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	<title>Patara - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Patara&amp;diff=544222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meier89: /* Leuchtturm */</title>
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		<updated>2026-03-06T15:19:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leuchtturm&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die antike Stadt in Lykien, zu anderen Bedeutungen siehe [[Patara (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|map=right|article=/|maptype=relief|name=Patara|NS=36/15/37/N|EW=29/18/51/E|type=landmark|dim=|region=TR-07}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patara&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Πάταρα}} {{N.Pl.}}, unter [[Ptolemäer|ptolemäischer]] Herrschaft auch unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Arsinoë&amp;#039;&amp;#039;; [[hethitische Sprache|hetitisch]] Patara&amp;lt;ref&amp;gt;Max Gander: &amp;#039;&amp;#039;Die geographischen Beziehungen der Lukka-Länder&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Texte der Hethiter&amp;#039;&amp;#039;. Heft&amp;amp;nbsp;27, 2010, ISBN 978-3-8253-5809-9, S.&amp;amp;nbsp;6&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[lykische Sprache|lykisch]] 𐊓𐊗𐊗𐊀𐊕 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pttara&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.abarim-publications.com/Meaning/Patara.html|title=The amazing name Patara: meaning and etymology|website=Abarim Publications|language=en|accessdate=2022-09-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine [[antike]] Stadt an der [[Mittelmeer]]küste [[Lykien]]s in der heutigen [[Türkei]]. Sie liegt nahe der Mündung des antiken Flusses [[Xanthos (Fluss)|Xanthos]], des heutigen Flusses [[Eşen Çayı]], beim heutigen Dorf Gelemiş im [[İlçe|Landkreis]] [[Kaş]] der Provinz [[Antalya (Provinz)|Antalya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Patara galt als eine der wichtigsten Städte Lykiens und der bedeutendste Hafen dieser Landschaft. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Pttara&amp;#039;&amp;#039; war die Stadt wohl eine [[Lykier|lykische]] Gründung, auch wenn eine spätere griechische Tradition sie auf [[Pataros]], einen Sohn [[Apollon]]s, zurückführte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stephanos von Byzanz s.v.&amp;#039;&amp;#039; Πάταρα (= BNJ 1 F256 &amp;#039;&amp;#039;Hekataios von Milet&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Apollon Patroos]] hatte in Patara einen Kult mit [[Orakel]]. Sein Bildnis prägte Patara in hellenistischer Zeit auch auf Münzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Drachme Patara.JPG|mini|Drachme aus Patara mit Lyra, ca. 167–110 v. Chr. geprägt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PataraTheater.JPG|mini|Römisches Theater in Patara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kleinfunde belegen eine prähistorische Besiedlung des späteren Patara schon für die Zeit des [[Chalkolithicum]] und der frühen [[Bronzezeit]]. Sie blieb im Wesentlichen auf den Tepecik beschränkt, den Hügel im Nordosten des inneren Hafens. Architekturreste auf dem Tepecik datieren in das 7. Jahrhundert v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nevzat Çevik, Şevket Aktaş |Titel=Die urbanistische Entwicklung der Stadt: ein Überblick |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=16–23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Alexander der Große|Alexander dem Großen]] gehörte Patara zum Einflussbereich der [[Hellenismus|hellenistischen]] Reiche und war eine wichtige Marinebasis in den [[Diadochen]]kriegen. [[Ptolemaios II.]] benannte es zeitweise in Arsinoe um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Artemidor von Ephesos|Artemidoros]], überliefert bei [[Strabon]], zählt Patara zu den sechs bedeutendsten Städten des [[Lykischer Bund|lykischen Bundes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon 14, 3, 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; In römischer Zeit nahm Patara eine führende Stellung in Lykien ein. Es war Hauptstadt der Provinz Lycia und ein Sitz des Statthalters der [[Römische Provinz|Provinz]] [[Lycia et Pamphylia]]. Im 3. Jahrhundert n. Chr. war die Stadt [[Archiprophet]] und zweifacher [[Neokoros]] des lykischen Bundes,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=|Titel=SEG 44, 1994, 1210.