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	<title>Patronenlager - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:16:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patronenlager&amp;diff=567409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HNOFClBrI: Grundlegende Erklärung in Einleitung ergänzt (fehlte vorher gänzlich)</title>
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		<updated>2026-04-06T14:49:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grundlegende Erklärung in Einleitung ergänzt (fehlte vorher gänzlich)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Patronenlager bei Fahrrädern siehe [[Innenlager #Patronenlager]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:USMC-120801-M-VG714-002.jpg|mini|[[Zylinderverschluss]] schiebt eine Patrone in das Patronenlager einer [[Springfield M1903]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:357er Magnum.jpg|mini|[[Revolver#Trommel|Trommel]] einer [[Smith &amp;amp; Wesson Model 686]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patronenlager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patronenkammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;amp;nbsp;– ist der Hohlraum am hinteren Ende des [[Lauf (Schusswaffe)|Laufs]] oder der Trommel einer [[Schusswaffe]], in den die Munition vor dem Abfeuern eingesetzt wird. Das Patronenlager ist gemäß den Abmessungen der jeweiligen [[Munition]] ausgeformt. Nach hinten wird es durch den [[Verschluss (Waffentechnik)|Verschluss]] abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.1&amp;quot;/&amp;gt; Beim [[Revolver]] liegen die Patronenlager in der hinter dem Lauf drehbar angebrachten Trommel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
Beim Aufbau des Patronenlagers wird zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;Randanlieger&amp;#039;&amp;#039; für Patronen mit Rand, dem &amp;#039;&amp;#039;Schulteranlieger&amp;#039;&amp;#039; für [[Flaschenhalshülse|Flaschenhalspatronen]], dem &amp;#039;&amp;#039;Hülsenmundanlieger&amp;#039;&amp;#039; für randlose zylindrische Patronen und dem &amp;#039;&amp;#039;Gürtelanlieger&amp;#039;&amp;#039; für randlose nahezu zylindrische Langwaffen-Patronen unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In modernen Hand- und Faustfeuerwaffen erfolgt die Abdichtung durch die Patronenhülse, da sich diese im Moment der Zündung der [[Treibladung]] durch die entstehende Druckzunahme für wenige Millisekunden aufbläht, sich an das Patronenlager anpresst und damit eine gasdichte Verbindung ([[Liderung]]) schafft. Nach dem Druckabfall zieht sich die Hülse wieder zusammen und soll ohne Kraftaufwand ausgezogen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patronenlager darf nicht zu weit sein, da sonst Hülsenreißer auftreten können und die Hülse klemmen kann. Ist das Patronenlager zu eng oder zu kurz, so kann die Waffe nicht geladen werden. Dies zu vermeiden bedingt, dass der Aufbau des Patronenlagers innerhalb von engen [[Toleranz (Technik)|Toleranzen]] mit der Form der Patronenhülse übereinstimmt. Bei der Fertigung des Patronenlagers muss deshalb auf höchste Maßhaltigkeit geachtet werden. Nachdem die zuerst angebrachte zylindrische Bohrung am Laufende  geräumt ist, muss sie mit einer [[Reibahle]] auf die später genutzte [[Patrone (Munition)|Patronensorte]] abgestimmt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Randanlieger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Randpatrone Schema.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Schema Lauf Randpatrone]]Nach Aufkommen der ersten mit Patronen geladenen Langwaffen waren die Patronenlager wie auch die Patronenhülsen meist zylindrisch. Die Patronenhülsen hatten einen Rand, der auf dem hinteren Ende des Laufes auflag oder bei der damals auch verwendeten [[Lefaucheux-Zündung]] einen herausragenden Stift, der die Hülse fixierte. Die Hülsen waren zylindrisch oder leicht konisch geformt. Das Patronenlager war meist etwas länger als die Hülse und endete mit oder ohne Übergangskonus vor den Zügen. So hat das Patronenlager des von der US-Armee bis 1893 eingesetzten [[Springfield Model 1873|Springfield 1873 Gewehres]] eine Länge von 54,6 mm, während die Hülse der [[.45-70 Government|.45-70 Patrone]] nur 51,5 mm hineinragt. Heute werden Randpatronen noch in Kleinkaliberwaffen mit Randzündung, Jagdwaffen und Revolvern verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei frühen Hinterladerwaffen, auf Hinterladung umgebauten Vorderladern und Revolvern hatte das Patronenlager meist keinen Übergangskonus vor den Zügen. Um den gasdichten Kontakt zwischen den Zügen und dem Geschoss zu verbessern wurden bei diesen Waffen meist [[Miniégeschoss]]e mit einem Hohlboden verwendet. Dies bewirkte, dass sich die Geschosse durch  den Gasdruck auf das Zugmaß des [[Lauf (Schusswaffe)|Laufes]] ausdehnten was zur Verbesserung der Schussleistung der Waffe führte.&lt;br /&gt;
