieb: „Keinem der Märtyrer, sondern dem Gott der Märtyrer errichten wir an den Gedenkstätten der Märtyrer Altäre.“ In den kirchlichen Vorschriften zur Weihe eines Altares wird gefordert, dass man dies „den Gläubigen deutlich erklären“ müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle.&amp;#039;&amp;#039; Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (=&amp;amp;nbsp;[[Pontifikale]] IV). Freiburg/Basel/Wien 1994, Fünftes Kapitel, Einführung II, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name einer [[Pfarrei]] und der Titel der [[Pfarrkirche]] sollen übereinstimmen. Dies ist jedoch keine zwingende Vorschrift. Bei der Fusion mehrerer Pfarreien behalten alle Kirchen ihren &amp;#039;&amp;#039;titulus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039;. Die neue Pfarrei erhält den Namen der gemeinsamen Pfarrkirche, doch ist es aus pastoralen Gründen auch möglich, einen Namen für die neue Pfarrei zu wählen, der sich vom Titel der Kirchen unterscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas E. Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;275, 351f. Anm.&amp;amp;nbsp;1621 und 1622 mit Bezug auf die Regelungen der &amp;#039;&amp;#039;Notificatio&amp;#039;&amp;#039; der römisch-katholischen [[Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung|Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung]] vom 10. Februar 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Gleichsetzung von &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Patron&amp;#039;&amp;#039; im Deutschen ===&lt;br /&gt;
[[Andreas Graßmann]] weist darauf hin, dass im deutschen Sprachgebrauch zwischen dem Kirchentitel und dem „Patrozinium“ einer Kirche nur sehr unzureichend differenziert wird, die Begriffe werden häufig gleichgesetzt; &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; kann zudem sowohl den Namen einer Kirche als auch das Titelfest bedeuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graßmann 255&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im geltenden Kirchenrecht erscheint der Begriff &amp;#039;&amp;#039;patrocinium&amp;#039;&amp;#039; ausschließlich im kirchlichen Prozessrecht in der Bedeutung „Rechtsschutz“, „Rechtsbeistand“, in der Bedeutung „Schutzverhältnis eines Heiligen“ wird er nicht verwendet. &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für die Festfeier des Kirchen-, Orts- oder Landespatrons ist als „sprachliche Eigenheit der deutschsprachigen Liturgiewissenschaft“ verbreitet und gebräuchlich, so Graßmann unter Verweis auf [[Karl Ernst Schrod]]. Forscher wie [[Arnold Angenendt]] oder [[Hans-Jürgen Becker (Jurist)|Hans-Jürgen Becker]] unterscheiden nicht zwischen Titel und Patrozinium. Der Kirchenrechtler [[Klaus Mörsdorf]] meidet den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; und unterscheidet zwischen &amp;#039;&amp;#039;Patron&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Patronatsfest&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas E. Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;278–281, zu Mörsdorf S. 283. In S. 280 Anm. 1275 wird verwiesen auf: Karl Ernst Schrod: Art. &amp;#039;&amp;#039;Patrocinium.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinrich Joseph Wetzer|Wetzer]]/[[Benedikt Welte|Welte]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen-Lexikon oder Encyclopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 1847–1860, Band IX, Sp. 1616, und Art. &amp;#039;&amp;#039;Patronus&amp;#039;&amp;#039;, ebd. Band IX, Sp. 1630.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der geisteswissenschaftlichen historischen Forschung, die wegen der Reichhaltigkeit ihrer einschlägigen Befassung mit der Thematik den allgemeinen Sprachgebrauch geprägt hat, wird nur schwach zwischen Titel und Patrozinium unterschieden, oder beide werden sogar ausdrücklich gleichgesetzt. Dabei wird &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; häufig als Überbegriff gesetzt und als einzige Bezeichnung gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Graßmann|Andreas E. Graßmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;283f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein verwandtes, jedoch rechtlich unterschiedenes Konzept zum &amp;#039;&amp;#039;Patrozinium&amp;#039;&amp;#039; ist das des Titelheiligen &amp;#039;&amp;#039;(Titularis)&amp;#039;&amp;#039; als [[Schutzpatron|(Schutz-)Patron]] einer Kirche. Dieser wird – ähnlich wie beim Taufnamen eines Christen – verstanden als Vermittler, Fürsprecher oder Rechtsbeistand bei Gott &amp;#039;&amp;#039;(intercessor seu advocatus apud Deum)&amp;#039;&amp;#039;. Streng vom Titel einer Kirche zu unterscheiden ist der Schutzpatron des Ortes, an dem die Kirche steht, auch wenn vielfach Ortspatron, Kirchenpatron und Kirchentitel übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Notificatio&amp;#039;&amp;#039; der römisch-katholischen [[Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung|Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung]] vom 10. Februar 1999, zitiert bei: [[Andreas Graßmann|Andreas E. Graßmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, S.&amp;amp;nbsp;24, 275f., bes. Anm.&amp;amp;nbsp;1243; 286f. (Taufname).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitete Patrozinien ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Patrozinienforschung}}&lt;br /&gt;