|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=|Datum=|Seiten=|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wenngleich nicht klar ist, auf welche Kulte sich diese Titel beziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Barbara Burrell|Titel=Neokoroi – Greek Cities and Roman Emperors|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=|Datum=2004|Seiten=253–255|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Apostel Paulus]] verweilte im Verlauf seiner dritten Missionsreise (53–58 n. Chr.) in Patara. Der Apostelgeschichte zufolge war er von Rhodos mit dem Schiff nach Patara gekommen, wo er seine Reise auf einem anderen Schiff nach Phönizien fortsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Apostelgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 21, 1–3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n. Chr. wurde der spätere Bischof [[Nikolaus von Myra]] der Überlieferung zufolge in Patara geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Zimmermann |Titel=Geburtsort des Heiligen Nikolaus. Patara in der Spätantike  |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=126–131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Zuge der letzten [[Christenverfolgungen im Römischen Reich|Christenverfolgungen]] 312 in [[Chalkis]] hingerichtete Bischof [[Methodios von Olympos|Methodius]] wird teilweise mit Patara in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hafen Pataras [[Anlandung|verlandete]] seit der Antike langsam. Dies geschah durch kontinuierliche Sandanschwemmung des nahen, schnellfließenden Flusses [[Xanthos (Fluss)|Xanthos]] und durch die Bildung von Wanderdünen. Endgültig aufgegeben wurde der Hafen wohl im Mittelalter: Zum letzten Mal erwähnt wird Patara 1478, als [[Cem Sultan]] hier mit [[Rhodos|rhodischen]] Rittern zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
Reisende des späten 18. Jahrhunderts entdeckten Lykien und auch Pataras Ruinen wieder: In der Forschung gilt [[Marie-Gabriel-Florent-Auguste de Choiseul-Gouffier|Graf de Choiseul-Gouffier]] als erster Gelehrter, der 1776 die Ruinen besucht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fahri Işık |Titel=Von der Entdeckung Pataras im 19. Jahrhundert bis zu den modernen Ausgrabungen |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=23–28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutsam ist der Besuch [[Charles Texier]]s 1836 in Patara. Er beschrieb bereits das Theater, das Stadttor des Mettius Modestus, den „Korinthischen Tempel“ und die Tempelgräber. Seine Aufzeichnungen sind mit Stichen reich bebildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systematische Ausgrabungen der Stadt begannen erst 1988 unter Leitung von [[Fahri Işık]] von der [[Akdeniz Üniversitesi]] in [[Antalya]]. Seit 2009 ist [[Havva İşkan Işık]] Grabungsleiterin. 2013 feierte die Grabung 25-jähriges Bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Patara excavations start for the 25th time this summer.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Hürriyet Daily News&amp;#039;&amp;#039;, 20. Juli 2013, ([http://www.hurriyetdailynews.com/patara-excavations-start-for-the-25th-time-this-summer.aspx?pageID=238&amp;amp;nID=51032]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Apollon-Heiligtum}} Apollon-Orakel ==&lt;br /&gt;
Patara war in der Antike für sein Orakel berühmt. [[Herodot]] berichtet von einer Seherin, die nachts mit einem Gott eingeschlossen werde, wenn sich die Gottheit einfinde.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot 1, 182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Apollon als Orakel-Gottheit benennt er nicht. Der Apollon-Kult könnte zu einem späteren Zeitpunkt eine einheimische Gottheit ersetzt haben.&lt;br /&gt;