=== Schulteranlieger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schema schulteranlieger.png|miniatur|hochkant=1.5|Schema Patronenlager Schulteranlieger]]Um die Pulvermenge bei gleicher Patronenlänge zu vergrößern, wurden ab 1870  Patronenhülsen flaschenförmig hergestellt. Diese vorne verjüngten Patronen werden als [[Flaschenhalspatrone]]n bezeichnet. Damit wurde es später auch möglich, randlose Hülsen zu verwenden, da sich die Patrone mit dem Verriegeln des Verschlusses mit ihrer Schulter gegen den konisch ausgeformten Teil des Patronenlagers (vergl. Bild 1.2) abstützt. Hierdurch wird die Patrone parallel zur Laufachse fixiert und zusätzlich zentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Patronenlager für Flaschenhalspatronen muss auf die korrekte Länge geachtet werden. Ist der Abstand des Verjüngungskonus zu kurz, so lässt sich der Verschluss nicht schließen, ist er zu lang, so kann die Hülse aufblähen oder reißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich als Gewehrpatrone entwickelt, wurden mit dem Beginn der modernen Kurzwaffenentwicklung um das Jahr 1890 Flaschenhalspatronen auch in entsprechend gefertigten [[Pistole]]n genutzt. Hugo Borchardt entwickelte für seine Selbstladepistole [[Borchardt C93|C93]] eine Flaschenhalspatrone im Kaliber [[7,65 × 25 mm Borchardt|7,65&amp;amp;nbsp;x&amp;amp;nbsp;25 mm]]. Ein weiteres klassisches Beispiel für die Nutzung der Flaschenhalspatrone ist die Pistole [[Mauser C96]], die durch die Leistungsfähigkeit der Patrone im Kaliber [[7,63 × 25 mm|7,63&amp;amp;nbsp;x&amp;amp;nbsp;25 mm]] mit einem Anschlagschaft als leichter [[Karabiner]] genutzt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit finden Flaschenhalspatronen bis auf wenige Ausnahmen nur noch in Langwaffen Verwendung. Handelsübliche Patronen für diese Patronenlagerart erzeugen üblicherweise Gasdrucke im Bereich um 4.000&amp;amp;nbsp;bar, bei manchen Großwildjagdpatronen oder militärischen Patronen wie der [[12,7 x 99 mm NATO|.50 BMG]] kann der Gasdruck bis zu 5.000&amp;amp;nbsp;bar betragen.&lt;br /&gt;
=== Hülsenmundanlieger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schema huelsenanlieger.png|miniatur|hochkant=1.5|Schema Patronenlager Hülsenmundanlieger]]&lt;br /&gt;
Eine andere Art der Hülsenabstützung ist die des Hülsenmundanliegers. In diesem Fall ist das Patronenlager geringfügig übermaßig zylindrisch gegenüber dem Lauf gebohrt. Der so entstehende Absatz (vergl. Bild 2.2) bildet für den Rand der eingelegten Patrone das abstützende Widerlager. Auch hier bläht sich im Schuss das Hülsenmetall leicht auf und dichtet den Lauf zum Verschluss hin ab, auch wenn der Verschluss mitsamt Hülse bei unverriegelten Waffen schon etwas zurückläuft. Diese Bauform des Patronenlagers wird in der Regel bei Patronen mit zylindrischen Hülsen ohne Rand eingesetzt.&lt;br /&gt;
=== Gürtelanlieger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:458 cal Winchester belted shell.JPG|mini|.458 Winchester Magnum]]&lt;br /&gt;
Als Gürtelanlieger bezeichnete Patronenlager dienen zur Aufnahme von Patronen, deren Hülse unmittelbar vor der Auszieherrille eine ringförmige Erweiterung hat. Die entsprechenden Patronenlager sind passend zu dieser Erweiterung größer gebohrt. Der Gürtel dient wie der Rand bei Randpatronen dazu, die Patrone zu positionieren, d. h. ein zu tiefes Eindringen ins Patronenlager zu vermeiden. Wegen seiner geringeren radialen Ausdehnung als ein Hülsenrand hat er den Vorteil, den Ladevorgang bei Waffen mit Kastenmagazin weniger zu stören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wurde das Prinzip vom britischen Jagdwaffenhersteller &amp;#039;&amp;#039;[[Holland &amp;amp; Holland]]&amp;#039;&amp;#039; für randlose Jagdpatronen wie die [[.375 Holland &amp;amp; Holland Magnum]] angewandt. Bei Gürtelpatronen sind die Anforderungen an die Fertigungstoleranzen für Munition und Patronenlager geringer als bei schulteranliegenden Flaschenhülsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im militärischen Bereich wurden Gürtelanlieger-Patronenlager und entsprechende Patronen im Zweiten Weltkrieg bei den britischen Streitkräften in der [[Panzerbüchse Boys]] und bei den Achsenmächten in der &amp;#039;&amp;#039;Schweren Panzerbüchse Solothurn S 18-100&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;S 18-1000&amp;#039;&amp;#039; im Kaliber 20 mm angewendet.&lt;br /&gt;