In manchen Zeiten oder Regionen gab es besonders verehrte Heilige, die dann für zahlreiche Kirchen als Patrone gewählt wurden. Am Patrozinium kann man mitunter auch erkennen, wer eine Kirche [[Stifter|gestiftet]] hat. So stifteten Kaufleute im [[Hochmittelalter]] gerne Kirchen mit einem [[Nikolaus von Myra|Nikolauspatrozinium]], da dieser als Schutzpatron der Kaufleute galt. In der Zeit der [[Liste der fränkischen Herrscher#Karolinger und Pippiniden (Arnulfinger)|Frankenkönige]] waren die Patrozinien der Heiligen [[Petrus (Apostel)|Petrus]], [[Dionysius von Paris]], [[Stephanus]] und [[Martin von Tours]] verbreitet, danach [[Veit (Heiliger)|Vitus]], [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]], [[Laurentius von Rom|Laurentius]] und [[Bartholomäus (Apostel)|Bartholomäus]]. Die Klosterkirchen der [[Prämonstratenser]] und [[Zisterzienser]] trugen das Patrozinium der [[Gottesmutter]] [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:LThK&amp;quot; /&amp;gt; Die Verehrung der heiligen [[Anna (Heilige)|Anna]] gewann um 1500 an Bedeutung. Zahlreiche in Deutschland während des [[Kulturkampf]]es neu erbaute Kirchen erhielten das Patrozinium des heiligen [[Josef von Nazaret|Josef]]. Nach der Einführung des [[Christkönigsfest]]es 1925 entstanden zahlreiche [[Christkönigskirche]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den rund 10.000 Patrozinien von Kirchen und Pfarreien in Deutschland beziehen sich etwa 1.400 auf Maria. Einige Patrone betreffen nur eine einzige Pfarrgemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Steffen Zimmermann |url=https://www.katholisch.de/artikel/25936-pfarreien-in-deutschland-diese-kirchenpatrone-sind-einmalig |titel=Pfarreien in Deutschland: Diese Kirchenpatrone sind einmalig |werk=[[katholisch.de]] |datum=2020-07-10 |abruf=2020-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Thurnau-Kirche-P2077142-HDR.jpg|mini|hochkant|Beispiel einer &amp;#039;&amp;#039;Patronatsloge&amp;#039;&amp;#039; in der Kirche [[St. Laurentius (Thurnau)|St. Laurentius]], [[Thurnau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenpatronat ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenpatronat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patrozinium sollte nicht mit dem Patron/Patronat verwechselt werden. Dabei geht es um in einer Generationenfolge wechselnde natürliche Personen oder auch um juristische Personen. Der Kirchenpatron übt (oder übte früher) das weltliche Regiment über das Gebiet, in dem sich eine Kirche befindet, das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchenpatronat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patronatsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ius patronatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patronat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, aus. Es ist i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. die Schirmherrschaft eines [[Landesherr|Landes-]] oder [[Grundherr]]n (auch einer [[Gebietskörperschaft (Deutschland)|Gebietskörperschaft]] oder ein kirchlicher Rechtsträger wie ein Kloster oder ein [[Domkapitel]]) über eine Kirche und deren Bedienstete (z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Berufung eines Pfarrers). Oft basieren die Rechte auf damit verknüpften finanziellen Regelungen. Das Patronat findet seinen Ausdruck oft in einem besonderen Sitzplatz in der Kirche (im [[Patronatsloge|Patronatsgestühl, evtl. auch in einer besonderen baulichen Patronatsloge)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LThK|[[Alois Schröer]], [[Arnold Angenendt]], [[Andreas Heinz (Theologe)|Andreas Heinz]]|Patron, Patronin, Patrozinium|3|7|1478–1481}}&lt;br /&gt;
* {{RGG|6|1024|1025|Patrozinien|[[Ulrich Köpf]]}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas Graßmann|Andreas E. Graßmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Patrozinium. Eine kirchenrechtliche Darstellung mit besonderer Berücksichtigung des titulus ecclesiae gemäß c.&amp;amp;nbsp;1218 CIC/83.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, ISBN 978-3-631-71706-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patrozinienforschung allgemein ===&lt;br /&gt;
* [[Franz-Heinrich Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheiligte Räume. Theologie, Geschichte und Symbolik des Kirchengebäudes&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20480-9. Darin Kapitel 2.3.2: &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligenverehrung (Heiligengrab) und das Patrozinium.&amp;#039;&amp;#039; S. 35.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Flachenecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Patrozinienforschung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Concilium Medii Aevi]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2 (1999), S. 145–163 ([https://cma.gbv.de/dr,cma,002,1999,a,08.pdf im Volltext auf cma.gbv.de], 63 kB).&lt;br /&gt;
* Graham Jones: &amp;#039;&amp;#039;Saints in the Landscape: Heaven and Earth in Religious Dedications.&amp;#039;&amp;#039; Tempus 2007, ISBN 978-0-7524-4108-5.&lt;br /&gt;
* Graham Jones (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Saints of Europe. Studies Towards a Survey of Cults and Culture.&amp;#039;&amp;#039; Shaun Tyas / Paul Watkins Publishing, Donington (Lincolnshire) 2009, ISBN 1-900289-57-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionale Studien ===&lt;br /&gt;
* [[Herwig Ebner]]: &amp;#039;&amp;#039;Patrozinienkarte.&amp;#039;&amp;#039; In: Harry Kühnel (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Romanische Kunst in Österreich&amp;#039;&amp;#039; (Katalog zur Ausstellung in der Minoritenkirche in Krems-Stein, 1964). Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1964, S. 290.&lt;br /&gt;
* Peter Ilisch, Christoph Kösters (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Patrozinien Westfalens von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-03838-2.&lt;br /&gt;
* Franz Zarl: &amp;#039;&amp;#039;Die Besiedlung und Christianisierung des Viertels ob dem Wienerwald im Lichte der Volkskunde. Patrozinienforschung und Ortsnamenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Wien 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.le.ac.uk/users/grj1/tascintro.html TASC – the Transnational Database and Atlas of Saints’ Cults].&amp;#039;&amp;#039; University of Leicester&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4173561-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligenfest| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligenpatronanz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Ritus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>