Dass das Orakel von Patara nicht immer sprach, geben auch [[Horaz]] und der &amp;#039;&amp;#039;Aeneis&amp;#039;&amp;#039;-Kommentator [[Maurus Servius Honoratius|Servius]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Horaz, &amp;#039;&amp;#039;carmina&amp;#039;&amp;#039; 3, 4, 61–64; Servius, &amp;#039;&amp;#039;Aeneis&amp;#039;&amp;#039; 4, 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach weilte Apollon mal auf Delos, mal in Patara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahrhundert n. Chr. heißt es, das Apollon-Orakel sei einst so reich und zuverlässig wie das [[Orakel von Delphi]] gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pomponius Mela]] 1, 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die [[römische Kaiserzeit]] ist neben dem Apollon-Priester ein Prophet belegt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Tituli Asiae Minoris|TAM]]&amp;#039;&amp;#039; II 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; später auch ein Archiprophet des Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew Lepke, Christof Schuler, Klaus Zimmermann |Titel=Neue Inschriften aus Patara III. Elitenrepräsentation und Politik in Hellenismus und Kaiserzeit |Sammelwerk=Chiron |Band=45 |Datum=2015 |ISBN= |Seiten=344–352 |Fundstelle=Nr. 7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Reiche [[Lykien|Lykier]] mussten in der Kaiserzeit den Orakelbetrieb finanziell unterstützen, um ihn aufrechtzuerhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;TAM&amp;#039;&amp;#039; II 905 XVII E–F ([[Opramoas]] aus Rhodiapolis).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehörte auch die Renovierung eines „Prophetenhauses“ und von Bewässerungskanälen im Hain des Apollon.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lepke, Schuler, Zimmermann |Titel=Neue Inschriften aus Patara III |Seiten=357–376|Fundstelle= Nr. 9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Horaz spricht davon, Apollon habe in Lykien Haine und den Wald der Geburt innegehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;Horaz, &amp;#039;&amp;#039;carmina&amp;#039;&amp;#039; 3, 4, 62–63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von einem heiligen Hain außerhalb der Stadt Patara berichtet auch [[Appian]].&amp;lt;ref&amp;gt;Appian, &amp;#039;&amp;#039;Mithridates&amp;#039;&amp;#039; 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Apollon verehrte man dort zusammen mit seiner Mutter [[Leto (Mythologie)|Leto]] und seiner Schwester [[Artemis]]. Die beiden weiblichen Mitglieder dieser sogenannten [[Apollinische Trias|apollinischen Trias]] begegnen in den Inschriften jedoch deutlich seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Monumente ==&lt;br /&gt;
Schon vor den Ausgrabungen waren Ruinen des antiken Patara gut sichtbar, so etwa das Theater, die Säulenstraße, die Thermen, der sogenannte „Korinthische Tempel“, der Mettius-Modestus-Bogen, die Tempelgräber und das Lagerhaus. Systematische Untersuchungen haben bereits zu weiten Teilen oder völlig mit dem Sand der Wanderdünen bedeckte Monumente wieder zutage gefördert wie das Buleuterion oder den Leuchtturm. Infolge eines Brandes waren 1993 zahlreiche Blöcke des [[Stadiasmus Patarensis]] entdeckt worden, die in der Spätantike in der Stadtmauer als Baumaterial wiederverwendet worden waren. Zukünftig steht unter anderem die Erforschung des erst seit kurzem untersuchten antiken Stadions im Westen der Hafenbucht von Patara an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätklassische Stadtmauern ===&lt;br /&gt;
In spätklassischer Zeit befestigte man Patara, was als Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Siedlung gesehen werden kann. Die Stadtmauern verbanden die drei Hügel Pataras: Vom Doğucasarı-Hügel verlief im Norden eine Mauerlinie hinunter zum Tepecik, im Süden führte sie bis zum Gipfel des Kurşunlutepe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Korinthischer Tempel“ ===&lt;br /&gt;