== Patronenlager mit Druckausgleichsrillen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Patronenlager Druckausgleich.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Schema Patronenlager mit Druckausgleichsrillen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinematik Vergleich zwischen Patronenlager mit und ohne Gasentlastungsrillen bei einer kraftschlüssig dynamisch verriegelten Feuerwaffe mit Flaschenhalshülse vertikale Version CC BS-SA 4.0.svg|links|mini|Patronenlager ohne (oben) und mit  Druckausgleichsrillen (unten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DCB Shooting G3 Roller system3.JPG|mini|[[HK G3|G3]] mit Druckausgleichsrillen im Patronenlager]]&lt;br /&gt;
[[Datei:G3 Patronen mit Druckausgleichsrillen 002.jpg|mini|Abgefeuerte G3 Patronenhülsen mit den typischen [[Schmauchspuren]] durch die Druckausgleichsrillen]]&lt;br /&gt;
Bei Waffen mit [[Verzögerter Masseverschluss|verzögertem Masseverschluss]] beginnt der Rücklauf von Verschlusskopf und Hülsenboden infolge des Druckanstieges unmittelbar nach der Zündung. Durch den Gasdruck wird der sich vorne verjüngende Teil der Flaschenhalshülse an den Innenkonus des Patronenlagers gepresst und gleichzeitig dehnt sich der zylindrische Teil der Hülse aus und wird an die Innenwand des Patronenlagers gedrückt, daraus resultiert, dass die Hülse blockiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies wurde erstmals beim [[Sturmgewehr 45]] beobachtet. Siehe dazu: {{Literatur |Autor=Günter Wollert, Reiner Lidschun |Titel=Infanteriewaffen gestern |TitelErg=(1918–1945) |Sammelwerk=Illustrierte Enzyklopädie der Infanteriewaffen aus aller Welt |Band=1 |Auflage=2 |Verlag=Brandenburgisches Verlagshaus |Ort=Berlin |Datum=1996 |ISBN=3-89488-036-8 |Seiten=176 |Kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um ein Abreißen des nicht durch den Verschluss gestützten Patronenbodens und Hülsenreißer an anderen Stellen zu vermeiden, muss die Druckdifferenz zwischen dem Innern und dem Äußern der Hülse möglichst ausgeglichen werden. Zu diesem Zweck werden zwischen Lauf und Patronenlager Druckausgleichsrillen ([[Kannelierung]]en) eingefräst, die einen Druckausgleich bewirken. Die Hülse wird vorne „schwimmend“, dichtet das Patronenlager jedoch im hinteren Drittel noch genügend ab, die Funktion der Waffe ist gewährleistet.&lt;br /&gt;
Die Kannelierungen stellen zudem eine Funktionsreserve für den selbsttätigen Nachladevorgang sicher. Dabei sind aber auch die Sauberkeit des Laufes und das Hülsenmaterial maßgebend, zu weiches Hülsenmaterial kann sich verformen und sich möglicherweise in die Kannelierungen einpressen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Pietzner, &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre, 1. Ausgabe: – Grundlagen der Systemlehre&amp;#039;&amp;#039;, Arbeiten zu Studium und Praxis im Bundesgrenzschutz, Teil 4, Seiten 61–62, Lübeck, 1998, ISBN 3-930732-32-7 ([http://www.scribd.com/doc/2583510/Waffenlehre PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frank C. Barnes]]: &amp;#039;&amp;#039;Cartridges of the World. A complete and illustrated Reference for over 1500 Cartridges.&amp;#039;&amp;#039; 11th edition. Gun Digest Books, Iola WI 2006, ISBN 0-89689-297-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr.1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeno.org/Lueger-1904/K/lueger-1904-051-0226 Lueger 1904, Eintrag: &amp;#039;&amp;#039;Patronenlager&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponente (Waffentechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache (Waffentechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HNOFClBrI</name></author>
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