Er verdankt seinen modernen Behelfsnamen dem Tempelschmuck: Der [[Antentempel]] weist Kapitelle auf, die nach dem Stil der [[Korinthische Ordnung|korinthischen Ordnung]] gestaltet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz-Helge Nieswandt |Titel=Der «korinthische Tempel» |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=107–110}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Welcher Gottheit der Tempel diente, lässt sich indes nicht klären: Gegen Apollon spricht, dass sein Heiligtum außerhalb der Stadtmauer liegen musste. Es wäre möglich, dass es sich um einen Tempel für den [[Kaiserkult]] handelte.&lt;br /&gt;
Ausgerichtet ist der Tempel zum inneren Hafen hin. Der große Türsturz war schon bei dem Besuch [[Charles Texier]]s gebrochen und soll bald renoviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater ===&lt;br /&gt;
Schon in hellenistischer Zeit besaß Patara am nordöstlichen Hang des Kurşunlutepe ein Theater.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katja Piesker |Titel=Das Theater in der römischen Kaiserzeit |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=73–78}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein heutiges Aussehen geht auf grundlegende Umbauten in der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. zurück. Zwischen 1999 und 2001 war im Zuge der Grabungsarbeiten der Zuschauerraum von Flugsand bereinigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zuschauerraum entstand im 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr.; seine steinernen Sitzbänke liegen größtenteils auf dem Hang des Kurşunlutepe auf. Im östlichen Teil mussten jedoch Aufschüttungen vorgenommen werden, um das Theater am Straßenraster auszurichten. Vor den Renovierungsmaßnahmen im 2. Jahrhundert bot das Theater rund 4.400 Menschen einen Sitzplatz. Die nie vollendeten Umbauten sollten rund 1.400 zusätzliche Plätze schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss kamen jedoch die Arbeiten am steinernen Bühnengebäude. An seiner Außenfassade am östlichen Eingang zum Theater befindet sich eine Stiftungsinschrift mit Informationen zu den Umbaumaßnahmen. Sie erwähnt unter anderem Sonnensegel, die die Zuschauer vor der Sonne schützen sollten und von denen vermutlich die Mastenlöcher zeugen. In diese Phase des Ausbaus gehört auch ein kleiner Tempel in der Mitte oberhalb des Zuschauerraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buleuterion ===&lt;br /&gt;
Im Süden der Stadt in der Nähe des Theaters steht das [[Buleuterion]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Havva İşkan |Titel=Das Bouleuterion: Ort politischer Beratung |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=68–72}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde an der Wende vom 2. zum 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Nach Einrichtung der Provinz Lycia unter [[Claudius]] ist der Bau erweitert worden und bot nun den rund 170 bis 250 Mitgliedern des Rates ([[Bule]]) von Patara Platz. Vermutlich diente es auch dem [[Lykischer Bund|lykischen Bund]] als Versammlungsort. Nach dem großen Erdbeben, das Lykien kurz vor der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. erschütterte, waren Renovierungsmaßnahmen nötig. In der [[Spätantike]] integrierte man das Gebäude in die Stadtbefestigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren des Gebäudes befindet sich ein halbrunder Zuschauerraum mit einer Bühne. Das Buleuterion ähnelt damit dem Theater. Im Zuschauerraum ist ein Sitzplatz im Zentrum baulich hervorgehoben. Er war vermutlich für den jeweiligen Vorsitzenden der Versammlungen reserviert, die im Buleuterion von Patara zusammenkamen. Die Orchestra des Buleuterions ist mit Marmor ausgelegt. Ihr Boden wird heute mithilfe von Glasplatten geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Zustand zeigt das Buleuterion nach aufwendigen Restaurierungsmaßnahmen. Sie fanden zwischen den Jahren 2008 und 2012 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leuchtturm ===&lt;br /&gt;
Auf der Südwestseite der antiken Hafeneinfahrt sind heute das restaurierte Podium und die 2025 fertiggestellte Restauration des 26 m hohen Leuchtturms zu sehen. Er ist in den Jahren 2004 und 2005 freigelegt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Havva İşkan |Titel=Der Leuchtturm |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=83–86}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Zugang zum Turm liegt im Westen. Eine steinerne Wendeltreppe führt nach oben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet wurde der Leuchtturm unter Kaiser [[Nero]] durch seinen Statthalter [[Sextus Marcius Priscus]] im Jahr [[64]]/[[65]] n. Chr. Die monumentale Bauinschrift, deren Blöcke sich im Versturz erhalten haben, erwähnt auch den Zweck des Leuchtturms, nämlich für die Sicherheit der Seefahrenden zu sorgen. Vor dem Leuchtturm zur Hafenseite befand sich eine Statue des Statthalters Sextus Marcius Priscus, deren Basis sich erhalten hat. Ihre Inschrift erwähnt einen zweiten Leuchtturm in Patara, der bislang jedoch noch nicht lokalisiert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thermen ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der römischen Kaiserzeit entstanden in Patara vier [[Thermen|Badegebäude]] römischen Typs, deren Aufbau jeweils dem in [[Lykien]] verbreiteten Reihentypus entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Serap Erkoç, Şevket Aktaş |Titel=Die Thermen |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=63–68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der älteste Thermenbau gehört in die Regierungszeit Kaiser [[Nero]]s. Das größte Badegebäude sind die sogenannten Hafenthermen mit ihren großen Panoramafenstern auf der Westseite. Bislang kaum erforscht sind die Zentralthermen am Ostrand der Säulenstraße. Die einzige westlich des römischen Stadtzentrums gelegene Therme ist das sogenannte Kleine Bad. Im Mittelalter baute man darüber hinaus in Patara ein Bad nördlich des „Korinthischen“ Tempels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mettius-Modestus-Bogen ===&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befindet sich ein Stadttor, das in der Forschung üblicherweise nach dem römischen Statthalter [[Mettius Modestus]] benannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Şevket Aktaş |Titel=Der Ehrenbogen für den Statthalter Mettius Modestus |Sammelwerk=Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Darmstadt|Datum=2016 |ISBN=978-3-8053-5034-1 |Seiten=79–82}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er amtierte unter [[Trajan]] als Statthalter der Doppelprovinz [[Lycia et Pamphylia]]. Inschriften an Konsolen auf der Vorder- und Rückseite des Bogens nennen ihn und weitere Familienangehörige.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;TAM&amp;#039;&amp;#039; II 421.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nachträglich angebracht worden sein; der Bogen selbst kann durchaus schon früher entstanden sein.&lt;br /&gt;
Das Volk von Patara ist der Bauinschrift zufolge Errichter des Bogens. Es handelt sich um ein Monument mit drei Durchgängen. Oberhalb des mittleren Durchgangs befindet sich eine quadratische Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lagerhaus ===&lt;br /&gt;
Auf der Westseite der Hafenbucht befinden sich noch heute die gut erhaltenen Ruinen eines riesigen Lagerhauses (&amp;#039;&amp;#039;[[horreum]]&amp;#039;&amp;#039;). Seine Inschrift nennt Kaiser [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] als Bauherrn.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;TAM&amp;#039;&amp;#039; II 397.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise diente es als Zwischenspeicher für Getreide oder als Lager für lokale lykische Waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Patara Dünen.jpg|Die moderne Küstenlinie am Strand von Patara&lt;br /&gt;
Alter Hafen von Patara.JPG|Die versumpfte Hafenbucht&lt;br /&gt;
Das große Theater von Patara.JPG|Blick über das Bühnengebäude in den Zuschauerraum des Theaters von Patara&lt;br /&gt;
Das kleine Theater von Patara.jpg|Das Buleuterion nach der Ausgrabung und vor der Restaurierung&lt;br /&gt;
Patara 01.jpg|Rückwand des sogenannten „Korinthischen Tempels“&lt;br /&gt;
Patara 03.jpg|Inschrift auf einer Ehrenbasis im Auftrag von Bule, Demos und Gerusie von Patara, Metropolis des lykischen Bundes&lt;br /&gt;
PataraBouteuterion.jpg|Inschrift am Theater von Patara&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{PECS|patara|Patara (Kelemiş) Lycia, Turkey|G. E. Bean}}&lt;br /&gt;
* [[Havva İşkan Işık|Havva İşkan]], [[Christof Schuler (Althistoriker)|Christof Schuler]], Şevket Aktaş, Denise Reitzenstein, Andrea Schmölder-Veit, Mustafa Koçak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Patara. Lykiens Tor zur römischen Welt&amp;#039;&amp;#039;. von Zabern, Darmstadt 2016, ISBN 978-3-8053-5034-1.&lt;br /&gt;
* Havva İşkan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; Patara. City Harbor Cult.&amp;#039;&amp;#039; Türkiye İş Bankası Kültür Yayınları, Istanbul 2020, ISBN 978-625-7999-25-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Patara.&amp;#039;&amp;#039;  Ege Yalyinlai, Istanbul&lt;br /&gt;
** Band 1, 1: [[Stephanie-Gerrit Bruer]], [[Max Kunze]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Stadtplan von Patara und Beobachtungen zu den Stadtmauern.&amp;#039;&amp;#039; 2010.&lt;br /&gt;
** Band 2, 2: Taner Korkut, Götz Grosche: &amp;#039;&amp;#039;Das Bouleuterion von Patara.&amp;#039;&amp;#039; 2007.&lt;br /&gt;
** Band 2, 2: [[Katja Piesker]], [[Joachim Ganzert]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Theater von Patara. Ergebnisse der Untersuchungen 2004 bis 2008.&amp;#039;&amp;#039; 2012, ISBN 978-605-5607-98-2 (mit Beiträgen von [[Helmut Engelmann]] und [[Urs Peschlow]]).&lt;br /&gt;
** Band 4, 1: Erkan Dündar: &amp;#039;&amp;#039;Patara Unguentariumlari.&amp;#039;&amp;#039; 2008.&lt;br /&gt;
** Band 4, 2: Çilem Uygun: &amp;#039;&amp;#039;Tepecik Kirmizi Astarli Seramikleri IO 2. yy - IS 4. yy.&amp;#039;&amp;#039; 2011.&lt;br /&gt;
** Band 4, 3: Erkan Dündar: &amp;#039;&amp;#039;Transport jars and stamped amphoras from Patara, 7th to 1st centuries BC.&amp;#039;&amp;#039; 2017, ISBN 978-605-9680-24-0.&lt;br /&gt;
** Band 5, 1: Gül Işın: &amp;#039;&amp;#039;Patara Terrakottalari Hellenistik ve Erken Roma Donemleri.&amp;#039;&amp;#039; 2007&lt;br /&gt;
** Band 5, 2: Feyzullah Şahin: &amp;#039;&amp;#039;Patara Metal Buluntulari.&amp;#039;&amp;#039; 2017&lt;br /&gt;
** Band 7, 1: Fahri Işık, Havva İşkan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;From Sand Into a City 25 Years of Patara Excavations / Kum&amp;#039;dan Kent&amp;#039;e Patara Kazilarinin 25 Yili.&amp;#039;&amp;#039; 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Thomas Gebhardt: [http://www.zeit.de/2005/37/T_9frkei_neu Die Stadt unter dem Sand] Die Zeit vom 8. September 2005 Nr. 37.&lt;br /&gt;
* [http://www.histolia.de/lykien/patara/patara-lykien-beschreibung.html Beschreibung, Bilder und Pläne von Patara in Lykien]&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturbesitz.de/ausstellungen.html?tx_mmexhibition_exhibitionfrontend%5Bausstellung%5D=250&amp;amp;tx_mmexhibition_exhibitionfrontend%5Baction%5D=show&amp;amp;tx_mmexhibition_exhibitionfrontend%5Bcontroller%5D=Ausstellung&amp;amp;cHash=dd58c67081502be3a75f9ef27841b112 Ausstellung „Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt“ in Saarbrücken, Museum für Vor- und Frühgeschichte, 23. März 2018 bis 24. September 2018]&lt;br /&gt;
* [https://www.dainst.org/forschung/projekte/corpus-der-inschriften-von-patara-lykien/1776 Projekt Corpus der Inschriften von Patara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4759533-4|VIAF=8932149489180993810005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike lykische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Orakelstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort des Apollon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Antalya)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meier89</name></author>
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